Die perfekte Info-Seite für dein Partnerprogramm

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Wer sein Partnerprogramm erfolgreich aufbauen möchte, muss sich auch sinnvoll präsentieren. Wie man das am besten macht, sodass das Partnerprogramm auch interessant für potenzielle Partner wird, möchte ich in diesem Artikel beleuchten.

Der wichtigste Teil, den viele Merchants gern unter den Tisch fallen lassen: Die Partnerprogramm-Seite richtet sich NICHT an den Endkunden, sondern an potenzielle Werbepartner. Damit einhergehend ändern sich auch die Informationsanforderungen. Wo für Kunden oft der Preis an erster Stelle steht, interessiert sich der Affiliate womöglich eher für den Warenkorb. Was die Versandkosten für den Käufer sind, ist für den Werbepartner der Zeitraum bis zur Freigabe der Provisionen.

Das bedeutet nicht, dass der Affiliate nicht auch an Infos zu Preisen, Versandkosten und Co. interessiert ist, schließlich will er diese evtl. auch seinen Nutzern präsentieren. Dennoch liegen die Prioritäten woanders.

Welche Infos brauchen Affiliates?

Diese Frage ist natürlich sehr breit gewählt und nicht pauschal zu beantworten. Man sollte sich diese aber stellen und dabei einen Blick darauf haben, welche Publisher gewonnen werden sollen. So ist z. B. für Preisvergleiche interessant, ob ein Datenfeed vorhanden ist, für SEM-Publisher ist zusätzlich relevant, welche Beschränkungen es bzgl. SEM-Aktivitäten gibt. Da man sich meist breiter in den Publisher-Modellen aufstellen will, bietet es sich an, alle Informationen zu bündeln.

Einleitung

An erster Stelle sollte sich der Shop kurz vorstellen. Die Beschreibung sollte das Sortiment abhandeln sowie allgemeine Infos zum Shop geben. Dies könnte z. B. sein, dass der Shop schon eine lange Tradition hat oder besonders stark in seinem Werbeumfeld ist. Wichtig ist, dass nicht zu viel geschwafelt wird, sondern USPs herausgearbeitet werden.

Vorteile für Publisher

Dies ist der Werbeteil, mit dem man das Partnerprogramm seinen zukünftigen Affiliates schmackhaft machen kann. Hier sollten die Punkte aufgelistet werden, in denen das eigene Partnerprogramm stark ist. Beispiel dafür:

  • über XXX Produkte
  • niedrige Stornoquote (am besten mit numerischer Angabe)
  • hohe Warenkörbe (am besten mit numerischer Angabe)
  • detaillierter Produktdatenfeed
  • persönlicher Ansprechpartner für Affiliates
  • schnelle Provisionsfreigabe

Hier kann man ruhig kreativ sein, aber immer die Frage stellen, ob die Infos für den Partner tatsächlich relevant sind.

Kennzahlen

Wenn man etwas an den Mann bringen möchte, lohnt es sich immer, in harten Fakten zu sprechen. Warum also nicht auch an dieser Stelle damit arbeiten? Mögliche Kennzahlen, welche für Partner relevant sind, könnten sein:

  • Provisionsmodell
  • durchschnittlicher Warenkorb
  • Conversionrate
  • Stornorate
  • EPC (Earnings per Click)
  • durchschnittliche Zeit bis zur Freigabe von Provisionen

Luisa hat die wichtigsten Kennzahlen eines Partnerprogramms bereits in einem anderen Beitrag zusammengefasst.

Einschränkungen & Programmrichtlinien

Wichtig ist natürlich auch, welche Einschränkungen man im Partnerprogramm trifft. Hier sollten die Richtlinien für den Umgang mit Gutscheincodes vorgegeben werden, um Klarheit für alle Parteien zu schaffen. Auch Einschränkungen für SEM-Aktivitäten sollten in jedem Falle einen Platz in der Programmbeschreibung finden. Weiterhin können Richtlinien für weitere Geschäftsmodelle wie z. B. Cashback oder Paidmail definiert werden. Eine klare Formulierung kann viel Arbeit im Nachhinein sparen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Tracking-Technologie. Um Transparenz gegenüber den Publishern zu gewährleisten, sollte – insofern eine Trackingweiche oder andere Technologien, welche das Tracking beeinflussen, zum Einsatz kommen – an dieser Stelle darüber berichtet werden, wie diese Technologie Einfluss auf die Vergütung von Sales haben kann.

