Affiliate Auslese Juli 2014

geschrieben am in der Kategorie Affiliate Marketing von

Affiliate Auslese

Neue Partner im Programm optimal begrüßen, Cookie-Weichen richtig einstellen, Fingerprinting Tracking testen oder ergänzende Einnahmequellen für die eigene Website kennen: Der Affiliate-Monat Juli hielt wieder einige interessante Themen bereit. In meiner aktuellen Affiliate Auslese möchte ich euch deshalb noch einmal die wichtigsten und spannendsten Links des vergangenen Monats vorstellen. Viel Spaß beim Lesen, Diskutieren und dem Ergänzen weiterer Links!

Affiliates

Bei Neuigkeiten und interessanten Artikeln für Affiliates scheint im Juli schon das Sommerloch begonnen zu haben. Die Publikationen in den vergangenen Wochen in diesem Bereich waren eher spärlich gesät.

Jedoch habe ich bei Peer Wandiger zwei – wie immer – tolle Artikel für Publisher gelesen:
Im Beitrag Mehr verdienen auf Affiliate-Websites – Tipps für ergänzende Einnahmequellen stellt Peer Monetarisierungsquellen für Publisher vor, welche als ergänzende Maßnahme zum Affiliate Marketing eingesetzt werden können. Damit lassen sich weitere Einnahmepotenziale erschließen, wobei die verschiedenen Arten der Einkünfte immer kritisch getestet werden sollten, um das Optimum herauszuholen.

Daneben beleuchtete er in einem weiteren Beitrag die neuen Teilnahmebedingungen im Amazon Partnerprogramm. Größte Änderung ist dabei, dass jetzt explizit die Verwendung von Amazon Trackinglinks auf mobilen Websites erlaubt ist. Für die zahlreichen Amazon Affiliates sicherlich positive Nachrichten. Der Einsatz von Amazon Affiliate Links in mobilen Apps bleibt aber weiterhin untersagt.

Merchants

Für Partnerprogrammbetreiber gab es im Juli eine ganze Reihe interessanter Artikel im Netz zu lesen. Besonders im Kopf geblieben sind mir die Folgenden:

Neue Affiliates im Partnerprogramm zu begrüssen und damit schnell für die Tätigkeit im Partnerprogramm zu motivieren, gehört zu den ersten wichtigten Schritten in der Partnerschaft zwischen Merchant und Publisher. Sören Eisenschmidt aka eisy hat dieses Thema in seinem Blog-Artikel Affiliates begrüßen und verifizieren aufgegriffen und anhand zweier Beispiele die Wirkung der Mailings diskutiert, sowie für ihn wichtige Punkte der Begrüßungsmail aufgezeigt.

Auch bei der Stornierung von Affiliate Partnerschaften ist die richtige Ansprache und Informationsvermittlung wichtig. Jörg Middelkamp hat sich dazu Gedanken gemacht.

In seinem kurzen Blogpost Setting Violator’s Commissions at Zero Hurts Other Affiliates erklärt Geno Prussakov, warum es für (andere) Affiliates und damit für das Partnerprogramm schlecht ist, wenn man die Provision von Betrugsaffiliates auf 0% setzt: Wird beispielsweise ein Brand Bidder im Partnerprogramm entdeckt und dessen Provision als Sanktionsmaßnahme auf 0% gesetzt, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dessen „last Cookie“ vorher gesetzte Cookies anderer Affiliates überschreibt. Dadurch würden diese benachteiligt und könnten durch fehlende Einnahmen aufhören, das Programm zu bewerben. Entsprechend sollten Betrüger (so empfehlen wir das ebenfalls) direkt aus dem Programm entfernt werden.

