Affiliate Coaching Teil 11: Einheitliche Struktur für mehrere Feeds erstellen

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Vorüberlegungen zur Feedbearbeitung

Um die eigene Webseite mit vielen Produkten zu spicken, lohnt es sich, mehr als einen Feed einzupflegen. Das Problem, dem man dabei meistens begegnet, ist, dass die Feeds in den seltensten Fällen einheitlich aufgebaut sind. Um später eine einheitliche Struktur auf der Webseite zu haben, muss man sich im Vorfeld einige Gedanken darüber machen, wie man die Produkte präsentieren möchte.

Was für Produkte sollen auf meiner Seite angeboten werden? In unserem Fall sind es Produkte zum Thema Tiere. Wie kann man diese Produkte konkret und über mehrere Feeds hinweg einheitlich gestalten? Wir haben uns dafür entschieden, nach Produkttypen und Tierarten zu unterscheiden und Hersteller herauszustellen. Nach Betrachtung der Webseiten und Feeds hat es sich angeboten Hunde, Katzen und Kleintiere bei den Tieren und Futter, Pflegemittel, Medikamente und Spielzeug bei den Produkttypen zu unterscheiden. Beispielsweise können nun Tierart und Produkttyp als Stichworte für die Produkte gelten und eine Zusammenfassung der beiden als Kategorie. So ergeben sich interessante Longtail-Begriffe, wie bspw. Kleintierpflegemittel oder Katzenmedikamente.

Krischi hat bereits dargestellt, wie Produktdaten und wie – beispielsweise mittels TextSpinners – Produktbeschreibungen optimiert werden können. Dies funktioniert in der Regel nur für einheitliche und geordnete Feeds. In den meisten Fällen unterscheiden sich die Feeds voneinander, weshalb es bei mehreren Feeds ratsam ist, eine einheitliche und automatisiert verwertbare Struktur zu erstellen. Ein perfekter Feed, dessen Daten direkt eingepflegt werden können, bleibt oft eine Wunschvorstellung. Bei der Strukturierung der Daten ist Excel eine große Hilfe. Wie man einen auf den ersten Blick unüberschaubaren Datensatz aufbereiten kann, zeige ich am Beispiel der Produktdaten von MedicAnimal.

Produktdaten trennen

Nachdem man sich die Produktdaten aus dem Affiliatenetzwerk als *.csv heruntergeladen hat, muss man noch die Datei in Excel öffnen. Statt sie per Doppelklick mit Excel aufzurufen, kann man auch Excel starten und über Datei → Importieren die CSV-Datei nach Datenfeldern trennen lassen. Beim Importieren der Datei sieht man welche Trenner zwischen den einzelnen Datenfeldern benutzt wurde (bei Affilinet in der Regel ein Tabstopp |, bei Zanox ein Semikolon ; ), welchen man definieren muss und schon hat man eine übersichtliche Auflistung der Produkte.

Excel-Formeln zum automatischen Optimieren der Produktdaten

Die Daten, die man jetzt erhält, sind die, die auch so auf der Seite von MedicAnimal dargestellt sind. Da man sich ein bisschen abheben möchte und die Daten noch uneinheitlich sind, werden wir wie oben beschrieben Formeln anwenden und den Datensatz ein wenig ausdünnen. Wir möchten die einzelnen Produkte mit Stichworten versehen, also muss überlegt werden, welche Produkte zu welchen Stichworten passen. Anhaltspunkte finden sich unter Produktname, Produktkategorie, in der kurzen und langen Beschreibung. Mit folgender Formel am Beispiel Futter wird Futter ausgegeben, wenn das passende Stichwort in den eben genannten Feldern auftaucht. Tritt keins der vorgegebenen Wörter auf, wird nichts ausgegeben.

