Die Einen warten darauf, dass endlich Sommer wird. So geht es z.B. unserer Praktikantin Juli. Andere wünschen sich, dass beliebte Marken-Laptops (…) irgendwann erschwinglich werden. Wieder Andere warten einfach nur auf eine E-Mail oder einen Anruf. Und was sehnt das Projecter-Team sehnsüchtig herbei?
Steffi wartet sehnsüchtigst auf einen vollwertigen Onlineshop für Lebensmittel und mehr. “So ein Kaufland in online!” Der Wunsch liegt nahe, denn meist ist der Einkauf nach Feierabend unter der Woche bzw. am Wochenende im Hauptbahnhof eher zum Abgewöhnen.
Auch Jule ist der Meinung, dass es viel mehr Läden geben sollte, bei denen man auch online das gesamte Sortiment kaufen kann. Weiterhin findet unsere Werkstudentin, dass es ruhig mehr Online Shops mit lederfreien Schuhen für Damen mit großen Füßen geben sollte.

Key Account Managerin Steffi sehnt herbei, dass sich kostenloser Versand überall durchsetzt: “Amazon geht ja mit gutem Beispiel voran.”
Welche Wünsche hat das Team außerdem? “Kostenloses Internet überall: So wie GEZ zahlen, jeder 15 Euro oder auch 20 Euro im Monat, und überall hat man einen Internetzugang. Coole Idee oder nicht!?”, meint Steffi noch.
Patrick wartet auf Amazon-Pakete. “Immer wieder auf’s neue.” Wie ihm geht es vielen, v.a. auch Shopping-Club-Kunden, die wie ich zur Zeit teilweise schon etwas länger auf die ergatterten Schnäppchen warten müssen.
Simon würde sich über Notebooks oder PCs im Allgemeinen mit integrierten Internet freuen. Die besondere Herausforderung: “Soll einfach funktionieren, das Zeug
.” Außerdem wartet der ab März frisch gebackene Trainee für Online Marketing auf “die Stunden 25 und 26 eines Tages”…
Julia sehnt den Durchbruch “einheitlicher, nutzerfreundlicher und schicker Oberflächen in den Affiliate-Netzwerken” herbei. Überhaupt haben wir schon mal getwittert: “Ich bin ja für ein Universalnetzwerk.”
Übrigens erwarten wir derzeit für unseren Projecter-Twitter-Account den 800. Follower ![]()
Wir stellen also fest: Wir wollen mehr Zeit online verbringen, noch mehr Dinge bequem von zu Hause aus regeln, bestellen, kaufen usw. Und das, obwohl wir doch schon mal festgestellt hatten, dass wir in mancherlei Hinsicht altmodisch sind. Außerdem gibt es nach wie vor nur spärliche Mittagsangebote im Leipziger Zentrum-Ost. Wir fänden es super, wenn sich hier mal jemand ansiedeln würde. Wir warten dann mal so lange…
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Worauf wir sehnsüchtig warten
Mittwoch, 24. Februar 2010Zweitägiger Strategieworkshop
Freitag, 12. Februar 2010
Zwei Tage so ganz ohne Ablenkung, Tagesgeschäft und gewohntem Bürokaffee haben sich ausgezahlt.
Obwohl uns schwer fiel, die Laptops zeitweise abschalten zu müssen bzw. wegen raren W-LAN-Passwörtern einfach offline zu sein, konnten wir so konzentriert brainstormen und uns mit Vorschlägen und Ideen auseinandersetzen.

Endlich war mal Zeit, um sich vertieft über Themen wie effiziente interne Kommunikation, Projektmanagement, Teamstruktur, Unternehmenswerte, Qualitätsmanagement, Weiterbildung und vieles mehr Gedanken zu machen.
In jeweils zwei Teams erarbeiteten wir neue Prozesse, Strukturen und Ziele. Jetzt gilt es, diese auch umzusetzen!
Weitere Fotos gibt es in unserem Strategietage-Flickr-Album.
SERIE: Projecter hautnah! – Julia Hupel
Dienstag, 09. Februar 2010Julia Hupel unterstützt uns derzeit als Praktikantin. In den vergangenen Wochen hat sie sicher viel gelernt. SEO, SEM, AFF sind mittlerweile wohl vertraute Abkürzungen für sie. Wir fühlen ihr im Interview ein wenig auf den Zahn und wollen endlich ihre Spanien-Begeisterung verstehen!
Julia: Juli, du bist die dritte Julia im Projecter-Team. Kam es schon zu folgenreichen Verwechslungen oder habt ihr das soweit im Griff?
Juli: Am Anfang gab es bei einigen kleine Probleme, aber seitdem wir uns Julia, Jule und Juli nennen gibt es keine Probleme mehr. Außer, dass ich manchmal nicht reagiere, da mich sonst kaum jemand “Juli” nennt! ![]()

Julia: Wie bist du auf Projecter gekommen?
Juli: Das war eigentlich ziemlich witzig. Ich habe ja ein Praktikum bei der Deutschen Handelskammer für Spanien gemacht und war dort auch für die Auswahl neuer Praktikanten zuständig. Als ich dann ein Praktikumsangebot bei unicum.de eingestellt habe, konnte ich es nicht lassen nach “Marketing” in “Leipzig” zu suchen. Ja und da kam mir dann die Projecter-Anzeige sofort entgegen. Ich hab mir die Seite angeschaut und war sofort begeistert vom Team und den einzelnen Kunden (Chocri und PureTea sind gleich in meinen Favortien gelandet!
)
Julia: Erzähl doch mal, wann und wo du in Spanien warst!
Juli: Also ich war von Ende Juli bis Anfang November in Barcelona und habe dort ein Praktikum bei der Handelskammer im Bereich Personal- und Eventmanagement gemacht.
