Affiliate Marketing Jahresrückblick 2015

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Altes Jahr vergeht.
Wange in die Hand gestützt,
blicke ich ihm nach.
(Chô-i – japanischer Dichter)

Ja, auch Affiliate Manager können Lyrik! Wie es ein gutes Gedicht vermag, ausschweifende Gefühlslagen in wenigen Zeilen auf den Punkt zu bringen, so möchten wir diesen Rückblick nutzen, um ein turbulentes Affiliate-Jahr 2015 noch einmal kompakt zusammenzufassen. Okay es ist jetzt nicht unbedingt ein knackiger Vierzeiler geworden, eher ein Reigen in sieben Akten, aber imposante Themen brauchen halt auch Raum sich zu entfalten.

Den Anfang macht unser Chefdramaturg.

Affiliate Netzwerke

Daniel

Daniel – Head of Affiliate

2015 hat sich bei den Affiliate Netzwerken in Deutschland einiges getan. Tradedoubler kaufte gleich zu Jahresbeginn Adnologies, einen Dienstleister für Data Driven Advertising. Adnologies hat ein umfangreiches Portfolio vom Ad Server, über eine Demand-Side-Plattform (DSP), eine Datenmanagement-Plattform (DMP), eine Data Exchange (DX), eine Supply-Side-Plattform (SSP) bis hin zu Werkzeugen zur Erstellung dynamischer Display- und Video-Werbeformate. Die strategische Richtung ist klar: Tradedoubler möchte sich hin zu einer technologiegetriebenen Display- & Performance-Plattform entwickeln. Dieser Kurs wurde im Laufe des Jahres fortgesetzt: So wurde das Business-Intelligence-Tool ADAPT entwickelt und gelauncht. Neben der Visualisierung von Daten ist hier die Datenerfassung, Aufbereitung und Verarbeitung der elementare Kern, der perspektivisch sicher zur engen Verknüpfung mit den Performance-Marketing Lösungen führen wird. Um die Basis der Datenerfassung zu verbessern, wurde zudem das Fingerprint Tracking eingeführt. Tradedoubler vollzieht damit eine Entwicklung, die auch 2016 noch spannend zu beobachten sein wird.

Auch Affilinet hat seine Performance-Display-Einheit im abgelaufenen Jahr weiter ausgebaut. So ist seit April 2015 Irina Heiligensetzer verantwortlich für die systematische Weiterentwicklung des Geschäftssegments Performance Display. Zuvor war sie bei Adscale verantwortlich für die Betreuung und Entwicklung der strategischen Key Accounts von RTB-basierten Geschäftsmodellen. Kurze Zeit später wurde bereits ein WordPress Plugin vorgestellt, was die Integration der Affilinet Performance Ads für Publisher vereinfacht. Seit wenigen Wochen besteht zudem die Möglichkeit über die Performance Ads – neben der bereits vorhandenen Publisher Longtail-Reichweite – auch externe Media-Reichweite anzusprechen. Damit bieten die Performance Ads mehr Reichweite für den Advertiser, zusätzliche Profildaten und daraus resultierend eine verbesserte Targeting-Technologie. Affilinet entwickelt sich also ebenfalls in den Bereich des datengetriebenen Performance Display Marketing.

Das Berliner Affiliate und Performance Netzwerk Zanox feierte im Juni sein 15-jähriges Jubiläum. Mittlerweile ist Zanox eines der größten Affiliate Netzwerke in Europa. Wir gratulieren an dieser Stelle zum Jubiläum und zu dieser Erfolgsgeschichte! Das Jahr 2015 nutze Zanox, um weiter an seinem Marketplace zu bauen, dem Backend des Affiliate Netzwerkes. So wurde beispielsweise für Affiliates der Click Error Report gelauncht, welcher detaillierte Infos zu defekten Werbemitteln auf den eigenen Werbeflächen liefert. Außerdem wurde eine neue iOS App für Affiliates entwickelt und der Umbau des Zanox Vorstandes abgeschlossen.

