Projecter GmbH Online Marketing Agentur Blog2014-11-20T10:47:21Z http://www.projecter.de/blog/feed/atomWordPress Steffen <![CDATA[10 Tipps, um Conversions auf deiner mobilen Webseite zu boosten!]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24617 2014-11-20T10:47:21Z 2014-11-20T10:32:23Z

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Die Onlinestudie von ARD und ZDF hat es deutlich gezeigt. Die mobile Nutzung des Internets steigt unaufhaltsam. Mittlerweile sind es 77% der 20- bis 29-jährigen, die ein Smartphone oder Tablet „zumindest gelegentlich“ zum Surfen benutzen. Jeder zweite sogar täglich.

Wer sich und seine Webseite den neuen Begebenheiten, dem immer schnelleren und leichteren Zugang zum Web über mobile Geräte, nicht anpasst, verschenkt Potenzial leichtfertig. Mit diesen 10 Tipps für ein erfolgreiches Design mobiler Webseiten können Kunden auch auf Smartphone und Tablet perfekt abgeholt werden.

1. Call-To-Action prominent darstellen

Die Call-To-Action oder etwas länger im Deutschen „Handlungsaufforderung“ sollte der Grundbaustein der mobilen Seite sein. Platziert im sichtbaren Bereich, erkennt der Nutzer sofort welche Leistung angeboten wird. Der Button kann verschiedene Inhalte kommunizieren. Exemplarisch kann dies „Schau dich im Shop um“, „Abonniere unseren Newsletter“, „Verpasse keine Rabatte mehr“ oder „Teste einen Monat gratis“ sein. Entscheidend sind der Grundtenor der Seite und die Erwartungshaltung des Nutzers.

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Netflix oder Maxdome haben mobile Webseiten, die eine gute Orientierung liefern. Auch bei Adobe ist die Call-To-Action prominent dargestellt: „Werde Mitglied bei MAX“ und/oder „hole dir Creative Cloud“.

2. Navigation verbessern

Eigentlich sollte das für jede Webseite gelten, die projektiert wird. Im mobilen Bereich ist es jedoch besonders nachteilig, wenn die Navigation unzureichend ist. Der Nutzer kehrt häufig frustriert der Seite den Rücken zu, sofern er nicht auf die Startseite zurück kommt oder das gesuchte Produkt nicht findet.

Das Logo bietet sich dabei als Home-Button an, damit der Nutzer schnell wieder auf die Startseite zurückkehren kann. Dies ist bei vielen Webseiten bereits eingerichtet und Besucher sind auf diese Verknüpfung konditioniert. Die Menüpunkte sollten verständlich sein und dem Nutzer sofort verdeutlichen, was er auf der Unterseite erwarten kann. Das ist nichts wirklich Neues, aber ein Muss für die Nutzerfreundlichkeit.

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Die mobile Seite der Bahn ist dabei ein positives Beispiel: das Logo dient als Home-Button und die Menüpunkte sind aussagekräftig.

3. Suchfunktion sichtbar platzieren und relevante Treffer anzeigen lassen

Die Höchststrafe für einen Webseitenbetreiber ist es, wenn der Nutzer verzweifelt aufgibt, weil er entweder die Suchfunktion nicht findet oder nur unrelevante Treffer angezeigt bekommt und zu Google wechselt, um dort sein Wunschprodukt zu suchen. Dadurch muss man sich erneut einer Konkurrenzsitaution aussetzen und der Nutzer hat die Seite zudem mit einer negativen Erfahrung verlassen. Dies verringert die Chance einer Rückkehr.

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Auf den kleinen Bildschirmen ist eine Suchfunktion besonders wichtig. Vor allem wenn der Besucher schon ein bestimmtes Produkt im Kopf hat, sich aber nicht durch die Menüführung hangeln will. Deshalb sollte der Suchschlitz am besten am oberen Rand des Bildschirms sein, automatisch Suchworte vervollständigen und auch eine Rechtschreibekorrektur anbieten. Die mobile Seite von Zalando zeigt, wie es gehen könnte.

4. Gäste sind willkommen

Vielen Websitebetreibern ist es wichtig, dass sich ein Besucher bei einer Bestellung registriert. Die Chance ist hoch, dass man damit einen neuen Stammkunden begrüßen und ihn mithilfe von Newslettern in regelmäßigen Abständen über neue Angebote informieren kann. Aber oft möchte der Nutzer sich nicht anmelden, nicht schon wieder seine E-Mail Adresse preisgeben und einen Account für eine einmalige Bestellung anlegen.

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Daher sollte es eine Möglichkeit geben, dass Gäste kaufen können, ohnen sich registrieren oder einloggen zu müssen. Diese Option sollte, wenn auch nicht so prominent wie die Anmeldung, leicht zu finden sein. Die EMP Seite macht vor, wie ein Checkout erfolgreich eingeleitet werden kann.

5. Informieren auf dem Smartphone und Bestellen auf dem PC

Das Smartphone ist schnell gezückt, im Shop wird das Wunschprodukt komfortabel ausgewählt und der Kaufprozess ist in vollem Gange. Trotzdem können noch verschiedene Faktoren zum Abbruch führen. Beispielsweise hat der Besucher sein Paypal-Passwort oder seine Kreditkarten-Informationen nicht zur Hand. An Bezahlen ist jetzt nicht zu denken. Eventuell möchte der Nutzer auch nicht auf dem Handy kaufen und sich das Produkt zu Hause noch einmal anschauen. Dies kann auch Sicherheitsbedenken geschuldet sein.

In diesem Fall ist es optimal, dem potentiellen Käufer die Speicherung des Warenkorbs oder die Versendung des Warenkorbs per Mail an eine Wunschadresse zu ermöglichen. Dadurch kann ein komfortabler Abschluss des Kaufs auch über Gerätegrenzen hinweg realisiert werden. Amazon macht vor, wie dies funktionieren kann.

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6. Einfache Formulare erstellen

Bei Formularen ist eines besonders wichtig: Nutzerfreundlichkeit. Der Nutzer sollte nicht mit kleinen Checkboxen, bei denen eine präzise Eingabe defizil ist, konfrontiert werden. Formulare sollten schlicht aufgebaut, einfach zu bedienen und schnell verständlich sein sowie große Schaltflächen besitzen.

Die Nutzer wünschen sich eine schnelle Abwicklung des formellen Teils des Kaufprozesses. jquerymobile.com zeigt, wie so etwas aussehen kann.

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7. Fehlerhafte Formulareingaben ausschließen

Viele kennen das Problem, dass Vertipper auf mobilen Endgeräten häufiger vorkommen. Dem potentiellen Kunden kann die Bedienung deutlich erleichtert werden, wenn man im Formular eine Echtzeit-Kontrolle umsetzt. Ein vergessenes @-Zeichen fällt dann nicht erst auf, wenn die Seite nochmals geladen wurde. Jeder neue Ladevorgang erhöht die Absprungwahrscheinlichkeit erheblich.

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Außerdem ist eine aussagekräftige Beschriftung der Felder und Auswahlmöglichkeiten wichtig. Zudem ist, wie bereits im vorherigen Punkt zu lesen, eine schlichte und einfache Bedienung entscheidend für das Nutzererlebnis. Dies minimiert mögliche Fehlerquellen deutlich. Maxdome besitzt z.B. eine Echtzeit-Kontrolle, die sofort auf Fehler hinweist.

8. Kein manueller Zoom

Kurz vorab: Eine Ausnahme bildet die im Punkt 9 erklärte Systematik. Ansonsten sollten Besucher auf der mobilen Seite nicht zoomen müssen, um z.B. etwas besser lesen zu können. Bei der Konzeption der mobilen Website sollte von vornherein ausgeschlossen werden, dass eine Zoom-Funktion notwendig wird.