Julia: Du berichtest oft mit leuchtenden Augen von Spanien. Was findest du so faszinierend an Spanien und kannst du dir vorstellen, für längere Zeit dort zu leben?
Juli: Mach ich das?!
Ja, also ich muss zugeben anfangs war ich nicht so begeistert von Barcelona, was sicherlich mit der Hitze zusammen hing, aber je länger ich dort war, desto toller fand ich die Stadt, Land und Leute. Barcelona selbst ist wahnsinnig individuell und hat super viel zu bieten. So viel, dass ich immer noch eine große Liste an Dingen habe, die ich mir unbedingt noch anschauen möchte. Ich finde es super, dass die Menschen dort freundlich sind und andere Menschen einfach sie selbst sein lassen. Nach einiger Zeit fand ich es sogar faszinierend, dass dort einfach 1:30 Uhr (nachts) die Glascontainer geleert wurden konnten, ohne dass sich irgendjemand beschwert hat. Am meisten vermisse ich die wunderschöne Architektur (Gaudi!!), die Sonne und die Palmen. Ja, ich kann mir schon vorstellen noch einmal nach Spanien zu gehen und länger dort zu leben.
Julia: Welche Seite öffnest du als erstes, wenn du früh deinen Laptop anschaltest?
Juli: Google. Und als allererstes mache ich mein Outlook und Skype an.
Julia: Was ist dein Lieblings-Keyword z.Z.?
Juli: Ehrlich gesagt, das aktuelle Keyword der Woche: “wo kann ich plakate bestellen wo mein foto drauf ist” finde ich schon super, aber seitdem ich im Projecter-Blog von Christians-Lieblingskeyword “Kontaktlimsen” gelesen habe, musste ich mich schon öfters im MisterSpex-Online-Shop und auch im Supermarkt (Limsensuppe) dabei ertappen “Limsen” zu lesen.
Julia: Ja stimmt. Das ist echt super. Ich danke dir für das tolle Interview. Möchtes du noch was sagen, gefragt werden oder anmerken?
Juli: Ja, also ich möchte noch anmerken, dass man bei Projecter echt wahnsinnig viel lernen kann, so als kleiner Tipp für neue Praktikanten. Hier ist nix mit kopieren und Kaffee kochen, sondern learning-by-doing und sehr gute Teamarbeit!
Julia: Wow. Sehr schön. Danke für die lieben Worte!
SERIE: Projecter hautnah! – Julia Bayer
Montag, 01. Februar 2010
Julia Bayer ist seit Dezember Werkstudentin bei uns. Wir haben nachgefragt, wie es dazu kam, ob sie eigentlich von Excel träumt und was das mit dem Wrestling auf sich hat. Ansonsten ging es noch um Kanada, “Badesalz für Dreckspatze” und um ihr (überhaupt nicht) “langweiliges” Hobby. Aber lest am besten selbst…
Jasmin: Jule, du bist eine von unseren 3 Julias im Team (Nein, unsere HR-Abteilung ist überhaupt nicht parteiisch!). Erzähl doch mal, wie es kommt, dass du seit Dezember Werkstudentin bei uns bist!
Jule: Als ich im September nach Leipzig gezogen bin wurde mir relativ schnell klar, dass ich neben dem Studium noch was Praktisches machen möchte. Und als ich dann ein bisschen gesucht hab, ist mir gleich die Anzeige von Projecter aufgefallen. Ging auch alles total fix. Hab mich beworben und wurde direkt eingeladen. Damit hätte ich nie gerechnet.
Jasmin: Ja cool. Und was sind deine Hauptaufgaben bei Projecter?
Jule: Ich versuche eigentlich alle so gut ich kann ein bisschen zu unterstützen. Anfang des Monats liegen jede Menge Reports an und sonst schreib ich Texte für verschiedene Projekte. Excel Tabellen mag ich schon richtig gern, seitdem ich hier arbeite.
Jasmin: Und träumst du manchmal schon von Excel, Affiliate und SEM Reports?
Jule: Na soweit ist es noch nicht, aber ich werde immer schneller bei den SEM Reports. Vielleicht kann ich die ja bald schon im Schlaf. Würde eine Menge Zeit sparen.
Jasmin:
Was studierst du eigentlich und wie gefällt dir das Studentenleben?
Jule: Ich studiere Kommunikations- und Medienwissenschaften im 1. Semster. Im Moment erlebe ich, wie stressig die Prüfungszeit sein kann. Aus der Schulzeit ist man ja da viel mehr Entspannung gewöhnt. aber das Studium gefällt mir ganz gut und das Studentenleben sowieso!
Jasmin: Ich weiß, StudiVZ-Gruppen sind ja immer nur begrenzt aussägekräftig, aber… Interessierst du dich etwa für Wrestling? Und wie fühlt man sich, wenn man sich wie Charlie Brown fühlt?
Jule: Oh Mann, diese StudiVZ-Gruppen… Für Wrestling interessiere ich mich tatsächlich. Das ist unglaublich interessant! Ja öhm…und wie sich Charlie Brown fühlt weiß ich auch nicht so genau… Mir gefallen einfach die Comics.
Jasmin: Du wrestlest aber nicht selbst… oder?
Jule: *lach* Soweit kommt es noch. Nee, ich gucke das nur gern. Da hat mich mein Freund drauf gebracht. Ist im Prinzip auch bloß eine Soap.. Nur etwas brutaler
Jasmin: Achso: du warst im Januar in Toronto oder? Urlaub oder bist du eine Auswanderkandidatin?
