20 Punkte, die ich von der TactixX 2015 mit nach Hause genommen habe

geschrieben am in der Kategorie Affiliate Marketing von

Tactixx 2015 Logo

Zum neunten Mal fand am 24.03.2015 die TactixX im ICM München statt. „Hieß das nicht immer Affiliate TactixX?“, wird der Kenner fragen. Ja, hieß es, aber seit diesem Jahr gab es einige Änderungen: Die Gestaltung des Programms lag in diesem Jahr erstmals allein bei explido iProspect. Gleichzeitig hat sich der Fokus der Veranstaltung etwas verschoben und Display Marketing steht nun mehr im Vordergrund. Entsprechend heißt die TactixX eben nicht mehr Affiliate TactixX und steht jetzt unter dem Motto „Connecting Affiliate & Display“. Und so fanden verschiedene Panels, Keynotes und Sessions zu den Themen Performance Display, Display Marketing, aber natürlich auch Affiliate statt. Dabei konnten ich und über 400 weitere Besucher namhaften Speakern aus der Affiliate und Performance Display Szene lauschen.

Tactixx Panel

Nun aber zum Wichtigsten: Was nimmt man mit? Hier will ich euch nicht mit ausführlichen Session-Beschreibungen langweilen, sondern euch kurz und knackig einen Überblick verschaffen. Denn neben vielen Kontakten und den Treffen mit vielen alten und neuen Gesichtern haben sich für mich folgende 20 Punkte herauskristallisiert, welche ich mit nach Hause genommen habe und in meine Arbeit einfließen lassen werde.