Auf Tibor Bauers Blog kolumne24.de veröffentlichte Julian Kleinknecht einen sehr interessanten Beitrag zum Thema Cookie Weiche. An vielen Stellen trifft man im Affiliate Marketing auf entsprechende Weichen, deren Funktion weitreichende Auswirkung auf die Affiliates und damit auf den Erfolg des Partnerprogramms haben kann. Dieser Auswirkung sollten sich Merchants bewusst sein und die Funktionalität ihrer Cookieweichen kritisch hinterfragen.

Für Neueinsteiger im Affiliate Marketing hat das Internet Advertising Bureau Switzerland zwei sehr interessante Dokumente veröffentlicht: Im Affiliate Marketing Glossar, welches für Merchants und Affiliates interessant sein dürfte, finden sich alle Begriffe und Fachtermini mit entsprechenden Erklärungen. Daneben hat das IAB Switzerland auch noch einen Affiliate Marketing Advertiser Leitfaden veröffentlicht, welcher auf 28 Seiten die wichtigsten Schritte des Affiliate Marketing für Merchants darstellt.

Apropos neu im Affiliate Marketing: Zanox hat seine Tools für Partnerprogrammbetreiber noch einmal kurz in einem Blogbeitrag übersichtlich dargestellt.

Netzwerke

Bei den Netzwerken war im Juli einiges los.

Für das größte Aufsehen sorgte sicherlich der Verkauf von Belboon. Hierbei veräußerte die mutmaßlich finanziell angeschlagene Yoc AG ihre Tochter Belboon an die in München ansässige Beteiligungsgesellschaft ARCUS. Daniel Woyteczek fragt sich in einem weiteren Blogartikel zum Thema, was der Plan der ARCUS AG für Belboon sein könnte.

Auch von Daniels Netzwerk selbst gab es Neuigkeiten: So verriet er im Gespräch mit Karsten Windfelder, dass sein Affiliate Netzwerk affiliate.labs zu zoobax umbenannt wurde. Die Gründe dafür gibt’s im 100partnerprogramme.de Blog zu lesen.

Dort beschäftigte sich Anfang Juli auch Martin Bahls mit den anhaltenden DDoS-Attacken auf zanox und TradeDoubler. Beide Netzwerke waren Ende Juni / Anfang Juli mit DDoS Angriffen ausgesetzt und sollten wohl dadurch erpresst werden. Während zanox das Problem schnell in den Griff bekommen konnte, waren die Attakten bei TradeDoubler offensichtlich so enorm, dass über mehrere Tage die Public Website nur über Umwege oder überhaupt nicht erreicht werden konnte. Das Tracking soll bei beiden Netzwerken kaum bis gar nicht beeinträchtigt worden sein.

Einen interessanten Artikel gab es auch von Christian Häfner zu lesen. Er zeigte in dem Beitrag Die wirksamste Maßnahme gegen Fake-Kunden aus Affiliate-Netzwerken, warum er die Qualität der im Affiliate Marketing generierten Lead durch ein Private Network erheblich steigern konnte. Ein schöner Artikel, der sehr transparent die Überlegungen und Erfahrungen von Christian Häfner im FastBill Partnerprogramm darstellt – danke dafür. Allerdings sehe ich die für ein Inhouse Netzwerk genannten Vorteile auch in den Public Networks: Auch hier kann man sich auf wenige gute Partner konzentrieren und muss nicht mit allen sich bewerbenden Partnern kooperieren. Auch hier kann man für starke Partner höhere Provision anbieten, sodass diese ihre Reichweite noch besser nutzen können. Und auch verschiedene Public Networks bieten das Tracking von Offline-Gutscheinen an. Sicherlich kann man Netzwerk-Kosten sparen. Jedoch ist auch bei Inhouse Lösung mit zum Teil hohen Start-Investitionen zu rechnen und als Merchant ist man immer direkt in der Tracking- und Abrechnungspflicht. Welche Lösung (Private, Public, Mix) für einen Merchant die richtige ist, kann nur eine Einzelfallbetrachtung aller relevanten Aspekte ergeben.