Jule: Ja das stimmt. Leider war ich nur eine Woche da, es wäre also recht voreilig, wenn ich gleich nach Kanada auswandern würde. Aber der Urlaub hat riesig Spaß gemacht. Toronto ist ‘ne tolle Stadt und die Leute sind unglaublich freundlich.
Jasmin: Wir sind ja alle Reise-Fans hier im Team. Was machst du sonst noch, wenn du offline bist?
Jule: Hmm..Gitarre spielen, Lesen und Fotografieren. Ich bin da eher langweilig.
Jasmin: Ich spiele auch Gitarre, das ist ja nun wirklich alles andere als langweilig!
Jule: Echt? Cool, das machen leider immer noch viel zu wenig Mädels!
Jasmin: Welche (spannenden) Blogs liest du regelmäßig?
Jule: Ich lese nix bekanntes. Viele Foto-Blogs, aber mein Lieblingsblog ist der Failblog.
Jasmin: Was ist eigentlich die erste Seite, die du öffnest, wenn du deinen Laptop einschaltest?
Jule: Hotmail. Mails checken ist eigentlich immer das erste, was ich mache.
Jasmin: Was ist z.Z. dein Lieblings-Keyword?
Jule: Das ist schwierig. Da gibt es ja so viele.. Aber ich denke “Badesalz für Dreckspatze” ist momentan mein Lieblings-Keyword.
Jasmin: Woher hast du das denn?
Jule: Kennst du nicht das Dreckspatz-Badesalz? Das ist total cool…
Kriegt man leider nicht so gut im Netz.
Jasmin: Nie gehört… Bildungslücke! Nagut, letzte Frage: Wie kommst du eigentlich ins Büro und wie überstehst du diese unbeschreibliche Leipziger Kälte, die grad allen Radfahrern den Arbeitsweg zur Hölle macht?
Jule: Ich wohne ja etwas außerhalb, darum muss ich Tram-fahren. Gegen die Kälte hab ich leider auch keinen tollen Tipp, aber ich vertraue da auf die gute alte Wärmflasche. Kann man sogar ins Büro mitnehmen
Jasmin: Gute Idee! Vielen Dank für das Interview!
Jule: Gerne, war lustig.
SERIE: Projecter hautnah! – Simone Wessels
Freitag, 22. Januar 2010Es erwischte sie am ersten Arbeitstag: Simone kam pitschnass mit dem Fahrrad von zu Hause und hielt trotzdem wacker durch. Das neue Teammitglied erzählte uns jetzt im Interview, warum sie dennoch weiter bei uns Texte schreibt und ihr das sogar Spaß macht. ![]()
Jasmin: Simone, auf deinem Blog schreibst du „Ich wäre gerne Captain Kirk.“ und dein Facebook-Profil zeigt dich und deinen Freund in Star-Trek-Montur. Würdest du eigentlich lieber immer so rumlaufen und ins Büro kommen?
Simone: * lol* Das ist Mr Spock neben mir auf dem Bild. Aber klar, wenn ich die passende Uniform hätte, wäre ich immer damit unterwegs.
Jasmin: Uns würde es nicht stören… Und wie war das gleich mit der Jedi-Religion? Und glaubst du an Übersinnliches?
Simone: Nee, überhaupt nicht. Aber wenn schon Religion, dann doch bitte etwas mit Stil. Und Laserschwerter haben definitiv Stil!
Jasmin: Okay, dann beschreib doch mal deine Hauptaufgaben bei Projecter.
Simone: Ich texte für verschiedene Affiliate Programme und Blogs. Da ist von italienischen Lebensmittel-Spezialitäten über Inneneinrichtung, Event-Geschenke und Shopping-Clubs alles dabei. Das Ganze ist sehr abwechslungsreich und zwischendurch gibt es immer mal wieder etwas ganz neues, mit dem ich nie gerechnet hätte. Aber das macht ja auch so viel Spaß daran. ![]()
Jasmin: Du übersetzt ja auch englische Beiträge für einen Blog und bist (wie auch einige andere Projecter-Teammitglieder) ein Fan von amerikanischen Serien oder? Denkst du, dass du dadurch besser Englisch sprichst und schreibst oder warst du im Ausland?
Simone: Im Ausland war ich leider (noch!) nicht. Allerdings habe ich Freunde aus England, mit denen ich englisch spreche. Außerdem lese ich im Endeffekt zu 80% englische Bücher und ca. 95% von allem, was ich mir anschaue, ist auch auf Englisch. Mein Englisch kommt meinem Deutsch oft in die Quere.
Jasmin: Was liest du z.Z. und was schaust du dir an?
Simone: Ich lese momentan eine Scifi-Kurzgeschichtensammlung von momentan schaue ich viel House M.D., Dexter, Heroes… Moment, ich muss kurz mal nach dem Autornamen schauen… James Tiptree Jr.
Jasmin: Ok, zugegeben nie gehört, aber das recherchiere ich mal. Was studierst du?
Simone: Germanistik, Geschichte und Philosophie auf Magister im 9. Semester.
Jasmin: D.h. die Magisterarbeit steht bevor oder? Hast du schon ein Thema?
Simone: Ein Thema habe ich schon so ungefähr. Ich bin da gerade in Besprechungen mit dem Prof meiner Wahl, generell soll es aber um das Geschichtsbild in Georg Büchners Werk, speziell im Danton, gehen. Ab April werde ich dann schreiben.
Jasmin: Welche Blogs liest du regelmäßig?
Simone: Ui, das sind sehr viele. Bekanntere sind boingboing.com, nerdcore.de, neatorama.com und stylespion.de.
Jasmin: Und hoffentlich den Projecter-Blog
Simone: Sicher, da bin ich ja per Twitter über neue Einträge bestens informiert ![]()
Jasmin: Hehe, und was ist die erste Seite, die du öffnest, wenn du deinen Laptop anschaltest?