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Muss der Nutzer trotzdem etwas vergrößern, ist die Chance hoch, dass er etwas wichtiges nicht im Bildausschnitt vorfindet. Dies kann im schlimmsten Fall die Call-To-Action sein.

9. Bilder vergrößern

Die Ausnahme der Zoom-Regel: Der Nutzer möchte natürlich auch auf dem Smartphone sein Wunschartikel in allen Details begutachten. Bilder von Produkten sollten vergrößerbar sein. Dafür gibt es smarte Lösungen, welche die Usability nicht negativ beeinflussen.

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Auf Amazon erscheint für einen kurzen Moment eine Infobox mit dem Hinweis, dass der Nutzer sich das Bild näher betrachten kann. Nach ein paar Sekunden verschwindet die Box wieder.

Nutzer haben somit die Möglichkeit, sich von der Qualität des Produktes überzeugen konnten.

10. Hoch- oder Querformat

Häufig tritt das Phänomen auf, dass die unterschiedlichen Darstellungsmöglichkeiten von Hoch- und Querformat nicht ausgenutzt werden. Im Querformat bieten sich in vielen Fällen sinnvolle Anpassungsmöglichkeiten. Beispielsweise können drei anstatt zwei Bilder in einer verbesserten Größe dargestellt werden. Dies kann dem Nutzer mit einer kleinen Infobox mitgeteilt werden. Bei dem Hinweis ist es wichtig, dass die Box einfach wegzuklicken sein sollte und zudem keine wichtigen Seitenelemente, wie den Call-To-Action Button, verdeckt werden.

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Das sind unsere wichtigsten Punkte für mobile Webseiten. Sie ersetzen jedoch nicht die Entwicklung einer eigenen Strategie und sind nicht allumfassend. Daher: Habt ihr weitere Tipps? Dann ergänzt im Kommentarfeld!

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Stefan http://www.projecter.de <![CDATA[Recap: Analytics Summit am 13.11.2014]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24999 2014-11-18T12:34:14Z 2014-11-18T12:08:10Z

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Am 13.11. fand der 2014er Analytics Summit im Hamburger Curio-Haus statt. In angenehmer Atmosphäre trafen sich hunderte Daten-Interessierte und tauschten sich über Erfahrungen mit Google Analytics und auch anderen Tracking-Tools aus. Natürlich gab es auch zahlreiche Vorträge, deren Inhalte und Grunderkenntnisse im Folgenden kurz zusammengefasst werden sollen.

Die Kernthemen waren Attribution, Datenschutz und Integrierung von Data-Intelligence Units in Unternehmen.

 

Leo Schirmer – Marketingssteuerung in verschiedenen Unternehmensphasen

In seinem Vortrag berichtete Leo Schirmer darüber, wie man sich der Optimierung der Marketingmaßnahmen in Abhängigkeit vom Geschäftsmodell nähert. Anhand von Use-Cases (unterschieden sich vor allem in der Wieder-Kauf-Rate) schilderte er die theoretischen und strategischen Vorüberlegungen (Welches Ziel verfolge ich? Wie erreiche ich dieses Ziel?) anhand von Deckungsbeitragsrechnungen und stellte dann die praktische Umsetzung vor.

Die unterschiedlichen Ziele der beiden Fälle zeigten sich z.B. durch unterschiedliche Formeln:

  1. DB3 > 0 (Deckungsbeitrag 3)
  2. CAC < CLV (Customer Akquisition Cost, Customer Lifetime Value)

 

Da auch offline Daten in die Überlegungen einfließen sollen, empfahl Leo, deren Wahrscheinlichkeit für einen Einfluss auf das Kaufverhalten z.B. anhand von Traffic-Peaks nach Werbespots zu schätzen und dann auf das mathematische Modell umzulegen.

Im Vortrag stand weniger das “Wie bekomme ich die Daten?” als mehr das “Wie verwende ich die Daten?” im Vordergrund.

Fabian Möschter – Google Analytics in Action

Nachdem die Abteilung um Fabian über lange Zeit seine Marketing-Maßnahmen anhand von Orders und Traffic gerichtet hat, wurde eine Data Intelligence Unit im Unternehmen implementiert und verwaltet die Daten nun professionell.

Fabian beschäftigte sich mit bestimmten Punkten der Customer Journey (CJ) und wie man die Webseite (auch Marketingmaßnahmen) entsprechend der CJ ausrichtet, indem man datengetrieben handelt. So ging es um die Look2Book Rate, welche unter anderem durch ein Eventtracking der internen Suchanfragen ausgewertet wurde.

Felix Schmidt – Digital Analytics im Enterprise Umfeld

In diesem Vortrag ging es weniger um die An- oder Verwendung von Daten, sondern darum, wer wie mit den Daten umgehen kann. In großen Unternehmen mit Digital Units unterscheidet Felix Schmidt in drei Gruppen:

  • Core-Nutzer (diejenigen, die die Daten direkt abrufen, beschaffen und aufbereiten)
  • Professionals (diejenigen, die die Daten auswerten und strategische und operative Entscheidungen daraus ableiten) und
  • Management (diejenigen, die Kennzahlen im Powerpoint-Format bereitgestellt bekommen)

Analytics Summnit 2014

Die Grund-Erkenntnis des Vortrages ist, dass man sich immer darüber klar sein muss, an wen man Daten in welcher Form liefert und welches Verständnis das Gegenüber für die Daten hat. Man muss also dem Management keine Feinheiten über das Tracking-Verfahren nahe bringen, sondern sollte sich an dieser Stelle auf wichtige KPIs wie Umsatz oder Traffic beschränken. Um herauszufinden, welches Daten-Verständnis der Partner hat, bedarf es einer großen Portion “Zuhören, Zuhören, Zuhören!”.

Eine weitere Weisheit des Vortrages: “Man muss dem Management das Gefühl geben, dass sie die Kontrolle über Dinge haben, die sie nicht verstehen!”. Das möchte ich an dieser Stelle so stehen und wirken lassen. ;)

Marko Maas – Mit Daten Geschichten erzählen

Der wohl unterhaltsamste Vortrag eines bekennenden Nerds und Datenjournalisten. Marko Maas – Grimmepreis-Träger – baute auf sympathische Art und Weise Stories aus Daten. So stellte er zahlreiche Projekte vor, bei denen er mit seiner Firma OpenDataCity aus langweiligen Datenkolonnen spannende Geschichten und “Aufreger” produziert. Welche Nebeneinkünfte haben Politiker? Wie bewegen sich Besucher der re:publica? Wo verbringt Malte Spitz seinen Tag? All diese Fragen klärte Marko durch Visualisierung von großen Datensätzen. Wer das selbst nachvollziehen möchte, findet unter https://opendatacity.de/portfolio/ einen Ausschnitt der Projekte.

Damit findet der Journalist Marko Maas Stories, die sonst keiner bemerkt und leistet damit seinen Teil zur Aufklärung und Transparenz der Politik.

Michael Vietze – Agile Analytics

Unter dem Titel “Agile Analytics” zeigte Michael Vietze, wie man sich anhand von Daten schnell auf Veränderungen einstellen, oder kurzfristig entdeckte Potenziale schnell aufarbeiten kann. Dabei empfahl er das folgende Vorgehen:

  1. Feststellung des Problemes
  2. Ableiten, welche KPI das Problem messen kann.
  3. Ideen entwickeln, wie man die KPI verbessern kann (Hypothese)
  4. Festlegen, welche Analyse die Hypothese unter 3. belegen oder widerlegen kann
  5. Maßnahmen ableiten

 

In praktischen Beispielen zeigte Michael, wie man sich der Analyse operativ nähert. Dies kann z.B. durch Segmente und Custom Dimensions passieren

Die Tipps, die er dem Publikum mitgab:

  • Nicht von den Möglichkeiten der Tools ausgehen, sondern die eigenen Anforderungen festlegen und dann prüfen, welches Tool die Daten beschaffen kann und welche Anpassungen nötig sind.
  • Immer step-by-step arbeiten und keinen der oben genannten Punkte überspringen.

