Affiliate 1 x 1 – Links maskieren (Update 14.07.2014)

geschrieben am in der Kategorie Affiliate Marketing von

Wer sich dafür entscheidet, seine Webseite zu monetarisieren und Partnerprogramme einzubinden, muss natürlich auch Links auf die Shopseiten auf seiner Seite implementiern. Will man dabei das volle Potenzial seiner Tätigkeit als Affiliate ausnutzen, sollte man sich mit dem Maskieren dieser Links auseinandersetzen. Welche Vorteile das hat und wie so etwas bewerkstelligt werden kann, soll in diesem Beitrag erklärt werden.

Die Vorteile maskierter Affiliate-Links

Ohne entsprechende Links, ob nun für Werbemittel oder zum Zweck des Trackings, ist eine Zusammenarbeit von Merchant und Affiliate nicht denkbar. Erst wenn diese auf der Webseite des Affiliates eingebunden sind, die Besucher ihm folgen und anschließend eine gewünschte Aktion ausführen, kann eine Zuordnung und Provisionierung erfolgen. Die Links, die der Affiliate vom Merchant bzw. vom Affiliate Netzwerk dafür erhält, sind alles andere als homogen und in den seltensten Fällen optimal für die Partner. Oftmals beginnen sie mit Drittdomains und wirken so für den Besucher damit aus dem Zusammenhang der Quellseite entrückt. Zwar gibt es Ausnahmen wie die Affiliate-Links von Amazon, die auch mit www.amazon.de beginnen, Trackinglinks der Netzwerke sind aber in der Regel schon aufgrund ihrer Länge und der Vielzahl der angehängten Parameter auffällig und für Außenstehende wenig vertrauenserweckend. Trackinglinks von Affili.net sind beispielsweise nach folgendem Schema aufgebaut:

beispiellink

Welche Argumente sprechen also für eine Maskierung solcher Links?

1. Mögliche Erhöhung der Click-Through-Rate

Fährt ein Besucher einer Partnerseite mit der Maus über einen Affiliate-Link, wie am Beispiel von Affili.net eben gezeigt wurde, sind mehrere Folgen möglich. Es gibt sicher User denen solche Links gar nicht auffallen und deren Umgang damit so auch nicht beeinflusst wird. Doch gibt es einige, die einen solch kryptischen Link in der Statusleiste erkennen und vielleicht sogar ihren Besuch abbrechen. Sei es nun aus Misstrauen oder weil sie einem Affiliate bewusst keine Provision gönnen wollen. Eine Maskierung schafft hierbei Abhilfe. Mittels einer einfachen Weiterleitung erscheint beim  Mouseover und im Quelltext kein kryptischer Trackinglink mehr. Aus Usersicht haben maskierte Links den Vorteil wesentlich kürzer zu sein. Sie sind leichter zu merken und weisen keine komplizierten Sonderzeichen und Parameter auf, die verloren gehen und den Link beschädigen könnten. Auch kann man so die Landingpage möglicherweise besser und usergerechter beschreiben als es ein unmaskierter Link könnte.

2. Mögliche Rankingverluste  vermeiden

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt ist, dass mittels maskierter Links Suchmaschinen der Werbeinhalt einer Seite verborgen bleibt. Google erkennt Affiliate-Links und mag diese nicht besonders weil diese oftmals zu wenig eigene Inhalte im Verhältnis zur Werbung auf der Seite enthalten. Das kann so weit gehen, dass sich diese Links negativ auf die Rankings auswirken. Auf Nummer sicher geht man, indem man den maskierten Link mit einem Nofollow-Attribut versieht und dem Google Crawler über einen Eintrag in der Robots.txt  mitteilt, dass die vermeintliche Zielseite nicht besucht werden darf.

3. Leichter Spamfiltern entgehen

Auch in eMail-Newslettern macht eine Maskierung Sinn, da sie so leichter Spamfiltern entgehen und weniger gefährdet sind, durch Zeilenumbrüche ihre Funktion zu verlieren als es bei langen Links der Fall ist.

4. Erleichterte Link-Verwaltung

Wenn das Partnerprogramm die Links zu Produkten ändert, kann das viel Arbeit beim Umwandeln der Links für den Affiliate bedeuten. Nutzt man hingegen Tools oder Plugins zur Maskierung von Links, können bereits erstellte Links im Handumdrehen über das Tool bearbeitet werden. Das erspart viel Zeit und Nerven. Ein Beispiel für ein so verwendbares Tool wäre das WordPress Plugin Pretty Link.

5. Zusätzliches Tracking

Viele WordPress Plugins bieten außerdem die Möglichkeit eines zusätzlichen Trackings der maskierten Links. Das ist nützlich, wenn man herausfinden will, welche Seiten oder Blog-Posts besonders hohen Anteil an der Vergütung haben.