Simone: Meine igoogle Seite mit Postfach, Feedreader und Nachrichten. Damit ich wirklich nichts verpasse ![]()
Jasmin: Ich nutze Netvibes, das ist auch nicht verkehrt… hängt aber immer mal
Was machst du, wenn du nicht gerade bloggst, twitterst, auf Facebook unterwegs bist oder für uns textest, also OFFLINE abgesehen von den Serien?
Simone: Vornehmlich studieren. Außerdem schreibe ich auch offline viel, dann aber kreativ. Ich zeichne, male, nähe, mache kleine Skulpturen. Im Endeffekt habe ich immer gerade eine Idee, die ich verwirkliche. Ansonsten pflege ich rl [= Real life, Anmerk. der Red.] Kontakte, gehe laufen, spiele ein wenig Gitarre und versorge meinen Kater.
Mein Leben ist ein Fulltimejob.
Jasmin: Hehe, das klingt ja wirklich ausgefüllt! Und wie bist du dann eigentlich auf uns gestoßen?
Simone: Über Google. Ich habe nach Texterjobs bei Online Marketing Firmen in Leipzig gesucht und zack, da war Projecter schon.
Jasmin: Ja Mensch, Volltreffer.
Simone: Würd ich auch sagen.
Jasmin: Jetzt noch die Fakten zum Schluss: Woher kommst du ursprünglich? Und wann bist du geboren?
Simone: Ich komme aus Steinfurt bei Münster, genauer aus Borghorst (Steinfurt besteht aus zwei Städten). Geboren bin ich 1987, 11. 06.
Jasmin: Alles klar. Wieder was dazugelernt. Vielen Dank für das Interview und viel Spaß noch beim Texten!
Simone: Danke danke, den werd ich haben.
Goodbye 2009! Jahresrückblick, die Erste
Dienstag, 15. Dezember 20092009, es war schön mit dir! Du hast uns gehörig gestresst, gelegentlich in Panik versetzt, uns zu Begeisterungstänzen durchs Büro animiert, uns schlaflose Nächte bereitet und es uns jedenfall niemals langweilig werden lassen. Jetzt hast du bald ausgedient und auf deine alten Tage wollen wir noch einmal Revue passieren lassen, was denn eigentlich so los war. Weil Jahresrückblicke an sich ja schon ein klein wenig spießig sind, werden wir es mit der Chronologie nicht allzu ernst nehmen, sondern uns lieber thematisch ans Subjekt heranpirschen.
Wo verbringen wir einen großen Teil unseres Arbeitslebens? Richtig, in the office. Der erste Teil des Rückblicks wird das fast verflossene Jahr also mal aus Büro-Perspektive unter die Lupe nehmen.

2008 ging ja bekanntermaßen mit einer weltweiten Finanzkrise zu Ende, die bei uns die Frage aufwarf: Warum muss denn sowas ausgerechnet im ersten Gründungsjahr passieren? Gottseidank hatten wir nicht soviele Großbanken als Kunden, so dass wir nur ein bisschen unter der generell schlechten Stimmung litten. Damit sich das Büro weiterhin füllt (und aus ein paar anderen Gründen), stieß im Januar Steffi zum Team, die wir schon aus Spreadshirt-Zeiten kannten. Für neue Gesichter sorgte ebenfalls ab Januar Jasmin, die wir in neuer Rekordzeit zwischen Interview und Entscheidung als Praktikantin anheuerte, damit sie es sich ja nicht anders überlegt. Geografische Übereinstimmungen wie Jasmins Auslandssemester in Mexiko und Patricks Neujahrsurlaub dort waren reiner Zufall, schienen sich jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zu etablieren.
Weniger erfolgreich als die geografische Diversifizierung war unser Versuch, vor Ort in Leipzig eine Lokalmarketing-Sparte aufzubauen, so dass wir im Februar das Experiment einstellten. Stattdessen konzentrierten wir uns darauf, dass jedes Jahr Weihnachten ist und verstärkten unseren Fokus auf Ecommerce. Da wir gleichzeitig immer mehr Affiliate-Programme zur Betreuung gewinnen konnten, machten wir uns im April mit einer Woche Affiliate Marketing Coaching fit. Willkommene Erfrischung brachte dabei eine Überraschungslieferung aus der Saftfabrik.

Zwischenzeitlich war auch noch Christian zum Team gestoßen, der mit Surfspirit und Dreadlocks dem drohenden Frauenüberhang entgegenwirkte. Insgesamt war soviel los, dass wir den ersten Geburtstag von Projecter komplett verpennt haben und erst im Nachhinein in längeren Diskussionen ein Datum festlegen mussten, um solche Fauxpas in den nächsten Jahren großflächig zu vermeiden. Hier nochmal für’s Protokoll: Am 03.03.2010 werden wir das Anstoßen defnitiv nicht vergessen! Wenn doch… beschwert euch ![]()

Der Sommer verging rasch mit vielen Kundenanfragen, neuen Affiliate-Programmen, Grillen und Eis-Curlen. Da uns letztere Sportart als nicht zukunftssicher genug erschien, holten wir uns im August mit Simon tatkräftige Unterstützung in Gestalt eines Profi-Volleyballspielers an Bord. Kann ja nie schaden!

Nach einem mittlerweile legendären Job-Interview am Flughafen in Berlin zwischen Patrick und Julia, beide auf dem Weg nach Norwegen (die bereits angekündigten geographischen Zufälle) – und ja, wir haben sie dann auch nochmal “ordentlich” eingeladen – konnte eigentlich nicht mehr viel schiefgehen und Julia bereicherte das Team ab September als Online Marketing Trainee. Dies wiederum führte durch eine Verkettung von Umständen dazu, dass wir seit Herbst jeden Montag einen Büro-Norwegisch-Kurs haben. Teilnahme ist freiwillig
Alle Details gibt es im brandaktuellen Exklusivinterview nachzulesen! Zwischenzeitlich waren noch die Kollegen von Adtegy in unser leerstehendes Büro eingezogen und stehen uns seitdem tatkräftig zur Seite, wenn’s um Media Buying geht.