Jonas Tiedgen – Enhanced E-Commerce in der Praxis

Das Enhanced E-Commerce-Tracking ist eine Weiterentwicklung des klassischen Google Analytics, welches speziell für E-Commerce-Seiten entwickelt wurde. Die Reports können darin leicht an die Bedürfnisse eines Shop-Betreibers angepasst werden (z.B: Daten auf Produkt-Detail- oder Kategorieebene, Gutscheintracking, Markentracking, …).

Die Implementierung erfolgt über den Google Trag Manager und kleine Anpassungen am Trackingpixel. Man muss allerdings beachten, dass die Berichte nicht genau wie die herkömmlichen GA-Reports zu handlen sind sondern schon speziell sind.

Eine wichtige Erkenntnis, welche es für einige Nutzer schon wieder unattraktiv machen könnte: Das Tracking ist rein Hit-basiert, kann also keine Unique-User von wiederkehrenden Nutzern unterscheiden. Somit kann die Datenbasis natürlich verzerrt werden.

Oliver Schwarzweller – User Journey mit und ohne Attributionsmodellierung

Oliver Schwarzweller stellte in seinem Vortrag eine Möglichkeit vor, wie man sich ein erfolgreiches (und gerechtes) Attributionsmodell erarbeitet und in die Trackingsoftware überträgt. Die Ziele dabei können z.B. sein:

  • Deduplizierung von 3rd Party Cookies
  • Integration von PostView Conversions in GA
  • Identifizierung von Werbechannels mit Initialkontakt zur Allokation von Werbebudget

Das erarbeitete Modell wurde gänzlich mit Hilfe des Google Tag Managers implementiert und umfasst zahlreiche Regeln, die anhand von Betrachtungen der Customer Journey festgelegt wurden. Dies wäre z.B. dass ein Klick stärker ist als ein View, in aktiven Warenkorb-Sessions kein Cookie mehr überschrieben werden darf usw. Außerdem wurden z.B. Kanäle, auf welche man keinen direkten Einfluss hat (Referrals, organischer Traffic, Direct-Traffic) von den Betrachtungen ausgeschlossen.

Durch die Einführung des Modells wurde dann bspw. festgestellt, dass der SEM-Kanal einen Boost von +45% erhielt, während der Affiliate-Kanal einen Einbruch von -66% erlitt. Diese Tatsache ist allerdings der Partnerbasis geschuldet.

Haupterkenntnis: Die meiste Arbeit fließt in die Planung und Strategie des Modelles. Die Umsetzung ist dann weniger aufwändig.

Aspa Lekka – Advanced Attribution Modeling

Einer der englischsprachigen Vorträge beschäftigte sich auch mit Attributionsmodellen. Hier ging es weniger um das große Ganze, sondern darum, wie man das Budget optimal auf die einzelnen Kontakt-Punkte in der Customer Journey verteilt.

Die beiden Ansätze, die Aspa detailliert vorstellte, waren der Shapley-Value, welcher der mathematischen Disziplin der Spiel-Theorie entspringt und die Survival Analysis, welche ihre Wurzeln in der Medizin hat.

Mit dem sehr mathematischem Ansatz des Shapley-Wertes brachte Aspa frischen Wind in den Saal, was mich als Mathematiker natürlich sehr gefreut hat. So erklärte sie sehr detailliert, wie man einzelnen Kanälen eine Wertigkeit zuweisen kann, indem man ihr Zusammenspiel mit anderen Kanälen anhand aller erfolgreichen Customer Journeys analysiert. Wohlgemerkt beruft sich das Modell auf historische Daten und ermöglicht in dieser Form keinen Blick in die Zukunft. Aus diesem Grund sollte hier auch regelmäßig neu evaluiert werden.

Dem Gegenüber stand die Survival Analysis, welche Stichproben analysiert. Diese werden durch die Anwendung von statistischen Werkzeugen hochgerechnet und am Ende hat man auch hier einen Wert für jeden Kanal.

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Cornelia <![CDATA[Facebook – 10 Tipps, wie du deine Fans auf jeden Fall loswirst]]> http://www.projecter.de/blog/?p=22845 2014-11-17T14:45:48Z 2014-11-17T14:36:14Z

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Wer im Social-Media-Bereich erfolgreich sein will, der braucht vor allem eines: Fans. Aber eine möglichst große und treue Fan-Basis nicht nur aufzubauen, sondern auch zu erhalten und zu pflegen ist eine Aufgabe, die viel Zeit und Mühe in Anspruch nimmt.

Tatsächlich ist das Ganze so schwierig, dass der eine oder andere schon mal drastische Maßnahmen ergreift, um seine Fans wieder loszuwerden. Zumindest scheint es so, denn wie sonst sollte man sich Kampagnen erklären, die zum Gespött der Netzgemeinde werden und Fans vergraulen? „Zu viel des Guten!“ muss da jemand gedacht haben, und schon wurden außerordentlich effektive Maßnahmen zum Fan-Verlust eingeleitet.

Aber was für Maßnahmen sind das genau? Dieser Frage sind wir für unseren heutigen (vielleicht nicht ganz ernst gemeinten) Beitrag nachgegangen und haben dabei 10 Tipps, wie du deine Fans auf jeden Fall loswirst, zusammengestellt.

10 Tipps zum Fanabbau

 

1. Langweile deine Fans

Nichts ist für das Vergraulen von unerwünschten Fans effektiver als Content, der sie nicht bewegt. Ideen sind im Grunde doch auch nur Grund für sinnlose Aufregung, die man sich sparen sollte. Anstatt deinen Fans also Futter für spannende Gedanken zu geben, solltest du sie lieber mit langweiligen Beiträgen einlullen. Poste einfach eine fade, graue Suppe aus „Ah! Sonnenschein!“ , „Heute gab es in der Kantine Nudeln!“ und ähnlichen Highlights. Schon sinken deine Fan-Zahlen. Garantiert!

2. Bombardiere deine Fans mit immer neuen Updates

Schon zehn Minuten nichts mehr gepostet? Das darf nicht sein! Damit deine Fans dich in Ruhe lassen, brauchen sie ständig, ununterbrochen und am laufenden Band Updates, Updates und immer wieder Updates. Du hast etwas Lustiges gedacht? Post. Du hast die Überschrift eines Artikels gelesen und bist dir sicher, dass der zugehörige Text schon irgendwie spannend sein wird? Post. Du hast dir Kaffee geholt? Post. Du hast gerade erst etwas gepostet und es hat noch niemand reagiert? Post. Wer Ruhe von seinen Fans haben will, der lässt ihnen einfach keine.

3. Poste alles – nur nichts, was mit dir zu tun hat

Warum werden wir zum Fan? Weil wir uns für etwas interessieren. Der einfachste Weg, Fans loszuwerden ist es also, alles zu posten, was deine Fans eben nicht interessiert. Alles ist wichtiger als du und damit meinen wir wirklich alles. Gestalte deine Beiträge möglichst so, dass sie absolut nichts mit dir zu tun haben, und du wirst sehen: deine Fans folgen ihren Interessen schon bald woanders.

