a4uexpo 2011 in München – Recap

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Gestern ging die Performance Marketing Konferenz „a4uexpo“ in München in die zweite Runde. Nachdem diese europäische Konferenz mit dem Schwerpunkt Affiliate Marketing im vergangenen Jahr zum ersten Mal in München stattfand, wurde das gelungene Event kurzerhand einfach wiederholt: dieselbe Stadt, dieselbe Location. So fanden sich gestern und heute einige Hundert Teilnehmer – überwiegend aus Deutschland, UK und den Niederlanden – in München ein, um zu lernen und sich auszutauschen. Projecter war mit Simon und mir zu zweit vertreten.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es dieses Mal sogar noch ein paar mehr Sessions. Anstatt drei parallelen Vorträgen und Diskussionsrunden konnte zwischen bis zu vier Sessions gewählt werden. Allerdings stand offenbar kein vierter Konferenzraum zur Verfügung, was die Teilnahme an der jeweils vierten Session etwas erschwerte (nur wenige Sitzplätze, hoher Geräuschpegel im allgemeinen Aufenthaltsbereich).

Als erstes haben wir uns gestern „Performance Marketing & The World Beyond Online“ angehört, schließlich muss es ja noch mehr geben als nur Online Marketing. Die drei Vortragenden stammen allesamt aus UK, daher ging es überwiegend um Gutscheine 😉 Doch, zugegeben, die Debenhams Case Study über eine breit angelegte Gutschein-Kampagne, die sich über alle Kanäle erstreckte, war schon ganz interessant und auch eine ganze Ecke professioneller als man es in Deutschland kennt. Hierzulande werden Gutscheine im Affiliate Marketing oft nur als ein Übel angesehen, durch das Sales in einen Kanal gezogen werden, in den sie gar nicht gehören (so wie es derzeit oft angewendet wird, stimmt das auch). Auf dem Gebiet können wir uns von den Vorreitern aus UK sicherlich noch etwas abschauen.
Session zur Conversion Optimierung
Auch aus der zweiten Session „Psychological tactics to boost your conversion rate“ konnten wir noch ein paar Gedankenanstöße mitnehmen. Nicht alle Sessions danach waren immer interessant. Wie so oft bei Konferenzen verspricht der reißerische Titel mehr als der Vortrag oder das Panel am Ende halten. Manchmal wäre es auch besser gewesen, ich hätte mich für eine andere Session entschieden, doch so ist es ja immer. Alles in allem war das Niveau der Vorträge schon in Ordnung, vereinzelt auch sehr gut. Der Reiz der a4uexpo liegt ja vor allem darin, auch mal von Erfahrungen aus anderen Ländern zu lernen. Die Schwerpunkte sind teilweise schon recht unterschiedlich. Während hierzulande sonst nur über Post View (jetzt: Retargeting oder besser noch: Retargeting mit Post View kombiniert!) gesprochen wird, sind Gutscheine in UK weiterhin das größte Thema. SEO aber interessiert jeden, daher war das „Kick Ass SEO“ Panel mit deutscher, englischer und amerikanischer Beteiligung ein guter inhaltlicher Abschluss des ersten Tages.
Kick Ass SEO Session
Danach ging es per Shuttle zur Alten Kongresshalle, wo die obligatorische Networking Party stieg und sicherlich bis in die frühen Morgenstunden andauerte. Anstelle eines Caterings wurde dort fleißig gegrillt – für die Vegetarier in unserer Branche nicht so gut geeignet 😉
Alte Kongresshalle
Wie es nach einer Party am Abend des ersten Konferenztages nun einmal so ist, begann der zweite Tag etwas schleppend mit noch recht schwacher Beteiligung an den ersten Sessions. Im Laufe des Vormittages füllte sich das Hilton aber doch wieder. Ich habe mich heute vor allem für „Pay per Call“, „Retargeting on the hot seat“ (der war aber so „hot“ nicht) und „How to build links which look natural“ interessiert. Die Session zur „Agency – Client Relationship“ richtete sich wohl doch eher an potentielle Kunden der Agentur Existem. Im Publikum saßen aber eher enttäuschte Agenturen.
Im Verlauf der Konferenz habe ich mich mehrmals über das Thema „Konferenz“ an sich unterhalten. In den letzten Jahren haben sich einige große Veranstaltungen etabliert (z.B. SEMSEO, Tactixx, a4uexpo, SMX, SEOCampixx etc.). Die Ticketpreise steigen an, während die inhaltliche Qualität stagniert oder hier und da sogar zu Wünschen übrig lässt. Schauen wir mal, in welche Richtung sich das entwickelt. Ich denke, aufgrund der gestiegenen Auswahl werden die Teilnehmer zukünftig stärker selektieren und nicht mehr auf allen Hochzeiten tanzen. Als nächstes darf sich die vielversprechende OMCap im Oktober in Berlin beweisen 🙂

Patrick war Geschäftsführer und Experte in den Bereichen SEM und Affiliate Marketing. Nach einem BWL-Studium an der Berliner Berufsakademie „School of Economics“ und der Arbeit im Online Marketing bei Spreadshirt entwickelte er eigene Affiliate-Projekte und zusammen mit Katja von der Burg die Idee zu „Projecter“.

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