Spätestens, nachdem Jasmin im Oktober als frisch gebackener Bachelor (Bachelorette??) und Online Marketing Trainee zurückkam, nahmen unsere Social Media Marketing Aktivitäten volle Fahrt auf und beschleunigten den Rest des Jahres nur noch. Ob Twitter, Facebook, Flickr oder Xing – wir machen vor nichts halt
Als fleißige Bloggerin sorgt Jasmin auch dafür, dass alle möglichen Details aus dem Büroleben ans Licht der Öffentlichkeit gelangen, zum Beispiel: Phänomene einer Online Marketing Agentur, warum wir twittern, wo wir altmodisch sind oder worauf wir Wert legen. Jasmin ist übrigens gerade back to the roots in Mexico unterwegs und hat mit einer detaillierten Blogplanung die Latte für Julia und mich sehr hoch gelegt, so dass wir uns jetzt richtig ins Zeug legen müssen, um ihre Erwartungen nicht zu enttäuschen.

Aber zurück zum Thema – gibt es in den verbliebenen Monaten noch berichtenswertes? Aber – hola! Nach der verpatzten und ausgefallenen Geburtstagsparty schien uns Weihnachten ein angemessener Anlass, die Party nachzuholen. Das taten wir dann auch – mit echtem Weihnachtsbaum, jeder Menge fast-norwegischer Weihnachtsdeko aus einem bekannten Möbelhaus und gutgelaunten Gästen. Hat Spaß gemacht und schreit nach Wiederholung.
Soweit ein kurzer Abriss des aktuellen Bürogeschehens. Im zweiten Teil unseres Jahresrückblicks werden wir uns einem ebenfalls sehr spannenden Thema widmen: Out of office!
SERIE: Projecter hautnah! – Julia Rittig
Freitag, 11. Dezember 2009Was lange währt… wird endlich gut! Bevor Julia sich gar nicht mehr erinnern kann, wann sie bei uns angefangen hat oder das ganze zu einem guten Vorsatz fürs übernächste Jahr wird, haben wir pünktlich zum 3. Advent das längst fällige Interview nachgeholt. Die spannenden Gesprächsthemen beinhalten Sprachen von kleinen Völkern, Tarps und was man tun muss, um seinen Traumjob zu finden. Et voilà:
Katja: Julia, wieso haben wir eigentlich seit dem du da bist, immer soviel zu tun, dass wir es noch nicht geschafft haben, dich zu interviewen?
Julia: Schwer zu sagen. Vielleicht, weil ich so schnell ins Team integriert wurde, dass ein Interview überflüssig erschien. Oder: weil ich genau in die spannende Vorweihnachtszeit geplatzt bin, in der es eben viel zu tun gibt.
Katja: Ok, schieben wir es auf den Weihnachtseffekt
Du hast ja einiges unternommen, um als die perfekte Kandidatin für den Job aufzutreten – wie war das gleich nochmal mit dem Flughafen?
Julia: Ja, die Geschichte erzähl ich immer wieder gern. Alles fing damit an, dass ich auf der projecter-Homepage gelesen habe, dass Patrick so wie ich an der AHK in Oslo sein Praktikum absolviert hat. Jawohl. Auch ein Norwegenfan. Das fand ich super. In meinem privaten Blog berichtete ich im Mai von meinem geplanten Ausflug nach Oslo, um dort den Nationalfeiertag zu feiern. Kurz darauf ging die Bewerbung an euch raus, in der auch ein Hinweis auf meinen Blog stand. Und dann kam eins zum anderen. Patrick las meinen Blog, twitterte mich an und wir stellten fest, dass wir in der selben Maschine nach Oslo sitzen werden. Tja, und so hatte ich mein erstes “Bewerbungsgespräch” auf einem Berliner Flughafen. Die Anführungszeichen deshalb, weil wir eigentlich eh nur über Norwegen quatschten. Aber das war wohl der richtige Stein im Brett ![]()
Katja: Doch, das war sicherlich ein hilfreicher Einstieg
Was hat dich denn – neben der bei uns latent vorhandenen Norwegenbegeisterung – noch zu Projecter gebracht?
Julia: Ja, wieder eine schöne Geschichte. Als sich mein Studium dem Ende neigte, saß ich oft stundenlang vorm Rechner und recherchierte nach passenden Stellenangeboten und interessanten Firmen. Doch alle Unternehmen waren so wahnsinnig öde, dass ich mich weigerte, Bewerbungen rauszuschicken. Das merkte auch meine beste Freundin Anne, die ganz beiläufig sagte: “Du, meine alte Schulkameradin Jasmin macht da grad son Praktikum in Leipzig. Die erzählt immer, wie viel Spaß ihr das macht und so. Warte, ich frage mal, wie die Firma heißt.” Tadaa. So kam ich auf eure Seite. Tja, in den kommenden Tagen durchstöberte ich euren Blog, Flickr-Fotostream, Twitterverlauf und mir wurde klar: da will ich hin. Und nur da! Deshalb ging meine einzige Bewerbung an Projecter!
Katja: Punktlandung, würde ich sagen! Da du ja, wie wir schon festgestellt haben, jetzt schon eine Weile hier bist… Konnten wir den hohen Erwartungen standhalten?