Superclix ist das Netzwerk mit den strengsten Gutscheinpublisher-Richtlinien der Branche. Entsprechend wenig bis gar keine Gutschein-Affiliates waren hier zu finden. Ende 2015 gab es allerdings einen Ruck und bei Superclix sind wieder Gutscheinpublisher erlaubt. Allerdings gibt es eine Hierarchie zwischen Content- und Gutschein-Affiliate-Cookies. Gutscheincookies – welche über spezielle Gutscheinlinks gesetzt werden – können andere Cookies nicht überschreiben. Dieses Prinzip kennt man bereits von PostView-Cookies.

Im abgelaufenen Jahr sind auch neue Netzwerke entstanden: Wie affiliateblog.de zu berichten wusste, ist im August das neue Netzwerk communicationAds an den Markt gegangen. Dieses Netzwerk richtet sich an Merchants und Affiliates aus der Telko-Branche. Mehrwert bietet das Netzwerk u.a. in den Werbemitteln, bspw. durch spezifische Vergleichstabellen oder Vergleichsrechner. Geschäftsführer des Netzwerkes ist Ralf Fischer, der ebenfalls CEO des Finanznetzwerkes financeAds ist.

Rocket Internet startete 2015 unter www.rockaffiliate.com ein eigenes Inhouse Netzwerk. Verfügbar sind vorerst drei kleinere Programme, „weitere folgen“ aber. In RockAffiliate steckt durch die vielen Rocket-Internet-Beteiligungen und damit namhaften Merchants großes Potenzial für ein einflussreiches Private Network. Daran wird Rocket Internet 2016 sicherlich kräftig weiterwerkeln. Meines Erachtens nach werden 2016 weitere markenstarke Merchants verstärkt auf Private-Network-Lösungen setzen, ein Trend der bereits in den vergangenen Monaten deutlich erkennbar war.

2015 hat das niederländische Affiliate Netzwerk Daisycon eine Zweigstelle in Deutschland eröffnet. Hintergrund ist dabei der Zukauf von Affiliprint, welche zuvor Insolvenz anmelden mussten. Affiliprint bietet die Möglichkeit, Offline-Gutschein-Kampagnen auf CPO-Basis durchzuführen und stellt so quasi ein „Offline Affiliate Netzwerk“ dar. Durch diese Verknüpfung von Online und Offline sowie den beiden Märkten Deutschland und Niederlande bieten sich interessante Möglichkeiten für Marketing-Kampagnen und neue Geschäftsfelder für Daisycon.

Affiliates

Luisa

Luisa – Affiliate Managerin

Die Renaissance der Content Partner?

Neben den vielen neuen und innovativen Geschäftsmodellen, haben sich auch in 2015 Content Affiliates einen starken Platz im Affiliate Marketing gesichert. Auch an dieser Stelle vollzieht sich eine weitere Professionalisierung der Branche. Viele Affiliates beziehen Traffic zum Großteil über die Suchmaschinen, im speziellen Google. Hier wird es immer wichtiger seinen Lesern einen echten Mehrwert zu bieten und auch als Affiliate eine Marke aufzubauen, um nachhaltig erfolgreich zu sein.

In Interviews mit Affiliate-Deals.de und Online Marketing Rockstars gab Torben Leuschner spannende Einblicke in sein Affiliate Projekt was-soll-ich-schenken.net. Sein Fazit können wir nur unterschreiben: Um die Content Affiliates zu stärken, müssen die Affiliate Netzwerke in 2016 an der Weiterentwicklung ihrer Trackingtechnologien und der faireren Vergütung unter den Affiliates (Stichwort: Customer Journey Tracking und Attribution) arbeiten.

Nischenseiten funktionieren noch

Im Rahmen der NischenseitenChallenge 2015 von Peer Wandinger hat Martin Mißfeldt in einem interessanten Beitrag ausgewertet, wie sich sein Projekt entwickelt hat. Gut gemachte Nischenseiten, mit spannenden Themen und echtem Mehrwert, haben 2015 also funktioniert und werden dies auch in 2016 tun.