Sonstiges

Neben den drei „klassischen“ Themenkomplexen Affiliates, Merchants und Netzwerke, habe ich aber auch weitere interessante Links des Affiliate Marketing aus dem Juli zusammengestellt:

Das Tracking ist elementarer Bestandteil des Affiliate Marketing. Die vorwiegend eingesetzten Trackingtechnologie basieren auf Cookies. Damit gibt es aber zunehmend Probleme, z.B. hinsichtlich der oft diskutierten Cookie Richtline der EU oder dem steigenden Anteil (mobiler) Endgeräte und Browser, welche keine Cookies akzeptieren. Aus diesem Grund wird vermehrt auf das Fingerprinting gesetzt, auch in den Affiliate Netzwerken. Wie gut und eindeutig diese Methode unabhängig von Cookies mittlerweile arbeitet, kann unter https://panopticlick.eff.org gecheckt werden. Das Tool auf der Seite liest verschiedene Informationen aus, die für das Fingerprinting Tracking eingesetzt werden können.  Mein Ergebnis: Unter den bisher getesteten 4.377.692 Profilen ist meins einzigartig.

Fast jeder Partnerprogrammbetreiber kennt sicherlich melsungen-online.de. Dieses, wenn man so will „Gutscheinportal der ersten Stunde“ steht seit mindestens 10 Jahren im Netz und soll den Betreiber zum Millionär gemacht haben. Die Online Marketing Rockstars haben sich die Seite im Artikel Diese hässliche, kaum bekannte Website hat ihren Betreiber zu einem reichen Mann gemacht einmal genauer angeschaut und wollten wissen, wer hinter der Seite steckt. „Ein doch äußerst schlecht recherchierter Artikel über den Mythos Frank Zinn“, findet Daniel Woyteczek, der diesen Beitrag als Anlass genommen hat, das Thema selbst zu beleuchten.

Bereits im letzten Monat hatten wir uns mit dem Affiliate-Agentur-Index von Jörg Middelkamp beschäftigt. Dabei habe ich bereits einige Gründe angerissen, warum eine Agenturbetreuung des Partnerprogramms viele Vorteile bringen kann. Dies hat Jörg wiederrum aufgegriffen und eine Pro-Contra-Argumentation erstellt. Die genannten Contra-Punkte sind dabei durchaus aus Merchant-Sicht zu bedenken. Aus unserer Sicht ist es hier wichtig, dass die Agentur eng mit dem Advertiser zusammenzuarbeitet und sich verknüpft. So kann ein schneller Informationsfluss gewährleistet und auch das gegenseitige Vertrauen, was im Affiliate Marketing unabdingbar ist, gestärkt werden. Dies wiederrum ist auch die Basis für eine faire Zusammenarbeit ohne Interessenskonflikte, welchen im Übrigen auch durch verschiedene Zielvorgaben begegnet werden kann.

Über AdBlock Plus wurde bereits oft diskutiert und geschrieben. Auch wir haben uns im Blog bereits mit AdBlockern auseinandergesetzt. Nun wird allerdings von einer Klage des Axel Springer Konzerns gegen AdBlock Plus berichtet. Es bleibt spannend, vor allem hinsichtlich der Ergebnisse des Verfahrens.

Abschließend möchten wir es natürlich nicht verpassen, auf die anstehende Affiliate Conference am 06.11. in München hinzuweisen. Das aktuelle Programm steht seit 3. Juli fest und bei uns im Blog konntet ihr bereits weitere Insights zur Konferenz im Interview mit Markus Kellermann bekommen. Bis 31.08. bekommt ihr übrigens mit dem Code  „conference-2014-7a“ 10% Rabatt auf die Tickets. Und vom 07.-17. August verlosen wir ein Ticket in unserem Blog. Ihr dürft euch also jetzt schon auf den August freuen. 🙂

Euch einen schönen Sommer!



Daniel war von Juli 2012 bis Januar 2016 Teil des Projecter Teams.

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