Für die weiteren Schlagwörter lässt sich die Formel ebenfalls, nur mit anderen Stichwörtern anwenden. Danach bietet es sich an, die Summe der so gefüllten Spalten zu bilden, um zu überprüfen, ob alle Spalten mit Stichwörtern versehen wurden. So kann man auch noch einmal für die Leerzeilen kontrollieren, ob man eventuell ein Stichwort vergessen hat. Sollte dies der Fall sein, kann man seine Formeln erweitern und so die leeren Datenfelder weiter füllen. Für einen Überblick eignet sich die Filterfunktion unter dem Reiter Daten.

Aufgrund der weitgehaltenen Produktbeschreibungen kann es zum Teil zu Überschneidungen bei den Schlagwörtern kommen. Um nicht alle Schlagwörter auf richtige Zuordnung kontrollieren zu müssen, nehmen wir einfach eine Excel-Formel, die nur nach einem bestimmten String sucht, um aus den Schlagwörtern eine Kategorie zu bestimmen. Die Reihenfolge der Schlagwörter im Dokument ist dafür ausschlaggebend, eine Bestimmung der Kategorie dadurch willkürlich, was jedoch bei einem Datensatz von über 2000 Produkten nicht stark ins Gewicht fällt. Man muss auch immer den Kosten-Nutzen-Aspekt für die aufgewendete Arbeit sehen und sich so an manchen Stellen die Arbeit ein wenig vereinfachen 😉 .

Durch die Kombination der Schlagwörter und folgende Vereinfachung zur Kategorien, lassen sich diese beiden Felder ohne größere Recherchearbeit füllen. Nachdem wir den Produkttyp und das Tier für die einzelnen Produkte bestimmt haben, können wir verschiedene Varianten der Wörter hinterlegen, um später im Plugin für die Platzhalter mehrere Möglichkeiten zu haben. Plural, verschiedene Fälle und Synonyme können jeden Text individuell erscheinen lassen. Meistens lassen sich die Hersteller aus der Manufacturer-Spalte auslesen, falls nicht, kann man mit der oberen Formel die verschiedenen Hersteller, die sich meistens in der Sitemap der Shops finden, herausfiltern. Diese Schritte kann man nun für die weiteren Feeds wiederholen, wobei man eventuell die Stichwörter an den jeweiligen Feed anpassen muss. Es ist aber darauf zu achten, dass der Output für Schlagwörter, Hersteller und Kategorien über die Feeds einheitlich bleibt, um den Besucher das Suchen auf der Seite zu erleichtern.

Wie geht es weiter?

In nächsten Beitrag stelle ich euch das Plugin vor, wie ihr die bearbeiteten Feeds mit Hilfe von Platzhaltern ansprechend einpflegen könnt. Was habt ihr noch für Kniffe und Formeln um noch mehr aus Produktfeeds herauszuholen?

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Dennis war 2012 bei uns Praktikant.

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  1. Erstmal, mir gefällt die Serie bisher ganz gut 🙂

    Aber sollte nicht schon in diesem Teil das Plugin vorgestellt werden?

  2. Erstmal: Top-Serie. Werden sicher viele was durch lernen.

    Ich denke, dass man mit diesen „XLS-Hacks“ durchaus noch weitere Informationen extrahieren sollte. Also soviel wie möglich, um dann anschließend im Spinning mehr Daten verarbeiten zu können.

  3. Hi Dennis,
    vielen Dank für den interessanten Artikel!
    Der Link zum Teil 10 der Serie scheint defekt zu sein.

    Grüße ausm Norden
    Timo

  4. Hey Timo,

    danke für deinen Hinweis, der Link wurde korrigiert. Ja, eigentlich wollten wir das Plugin vorstellen, verschieben das jetzt aber auf nächste Woche. Wir haben bei der Bearbeitung der Feeds festgestellt, dass es bei einigen noch sehr viel Optimierungsbedarf gibt. Deswegen wollten wir das noch einmal mitteilen, da das beispielsweise bei MedicAnimal viel Zeit in Anspruch genommen hat, bis man ein verwertbares Ergebnis hatte.

    Das Plugin werde ich dann auch an dem Beispiel vorstellen.

    Beste Grüße aus Leipzig
    Dennis