6 Fragen auf dem Weg zum Affiliate Manager- Teil 1

geschrieben am in der Kategorie Affiliate Marketing von

Im Dezember letzten Jahres bin ich als Trainee bei Projecter eingestiegen und nun unter anderem im Kanal Affiliate Marketing tätig. Ich musste mich zu Beginn natürlich auch erst einmal in das komplexe Thema einarbeiten und möchte in diesem Blog-Beitrag einige Grundlagen zusammenfassen, die es zu wissen gilt, wenn man sich näher mit Affiliate Marketing auseinandersetzen möchte.

1) Affiliate Marketing – Was ist das eigentlich?

Diese Frage stellt sich sicherlich zuerst, wenn man noch nie mit Affiliate Marketing in Berührung gekommen ist: Was ist das eigentlich genau?

Diese Frage lässt sich am besten visuell beantworten:

Funktionweise Affiliate Marketing_Bild 1

Es gibt verschiedene Akteure, die beim Affiliate Marketing aufeinandertreffen. Ein Einkauf im Internet wird normalerweise zwischen einem Onlineshop und einem Nutzer abgewickelt. Aber wie kann der Onlineshop mehr Nutzer erreichen? Indem er z.B. mittels Affiliate Marketing Partnerschaften zu anderen Websitebetreibern aufbaut und darüber Nutzer auf sich aufmerksam macht. Wie kann das funktionieren?

Die Partnerschaft wird über ein Affiliate Netzwerk hergestellt. Der Betreiber des Onlineshops startet ein Partnerprogramm bei einem solchen Netzwerk (1) und auch der zukünftige Partner (Affiliate) ist bei diesem Netzwerk registriert und entscheidet sich bei Interesse, sich für die Teilnahme am Partnerprogramm unseres Onlineshops anzumelden (2). So kommt die Partnerschaft zu Stande. Nun bindet der Affiliate Werbemittel in Form von Bannern oder Textlinks ein oder bewirbt die Produkte des Onlineshops auf seiner Seite z.B. über Blogbeiträge (3).

Gelangt ein Nutzer auf die Website des Affiliates und wird sein Interesse am Shop des Merchants durch die eingebundenen Werbemittel geweckt, klickt er auf das Werbemittel (4) und landet so bei unserem Onlineshop (5). Gleichzeitig wird mit dem Klick des Nutzers ein Cookie auf dessen Rechner platziert und die ID des Affiliates wird an das Netzwerk übermittelt (6).

Wenn der so zum Onlineshop geführte Nutzer nun dort Waren bestellt, werden die Transaktion sowie die Höhe des Kaufbetrages (Warenkorb) an das Netzwerk übermittelt (7) und der Affiliate erhält für den herbeigeführten Kauf eine Provision vom Onlineshop (8).

2) Wer war nochmal wer?

Als ich das erste Mal mit Affiliate Marketing konfrontiert wurde, konnte ich feststellen, dass es viele verschiedene Begriffe und Synonyme für die beteiligten Partner im Affiliate Marketing gibt. Aufgrund dieser Vielzahl kann einem sehr schnell der Kopf schwirren. Um die Gedanken zu ordnen, bekommt ihr nachfolgend eine hilfreiche Übersicht.

Affiliate Begriffe_Bild 2

3) Was kostet Affiliate Marketing?

Diese wichtige Frage stellte sich mir anfangs auch. Was bekommt ein Affiliate eigentlich für seine Vertriebsarbeit, die er für den Merchant leistet? Beim Affiliate Marketing können verschiedene Vergütungsmodelle zwischen Merchant und Affiliate vereinbart werden.

Das üblichste Verfahren ist Pay per Sale. Der Merchant zahlt dabei entweder einen bestimmten Prozentsatz seines Umsatzes an seinen Partner – den Affiliate – aus oder vergütet den erzielten Verkauf mit einem pauschalen Betrag. Ein weiteres gängiges Modell ist Pay per Lead. Dabei wird die Erzielung einer bestimmten Aktion, z.B. Anmeldung oder Newsletter-Registrierung, pauschal vergütet.

Berechnungsgrundlage für die Ermittlung der Höhe der Provision sollte der Nettoumsatz, also der reine Warenumsatz ohne Versandkosten und Umsatzsteuer sein. Die Höhe der ausgezahlten Provision wird von Programm zu Programm unterschiedlich sein. In der Regel richtet sich die Provisionshöhe nach dem Wettbewerb in der jeweiligen Branche und nach der durchschnittlichen Marge des Onlineshops. Die Merchants sollten natürlich nicht mehr an Provision zahlen, als Gewinn durch einen Sale oder Lead erzielt wird.

Der Vorteil des Merchants ist also eindeutig: Er hat nicht mehr finanzielle Risiken, als zusätzlicher Umsatz erzielt wird. Wird kein Verkauf generiert, bezahlt er für die Einbindung seiner Werbemittel auf anderen Websites keine Provision. Das Risiko liegt in diesem Fall beim Affiliate.

Im zweiten Teil des Beitrags werde ich darauf eingehen, welche Informationsquellen es für Affiliate Manager gibt und welche Aufgaben einem Affiliate Manager in der täglichen Arbeit begegnen.

Habt ihr schon Erfahrungen beim Einstieg als Affiliate Manager gemacht? Ich freue mich auf eure Kommentare! 🙂

Luisa war von Dezember 2011 bis Dezember 2017 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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  1. Wieder ein sehr schöner Grundlagenartikel von euch!

    In der Übersicht „Wer war nochmal wer?“ würde ich persönlich das Partnerprogramm rauswerfen (ist ja kein „wer“) und die Affiliate-Agentur reinnehmen.

  2. Hallo Luisa,

    ein sehr interessanter und detailierter Bericht über Affiliate. Natürlich kann man auch mehr darüber schreiben z.B. welche Partnerprogramme es gibt und das die Anmeldung dort z.B. kostenlos ist.
    Bin auf die weiteren Artikel gespannt.

    MfG

    Armin Schmethüsen

    • Hallo Armin,

      danke für deinen Kommentar und deine Anregungen zu weiteren Blogbeiträgen. Wir werden das mit aufnehmen.

      Viele Grüße

      Luisa