Re-Engagement Affiliates

Die Branche der Re-Engagement Affiliates hat sich in 2015 weiter professionalisiert. Dieses Geschäftsmodell setzt bei den Nutzern an, die einen Shop besuchen aber nichts kaufen. Das Verhalten der Nutzer wird analysiert und über verschiedene Wege (z.B. Exit Intent Overlays oder E-Mails) versucht, den Nutzer in der Customer Journey zu halten und den Kauf abzuschließen.

Auch Google sprang auf den Zug auf und investierte in das Londoner Start Up Yieldify, welches auch am deutschen Affiliate-Markt sehr aktiv ist.

Im Dezember stellt sich mit VeInteractive ein zweiter großer Player im Bereich der Re-Engagement Affiliates noch breiter auf und kauft das Geschäft für Display Retargeting von ebay Enterprise Marketing Solutions. Damit hat VeInteractive eine digitale Anzeigenlösung mit genauem Zielgruppentargeting an der Hand, die die bisherigen Leistungen der Plattform gut ergänzt.

Eine Variante des Re-Engagements, eine Erinnerungsmail bei Bestellabbruch, sorgte auch 2015 für Diskussionen. Die Grenze zwischen unerlaubter Werbemail und Service Mail ist fließend und so kann eine Abmahnung drohen.

Affiliates im Deals Geschäft

Deal-Seiten wie mydealz.de oder dealdoktor.de mussten zum Ende des Jahres durch das Google Phantom III Update kleinere Verluste in den Google Rankings hinnehmen. Da das Geschäft aber vor allem von der Vielzahl an Nutzern lebt, die regelmäßig die Webseite besuchen, um nach neuen Schnäppchen zu stöbern, sind solche Seiten nur bedingt von Suchmaschinen abhängig. Sie haben sich eigene Marken und große Followerschaften in den sozialen Netzwerken aufgebaut. Hier sollte auch der Trend für andere Affiliate Modelle hingehen, um unabhängiger von Google agieren zu können.

Technologie

Stefan

Stefan – Affiliate Manager

Was hat uns das Jahr 2015 aus technischer Sicht beschert?

Natürlich ist Affiliate Marketing nach wie vor auch ein technisches Thema, denn die Arbeit mit hunderten oder tausenden Vertriebspartnern will gut organisiert und dokumentiert sein. Auch in diesem Jahr wurde das Thema Customer Journey Vergütung wieder großgeschrieben. Leider hat sich nicht wirklich viel getan, sodass die Last Click Taktik weiter vom Großteil der Partnerprogramme betrieben wird. Einen Schritt in Richtung Customer Journey Tracking hat TradeDoubler mit seinem neuen System ADAPT getan. Mit dem Tool lassen sich die Daten aller Marketingkampagnen bündeln und die einzelnen Touchpoints auswerten. Leider hat TradeDoubler keine  dynamische Attribution für Affiliates implementiert. Diese muss nach wie vor händisch vorgenommen werden und lässt sich somit auch nicht individuell gestalten. Wie bereits erwähnt, hat auch Superclix einen kleinen Schritt in Richtung Attribution vorgenommen. So sind seit November 2015 wieder Gutscheinpartner zugelassen. Insofern Links einem Gutscheincode zugeordnet sind, erhält der Cookie, welcher durch den Click gesetzt wird, eine geringere Priorität als ein Cookie, welcher über einen Click auf einen Standardlink zustande kam. Damit erhält z.B. ein Contentpartner auch die Provision für einen Sale, bei dem der Nutzer kurz vor Kaufabschluss noch nach einem Gutscheincode gesucht hat.

Beide Beispiele stellen Schritte in die richtige Richtung dar – wenn auch mit viel Luft nach oben.

Cross Device Tracking – Auch hier hat sich leider nicht wirklich viel getan. Eine kleine Bewegung hat sich bei TradeDoubler abgezeichnet, die im November ihr Cookieless-Tracking präsentierten. Affili.net machte hingegen einen Schritt in Richtung Auswertbarkeit. So werden seit 2015 Auswertungen nach Gerät im Interface dargestellt, anhand derer man seine Kampagnen optimieren kann.