Zielgruppen-Infos

Natürlich sind auch Informationen dieser Art für Affiliates Gold wert. Dabei muss man immer abwägen, welchen Teil der Informationen man öffentlich preisgeben möchte. Dennoch: je detaillierter man seine Werbepartner über die Zielgruppe informiert, umso gezielter können diese ihre Werbemaßnahmen steuern. Hier kann man z. B. Altersangaben oder geografische Einschränkungen sowie das Geschlecht angeben.

Weitere Infos zum Partnerprogramm

Um die Seite ein wenig aufzuhübschen bietet es sich an, eine Auswahl an Werbebannern auf der Seite einzubinden. So bekommt der potenzielle Partner einen Überblick über das Angebot und vielleicht auch über die Stimmung, die der Shop transportiert. Auch sollten alle bereitgestellten Werbeformen – wie z. B. Produktdaten, Email-Templates, Banner oder Micro-Site-Templates – genannt werden, um die Partner zu erreichen, die speziell auf der Suche nach speziellen Werbemitteln sind.

Weiterhin können auch aktuelle Aktionen im Partnerprogramm (z. B. Publisher-Rallye, Sondervergütungen, …) mit aufgeführt werden. Diese nehmen auf der Seite eine Incentive-Rolle ein und können das Zünglein an der Waage sein.

Für viele Partner spielt es eine wichtige Rolle, in welche Regionen/Länder der Shop liefert. Also sollte man auch die Versandgebiete oder etwaige Einschränkungen mit aufführen, wenn dies nicht schon bei den Zielgruppen-Infos integriert wurde.

Was in keinem Fall fehlen sollte, sind die Links zu den Anmelde-Formularen der Netzwerke. Das Linkziel sollte hier so zielgenau wie möglich gewählt werden. Gibt es einen direkten Link zur Anmeldung zum Partnerprogramm sollte dieser hier genutzt werden. Man sollte es dem potenziellen Partner so einfach wie möglichmachen. 😉 Auch wichtig: man sollte hier alle Netzwerke anbieten, in denen das Programm läuft. Auch Publisher haben Vorlieben hinsichtlich der Netzwerke. Diese decken sich nicht in jedem Fall mit den Vorlieben des Merchants.

Wo veröffentliche ich nun diese Infos?

Natürlich sollte man die Infos an den Stellen veröffentlichen, an denen sich die potenziellen Partner tummeln. In erster Linie sollte man eine entsprechende Seite auf der eigenen Domain bereitstellen. Weiterführend gehören natürlich genau diese Infos auch auf die Präsentationsseite des Programms in den Netzwerken, um Publisher, welche über die Programmsuche recherchieren, abzuholen. Nicht zuletzt sollte man auch eine entsprechende Platzierung auf den Affiliate-Plattformen wie 100partnerprogramme.de oder affiliate-deals.de anstreben um weitere Partner zu akquirieren.

sportscheck-programmseite

Beispiel: Programmseite von sportscheck.com bei 100partnerprogramme

 

Stellt man die passenden Informationen in einer ansprechenden Form an der passenden Stelle zur Verfügung, so kann eine gute gemachte Programmseite ein wichtiger Akquise-Kanal für neue Partner sein, der wesentlich zum nachhaltigen Erfolg beiträgt.

Stefan ist seit November 2011 Teil des Projecter-Teams. Mit seinem Interesse an der „Maschine“ Internet ist er dort auch gut aufgehoben. Stefan ist ursprünglich als Werkstudent auf der Suche nach Praxiserfahrung zu Projecter gekommen und hat im Oktober 2011 sein Bachelor-Studium der Angewandten Mathematik abgeschlossen. Nach Traineeship und vier Jahren als Account Manager leitet Stefan seit Februar 2016 den Affiliate Kanal und das Analytics Team.

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