4. Breche deine Versprechen

Es gibt wohl keine bessere Möglichkeit Fans loszuwerden, als ihnen zuerst etwas zu versprechen (zum Beispiel in Form eines Gewinnspiels) und dieses Versprechen dann zu brechen. Vertrauen und verlässliche Interaktion sorgt für Bindung und genau das willst du ja nicht. Also vermeide es in jedem Fall, deine Versprechen zu halten.

5. Sei bloß nicht nett zu deinen Fans

Fans sind wie Waschbären: haben sie einmal etwas Leckeres in deiner Mülltonne entdeckt, dann kommen sie immer wieder und wollen mehr. Um sie jetzt loszuwerden, muss man drastische Maßnahmen ergreifen, d.h. im Klartext: sei unter keinen Umständen nett zu deinen Fans. Reagiere nicht auf ihre Fragen, außer du machst dich über sie lustig. Auch Beschimpfungen sind eine großartige Möglichkeit, deine Fans endgültig zu vergraulen.

6. Schreibe wie ein Roboter

Fans bindet man nicht nur durch Vertrauen, sondern auch durch Persönlichkeit und Individualität. Um sie wieder loszuwerden sollte man also genau darauf verzichten. Versetze dich in die Rolle eines Roboters: du hast keine Gefühle, kein eigenen Standpunkt, keine eigene Stimme. Stattdessen hören sich alle deine Posts und deine Antworten (falls du welche gibst) gleich an. Besonders effektiv: lege dir einfach eine begrenzte Anzahl an Formulierungen zurecht und weiche niemals davon ab.

7. Lösche alles, was dir nicht gefällt

Kontroversen sind in der Regel eine gute Möglichkeit, Fans zu verlieren, vor allem wenn man sie selbst durch seinen Content auslöst und dann einfach alles löscht, was einem an Kritik dazu nicht gefällt. Löschen ist im Internet bekanntlich nur oberflächlich möglich und unbeholfene Versuche, Problematisches zu vertuschen und das angekratzte Image durch Fan-Zensur zu reparieren, wirken nicht nur unprofessionell, sondern machen die Netzgemeinde auch so richtig wütend. Wer seine Fans durch einen Shitstorm verlieren will, ist mit dem Löschen aller kontroversen Beiträge und Kritik gut beraten.

8. Rächtsschrebung, Grammatik und egal sind, GROSSBUCHSTABEN WICHTIG!

Studien haben bewiesen: Rechtschreibung, korrekte Grammatik und ein angenehmes Schriftbild sind im Internet wichtig, denn formal fehlerfreie Texte wirken seriös. Um Fans zu verlieren, muss man also alles dafür tun, dass dieser Eindruck von Seriosität und Kompetenz nicht entsteht. Rechtschreibung und Grammatik sollte man demnach großzügig missachten und um wirklich effektiv Fans zu verlieren sind auch ständige visuelle Attacken durch GROSSBUCHSTABEN ratsam. Jetzt noch ein paar ellenlange und frei erfundene Hashtags oder Abkürzungen wie Yolo, Lol und Co: fertig ist das effektive Anti-Fan-Schriftbild.

9. Werbung, Werbung und nochmals Werbung

Social Media Marketing funktioniert da am besten, wo das Marketing kaum noch zu spüren ist, weil Social Media großgeschrieben wird. Wer seine Fans ganz einfach loswerden will, der macht es umgekehrt und nutzt Social Media Kanäle als online Werbeprospekt. Egal auf welcher Plattform: ständige Werbung wirkt wahre Wunder, wenn man seine Fans verlieren will.

10. Vermeide jede Art von Interaktion

Fans sind wie T-Rex (zumindest laut Jurassic Park): sie sehen dich nur, wenn du dich bewegst. Also bewege dich nicht! Reagiere nicht auf Fragen oder Anregungen und zeige auf keinen Fall, dass du deine Fans zur Kenntnis nimmst. Tu einfach so, als gäbe es sie gar nicht und du wirst sehen: bald gibt es sie tatsächlich nicht mehr.

 

Und das waren sie auch schon, unsere 10 Tipps, wie du Fans in jedem Fall loswirst. Wir wünschen viel Erfolg beim Vergraulen und falls Ihr noch ein paar unschlagbare Tipps und Anregungen für uns habt, freuen wir uns immer über einen Kommentar.

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Jörn-Henning <![CDATA[How to: Funktionsweise des Affili.net Product-Widget]]> http://www.projecter.de/blog/?p=23469 2014-11-13T11:49:04Z 2014-11-13T11:49:04Z

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Beispiel eines Product-Widgets

Beispiel eines Product-Widgets

Mit den Product-Widgets von Affili.net ist es möglich schnell und unkompliziert Werbemittel zu erstellen und sie mit verschiedenen Produkten zu befüllen. Besonders für Publisher mit wenig Programmierkenntnis oder kleinem Zeitbudget ist das Tool hilfreich, um auf ihrer Seite ein Werbemittel einzubauen, das eine große Produktpalette besitzt und trotzdem die wichtigsten Informationen für den Nutzer enthält.

Was kann das Product-Widget von Affili.net?

Der Funktionsumfang ist übersichtlich, aber mächtig. Der Anzeigenersteller hat die Möglichkeit, im Product-Widget bis zu acht Artikel anzeigen zu lassen (je nach Größe des Werbemittels). Es enthält jeweils den Produktnamen, ein Bild, den Preis und einen Link zum Shop. Wahlweise kann das Bild auch durch eine Beschreibung ersetzt werden. Die Anzeige kann statisch oder dynamisch gestaltet werden (siehe Abschnitt: Welche Varianten gibt es?) und wird in verschiedenen Größen angeboten. Folgende Bannergrößen sind vorhanden:

  • Leaderboard (728×90 px)
  • Medium Rectangle ( 300×250 px)
  • Half Size (234×60 px)
  • Full Size (468×60 px)
  • Skyscraper (120×600 px)
  • Wide Skyscraper (160×600 px)
  • Square Button (125×125 px)

Die sich bewegenden Produktbilder werden übrigens in HTML5 animiert, das gesamte Werbemittel mithilfe von JavaScript bereitgestellt. Affili.net prüft automatisch die Publisher-Webseite nach Keywords oder Themenkategorien, um entsprechende Angebote in das Widget einzusetzen. Die Suchbegriffe können auch manuell eingegeben werden.

Wo finde ich das Product-Widget?

Das Product-Widget ist leicht zu finden. Nachdem sich der Publisher eingeloggt hat, muss er nur auf den Menüpunkt „Produkte“ klicken und dort Product Widgets auswählen.

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Welche Varianten gibt es?

Nachdem  die Seite der Widgets aufgerufen ist, stehen zurzeit fünf Varianten zur Verfügung.

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Es gibt:

  • DesignPlus-Widget (animiert mit Rotation)
  • DesignPlus-Widget (animiert)
  • Design-Widget
  • Image-Widget
  • Text-Widget

Das animierte DesignPlus-Widget mit Rotation kann bis zu acht Produkte aufnehmen. Aufgrund der fehlenden Rotation halbiert sich die Anzahl bei den anderen Varianten.  Das animierte DesignPlus-Widget  ohne Rotation lässt einmalig die Produkte auf ihre Position platzieren. Alle anderen Widgets sind statisch, also ohne Bewegung.

Wie baue ich es in meine Seite ein?

Bevor der Code zur Verfügung gestellt wird, müssen Affili.net nur wenige Informationen zur Verfügung gestellt werden.

