18 Learnings von der Affiliate Conference – Recap zur Conference & Affiliate NetworkxX 2014

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Vor wenigen Tagen war ein Teil unseres Projecter Affiliate-Teams auf der Affiliate Conference und der anschließenden Affiliate NetworkxX. Zusammen mit über 150 Teilnehmern lauschten wir dabei 13 Vorträgen bekannter Affiliate-Größen wie Markus Kellermann (xpose360), Wolfhart Fröhlich (intelliAd Media), Dimitrios Haratsis (AdClear), Benno Schwede (Savoo) oder Albrecht Fischer (Kupona).

 

Ein Vortrag dauerte dabei nicht länger als 20 Minuten, um den Wissenstransfer so kompakt und effizient wie möglich zu gewährleisten. Ebenso kompakt und effizient möchten wir euch deshalb unsere 18 Learnings der Affiliate Conference vorstellen:

  1. Anfang der 2000er war es Affiliates noch möglich, mit Fraud gute Umsätze zu erzielen. Schuld waren hier auch die Advertiser, welche kaum Qualitätssicherung betrieben haben. (Markus Kellermann: Affiliate Marketing – From the Past to the Future)
  2. „Seien Sie offen für Neues“: Als Partnerprogrammbetreiber sollte man sich nicht vor neuen Technologien verschließen. Vielmehr sollte man unterschiedliche Publisher-Modelle testen, dabei die Customer Journey genau analysieren, den Uplift messen und dann erst bewerten. (Markus Kellermann: Affiliate Marketing – From the Past to the Future)
  3. Es gibt unterschiedliche Customer Journeys. So wurden in einer internen Case-Study eines intelliAd-Kunden 6% aller Conversions durch Facebook iniitiert und endeten im SEO. Zudem wurden zum Beispiel 7% der Conversions im SEA initiiert und endeten dann im SEO. (Wolfhart Fröhlich: Tracking, Transparenz, Transaktionszuweisungen: Erfolgsmessung und Budgetverteilung im Affiliate Marketing)
  4. Es sollten alle On- und Offline-Kanäle getrackt werden. Auf Basis der daraus resultierenden Erkenntnisse gilt es die Tracking-Weichen entsprechend einzustellen, Affiliates fair zu vergüten und Budgets entsprechend zu verteilen. (Wolfhart Fröhlich: Tracking, Transparenz, Transaktionszuweisungen: Erfolgsmessung und Budgetverteilung im Affiliate Marketing)
  5. Man muss sich als Merchant all seiner Trackings bewusst sein, Tracking-Einstellungen übergreifend gleich einstellen und sein schwächstes Tracking-Glied kennen. So kann es sein, dass die Tracking-Weiche im Gegensatz zum Netzwerk-Tracking kein PostView unterstützt oder eine andere Cookie-Laufzeit hat. (André Koegler: Rechtliche und technischen Entwicklungen im Affiliate-Tracking für 2014)
  6. Alle Tracking- und Marketing-Codes im Shop sollten transparent integriert werden und dabei die Ladezeit des Shops genau beobachtet werden, um Performance-Verschlechterungen zu vermeiden. (André Koegler: Rechtliche und technischen Entwicklungen im Affiliate-Tracking für 2014)
  7. Der Wechsel von Last Cookie Wins zur Attribution kann allein in der Partnerkommunikation und technischen Integration über ein Jahr dauern. (Dimitrios Haratsis: Customer-Journey-Tracking im Affiliate-Marketing – Wie Sie Affiliates auf Basis von Touchpoints effektiv vergüten können)
  8. Die Conversion-Wahrscheinlichkeit wird zu 80% von den Impressionen eines potenziellen Kunden im Shop und zu 20% von der Zeit zwischen Kontakt und Kauf beeinflusst. (Dimitrios Haratsis: Customer-Journey-Tracking im Affiliate-Marketing – Wie Sie Affiliates auf Basis von Touchpoints effektiv vergüten können)
  9. Die Basis einer Attribution ist die datengetriebene Bewertung einer jeden einzelnen Customer Journey. (Dimitrios Haratsis: Customer-Journey-Tracking im Affiliate-Marketing – Wie Sie Affiliates auf Basis von Touchpoints effektiv vergüten können)
  10. Merchants sollten sich in der Zusammenarbeit mit Gutschein-Partnern nicht nur auf die Statistiken der Netzwerke verlassen, sondern auch Daten & Reports der Gutschein-Partner anfordern, um Erkenntnisse daraus in kommende Kampagnen einfließen lassen zu können. Seriöse Partner liefern diese Daten. (Benno Schwede: Gutscheine 2k14 – 20% auf alles war gestern – Mit der richtigen Strategie zum Erfolg)