  1. Alles was Menschen innerhalb von 72 Stunden angehen, wird zu 90% auch umgesetzt. (Keynote: Wege zur Höchstleistung – die Zukunft erfolgreich gestalten | Jörg Löhr)
  2. Erfolg kommt zu 85% persönlicher Kompetenz zu 15% aus Fachkompetenz, wobei natürlich die Basis durch Fachwissen gelegt wird. Keynote: Wege zur Höchstleistung – die Zukunft erfolgreich gestalten | Jörg Löhr)
  3. Handeln kommt von Hand und nicht von Maul, sonst hieße es ja Maulen. (Keynote: Wege zur Höchstleistung – die Zukunft erfolgreich gestalten | Jörg Löhr)
  4. Nach wie vor ist der CPO bzw. ROI eine elementar Zielgröße für Retargeting Kampagnen. (Panel: Retargeting-Strategien zur KPI-Erfüllung | Hendrik Seifert (KUPONA), Lukas Schertel (explido»iProspect), Wolfgang Sauter (Target Performance), Ralph Frühwald (myThings), Alexander Gösswein (Criteo))
  5. Online-Händler haben einen großen Datenschatz. Diese Nutzerdaten können sinnvoll anderen Partnern zur Verfügung gestellt werden, allerdings nur in einem sehr beschränkten Rahmen. So können z.B. Display Kampagnen durch Hersteller an die Besucher eines seiner Händler-Shops ausgespielt werden. Der Shop bekommt dafür im Gegenzug einen TKP und kostenlose Reichweite. (Panel: Retargeting-Strategien zur KPI-Erfüllung | Hendrik Seifert (KUPONA), Lukas Schertel (explido»iProspect), Wolfgang Sauter (Target Performance), Ralph Frühwald (myThings), Alexander Gösswein (Criteo))
  6. Ziel erfolgreichen Online Marketings sollte ein nutzerzentrierter Ansatz, sodass eine 1:1 Ansprache entsteht und der Nutzer kanalübergreifend, zur richtigen Zeit, am richtigen Gerät mit einer individuellen Botschaft angesprochen wird. (Vergessen Sie den Channel – was wirklich zählt ist der Kunde | Tobias Allgeyer (CJ Affiliate by Conversant))
  7. 20% der Umsätze werden im Netzwerk von CJ Affiliate by Conversant über Mobile generiert. (Vergessen Sie den Channel – was wirklich zählt ist der Kunde | Tobias Allgeyer (CJ Affiliate by Conversant))
  8. Eine der größten Herausforderungen beim Einführen von Multiattribution ist die (notwendige) Veränderung der Organisationsstruktur. (Multiattribution – Customer Journey Panel //Allheilmittel für Budgetallokation // Data-Overkill oder Holy Grail | Moderator: Dino Leupold von Löwenthal (explido»iProspect), Björn Schaele (intelliAd), Thomas Bindl (Refined Labs), Ron Warncke (explido»iProspect), Tom Alby (Google Germany))
  9. Attribution eignet sich nicht für jeden. So ist dies abhängig vom Geschäftsmodell, dem Produkt (Möbel vs. Tintenpatronen), der Wertigkeit der Produkte (99 Cent vs. 100€), der Kanalkette und den Ressourcen des Online Händlers. (Multiattribution – Customer Journey Panel //Allheilmittel für Budgetallokation // Data-Overkill oder Holy Grail | Moderator: Dino Leupold von Löwenthal (explido»iProspect), Björn Schaele (intelliAd), Thomas Bindl (Refined Labs), Ron Warncke (explido»iProspect), Tom Alby (Google Germany))
  10. Bei affilinet kommen 15% der Umsätze über mobile Endgeräte. 55% davon sind Tablets, 45% Handys. Im Bereich Mode beträgt der mobile Traffic-Anteil jetzt schon 50%. (Performance ist Trumpf – die Karten im Affiliate und Display werden neu gemischt | Ulrich Bartholomäus (affilinet))
  11. Bei affilinet wachsen die Publisher-Segmente Topic Websites (+17%), Loyalty+Bonus+Cashback (+16%), Coupon (+9%), Display Publisher hingegen gehen zurück (-9%). (Performance ist Trumpf – die Karten im Affiliate und Display werden neu gemischt | Ulrich Bartholomäus (affilinet))
  12. Der Affiliate Kanal gewinnt im Online Marketing Mix an Gewichtung, wenn Attribution umgesetzt wird. (Wo steht der Affiliate-Publisher in der Customer Journey – Techniken des Trackings, der Analyse und des Wertbeitrages | Mario Szirniks (Exactag))
  13. Affiliates können durch Attributionsmodelle gewinnen, allerdings sollte der Merchant kooperativ und behutsam bei einer solchen Umstellung mit seinen Affiliates umgehen. (Wo steht der Affiliate-Publisher in der Customer Journey – Techniken des Trackings, der Analyse und des Wertbeitrages | Mario Szirniks (Exactag))
  14. Bis zu 18% des Traffics in einem durchschnittlichen Partnerprogramm können Fraud sein. (Einsatz von BigData zur Erkennung von Affiliate Betrug | Sven Hezel (Condant))
  15. Fraud kann nie 100% vorgebeugt werden, allerdings kann er im nachhinein erkannt und auf ein Minimum reduziert werden. (Einsatz von BigData zur Erkennung von Affiliate Betrug | Sven Hezel (Condant))
  16. Es gibt eine Vielzahl an Variablen anhand derer Fraud vorgebeut und identifiziert werden kann, z.B. Ansatz zur Lösung: IP-Prüfung bei Partnerbewerbung, Ausschluss bestimmter Länder bei der Bewerbung, SMS Code Signup, Traffic und KPIs kontinuierlich analysieren, Checks der Conversionrates auf Basis von Tagen und Stunden, Überprüfung der IPs des Traffics auf Muster oder Proxys, eine Analyse des User Agents auf Muster, Überprüfung der Session Time (z.B. Nutzer die von Cookie Dropping betroffen sind häufig eine sehr hohe Sesssion Time) oder Checks der Referrer URLs. (Einsatz von BigData zur Erkennung von Affiliate Betrug | Sven Hezel (Condant))
  17. Man braucht nicht unbedingt teure Tools um Brand Bidding aufzuspüren, auch die Überwachung des Impression Share der eigenen Google Adwords Kampagne kann darüber Aufschluss geben. (Einsatz von BigData zur Erkennung von Affiliate Betrug | Sven Hezel (Condant))
  18. Bei der Internationalisierung des eigenen Publisher Geschäftsmodells gibt es eine Vielzahl von Faktoren, die beachtet werden sollten: Markenbekanntheit, Sprachbarriere, andere Saisonalitäten, Marktsättigung, Auszahlungsrichtlinien, Abrechnungsformen, Datenschutzrichtlinien, Steuergesetze, Akzeptanz des Geschäftsmodells. (Internationalisierung von Publisher-Modellen im Affiliate-Marketing | Martin Rieß (Zanox))
  19. E-Mail Marketing ist kein Breitschwert, sondern ein Skalpell. (Angewandtes List Building für Affiliates: Mehr Leads, Umsatz und Gewinn dank E-Mail Marketing | Björn Tantau (bjoerntantau.com/Facelift BBT))
  20. Für den Aufbau eines Newsletter-Bestandes benötigt es immer ein „Give Away“ (kostenloses Produkt), was nach dem Abonnement des Newsletters durch den Nutzer zur Verfügung steht. Von diesem „Give Away“ hängt die geschaffene Zielgruppe (der Adressbestand) und demzufolge die Qualität des Traffics ab. (Angewandtes List Building für Affiliates: Mehr Leads, Umsatz und Gewinn dank E-Mail Marketing | Björn Tantau (bjoerntantau.com/Facelift BBT))

Eigentlich Punkt 21: Ulrich Bartholomäus (Geschäftsführer affilinet) hatte dieses wirklich sehenswerte Video von echten Digital Natives gezeigt. Der Knaller! 😀

Allein die von mir zusammengetragenen Punkte zeigen die Bandbreite der Themen auf der diesjährigen TactixX. Insgesamt bin ich froh über den weiteren Schritt, den die TactixX gegangen ist. Hier und da würde ich mir noch mehr Cases und konkretere Handlungsempfehlungen wünschen: Hier und da ist es in den Panels und Sessions noch zu sehr bei „das könnte man so machen“  oder „diese Möglichkeiten würde es geben“ geblieben. Das muss aber bei der Fülle an großartigen Experten und Speakern auf der Bühne definitiv nicht so bleiben. 🙂 Vielen Dank für den echt gut organisierten Konferenztag! Ich bin gespannt, wo es mit der TactixX 2016 hin geht.

 

Tactixx Panel Tactixx 2015 Programmheft Tactixx 2015 Speaker

Daniel war von Juli 2012 bis Januar 2016 Teil des Projecter Teams.

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  1. Danke für die gute Zusammenfassung Daniel!