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Im ersten Abschnitt muss der Widgetname gewählt werden. Das kann z.B. ein beschreibender Titel sein, wie ‘Fallschirme’. So wird das Widget später schnell wiedergefunden. Danach folgt die Größe. Je kleiner das Werbemittel, umso weniger Produkte passen auch hinein. Werbeplatz und Werbeplatzname beschreiben den Ort genauer, an dem das Werbemittel eingebunden ist.

Dementsprechend könnte der Werbeplatzname z.B. beispielseite24.de  heißen. Wenn das Widget später verändert werden soll, kann im Dropdown-Menü des Punktes „Werbeplatz“ schnell darauf zurückgegriffen werden. Ein Werbeplatzname kann nur einmal vergeben werden. Nimmt man den gleichen, wird das alte Widget überschrieben.

Beim Layout kann man zwischen drei verschiedenen Mustern wählen. Es existieren zwei helle und eine dunkle Variante. Im Farbschema können dann noch die Farben angepasst werden.

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Es folgt die Auswahl von Produktlisten. Zwei Punkte stehen zur Auswahl: Das affilinet Produktdaten-Programm, für das eine zusätzliche Bewerbung notwendig ist und manuell auswählbare Shoplisten. In diesen Shoplisten kann man sich Shops mit passenden Produkten für die eigene Seite heraussuchen.

Hier entsteht leider eine kleine Unklarheit. Der Publisher kann mehrere Shops aus dem Feed ankreuzen. Allerdings ist das zunächst nicht in der Vorschau ersichtlich. Es wird nur ein Shop gezeigt. Erst wenn der JavaScript-Code auf der eigenen Seite eingebaut ist, erscheinen die Produkte aus mehreren Shops.

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Zuletzt kann man die Anzeige der Produkte (Definition der Produkte im Widget) noch verfeinern.  Wie am Anfang erwähnt, wählt Affili.net die Produkte nach den Keywords und Kategorien auf der Publisher-Seite aus. Das darf allerdings auch selbst in die Hand genommen werden.  Maximal fünf Suchbegriffe können eingeben werden. Zusätzlich kann man auch Keywords ausschließen und damit Produkte herausfiltern, die nicht im Widget auftauchen sollen.

Klickt man danach auf „Speichern“, wird der Code für das Widget angezeigt. Dieser muss nur noch in die eigene Seite an der passenden Stelle eingebaut werden.

Die angelegten Widgets sammelt Affili.net (im gleichen Menüpunkt) in einer kleinen Tabelle.

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Hier sind alle nötigen Informationen aufgelistet. Ganz rechts in der Tabelle gibt es die Möglichkeit das Widget zu kopieren, zu bearbeiten und zu löschen.

Was passiert, wenn ein Merchant das Angebot/ sein Produkt ändert?

Wenn sich ein Angebot oder Produkt verändert, ist das kein Problem. Affili.net passt das automatisch an und ersetzt es mit einem passenden Angebot, so dass der Publisher sich um nichts kümmern muss.

Fazit

Mit dem Product Widget ist es jedem Publisher in wenigen Minuten ein ordentliches Werbebanner zu erstellen. Affili.net macht es dem Ersteller leicht und hat den Funktionsumfang in einen übersichtlichen Rahmen belassen. Jeder kann sich hier schnell zu Recht finden.

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Julia http://www.projecter.de/ueber-uns/team.html#JuliaRittig <![CDATA[Social Media Auslese November 2014]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24873 2014-11-12T10:39:18Z 2014-11-12T10:39:18Z

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Facebook

Neue Funktion: Beiträge als Entwurf speichern

Wieder eine sehr schöne und begrüßenswerte Neuerung: Beiträge von Seiten können nun auch als Entwurf gespeichert und später editiert werden. So ist neu, dass man nun auch nachträglich noch Fotos und Markierungen geändert werden können.

Beiträge als Entwurf

Die Beiträge lassen sich nun auch zurückdatieren. Thomas Hutter beschreibt die Neuerungen ausführlich in seinem Blog-Beitrag.

Bislang ist die Möglichkeit nicht auf allen Seiten verfügbar. Daher bleibt abzuwarten, ob es ein Test ist oder die Neuerung auf alle Seiten ausgedehnt wird.

Rechtssicherheit bei Einsatz von Custom Audiences

Rechtsanwalt Thomas Schwenke hat in einer Reihe von Gastbeiträgen bei allfacebook die rechtlichen Stolperfallen im Facebook Marketing behandelt. Eines seiner letzten Themen widmete er dem Einsatz von Website Custom Audiences, mit deren Hilfe Remarketing über Facebook Anzeigen ermöglicht wird. Der Werbetreibende kann dank Website Custom Audiences Nutzer ansprechen, die bereits seine Website (oder Unterseiten) besucht haben. Thomas Schwenke zieht das Fazit:

Rechtssicherheit Custom Audience

Den vollständigen Artikel gibt es bei allfacebook zu lesen.

Bemerkenswerte Social Media Aktionen

Uns sind ein paar Aktionen in den sozialen Netzen aufgefallen, die wir hier gern erwähnen möchten.

Das ZDF hat eine Aktion anlässlich des 25. Jubiläums des Mauerfalls gestartet. Mit insgesamt 25.000 Posts auf Twitter, Facebook und Instagram, die den Hashtag #mauerspecht enthalten, sollen Nutzer die Mauer noch einmal virtuell einreißen. Meedia stellt die Aktion vor.

Besonders über einen Post von Sixt mussten wir herzlich lachen. Sixt greift das brandaktuelle Thema Lokführerstreik gekonnt auf und setzt es zu seinem Vorteil ein. Sehr gelungen. Mehr dazu auf horizont.net.

Sixt-Aktion

Weitere tolle Aktionen zum Thema Bahnstreik gibt es hier.

Mit nicht ganz so eindeutigen Aussagen beschäftigt sich Business Punk. Sie haben dazu aufgerufen, uneindeutige Flipcharts einzureichen. Hier die Ergebnisse: www.facebook.com/businesspunk

Ein Beispiel:

Business Punk Aktion

Schon etwas älter, aber trotzdem schön, ist die ziemlich aufwendig inszenierte Liebesbekundung der Net-a-Porter Mitarbeiter an ihren CEO: https://www.youtube.com/watch?v=4u5VQlBENB8&feature=youtu.be

Instagram startet Video-Ads

Instagram hat damit begonnen, die Plattform zu monetarisieren und beginnt mit der Einführung von Videowerbung. Die bis zu 15 Sekunden langen Spots werden den Nutzern in ihrem Feed angezeigt. Mehr dazu lest ihr im Artikel bei t3n.

Social Media Tipps

Wir alle sind bemüht, möglichst einzigartige / zielgruppenspezifische / tolle / lesenswerte / interaktionsstarke Posts zu verfassen. Dabei helfen auch einige Tricks und Tipps. Kevan Lee hat 27 Tipps für gute Posts zusammengestellt. Wir finden, das ist eine gute Sache!

Weitere Links

Greater Manchester Police veröffentlicht, welche Hilferufe sie innerhalb von 24h erhielten. Skurril!

Nutzerzahlen der Top 20 sozialen Netze in Deutschland



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Steffen <![CDATA[41 Learnings von der AFBMC 2014 in Berlin – Nummer 20 brachte mich zum Durchdrehen!]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24947 2014-11-11T15:12:30Z 2014-11-11T14:53:07Z

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Die Allfacebook Marketing Conference in Berlin ist Geschichte. Julia und ich gehen mit vielen neuen Inspirationen, spannenden Kontakten und einer großen Portion Tatendrang zurück ans Werk.

afbmc
Erfahrt, was wir von der AFBMC mitgenommen haben:

Keynote: Goodbye Google. The Fantastic Future of Facebook – Curt Simon Harlinghausen (AKOM360)

1. “done is better than perfect” ist ein gutes Motto für Social Marketing.
2. Das PMD-Programm von Facebook wird 2015 erneuert, es lohnt sich für Agenturen, sich dafür zu bewerben.
3. Es ist sehr inspirierend an Events wie der F8 teilzunehmen, um Facebooks Entwicklungen besser zu verstehen.
4. Mark Zuckerberg hat hehre Ziele, u.a. Apps weiter zu stärken und auszubauen, Google im Search-Bereich Konkurrenz zu machen, jedem freien Internetzugang in ärmeren Regionen zu gewähren.

