SERIE: Projecter hautnah! – Julia Rittig

11. Dezember 2009 von Katja

Was lange währt… wird endlich gut! Bevor Julia sich gar nicht mehr erinnern kann, wann sie bei uns angefangen hat oder das ganze zu einem guten Vorsatz fürs übernächste Jahr wird, haben wir pünktlich zum 3. Advent das längst fällige Interview nachgeholt. Die spannenden Gesprächsthemen beinhalten Sprachen von kleinen Völkern, Tarps und was man tun muss, um seinen Traumjob zu finden. Et voilà:
 

Blauer Elefant

Katja: Julia, wieso haben wir eigentlich seit dem du da bist, immer soviel zu tun, dass wir es noch nicht geschafft haben, dich zu interviewen? ;)
Julia: Schwer zu sagen. Vielleicht, weil ich so schnell ins Team integriert wurde, dass ein Interview überflüssig erschien. Oder: weil ich genau in die spannende Vorweihnachtszeit geplatzt bin, in der es eben viel zu tun gibt.
 
Katja: Ok, schieben wir es auf den Weihnachtseffekt ;-) Du hast ja einiges unternommen, um als die perfekte Kandidatin für den Job aufzutreten – wie war das gleich nochmal mit dem Flughafen?
Julia: Ja, die Geschichte erzähl ich immer wieder gern. Alles fing damit an, dass ich auf der projecter-Homepage gelesen habe, dass Patrick so wie ich an der AHK in Oslo sein Praktikum absolviert hat. Jawohl. Auch ein Norwegenfan. Das fand ich super. In meinem privaten Blog berichtete ich im Mai von meinem geplanten Ausflug nach Oslo, um dort den Nationalfeiertag zu feiern. Kurz darauf ging die Bewerbung an euch raus, in der auch ein Hinweis auf meinen Blog stand. Und dann kam eins zum anderen. Patrick las meinen Blog, twitterte mich an und wir stellten fest, dass wir in der selben Maschine nach Oslo sitzen werden. Tja, und so hatte ich mein erstes “Bewerbungsgespräch” auf einem Berliner Flughafen. Die Anführungszeichen deshalb, weil wir eigentlich eh nur über Norwegen quatschten. Aber das war wohl der richtige Stein im Brett :-)
 
Katja: Doch, das war sicherlich ein hilfreicher Einstieg ;-) Was hat dich denn – neben der bei uns latent vorhandenen Norwegenbegeisterung – noch zu Projecter gebracht?
Julia: Ja, wieder eine schöne Geschichte. Als sich mein Studium dem Ende neigte, saß ich oft stundenlang vorm Rechner und recherchierte nach passenden Stellenangeboten und interessanten Firmen. Doch alle Unternehmen waren so wahnsinnig öde, dass ich mich weigerte, Bewerbungen rauszuschicken. Das merkte auch meine beste Freundin Anne, die ganz beiläufig sagte: “Du, meine alte Schulkameradin Jasmin macht da grad son Praktikum in Leipzig. Die erzählt immer, wie viel Spaß ihr das macht und so. Warte, ich frage mal, wie die Firma heißt.” Tadaa. So kam ich auf eure Seite. Tja, in den kommenden Tagen durchstöberte ich euren Blog, Flickr-Fotostream, Twitterverlauf und mir wurde klar: da will ich hin. Und nur da! Deshalb ging meine einzige Bewerbung an Projecter!
 