Beacons und andere Offline-Geschichten – Natürlich versuchen Merchants auch dem Nutzer am PoS (Point of Sale) zu erreichen und einige Publisher haben sich darauf eingestellt. Publisher wie z.B. Sparwelt können mittlerweile mit gezielten Kampagnen Nutzer in Ladengeschäfte locken. Die Möglichkeiten sind vielfältig – unter anderem kommen aber auch Beacons zum Einsatz, welche erkennen, dass Nutzer in der Nähe sind und diese dann z.B. eine Push Nachricht auf ihr Smartphone erhalten. So bietet bspw. das Unternehmen Barcoo großangelegte Kampagnen unter Einsatz von Beacons an. Vermutlich werden 2016 weitere Publisher das Potenzial des Offline-Geschäftes erkennen und entsprechende Technologien entwickeln.

Flash vs. HTML5 – Spätestens seit November sollte nun jedem klar sein, dass Flash als Standard ausgedient hat und HTML5 an dessen Stelle tritt. Adobe selbst riet seinen Nutzern auf HTML5 umzusteigen, so wie es schon zahlreiche Plattformen (so z.B. YouTube) vorher getan haben. Für das eigene Partnerprogramm heißt das: Flash-Werbemittel deaktivieren und durch HTML5 Varianten ersetzen. Durch zahlreiche Sicherheitslücken im Flash-Format hat der Standard Misstrauen unter Nutzern hervorgerufen und wird von Browsern bereits stiefmütterlich behandelt.

Kleinere Highlights, wie z.B. die Bereitstellung einer Massenupload-Funktion bei Belboon, einem WordPress-Plugin für die affili.net Performance Ads oder professionellen Fraud Detection Tools, konnten dieses Jahr überzeugen.

Für 2016 wünsche ich mir mehr Einsatz im Bereich Customer Journey Tracking und vielleicht auch schon die ersten Entwürfe für Attributionstechnologien durch Affiliate-Netzwerke. Schließlich liegen bereits zahlreiche Daten vor, welche (nur) noch geschickt in Form gebracht und ausgewertet werden müssen. 🙂

Strategische Trends

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Hannes – Affiliate Manager

Ohne wohlüberlegte Strategie, gezielter Zusammenarbeit mit ausgewählten Netzwerken und Publisher-Segmenten kann ein Partnerprogramm nicht sinnvoll gesteuert werden. Auch in 2015 waren gewisse Trend-Themen in der Strategiefindung erkennbar.

Gutscheinstrategie

Das Thema Gutscheinstrategie war 2015 nach wie vor stark in der Diskussion. Zwar sind Gutscheinseiten zuverlässige Umsatzlieferanten, der Wert dieser Umsätze wird jedoch immer stärker differenziert betrachtet. Agenturen und Advertiser kritisieren schon seit längerem, dass Gutscheinportale ihre Reichweite nicht besser bündeln, um echten Werbemehrwert zu generieren. Stattdessen liegt der Fokus nach wie vor sehr stark auf einem passiven Marketing, was von Suchmaschinen-Platzierungen „Gutschein + Marke“ profitiert.

So setzte sich 2015 der Trend fort, Provisionen für das Gutscheinsegment wegen geringerer Werbeleistung zu kürzen oder die Zusammenarbeit vollständig aufzukündigen. Prominentes Beispiel ist das Partnerprogramm von Jochen Schweizer, in dem das Jahr 2015 mit der Ankündigung begann, Gutscheinpartner bei Aktionen nur noch mit 4% zu vergüten. Jenseits dessen wurde die Vergütung radikal auf 0% reduziert. Tibor Bauer thematisierte zurecht, dass Gutscheinseiten bei Diensten, die tatsächlich Mehrwert bringen würden, noch immer äußerst schlecht aufgestellt sind.