Zwischen Brand-Love & -Hate – Claudia Bazanella & Dieter Rappold (McDonald´s AT, vi Knallgrau)

5. McDonald´s Österreich möchte auf seinen Social Media Kanälen eine 100% Response-Rate und Antwortzeiten unter 1h umsetzen.
6. Jeder Kommentar darf auf der Pinnwand bleiben, nur verletzende Kommentare werden versteckt.
7. Kritik ist ein gutes Zeichen, denn aus Kritikern können Brandlovers werden, Gleichgültigkeit gegenüber der Marke wäre das Schlimmste.

Mittelstand auf Facebook. Gewusst wie. – Arne Henne (Facebook Deutschland)

8. 30 Millionen Mittelständler sind auf Facebook aktiv.
9. 70% der Facebook-Nutzer in Deutschland sind mindestens mit einem Mittelständler verbunden.
10. 1.000.000 Video-Views pro Tag (65% mobil)

1×1 von Custom & Lookalike Audiences – Thomas Hutter (Hutter Consult)

11. Custom Audiences können verschiedene Ziele verfolgen, wie Cross-Selling, Reaktivierung von Kunden, Loyalitätsangebote, Fangewinnung.
12. 25-50% der Mailadressen einer Liste stimmen auf Facebook überein.
13. Custom Audience Zielgruppe kann manuell aktualisiert werden (z.B. wenn neue Mailadressen in Liste hinzugekommen sind)

Willkommen in der Echtzeit – Britta Heer & Christian Lee Rottman (Edelman Digital)

14. Es gilt nicht mehr „Content is king“ sondern „Realtime rules“.
15. Tipp: Trends tagesaktuell beobachten und gleich morgens versuchen, daraus für den Kunden einen Post zu erstellen
16. Fail forward: sei mutig, probiere Neues, Scheitern ist absolut okay.

Erste Facebook-Ad-Benchmark-Studie in Deutschland für die B2B-Branche – Anna-Maria Zahn und Stefan Hauck (ForschungsWeb, SAS)

17. Aktuelle Studie mit 7 Unternehmen (Ziel 2015: 30 Unternehmen)
18. B2B KPIs: CTR: 0,11%, CPM: 0,48€, CPC: 0,42€
19. Best in Class mit CTR: 8,5% und CPM: 0,03€

Grey & Black Hat – Facebook Marketing und Sales hart an / über der Grenze – Thomas Thaler (Thaler Enterprises)

20. PARENTAL ADVISORY – EXPLICIT CONTENT

Facebook Rechts-Update 2014 im Experten Talk – RA Thomas Schwenke & RA Carsten Ulbricht

21. Mit Hilfe eines Shortlinks mit der Endung /shop_und_impressum kann man in Netzwerken mit nur einem verfügbaren Link auf das Impressum und den Shop gleichzeitig hinweisen.
22. Website Custom Audience sind die rechtlich sicherste Form der Custom Audience.
23. UWG §4-6 sind Leseempfehlungen auch für Nicht-Juristen.

Telekom hilft, Das A(lert)-Team – Beschwerdesimulation via digitalem Outbound – Oliver Nissen & Daniel Backhaus (Deutsche Telekom & freier Berater)

24. Als Motto hilft: Freude am Dialog, Lust an der Lösung.
25. „Fuck you Telekom“ ist primär keine Service-Anfrage, aber gibt die Möglichkeit zum Dialog.
26. In Zukunft wird die Qualität des Service entscheiden, für welchen Anbieter sich Kunden entscheiden. Daher lohnt es sich, in den Service zu investieren.

Facebook Marketing Apps – Content Marketing trifft auf Technik und Community Management – Jan Firsching (Brandpunkt, futurebiz.de)

27. Tabs haben auf Facebook keine Relevanz mehr.
28. Mobile Microsites sind die Alternative der Gegenwart.
29. Entscheidend für gute Performance ist das Nutzererlebnis.

Social Media Ponyhöfe abgebrannt? – Wie Sie den Mehrwert von Social Media in harter Währung nachweisen – Roland Fiege (Mediabrands)

30. Es reicht nicht mehr aus, den Zuwachs von Fanzahlen und die Reichweite zu reporten.
31. CEOs funktionieren über Geld, sie brauchen harte Fakten.
32. Der Earned Media Value, angelehnt an den Medienäquivalenzwert aus der PR, könnte ein solcher Wert sein.

The Sweet Spot of Community Management – Erfolgreich bei Facebook ohne Werbung – Sebastian Keil (AntTrail)

33. Versuche, die Posts zunächst nicht mit Facebook Anzeigen zu pushen. So siehst du, welche Posts sich organisch gut verbreiten und worauf deine Fans reagieren.
34. Posts, die in den ersten Stunden gute Reichweiten und Interaktionen gezeigt haben, kannst du dann mit Anzeigen pushen.
35. 3 Posts pro Woche sind für manche Communities zu viel. Finde deine individuelle Postingfrequenz!

What´s Up, WhatsApp? – Klaus Breyer & Philipp Thurmann (Buddybrand)

36. WhatsApp hat 600 Millionen Nutzer – eine ungemein attraktive Zielgruppe.
37. Marketing kann One-to-One, One-to-Many und Many-to-Many erfolgen.
38. Es gibt weder eine API noch andere Skalierungsmöglichkeiten für Advertiser.

Always on Facebook – Doch was kommt danach? – Sven Wiesner (beebop media)

39. Deine Story muss auf allen Kanälen funktionieren.
40. Die Marken gehören den Konsumenten, nicht den Marken.
41. Du musst visuell kommunizieren und begeistern.

Diese 41 Learnings sind der heißeste Scheiß der Social Media Szene. Zum Abschluss noch ein großes Lob an Philipp Roth und Jens Wiese für eine tolle Veranstaltung. Wir sehen uns auf der AFBMC 2015!

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Daniel_S http://www.projecter.de <![CDATA[18 Learnings von der Affiliate Conference – Recap zur Conference & Affiliate NetworkxX 2014]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24933 2014-11-11T14:26:26Z 2014-11-11T14:07:00Z

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Vor wenigen Tagen war ein Teil unseres Projecter Affiliate-Teams auf der Affiliate Conference und der anschließenden Affiliate NetworkxX. Zusammen mit über 150 Teilnehmern lauschten wir dabei 13 Vorträgen bekannter Affiliate-Größen wie Markus Kellermann (xpose360), Wolfhart Fröhlich (intelliAd Media), Dimitrios Haratsis (AdClear), Benno Schwede (Savoo) oder Albrecht Fischer (Kupona).