Katja: Punktlandung, würde ich sagen! Da du ja, wie wir schon festgestellt haben, jetzt schon eine Weile hier bist… Konnten wir den hohen Erwartungen standhalten?
Julia: Standhalten? Grübel. Ich würd sagen: Übertreffen! Es ist wirklich besser als erwartet. Mir gefällt die Arbeit, meine Aufgaben, das Team, die ganze Branche… usw. Könnte die Liste ewig fortsetzen. Unterm Strich bleibt: ich fahre jeden Tag gern auf Arbeit und bin manchmal immernoch erstaunt, wie locker es in einem Unternehmen zugehen kann. Habe da ja schon einige Vergleichsmöglichkeiten durch meine Ausbildung und andere Jobs…
 
Musikalisch

Katja: *rotwerd* Aber es gibt ja auch noch ein Leben neben der Arbeit – was machst du da denn so? Der Trend im Team geht ja schon unauffällig in Richtung Sport, ist mein Eindruck.
Julia: Ja Sport ist auch bei mir ein wichtiges Thema. Auch wenn ich in letzter Zeit echt faul war. Ich mag Volleyball, Badminton, Joggen, Schwimmen, Klettern, Skifahren, Langlauf, Paddeln. Und wenns mal nicht um Sport geht, lese ich viel und beschäftige mich mit Fotografie oder lerne norwegisch.
 
Katja: Oookay, das ist eine lange Liste. Ich hoffe, du hast jetzt über Weihnachten viel Zeit dafür :-) Die Frage nach den bevorzugten Reiseländern kann ich mir ja jetzt schon fast selbst beantworten – gibt es außer Norwegen noch Traumziele? Und Rucksack oder pauschal?
Julia: Ja stimmt, Favorit bleibt Norwegen. Da gibts noch einige Ecken, die es zu entdecken gilt. Wenn das Geld reicht, soll es nächsten Sommer auf die Lofoten gehen. Aber auch das Baltikum steht recht weit oben auf der Liste. Fernziele kommen weiter hinten auf der Liste. Da leg ich mich nciht fest. Aber Asien, speziell Japan muss auch irgendwann mal bereist werden. Und natürlich Rucksack!!! Draußen sein, Feuer machen, Tarp aufspannen und unterm Sternenhimmel schlafen ist tausendmal spannender als ein Hotelzimmer.
 
Katja: Die Rucksackfraktion wächst :-) Bleibt noch die Frage nach deinen Ursprüngen – wo kommst du eigentlich her?
Julia: Das ist einfach: aus Cottbus im wunderschönen Brandenburg ;-) Dort geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen, Ausbildung absolviert. Und erst dann gings in die große weite Welt – nach Mittweida….:-D
 
Sportlich

Katja: Kannst du sorbisch?
Julia: Habs 7 Jahre lang gelernt, inzwischen viel vergessen. Aber so ein paar Brocken fallen mir noch ein.
 
Katja: Dann ist wohl demnächst mal ein Sorbisch-Sprachkurs in unserem Büro fällig, nachdem der Norwegisch-Kurs seinem Ende zugeht, oder?
Julia: Oh oh. Na ich weiß nicht, ob es für einen Kurs noch reicht. Außerdem: warst du nicht diejenige, die es für unsinnig hält eine Sprache wie norwegisch zu lernen, weil das grad mal 4,5 Millionen Menschen sprechen? Die Quote bei sorbisch ist deutlich schlechter: die Zahl der sorbischen Muttersprachler dürfte unter 10.000 liegen.
 
Katja: Ups, erwischt. Na gut, dann eben doch spanisch – da gab’s ja schon fast eine Büromehrheit ;-) Und Jasmin frischt ihre Kenntnisse gerade in Mexiko auf, wie praktisch! Letzte Frage: Wann bist du geboren?
Julia: In den 80ern!
 
Katja: Feigling!
Julia: In dem Jahr, als der Vorname Julia ganz weit oben auf der Lieblingsnamensliste stand: 1983
 
Katja: Puh, investigativ doch noch rausgefunden! Dann vielen Dank für das unterhaltsame Interview. Gut, dass wir das noch 2009 hingekriegt haben.
Julia: Danke dir. War lustig!

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Eine Antwort zu “SERIE: Projecter hautnah! – Julia Rittig”

  1. Lektüre zum Abend: Investigatives Interview mit Trainee Julia über Norwegen, Traumjobs und Bürosprachkurse: http://bit.ly/8CCWBH #Team KB



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