Es gibt Agenturen, die versprechen, die Conversion Rate zu steigern. Es gibt zahlreiche Blogartikel, die Hinweise geben, wie man sie erhöht:
Und: Es gibt auch Blogs, die sich ausschließlich mit dem Thema befassen, wie z.B. der konversionsKRAFT-Blog.
Wir betrachten das Thema aus einer anderen Perspektive und wollen in diesem Artikel klären, welche Conversion- und damit Sales-Killer es gibt.
Die gängigsten Conversion-Hemmnisse, Fehler und Irrtümer im Checkout-Prozess möchten wir im Folgenden kurz beleuchten:
- Irreführende Navigation und wenig ansprechendes Design
Spätestens seit dem #lvb-Relaunch, der zum Webmontag in Leipzig diskutiert wurde und auch beim nächsten Treffen wieder Thema sein wird, wissen die meisten Leipziger und (leider) auch deutschlandweite Nutzer, welche Wirkung eine mangelhafte Navigation hat.
Für einen Online-Shop kann das ein Conversion-Killer sein, denn wenn der potentielle Käufer nicht vor, zurück oder “querfeldein” navigieren kann oder dabei die Orientierung verliert, wird der Kauf nicht abgeschlossen, ein einmaliges Ereignis bleiben oder der Shop wird negativ in Erinnerung behalten.
Einem Interessenten im letzten Moment die vorhandene Kaufabsicht nehmen? Kein Problem: Einfach ein langes Anmeldungsformular an die Bestellung knüpfen und alle Daten löschen, sobald eine Eingabe nicht korrekt ist oder fehlt…
- Engpässe und lange Lieferzeiten
Saisonale Schwankungen wie der allgemeine Geschenke-Run vor Weihnachten oder die Rosa-Rot-Färbung aller Käufer-Brillen kurz vorm Valentinstag sind den meisten Shopbetreibern bekannt. Trotzdem kann es schon frühzeitig zu Lieferengpässen kommen, die eine Liefergarantie z.B. bis Weihnachten unmöglich machen. In dieser Situation ist die Aussage “Wir liefern nicht mehr!” viel ungünstiger als zu sagen: “Nächstmögliche Lieferung bis …”.
- Exorbitante Versandkosten
Zwar können die Versandkosten ein Steuerungsinstrument für den durchschnittlichen Warenkorbwert sein, jedoch ist der psychologische Effekt bei unfair erscheinenden Versandkosten meist eher negativ. Ein Produkt, das unter zehn Euro kostet und fünf Euro Versandkosten mit sich bringt, wird seltener konvertieren als ein Produkt, dessen Versand im Verhältnis günstiger ist.
Selbst in den professionellsten Shops kann es zu Server-Problemen kommen. Lange Ladezeiten, Bugs im Bestellprozess oder der Verlinkung können die User zur Verzweiflung bringen. Diese Probleme müssen nicht nur schnellstmöglich behoben werden. Vor allem ist jedoch wichtig, dass eine enge Kommunikation zwischen werbetreibender Agentur und dem Merchant stattfindet. Denn eine mangelhafte Seite mit Google Adwords zu bewerben, kommt einer Verschwendung von Werbe-Budget gleich. Auch die Affiliates können in so einem Fall verärgert reagieren. Der Ruf als Programmbetreiber kann schnell in Verruf geraten.
- Unattraktive Zahlungsmethoden
Man kann potentielle Käufer mit auch mit einem mangelnden Angebot an Zahlungsmethoden (z.B. ausschließlich PayPal oder nur per Kreditkarte o.ä.) verschrecken. Auch in dieser Hinsicht sollte dem Käufer der Bestell- und Bezahlprozess so einfach und bequem wie möglich gemacht werden.
Fazit: Es gibt also viele Möglichkeiten, Conversions zu vermeiden.
Wir freuen uns über eure Kommentare und Erfahrungen, mit denen sich die Liste noch weiter fortsetzen lässt…