 

Ein Vortrag dauerte dabei nicht länger als 20 Minuten, um den Wissenstransfer so kompakt und effizient wie möglich zu gewährleisten. Ebenso kompakt und effizient möchten wir euch deshalb unsere 18 Learnings der Affiliate Conference vorstellen:

  1. Anfang der 2000er war es Affiliates noch möglich, mit Fraud gute Umsätze zu erzielen. Schuld waren hier auch die Advertiser, welche kaum Qualitätssicherung betrieben haben. (Markus Kellermann: Affiliate Marketing – From the Past to the Future)
  2. „Seien Sie offen für Neues“: Als Partnerprogrammbetreiber sollte man sich nicht vor neuen Technologien verschließen. Vielmehr sollte man unterschiedliche Publisher-Modelle testen, dabei die Customer Journey genau analysieren, den Uplift messen und dann erst bewerten. (Markus Kellermann: Affiliate Marketing – From the Past to the Future)
  3. Es gibt unterschiedliche Customer Journeys. So wurden in einer internen Case-Study eines intelliAd-Kunden 6% aller Conversions durch Facebook iniitiert und endeten im SEO. Zudem wurden zum Beispiel 7% der Conversions im SEA initiiert und endeten dann im SEO. (Wolfhart Fröhlich: Tracking, Transparenz, Transaktionszuweisungen: Erfolgsmessung und Budgetverteilung im Affiliate Marketing)
  4. Es sollten alle On- und Offline-Kanäle getrackt werden. Auf Basis der daraus resultierenden Erkenntnisse gilt es die Tracking-Weichen entsprechend einzustellen, Affiliates fair zu vergüten und Budgets entsprechend zu verteilen. (Wolfhart Fröhlich: Tracking, Transparenz, Transaktionszuweisungen: Erfolgsmessung und Budgetverteilung im Affiliate Marketing)
  5. Man muss sich als Merchant all seiner Trackings bewusst sein, Tracking-Einstellungen übergreifend gleich einstellen und sein schwächstes Tracking-Glied kennen. So kann es sein, dass die Tracking-Weiche im Gegensatz zum Netzwerk-Tracking kein PostView unterstützt oder eine andere Cookie-Laufzeit hat. (André Koegler: Rechtliche und technischen Entwicklungen im Affiliate-Tracking für 2014)
  6. Alle Tracking- und Marketing-Codes im Shop sollten transparent integriert werden und dabei die Ladezeit des Shops genau beobachtet werden, um Performance-Verschlechterungen zu vermeiden. (André Koegler: Rechtliche und technischen Entwicklungen im Affiliate-Tracking für 2014)
  7. Der Wechsel von Last Cookie Wins zur Attribution kann allein in der Partnerkommunikation und technischen Integration über ein Jahr dauern. (Dimitrios Haratsis: Customer-Journey-Tracking im Affiliate-Marketing – Wie Sie Affiliates auf Basis von Touchpoints effektiv vergüten können)
  8. Die Conversion-Wahrscheinlichkeit wird zu 80% von den Impressionen eines potenziellen Kunden im Shop und zu 20% von der Zeit zwischen Kontakt und Kauf beeinflusst. (Dimitrios Haratsis: Customer-Journey-Tracking im Affiliate-Marketing – Wie Sie Affiliates auf Basis von Touchpoints effektiv vergüten können)
  9. Die Basis einer Attribution ist die datengetriebene Bewertung einer jeden einzelnen Customer Journey. (Dimitrios Haratsis: Customer-Journey-Tracking im Affiliate-Marketing – Wie Sie Affiliates auf Basis von Touchpoints effektiv vergüten können)
  10. Merchants sollten sich in der Zusammenarbeit mit Gutschein-Partnern nicht nur auf die Statistiken der Netzwerke verlassen, sondern auch Daten & Reports der Gutschein-Partner anfordern, um Erkenntnisse daraus in kommende Kampagnen einfließen lassen zu können. Seriöse Partner liefern diese Daten. (Benno Schwede: Gutscheine 2k14 – 20% auf alles war gestern – Mit der richtigen Strategie zum Erfolg)
  11. Misstrauen schadet in der Kommunikation mit Affiliates. Offenheit ist deshalb die Basis der Kommunikation, da sie Vertrauen schafft. Dazu gehört auch, seinen Top-Affiliates Einblicke in das Unternehmen zu geben und Grenzen klar zu kommunizieren. (Sven Metzger: Aus der Sicht eines Top-Affiliates – Wie die Kommunikation zwischen Affiliates und Advertiser optimiert werden kann)
  12. Retargteting funktioniert auf dem Desktop auf CPO-Basis gut, mobil geht das leider noch nicht. (Albrecht Fischer: Woher kommen die Sales der Zukunft? Erfolgreiche Optionen für die Schnittstelle zwischen Affiliate- und Display-Advertising)
  13. Gründe für Warenkorbabbrüche können die Folgenden sein: Erwartete Informationen werden nicht gefunden (Suche nach einem anderen Ergebnis), der Kunde muss aufgrund äußerer Umstände abbrechen (muss bspw. den Rechner verlassen), bestimmte Informationen werden nicht bereitgestellt (Lieferzeit, Verfügbarkeit, usw.). (Benjamin Pantke: Die (re-)engaging Plattform – Wie Sie Ihren Affiliate-Umsatz und die Kundenzufriedenheit nachhaltig steigern können)
  14. Gründe, warum Affiliate Marketing mobil noch nicht funktioniert: Landingpages sind nicht mobil optimiert, die mobile Online-Nutzung findet vornehmlich in Apps statt, Cookie-Tracking ist nur eingeschränkt nutzbar, Cross-Device Tracking ist bisher nicht möglich. (Ingo Kamps und Romy Habelt: Der Weg zum erfolgreichen Mobile Advertiser – Do ́s and Dont ́s in der Zusammenarbeit mit Mobile Affiliates)
  15. Sowohl der automatisierte Datenaustausch von Publisher zu Merchant, als auch von Merchant zu Publisher bietet großes Potenzial zur Umsatzsteigerung. (Robert Schneider: Plattform-zu-Plattform Kommunikation – Vorteile für Advertiser und Publisher durch Integration)
  16. Zu einem effektiven Partnermanagement gehört das Bewusstsein, dass eher „Klasse, statt Masse“ wichtig ist: Wichtiger als die Anzahl der Partner ist das Entwickeln erfolgreicher Partnerschaften, welche zu mehr Umsätzen führen. (Wolfgang Scherer: Umsatzsteigerung durch effektives Partner-Management)
  17. 50% der Offline-Käufer nutzen das Smartphone beim Kauf im Geschäft. Dabei kaufen dann anschließend 22% doch lieber online und 20% brechen den Kaufvorgang ab, kaufen also überhaupt nicht. 19% kaufen im Geschäft und 8% kaufen direkt mobil. (Claudia Batschi-Rota & Florian Wolf: Mobile Marketing 2014 – Die Herausforderungen und Potentiale für die Affiliate-Branche)
  18. Gutscheine müssen nicht immer auf Gutschein-Seiten zu finden sein. Es gibt eine Vielzahl von Gutschein-Modellen, welche ohne SEO-Traffic neue Käufe initiieren können. Dazu gehören geschlossene Gruppen, Preisvergleiche, Checkout-Netzwerke, Gutscheine-Apps, Exit-Intent Layer, Display mit Gutschein und E-Mail-Kampagnen. (Denis Waurik: Publisher im Wandel – Strategien, Chancen und Herausforderung)

 

Im Anschluss an die Affiliate Conference fand die 18. Affiliate NetworkxX statt. Über 400 Affiliates, Advertiser, Agentur-Mitarbeiter und Vertreter der Affiliate-Netzwerke waren vor Ort und bevölkerten die Airbräu-Tenne am Münchner Flughafen. Die schöne Atmosphäre bot genügend Gelegenheit, um sich mit alten Bekannten auszutauschen, Kollegen zu treffen und viele neue Leute kennenzulernen. Dafür hatte Markus mit Speed-Networking, Themen-Tischen, der ReachAd Fotobox und tollem Essen und Getränken den perfekten Rahmen geschaffen.