Julia: Standhalten? Grübel. Ich würd sagen: Übertreffen! Es ist wirklich besser als erwartet. Mir gefällt die Arbeit, meine Aufgaben, das Team, die ganze Branche… usw. Könnte die Liste ewig fortsetzen. Unterm Strich bleibt: ich fahre jeden Tag gern auf Arbeit und bin manchmal immernoch erstaunt, wie locker es in einem Unternehmen zugehen kann. Habe da ja schon einige Vergleichsmöglichkeiten durch meine Ausbildung und andere Jobs…

Katja: *rotwerd* Aber es gibt ja auch noch ein Leben neben der Arbeit – was machst du da denn so? Der Trend im Team geht ja schon unauffällig in Richtung Sport, ist mein Eindruck.
Julia: Ja Sport ist auch bei mir ein wichtiges Thema. Auch wenn ich in letzter Zeit echt faul war. Ich mag Volleyball, Badminton, Joggen, Schwimmen, Klettern, Skifahren, Langlauf, Paddeln. Und wenns mal nicht um Sport geht, lese ich viel und beschäftige mich mit Fotografie oder lerne norwegisch.
Katja: Oookay, das ist eine lange Liste. Ich hoffe, du hast jetzt über Weihnachten viel Zeit dafür
Die Frage nach den bevorzugten Reiseländern kann ich mir ja jetzt schon fast selbst beantworten – gibt es außer Norwegen noch Traumziele? Und Rucksack oder pauschal?
Julia: Ja stimmt, Favorit bleibt Norwegen. Da gibts noch einige Ecken, die es zu entdecken gilt. Wenn das Geld reicht, soll es nächsten Sommer auf die Lofoten gehen. Aber auch das Baltikum steht recht weit oben auf der Liste. Fernziele kommen weiter hinten auf der Liste. Da leg ich mich nciht fest. Aber Asien, speziell Japan muss auch irgendwann mal bereist werden. Und natürlich Rucksack!!! Draußen sein, Feuer machen, Tarp aufspannen und unterm Sternenhimmel schlafen ist tausendmal spannender als ein Hotelzimmer.
Katja: Die Rucksackfraktion wächst
Bleibt noch die Frage nach deinen Ursprüngen – wo kommst du eigentlich her?
Julia: Das ist einfach: aus Cottbus im wunderschönen Brandenburg
Dort geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen, Ausbildung absolviert. Und erst dann gings in die große weite Welt – nach Mittweida….:-D

Katja: Kannst du sorbisch?
Julia: Habs 7 Jahre lang gelernt, inzwischen viel vergessen. Aber so ein paar Brocken fallen mir noch ein.
Katja: Dann ist wohl demnächst mal ein Sorbisch-Sprachkurs in unserem Büro fällig, nachdem der Norwegisch-Kurs seinem Ende zugeht, oder?
Julia: Oh oh. Na ich weiß nicht, ob es für einen Kurs noch reicht. Außerdem: warst du nicht diejenige, die es für unsinnig hält eine Sprache wie norwegisch zu lernen, weil das grad mal 4,5 Millionen Menschen sprechen? Die Quote bei sorbisch ist deutlich schlechter: die Zahl der sorbischen Muttersprachler dürfte unter 10.000 liegen.
Katja: Ups, erwischt. Na gut, dann eben doch spanisch – da gab’s ja schon fast eine Büromehrheit
Und Jasmin frischt ihre Kenntnisse gerade in Mexiko auf, wie praktisch! Letzte Frage: Wann bist du geboren?
Julia: In den 80ern!
Katja: Feigling!
Julia: In dem Jahr, als der Vorname Julia ganz weit oben auf der Lieblingsnamensliste stand: 1983
Katja: Puh, investigativ doch noch rausgefunden! Dann vielen Dank für das unterhaltsame Interview. Gut, dass wir das noch 2009 hingekriegt haben.
Julia: Danke dir. War lustig!
Worauf wir Wert legen
Donnerstag, 03. Dezember 2009Öfters werden wir auf die “Über uns”-Seite angesprochen und auch Analytics verrät, dass viele unserer Seitenbesucher sich für uns und unser Team interessieren. Das freut uns natürlich!
Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um unsere Überzeugungen und Ansichten darzustellen, denn das macht uns greifbar und transparent. Gerade in der dicht besiedelten Online Marketing-Branche, in der es leider auch viele schwarze Schafe gibt, möchten wir einfach Farbe bekennen. Und das ein oder andere gestehen ![]()
Kommunikation
Ein entscheidender Erfolgsfaktor im Online Marketing. Es ist schließlich der Job einer Agentur, ein Produkt, eine Marke oder eine Dienstleistung zu kommunizieren. Wir legen Wert auf interne Kommunikation mittels Skype, regelmäßigen Meetings und zahlreichen Tools, die das Leben leichter machen, wie z.B. Basecamp, Backpack und Highrise.
Wir-Gefühl
Wir finden flache Hierarchien gut mit eigenen Verantwortungsbereichen und viel Vertrauen untereinander. Wir legen Wert auf das Wir-Gefühl – sowohl intern (z.B. beim Teamsurfen) als auch außerhalb des Büros.
Meeting-Kultur
Wichtig ist uns, dass wir uns jede Woche im Montagsmeeting zusammensetzen, über die Errungenschaften der vorangegangenen und Neuigkeiten sowie Prioritäten der kommenden Woche zu sprechen. Wir versuchen immer, den nächsten Schritt und entsprechende Verantwortlichkeiten zu klären, damit Meetings produktiv und sinnvoll sind.
Guter Kaffee
Das Lebenselexier wird bei uns in größeren Mengen konsumiert und deshalb gleich mit mehreren Maschinen produziert. Einen Blog rund um die Kostbarkeit Kaffee (bald auch mit einem Erfahrungsbericht über unseren Senseo-Test) haben wir auch auf Lager.