  11. Misstrauen schadet in der Kommunikation mit Affiliates. Offenheit ist deshalb die Basis der Kommunikation, da sie Vertrauen schafft. Dazu gehört auch, seinen Top-Affiliates Einblicke in das Unternehmen zu geben und Grenzen klar zu kommunizieren. (Sven Metzger: Aus der Sicht eines Top-Affiliates – Wie die Kommunikation zwischen Affiliates und Advertiser optimiert werden kann)
  12. Retargteting funktioniert auf dem Desktop auf CPO-Basis gut, mobil geht das leider noch nicht. (Albrecht Fischer: Woher kommen die Sales der Zukunft? Erfolgreiche Optionen für die Schnittstelle zwischen Affiliate- und Display-Advertising)
  13. Gründe für Warenkorbabbrüche können die Folgenden sein: Erwartete Informationen werden nicht gefunden (Suche nach einem anderen Ergebnis), der Kunde muss aufgrund äußerer Umstände abbrechen (muss bspw. den Rechner verlassen), bestimmte Informationen werden nicht bereitgestellt (Lieferzeit, Verfügbarkeit, usw.). (Benjamin Pantke: Die (re-)engaging Plattform – Wie Sie Ihren Affiliate-Umsatz und die Kundenzufriedenheit nachhaltig steigern können)
  14. Gründe, warum Affiliate Marketing mobil noch nicht funktioniert: Landingpages sind nicht mobil optimiert, die mobile Online-Nutzung findet vornehmlich in Apps statt, Cookie-Tracking ist nur eingeschränkt nutzbar, Cross-Device Tracking ist bisher nicht möglich. (Ingo Kamps und Romy Habelt: Der Weg zum erfolgreichen Mobile Advertiser – Do ́s and Dont ́s in der Zusammenarbeit mit Mobile Affiliates)
  15. Sowohl der automatisierte Datenaustausch von Publisher zu Merchant, als auch von Merchant zu Publisher bietet großes Potenzial zur Umsatzsteigerung. (Robert Schneider: Plattform-zu-Plattform Kommunikation – Vorteile für Advertiser und Publisher durch Integration)
  16. Zu einem effektiven Partnermanagement gehört das Bewusstsein, dass eher „Klasse, statt Masse“ wichtig ist: Wichtiger als die Anzahl der Partner ist das Entwickeln erfolgreicher Partnerschaften, welche zu mehr Umsätzen führen. (Wolfgang Scherer: Umsatzsteigerung durch effektives Partner-Management)
  17. 50% der Offline-Käufer nutzen das Smartphone beim Kauf im Geschäft. Dabei kaufen dann anschließend 22% doch lieber online und 20% brechen den Kaufvorgang ab, kaufen also überhaupt nicht. 19% kaufen im Geschäft und 8% kaufen direkt mobil. (Claudia Batschi-Rota & Florian Wolf: Mobile Marketing 2014 – Die Herausforderungen und Potentiale für die Affiliate-Branche)
  18. Gutscheine müssen nicht immer auf Gutschein-Seiten zu finden sein. Es gibt eine Vielzahl von Gutschein-Modellen, welche ohne SEO-Traffic neue Käufe initiieren können. Dazu gehören geschlossene Gruppen, Preisvergleiche, Checkout-Netzwerke, Gutscheine-Apps, Exit-Intent Layer, Display mit Gutschein und E-Mail-Kampagnen. (Denis Waurik: Publisher im Wandel – Strategien, Chancen und Herausforderung)

 

Im Anschluss an die Affiliate Conference fand die 18. Affiliate NetworkxX statt. Über 400 Affiliates, Advertiser, Agentur-Mitarbeiter und Vertreter der Affiliate-Netzwerke waren vor Ort und bevölkerten die Airbräu-Tenne am Münchner Flughafen. Die schöne Atmosphäre bot genügend Gelegenheit, um sich mit alten Bekannten auszutauschen, Kollegen zu treffen und viele neue Leute kennenzulernen. Dafür hatte Markus mit Speed-Networking, Themen-Tischen, der ReachAd Fotobox und tollem Essen und Getränken den perfekten Rahmen geschaffen.

 

An dieser Stelle möchten wir die Veranstaltung noch einmal ausdrücklich loben. Die professionelle Organisation vom xpose360-Team um Markus Kellermann ist beispielhaft. Nicht umsonst haben sich Affiliate Conference und Affiliate NetworkxX in der Affiliate-Welt etabliert und gehören zu den wichtigsten Veranstaltungen der Szene. Wir freuen uns schon auf den 30. April 2015!

 

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Daniel war von Juli 2012 bis Januar 2016 Teil des Projecter Teams.


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