Das kleine Affiliate Netzwerk Superclix mit starkem Fokus auf Content-Partner hat indessen eine Wende eingeläutet und lässt seit November 2015 wieder Gutschein-Affiliates zu. Zugleich wurde mit der Einführung einer innovativen Cookie-Lösung verhindert, dass Gutscheinpublisher Tracking Cookies in letzter Instanz überschreiben und somit die Vergütung der initialen Werbeleistung von Content Partnern beschneiden. Dabei können Gutscheinseiten lediglich Cookies setzen, die ähnlich wie View-Cookies bei Überschneidungen von mehreren Publishern nachrangig behandelt werden.

Attribution

Was Superclix mit diesem Schritt vornimmt, ist ein Eingriff in das weit verbreitete Last-Cookie-Wins Attributionsmodell. Das Thema dynamische Attribution, wonach mehrere Affiliates je nach Beteiligung an der Gesamtwerbeleistung anteilig vergütet werden, wurde auch 2015 häufig thematisiert. Abgesehen von großen Worten und einigen wenigen Advertisern, die an einer Hand abzählbar sind und dieses Modell über teure Software von Drittanbietern schon länger abbilden, hat sich hier relativ wenig bewegt. Nach wie vor wäre es sehr wünschenswert, wenn die Netzwerke hier kleine Lösungen für die dynamische Attribution innerhalb des Affiliate Marketings bereitstellen würden. Unsere Affiliate Umfrage hat allerdings gezeigt, dass viele Publisher dieses Thema noch nicht so recht einordnen können.

Mobile Marketing

Dass kleine mobile Endgeräte immer häufiger genutzt werden, um sich online zu informieren und einzukaufen, ist kein Geheimnis. Das Mobile Performance Barometer von Zanox für H2 2014 und H1 2015 bestätigte diesen Trend mit konkreten Zahlen. So langsam wacht der eCommerce jedoch auf – nicht zuletzt getrieben durch große Traffic Lieferanten wie Google, das durch ein Algorithmus Update für mobile Endgeräte starken Druck auf die Netzwelt ausgeübt hat.

Die Unternehmen profitieren beim mobile Advertising davon, dass AdBlocker sich in diesem Bereich noch nicht durchsetzen konnten. Affilinet führte eigens eine Device Statistik ein, um Advertiser darauf aufmerksam zu machen wie mobil der Traffic in ihrem Partnerprogramm bereits ist. Über mobile Couponing machte man sich bei internetworld.de Gedanken.

Netzwerkwahl

Hinsichtlich der Netzwerkwahl konnte man weiter beobachten, dass die Zeiten des „viel hilft viel“-Mantras vorbei sind. Eine Fokussierung verschlankt die Verwaltung und birgt zahlreiche weitere Vorteile, wie performancein.com zu berichten wusste.

Affiliate Marketing auf „neuen“ Plattformen

Christin

Christin – Affiliate Managerin

Affiliate Marketing auf „neuen Plattformen“ kann für Affiliates großes Potential bieten. Besonders Content Affiliates und Blogger nutzen Portale wie Facebook, Instagram, Pinterest oder Snapchat zur Monetarisierung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch das Posting von Bildern spielen die Portale ihre visuelle Stärke aus. Zudem werden sie von vielen Menschen genutzt, die auf der Suche nach neuen Produkten und Produktempfehlungen ihrer Idole sind. Die Nutzung dieser Plattformen für „klassische“ Affiliates ist jedoch zum Teil nur über Umwege möglich. Dies haben einige Entwicklungen in diesem Jahr untermauert.