Motivation
Als Performance Marketing Agentur, die bevorzugt mit erfolgsabhängiger Vergütung arbeitet, ist es nicht nur lukrativer, gute Arbeit zu leisten, sondern wir freuen uns als nach wie vor junge und kleine Agentur immer noch über jede Conversion. Besonders, wenn das Weihnachtsgeschäft anzieht, macht die Arbeit noch mehr Spaß als sonst.
Social Media
Natürlich legen wir wert auf unsere Präsenz in Sozialen Netzwerken wie Twitter, Flickr und Facebook. Wie @anitaTUSCH schon richtig bemerkte: Manche Follower sieht man so oft in der Timeline, dass man das Gefühl hat, sie zu kennen. Und: da wir Social Media Marketing auch anderen Firmen empfehlen, die ihre Präsenz im World Wide Web verbessern wollen, müssen wir es natürlich vormachen und selbst ausprobieren.
Controlling
Wir sind eine kleine Agentur, aber dafür transparent. Reports sind nicht nur intern im Montagsmeeting, sondern auch gegenüber Kunden DAS Medium für Nachvollziehbarkeit und Erfolgskontrolle.
Auch mal Urlaub machen
Der eine oder andere Leser hat es vielleicht gemerkt, wir sind alle große Reise-Fans. Unser Blog wird in Zukunft öfter mal über Reisen nach Thailand oder Mexiko berichten. Patrick und ich machen es vor und ab nächste Woche gleich mal eine Weile Urlaub…
Eine angenehme Weihnachts-aus-zeit wünschen wir allen Daheimgebliebenen und denen, die sich auch oder trotzdem eine Auszeit gönnen.
Da sind wir altmodisch
Mittwoch, 25. November 2009Wir hatten uns ja neulich zu den Vorzügen des Online-Marketing-Agentur-Daseins geoutet. Wir haben also festgestellt, wie bequem Online Shopping und Mittagessenbestellungen beim Online-Dienstleister um die Ecke sind, dass wir alle möglichen Tools, Plattformen und Dienste nutzen, die das Leben leichter machen und daher schon fast den Status eines papierlosen Büros erreicht haben.
Und doch gibt es ein paar Dinge, die wir ganz “oldschool” offline erledigen. Selbst ich musste staunen, dass die Mehrheit des Projecter-Teams es bevorzugt, Bahn-Tickets am Automaten zu kaufen. Dabei ist Online-Buchung so bequem und wenn einmal eingerichtet, auch meist problemfrei und beliebig oft wiederholbar. Trotzdem: Da sind wir altmodisch und vertrauen dem guten, alten Fahrkartenautomaten, auch wenn er Geldscheine das ein oder andere Mal wieder ausspuckt oder eine Schlange uns zum Warten verdammt. Dank des iPhones, langweilen wir, bzw. die glücklichen Besitzer, uns ja dabei wenigstens nicht…
Dann wäre da noch die Zeitung, ja wie früher, die große, unhandliche, nach Druckerschwärze riechende große Papier-Informationsquelle. Katja bekennt sich als offline-FAZ-Leserin und ist uns in der Hinsicht also voraus. Oder zurück? Ist die herkömmliche Zeitung ein überholtes Relikt der alten Zeit? Oder nicht tot zu kriegen und unverzichtbar?
Aus aktuellem Anlass werde ich auf eine weitere altmodische Gewohnheit der Projecter-Mitarbeiter aufmerksam: Wir schreiben Weihnachtskarten und vereinzelt auch Geburtstagskarten. Nein, keine eCards. So richtig mit Briefmarken und zum-Briefkasten-bringen. Ist das der Drang nach persönlicherer Kommunikation abseits vom nach und nach entwerteten und mit Spam überfüllten Email-Verkehr?
‘Ist es noch eine persönliche Karte, wenn man den gleichen Weihnachtstext zum 25. Mal abschreibt und innerlich eigentlich schon genervt ist?’, mag sich der ein oder andere Leser denken. Wir lassen das offen, wobei uns aber wieder einmal unangenehmerweise bewusst wird, dass Weihnachten stetig näher rückt und wir immer noch keine Geschenkevorräte angelegt haben.
Jetzt aber schnell in den Online-Shop unseres Vertrauens… oder? Doch einige unserer Team-Mitglieder sind bekennende Offline-Geschenke-Käufer. Wer hätte das gedacht? Während ich letztes Jahr wirklich 100 % meiner Geschenke im Internet bestellt habe, kaufen Steffi und Julia Geschenke eher im (realen) Geschäft.
Und Agnes kauft sogar noch Bücher im Laden. Naja, zu 80 % zumindest ![]()
Katja geht ab und zu auf den Wochenmarkt (!) und nimmt damit neben der Angebotsbeschränkung sogar das im Vergleich zum 24-7-Online-Shopping kleine Zeitfenster sowie die Fixierung auf einen Wochentag in Kauf. Das sind wir ja nun eigentlich gar nicht mehr gewöhnt!
Von wegen “alte Traditionen verkommen”: Steffi nutzt z.B. Muttis Rezeptbuch anstatt Rezepte online zu recherchieren. Christian bevorzugt seit jeher die klassische Windows-Ansicht und findet das auch schon irgendwie unmodern. Ein bisschen altmodisch sind wir alle. Und etwas erschreckend ist es schon, wenn beim Brainstorming zum Thema “Wo wir altmodisch sind” (natürlich nur halb ernst gemeint) “real-life-Freunde haben” genannt wird.
Gerade wird getwittert, dass Twitter schon wieder out ist. Wenn jetzt der so gehypte Zwitscherdienst schon wieder altmodisch ist, geben wir uns geschlagen und lassen uns den Stempel “von gestern” bereitwillig aufdrücken. “Altmodisch” wird früher oder später wieder “hip” sein…
Warum eigentlich twittern?