6. AdBlocker umgehen

AdBlocker suchen unter anderem gezielt nach Bildern die mit Affiliate-Links versehen sind um sie als Werbebanner zu identifizieren. Wenn man die Werbemittel auf dem eigenen Server hostet und zusätzlich ein maskierter Link genutzt wird, können mitunter auch AdBlocker umgangen werden. Dabei sollte man sich vorher jedoch mit einer kurzen Nachfrage beim Merchant versichern, ob er das Kopieren der Werbemittel auch erlaubt.

Möglichkeiten zur Maskierung von Affiliate-Links

Nun haben wir ausreichend Gründe dafür gehört, sich als Affiliate einmal mit dem Thema Linkmaskierung zu befassen. Zu deren Umsetzung gibt es zahlreiche Möglichkeiten von denen hier zwei einfache vorgestellt werden sollen.

Weiterleitung über Header-Redirect

Diese einfache Möglichkeit bietet sich an, wenn nur eine Hand voll Partnerlinks maskiert werden sollen. Erster Schritt ist das Anlegen eines Unterverzeichnisses auf der Domain – z.B. “/exit/“. Darin erstellt man dann nach dem Schema “/exit/PartnerX.htm“ für jeden zu maskierenden Partnerlink eine Unterseite an. Diese wird dann mit folgendem Inhalt gefüllt:

meta refresh
Viel mehr gibt es auch schon nicht zu tun. Will man nun zu einem Partner verlinken, nutzt man lediglich die Seite “/exit/partnerX.htm“ auf der eigenen Domain. Einfach aber effektiv.

ThirstyAffiliates

Etwas benutzerfreundlicher und komfortabler sind entsprechende Plugins. Dabei kann man als Affiliate auf eine ganze Reihe verschiedener Plugins zurückgreifen, die letztlich aber alle ähnlich funktionieren. Exemplarisch soll hier der ThirstyAffiliates vorgestellt werden, eines der kleinsten, unkompliziertesten und bewährtesten Plugins für diesen Gebrauch. Es ist speziell für den Zweck, Affiliate-Links zu maskieren, entworfen worden und ist hier mit den wichtigsten Funktionen kostenlos zu beziehen. Besonders für diejenigen, die sich nicht lange mit komplizierteren Methoden aufhalten wollen und schon eine große bestehende Seite mit Affiliate-Links haben, ist die kostenpflichtige Version geeignet. Denn es kann nach der Installation mit einem Schlag alle Links maskieren. Einfacher geht es nicht. Aber auch die kostenlose Variante überzeugt in ihrer einfachen Bedienbarkeit und Übersichtlichkeit.

Installation:
Entweder sucht ihr in eurem WordPress Backend einfach unter „Plugins“ und dann „Installieren“ nach dem Plugin und installiert dieses anschließend oder:

  1. ThirstyAffiliates herunterladen
  2. Im WordPress Backend unter Plugins die heruntergeladene Zip-Datei in das /wp-content/plugins/ Verzeichnis hochladen
  3. Affiliate-Link posten!

Alternativen zu ThirstyAffiliates sind Simple URLs und Gocodes.

Fazit

Das Maskieren von Links macht aus Sicht eines Affiliates eine Menge Sinn. Die Gründe dafür können individuell verschieden ausfallen. Ob man nun den Link schlicht auf eine komfortable Länge verkürzen, das Vertrauen in seine Inhalte stärken will, den Besuchern kryptische Affiliate-Links ersparen oder eine genaue Nachverfolgung von Google vermeiden möchte, die Liste möglicher Einsatzzwecke ist lang. Technisch gesehen handelt es sich dabei fast immer um einfache Weiterleitungen und ein Mittel zur Verwaltung von Links auf einer Seite. Ob man sie nun einsetzen will oder nicht, als Affiliate sollte man die Vorteile von Linkmaskierungen kennen.

 

 

 

Update am 14.07.2014: Wir haben WP-Linkchanger aus dem Beitrag entfernt und mit ThirstyAffiliates ersetzt.

Fabian war von April 2013 bis Juni 2017 Teil des Projecter Teams.

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  1. Ein hilfreicher Artikel. Welches Plugin ist denn Deiner Meinung nach eher zu empfehlen: Pretty Link oder WP-Linkchanger?

    Und ist es nicht mittlerweile so, dass man Google da nichts mehr vormachen kann und sich die Tante ohnehin jeden Link ansieht, egal ob ich das will oder nicht?

    LG
    Johanna

  2. Hi Johanna, schön, dass wir etwas weiter helfen konntne. Zu Deinen Fragen: Pretty Link oder WP-Linkchanger hat ein bisschen was damit zu tun was Du vor hast. Der Linkchanger macht alles allein, wenn er aktiviert ist. Die Links sehen dann aber immer noch nicht „super schön“ aus. Lediglich die Domain am Beginn ist dann die eigene statt die des Netzwerks. Außerdem musste ich in der Vergangenheit etwas am Code schrauben, damit alle Links problemlos funktionieren. Es gab da wohl ein zwei Varianten der Netzwerke, die das Plugin nicht kannte. Es werden also nur vorgegebene Links maskiert, die einem bestimmten Schema entsprechen, die Flexibilität ist damit beschränkt.