Pinterest

Bei einer der größten Social Media Plattformen ist seit Februar diesen Jahres kein Affiliate Marketing mehr möglich. Pinterest hat alle Affiliate Links entfernt. Ziel war es laut Pinterest, die Nutzer mit weniger Werbung sowie toten und spammigen Links zu konfrontieren. Sicherlich verfolgte das Unternehmen auch das Ziel, seine Plattform selbst für Monetarisierungszwecke zu nutzen. Für viele Affiliates ein echter Paukenschlag! Speziell Fashion-Blogger haben ihre Zielgruppe auf dieser Plattform erreicht und verlieren nun eine wichtige Einnahmequelle. Ganz unnütz geworden ist Pinterest dadurch aber nicht, kann die Plattform dennoch dazu genutzt werden Traffic auf die eigene Seite zu leiten. Platzieren Affiliates ihre Tracking Links auf der eigenen Seite, können über diesen Umweg auch Conversions erzielt werden.

Instagram

Das Foto- und Bewegtbild-Netzwerk hat sich dieses Jahr endgültig etabliert und wird auch für Affiliate Marketing genutzt. Nicht zuletzt, weil Affiliate Links dort nicht verboten sind. 😉 Laut statista hat das Netzwerk aktuell 400 Millionen aktive Nutzer weltweit, das Potential für Affiliate Marketing ist dementsprechend groß. Allerdings ist die Platzierung von Tracking-Links nicht ganz so einfach, weil die Bilder nicht direkt damit versehen werden können. Daher müssen Affiliates einen kleinen Umweg gehen. Entweder es wird im Bildtext auf die Biografie verwiesen, welche einen Affiliate Link enthalten kann. Oder die Biografie verlinkt auf eine Landingpage, auf der z.B. Produkte zu finden und diese mit Affiliate Links versehen sind. Wie man Geld auf Instagram verdienen kann, stellt affiliate-deals.de ausführlicher vor.

Größere Affiliates haben sich diesbezüglich gleich komplette Lösungen einfallen lassen wie z.B. LIKEtoKNOW.it, die mit ihrem Dienst bereits im Jahr 2014 auf den Instagram-Zug aufgesprungen sind.

Snapchat

Snapchat war dieses Jahr ganz groß im Kommen. Auch diese Plattform lässt sich in gewissem Maße für Affiliate Marketing nutzen, wenn auch hier wieder keine Affiliate Links direkt platziert werden können. Aktuell finden sich noch keine konkreten Beispiele von Affiliates für die Nutzung von Snapchat. Eine Strategie könnte sein, im Rahmen des Postings von Geschichten Affiliate Links einzubinden.

Das Projecter Affiliate Marketing eBook

Manuel Binternagel

Manuel – Affiliate Manager

Auch wir als Agentur haben uns einen Eintrag im Affiliate-Jahrbuch 2015 redlich verdient. Mehr als neun Monate hat unser Affiliate Marketing Team sich der neuen Auflage unseres Affiliate Marketing eBooks gewidmet und geballte Affiliate-Leidenschaft auf fast 400 Seiten niedergeschrieben. Ein Prozess ähnlich einer Schwangerschaft: Hier und da kleine Schmerzen und heftige Wehen – das Ergebnis aber einfach überwältigend!
Nach über 600 Stunden Arbeit, 500 Flaschen Mate und 30 schwer bepackten Pizzalieferanten sind wir ziemlich stolz: Auf alle zu Wort kommenden Experten, auf alle Affiliate-Umfrage-Teilnehmer, auf unsere Sponsoren, auf alle Autoren und Unterstützer und vor allem auf das Ergebnis.

Und darüber hinaus…

Johannes

Johannes – Affiliate Manager

Nicht nur wir von Projecter sind 2015 unter die Buchautoren gegangen. Auch die Kollegen und Affiliate-Experten Markus Kellermann von xpose360 und Tibor Bauer von Affilex haben mit ihren Büchern „Affiliate Marketing INSIGHTS Teil 2“ bzw. „Affiliate Marketing I – Start eines Partner-Programms“ die Welt der Affiliate Marketing Literatur bereichert. Dabei haben sich die jeweiligen Bücher, wie der Titel es bereits erahnen lässt, auf unterschiedliche Aspekte gestürzt: Liegt im Werk „Affiliate Marketing INSIGHTS Teil 2“ der Fokus auf Entwicklungen, Trends und Interviews mit Online- und Affiliate-Experten, so richtet sich das Buch „Affiliate Marketing I – Start eines Partnerprogramms“ ganz klar an potentielle Programmbetreiber wie bspw. Online-Shops, die darüber nachdenken, ihre bisherigen (Online) Marketing Aktivitäten um Affiliate Marketing zu erweitern. Wie durften die beiden Werke bereits vorab lesen – hier geht’s zu unseren ausführlichen Rezensionen der Bücher von Markus Kellermann und Tibor Bauer.