Montag, 26. Oktober 2009
“Was ist denn das überhaupt?”, “Muss man da nicht aufpassen, wenn man jetzt mittlerweile alles über sich im Internet preisgibt?”, “Ist das nicht gefährlich/überflüssig/sinnlos/nervig/…?”
Das Wissen und Unwissen über die neue Mentalität des Zwitscherns ist sehr unterschiedlich. Während die einen noch nie etwas von Twitter gehört haben, gehen andere ohne sich dank spezieller Twitter Clients für mobile Geräte wie iPhone & Co. im Sekundentakt auf dem Laufenden halten zu lassen nicht mehr aus dem Haus. Besser gesagt: sie lassen sich vorher erst noch über das Wetter, Nachrichten, Verkehrsstatus (Folgen Sie unauffällig der @s-bahn berlin) und die Börsenkurse durch @Boerse informieren, bevor sie im virtuellen Ernährungstagebuch festhalten, was sie gerade gegessen haben…
Über Sinn und Unsinn des Zwitscherns wird gestritten. Doch die aktiven Twitterer sind hier im @projecter-Büro klar in der Überzahl. Es folgt die ultimative Umfrage: Warum twittert ihr (nicht)?
Julia alias @julius1983:
“Wenn ich mir so anschaue, wem ich folge, lassen sich daraus drei Kategorien bilden. Twitter ist in erster Linie Nachrichten-Ticker, der mir kurze Häppchen liefert. Bei Bedarf lese ich mehr. Daneben nutze Twitter um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, zu denen ich sonst keinen Kontakt hätte. Das sind vorrangig ehemalige Kommilitonen. Nach dem Studium trennten sich unsere Wege. Über Twitter erfahre ich, wie es ihnen geht, was sie gerade beschäftigt und kann bei Bedarf schnell einen Kommentar hinterlassen. Auf der anderen Seite folge ich Leuten, die ich sehr interessant finde. Über sie erfahre ich, wie gerade die aktuelle Messe oder der Congress läuft, zu dem ich leider nicht fahren konnte. Auch wenn es für andere unsinnig erscheint, aber ja, mich interessiert, bei welcher Podiumsdiskussion z.B. Sascha Lobo gerade sitzt. Für mich liefert Twitter also kleine Details aus dem Alltag interessanter Menschen.”
Jasmin: Twitterst du eigentlich?
Krischi: Nope, ist nich so meins ![]()
Jasmin: Und warum nicht? ![]()
Krischi: Bin da noch Web 1,5.
Jasmin: ![]()
Krischi: Naja, alles irgendwelche Banalitäten… und ich habe keine Firma, die ich promoten müsste. Privat find ich’s nicht gut. Ich will andere Leute nicht damit nerven, wo’s mich gerade juckt…. und das auch nicht von anderen wissen
Für SMM geht das aber natürlich klar als Kanal.
Mit Twitter könne man nicht nur aktuellste News erfahren, meint Projecter-Geschäftsführerin Katja (@katjavonderburg), teilweise noch deutlich früher als in den herkömmlichen Nachrichtenblogs auf Netvibes etc., sondern auch die lesenswertesten Blogbeiträge herausfiltern, indem man sich von Retweets und “via”-Mentions leiten lässt.
Außerdem könne man auch Fragen stellen, sich bei anderen Empfehlungen holen, z.B. welche Apps lohnend sind oder wo man bestimmte Sachen runterladen kann usw.
Das sei der Vorteil dessen, dass sich zu großen Teilen Experten dem Twittern widmen und “die Szene” regelrecht unter sich ist. Natürlich muss man Spam-Follower auch immer mal aussortieren, aber wenn man sich erstmal einen Stamm von interessanten Twitter-Usern und Followers aufgebaut hat, ist das eine sehr nützliche Form des Web 2.0. Ihre Tweets tragen übrigens das Kürzel “KB”.

“Am Anfang gab es mal den Vorsatz, nur Dinge zu twittern, die für andere auch interessant sind”, erzählt Steffi (@steff_). “Dann kam es soweit, dass ich gar nicht mehr getwittert habe, weil ich alles so kritisch hinterfragt hab ob das andere interessiert. Jetzt twittere ich Sachen, die mir gut gefallen, die für andere interessant sind, oder lustige und aufregende sachen aus meinem Leben.
” Jedoch ist sich Steffi auch der Risiken bewusst und würde deswegen nie aus dem Urlaub twittern, während andere dann ihre Wohnung ausräumen… Für den Projecter-Blog twittert Steffi alias “SR”.
Simon alias @skplusm:
“Anfangs wollte ich Twitter einfach mal ausprobieren und sehen, ob das neue Kommunikationsmittel auch hält, was so mancher “Experte” verspricht. Mittlerweile sehe ich Twitter als weitere Möglichkeit, um im schnelllebigen Internetgeschäft auf dem neusten Stand zu bleiben. Weiterer Vorteil ist, dass ich meinen Twitter-Client mit andere Social Media Plattformen verbinden und somit das Handling dieser effizienter gestalten kann.”

“Nur als Firma um uns bekannter und interessanter zu machen”, nutzt Projecter-Geschäftsführer Patrick Twitter. “Für manch einen Tweet wäre ein privater Account sicherlich sinnvoller, aber am Ende ist es mir dann doch nicht allzu wichtig.” Vor zwei Jahren hat er einen privaten Account angelegt, der aber seitdem brach liege. Interessanten Leuten folgt er über den @projecter-Account. Tweets von ihm können durch das Kürzel “PH” enttarnt werden