    Bei Pretty Link kannst Du machen was Du willst. Sogesehen ist es ein eigener URL Shortener, der auf Deiner Domain läuft. Es geht dann nicht mehr „nur“ um das Links verstecken, sondern eben auch um URLs zu kürzen oder hier und da mal ein anderes „Keyword“ in die URL zu mogeln. Anschließend erhält man auch Statistiken, daher könnte man die Pretty Links auch zu Auswertugnszwecke nutzen. Man kann mit Pretty Link auch nachträglich bestimmte Keywords in den Texten mit Links hinterlegen (Blog weit) das ist ein sehr cooles Feature. Nur kostet das dann auch was. Ich habe gerade nicht mehr im Kopf welche Features und der Lite Version auch schon verfügbar sind.

    Zu Google: Ja man sollte nicht mehr annehmen, dass man vor Google alles verstecken kann. Das funktioniert wohl nur noch in wenigen Fällen, wenn die Crawler und Bots auch nur flüchtig drüber schauen. Ich würde aber den Effekt auf das menschliche Auge nicht unterschätzen. Die Nutzer schauen in die Statuszeile und sind durch lange cryptische URLs die offensichtlich woanders als zu Deiner Domain verlinken ggf. abgeschreckt. Durch die Nutzung von Prettylink als eigenen URL shortener, sind dann auch Social Media Kanäle kein Problem mehr, um hier und da einen Affiliate Link loszuwerden. Und dann finde ich http://www.eigene-domain.de/keyword auch immer noch um einiges seriöser als bit.ly oder ow.ly

  3. Fabian, ich wollte dich darauf hinweisen, WP-Linkchanger schon länger nicht aktualisiert wurde und somit für Bspw. WP 3.9.1 nicht zu gebrauchen ist. Nur zur Info.

    • Hallo Eugen,

      vielen Dank für die Info! Welche Alternative nutzt du denn statt WP-Linkchanger? wpAFFI? Pretty Link?

      Viele Grüße, Daniel

      • Daniel, Ich empfehle ThirstyAffiliates. Hier werden die Links wie gewünscht mit nofollow versehen, leicht zu bedienen und direkt von Editor erreichbar. Bei Pretty Link hatte ich das Problem, dass die Link dofollow waren obwohl ich bei den Einstellungen nofollow gesetzt habe.

        Naja, jeder hat sein Favoriten.

    • Wir haben den Artikel hinsichtlich ThirstyAffiliates aktualisiert. Danke für deinen Hinweis, Eugen!

  4. Hallo,

    an sich hat das ja schon viele Vorteile usw. Abr ist es nach dem Datenschutz und den AGB’s der Partner nicht verboten? Heutzutage muss doch alles ersichtlich sein, wenn es sich um Werbung oder Affiliate-Links handelt oder?

    • Hi Skatze,

      wir sind keine Juristen und können leider keine Rechtsberatung machen. Aber meinem Verständnis nach, ist es eigentlich egal, ob Affiliate Links maskiert sind oder nicht. Wichtig ist, dass für den Nutzer erkennbar ist, dass es sich um Werbung mit kommerziellen Interessen handelt. Dies kann auch anders deutlich gemacht werden, z.B. mit dem Vermerk „Anzeige“. Die Maskierung des Links spielt da keine Rolle sondern ist hier eher als technische Lösung zu betrachten.

      Viele Grüße, Daniel

      • Hi Daniel,

        also ich habe mir die Thematik mal auf den unterschiedlichsten Seiten angeschaut. Auch andere Affiliates nutzen die Maskierung und ich werde es nun wahrscheinlich auch benutzen.
        Vielen Dank und beste Grüße!

  5. Hallo,

    könnt ihr vielleicht ein Plugin empfehlen mit dem ausgehende Affiliate-Link automatisch maskieren lassen? Oder gibt es eine CSS-Lösung mit der man die Links eines bestimmten DIV’s maskieren kann?

    Habe bereits das Plugin WP No External Links ausprobiert, musste es jedoch feststellen, dass die affilinet-Links (also die partners.webmastersplan.com/…..) nur noch direkt auf die affili.net-Hauptseite umgeleitet werden.

    • Hallo alvas,

      Plugins für WordPress haben wir ja bereits oben im Artikel genannt, z.B. ThirstyAffiliates, Simple URLs oder Gocodes. Hier musst du mal ausprobieren, welches dir am besten gefällt, ThirstyAffiliates ist sehr beliebt.

      Beste Grüße, Daniel