Das Jahr 2015 stand nicht nur unter dem Stern der Affiliate Marketing Bücher, auch im Bereich Affiliate- Informationsportale hat sich einiges getan! So hat sich das im deutschsprachigen Raum führende Affiliate-Informationsportal 100partnerprogramme.de mit dem Mitbewerber affiliate-deals.de konsolidiert und zusammen wehen diese seit Februar 2015 unter der Flagge der SUPER AFFILIATE NETWORK. 100partnerprogramme wurde 2002 von Karsten Windfelder ins Leben gerufen und 2007 durch das Branchennetzwerk AffiliatePeople.com erweitert – letztgenanntes ist ebenfalls in der SUPER AFFILIATE NETWORK aufgenommen worden. Das Online-Portal affiliate-deals.de wurde 2010 von Jan Schust gegründet und hat sich in der kurzen Zeit zu einer der bekanntesten Anlaufstellen zum Thema Affiliate Marketing, aber auch SEO und Technik entwickelt. Durch die Übernahme von 100partnerprogramme.de schließen sich zwei der einflussreichsten Affiliate-Portale in Deutschland zusammen und ermöglichen somit einen umfangreichen Service für Affiliates sowie Merchants. Zum 1. April 2015 wurde von der frisch gegründeten SUPER AFFILIATE NETWORK das Internetprojekt partnerprogramme.de übernommen und die Affiliate Deals Jobbörse als eigenständiges Portal unter myonlinejob.de ausgegliedert.

 

Lyrisch sind wir gestartet, lyrisch enden wir.

Wer die Zukunft im Blick hat,
sollte der Vergangenheit Adieu sagen.
(Wolfgang Kownatka)

In diesem Sinne motten wir 2015 ein und freuen uns auf ein ereignisreiches aufregendes Affiliate-Jahr 2016!

Daniel war von Juli 2012 bis Januar 2016 Teil des Projecter Teams.

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  1. Luisa, Christin, Daniel, Stefan, Hannes, Manuel und Johannes: Vielen Dank für die Insights und Linktipps! Euer Blog ist wirklich eine tolle Informationsquelle für mich geworden.

    Ich setze seit einiger Zeit die Performance Ads von affili.net ein und bin ganz angetan davon. Hauptgrund ist, dass ich eine Webseite mit einem sehr breiten Spektrum betreibe und es zeitlich einfach nicht schaffe manuell für jedes Thema die passendsten Affiliateprogramme einzubinden. Die einzige Schwachstelle bei den Performance Ads ist, dass sie teilweise a bisserl langsam ausgeliefert werden und dass manchmal bei mehreren Slots auf einer Seite die selbe Anzeige ausgeliefert wird. Ich hätte gerne ein wenig Pluralität, sprich verschiedene Anzeigen. Kurzum: Kennt ihr einen vergleichbaren Dienst zu den Performance Ads, den ich zusätzlich bei mir einbinden kann?

    Danke, schöne Weihnachtstage, Tim

    • Hi Tim,

      vielen Dank für deine lobenden Worte zu unserem Blog. Das freut uns sehr, dass dir der Inhalt gefällt! 🙂

      Zu deiner Frage: Die Performance Ads sind in ihrer Auslieferung über die Affiliate Netzwerke so tatsächlich einmalig. Du kannst jedoch andere (Display-)Ads Anbieter wie z.B. AdSense ausprobieren. Welches System dabei die beste Seitenperformance und für dich die höchsten Umsätze verspricht, dass musst du austesten.

      Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

      Viele Grüße und eine schöne Weihnachtszeit, Daniel