Affiliates akzeptieren Stornierungen
30. Januar 2008 von PatrickSeit einigen Wochen wird in der Blogosphäre das Thema Stornos bei Affiliate Programmen diskutiert. Aufgekommen ist das Thema bei Shopping by Mike. Dort wurden die Stornoquoten verschiedener Partnerprogramme überwiegend aus der Modebranche gegenübergestellt.
Die Programme namhafter Versandhäuser wie Karstadt, Neckermann, QVC und einigen mehr schnitten mit einer Stornoquote von über 50% sehr schlecht ab.
Gleichzeitig gibt es Merchants, die überhaupt keine Stornos vornehmen, sondern stornierten Bestellungen offenbar von vornherein durch eine niedriger kalkulierte Provision Rechnung tragen, dazu gehören die Versandhäuser Quelle, Otto, Baur sowie Tchibo.
Als Reaktion auf die Diskussion führte Karsten eine Umfrage durch, mit der er ermitteln wollte, wie Affiliates zu diesem Thema stehen.
Das Ergebnis ist wenig überraschend. So zeigt eine deutliche Mehrheit der Partner Verständnis für stornierte Provisionen. Allerdings erwarten sie vom Merchant eine Angabe des Storno-Grundes sowie eine zeitnahe Stornierung der Provision, sobald feststeht, dass die Provision vom Merchant nicht ausgezahlt werden wird.
Immerhin die Hälfte der Affiliates testet ein Programm zunächst hinsichtlich der Storno-Quote bevor eine Entscheidung über das weitere Bewerben des Programms getroffen wird.
Grundsätzlich werden Partnerprogramme mit überdurchschnittlich hohen Stornoquoten langfristig immer Probleme bekommen. Nach anfänglichen Test-Kampagnen wird sich relativ schnell herausstellen, ob ein Programm auch mit vielen Stornos noch profitabel beworben werden kann. Dann zeigt sich unweigerlich das wahre Gesicht eines Affiliate Programms. Ärgerlich wird es nur dann, wenn das “Sales Clearing” erst Wochen oder gar Monate nach der Bestellung durchgeführt und in der Zwischenzeit unter Umständen schon viel Geld in SEM-Kampagnen verbrannt wird. Hier sind vor allem die Netzwerke gefragt, Merchants zu zeitnahen Entscheidungen zu zwingen.