 

An dieser Stelle möchten wir die Veranstaltung noch einmal ausdrücklich loben. Die professionelle Organisation vom xpose360-Team um Markus Kellermann ist beispielhaft. Nicht umsonst haben sich Affiliate Conference und Affiliate NetworkxX in der Affiliate-Welt etabliert und gehören zu den wichtigsten Veranstaltungen der Szene. Wir freuen uns schon auf den 30. April 2015!

 

Weitere Recaps zur Affiliate Conference & Affiliate NetworkxX 2014

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Julia http://www.projecter.de/ueber-uns/team.html#JuliaRittig <![CDATA[Checkliste: Weihnachtsvorbereitungen im AdWords Account]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24456 2014-11-11T11:02:07Z 2014-11-11T11:02:07Z

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Alle Jahre wieder… naht die Weihnachtszeit und damit auch eine sehr umsatzstarke Zeit für viele Shopbetreiber. Wer schon einmal zur Weihnachtszeit Anzeigen geschaltet hat, weiß, dass in der eigentlich besinnlichen Jahreszeit viel Bewegung im AdWords Account zu erwarten ist. Wir haben eine Checkliste mit wertvollen Tipps für die Accountarbeit zur Weihnachtszeit erstellt.

Ziel ist es, die Kampagnen so aufzubauen, dass sie dem Ansturm an Weihnachtseinkäufern gewachsen sind.

Tipp #1: Keywords erweitern

  • Bei einigen Themen bietet es sich an, neue Keywords mit Weihnachtsbezug einzubuchen z.B. statt “Tee” zur Weihnachtszeit “Weihnachtstee” oder statt “Fotobuch” lieber “Fotobuch als Weihnachtsgeschenk”.
  • Auch allgemeinere Keywordoptionen zu nutzen kann sich lohnen, um das hohe Suchvolumen abzuschöpfen.
  • Achtung: nicht blind Weihnachtskeywords wie “weihnachtsgeschenke” einbuchen. Das macht nur bei sehr wenigen Kunden Sinn und kann schnell teuer werden.

Tipp #2: saisonale Anzeigentexte

  • Eine Anzeigenzeile für Weihnachts-Infos nutzen. Das könnte z.B. der Hinweis sein, dass noch pünktlich vor Weihnachten geliefert wird oder wie lang die Ware umgetauscht werden könnte.
  • Zeilen könnten dann so aussehen: “Pünktlich zum Fest geliefert”, “Geschenke bis zum Fest geliefert”, “Umtausch bis 10. Januar möglich”.
  • Nutzt Labels und Regeln, um nach dem Weihnachtsgeschäft alle Anzeigen wieder schnell umstellen zu können.

Tipp #3: Budget Check

  • Checkt in den Kampagnen, dass im Budget noch Luft nach oben ist. Das Volumen kann sich problemlos verdoppeln.

Tipp #4: Anpassung der Gebote

  • Über Weihnachten wird Bewegung in den CPCs sein. Beobachtet, ob eure profitablen Keywords weiterhin auf guten Plätzen stehen.
  • Es kann sein, dass ihr bei rentablen Keywords die Gebote erhöhen müsst, um die Positionen halten zu können.
  • Achtung: durch die Konkurrenzsituation können Themen schnell teuer werden. Nicht blind CPC-Gebote erhöhen! Behaltet die Ziele des Kunden im Auge!

Tipp #5: Nutzt Vorjahres-Vergleiche

  • Schaut euch detailliert an, wie der Account in den letzten Jahren zur Weihnachtszeit performt hat. Was lief gut? Was lief nicht gut?
  • Oft wurden im Laufe des Jahres Themen pausiert, die an Weihnachten im Vorjahr erfolgreich liefen. Diese kann man über einen Vergleich identifizieren und wieder aktivieren.

Tipp #6: Baut das Remarketing aus

  • Seid kreativ und nutzt eure Daten! Sprecht z.B. gezielt Besucher der letzten 2 Monate an, um sie zur Weihnachtszeit wieder in den Shop zu holen.
  • Bietet Rabatt, Sonderangebote oder eine Versandkostenfrei-Aktion an.
  • Verlinkt auf Landing Page mit Weihnachtsaktion.
  • Schaltet Banner mit Weihnachtsbezug.
  • Dynamisches Remarketing bietet weitere Möglichkeiten, Käufer gezielt über Anzeigen anzusprechen!

Tipp #7: Bewerbt Geschenkgutscheine

  • Geschenkgutscheine sind ein heißes Thema in den letzten 1-2 Wochen vor Weihnachten. Viele Nutzer kaufen Gutscheine, die sie dann zu Weihnachten verschenken.
  • Über Keywords ist das Thema nur schwer zu erfassen. Daher kann man die  Geschenkgutscheine ab Mitte Dezember in den trafficstärksten oder umsatzstärksten Anzeigengruppen in den Anzeigentexten bewerben.

Tipp #8: Passt die Sitelinks an

  • Ähnlich wie bei Anzeigen können die Sitelinks Weihnachtsinfos enthalten.
  • Setzt Sitelinks mit Weihnachtsbezug um (z.B. spezielle Aktionen, USPs, Lieferzeit…)

Tipp #9: PLA anpassen

  • Passt die Werbebotschaft in den PLAs an. Geht auch hier auf Weihnachten und spezielle Aktionen ein.

Tipp #10: regional-ausgerichtete Weihnachtsanzeigen

  • Für stationäre Händler ist es spannend, die Kunden in die Läden zu locken. Viele Kunden kaufen offline, um Lieferzeiten zu sparen. Sprecht mit euren Kunden, ob dies für ihn spannend wäre.
  • Es bieten sich lokal ausgerichtete Anzeigen auf Mobilgeräten an. Vielleicht schafft man es ja, den Nutzern mit einer Aktion in den Laden zu lotsen (Rabatt, Gratis-Goodie…)

Tipp #11: Aktionen anderer Anbieter beachten

  • Es gibt in der Vorweihnachtszeit große Rabattaktionen. Bekannt sind Black Friday und Cyber Monday.
  • Cyber Monday: Start 01.12.2014, besonders stark von Amazon durchgeführt, mittlerweile erweitert auf eine Woche.
  • Black Friday: 28.11.2014, von vielen Online Shops durchgeführt.
  • Ihr solltet diese Tage im Blick haben. Sind die Produkte eurer Kunden von diesen großen Rabattaktionen betroffen? Wenn der Kunde selbst nicht an den Aktionen teilnimmt, wird die Conversionrate an diesen Tagen womöglich sehr schlecht ausfallen, da er bei den Rabattpreisen nicht mithalten kann. Beobachtet dies!

Tipp #12: Kommunikation mit dem Kunden

    • Wird es Landingpages geben?
    • Kann er spezielle Weihnachts-Banner anfertigen?
    • Plant der Kunde bestimmte Aktionen?
    • Gibt es Rabatte?
    • Wie sieht sein Zeitplan für Werbeaktionen aus?
    • Vielleicht erhöht er auch den CPA oder passt seine Ziele über Weihnachten an.
    • Wie sehen die Lieferzeiten aus? Bis wann kann man bestellen, damit die Ware noch vor Weihnachten ankommt?Besprecht die Strategie für Weihnachten mit euren Kunden. Mögliche Fragen könnten sein:

Tipp #13: Alles zurück in der Nach-Weihnachtszeit

  • Budget und CPCs runterregeln.
  • Extra angelegte Weihnachts-Anzeigengruppen auf Relevanz überprüfen und entsprechend handeln.
  • Weihnachts-Anzeigen deaktivieren und zurück zu “Standard-Ads” wechseln (über Automatisierungen bereits bei der Umsetzung vorbereiten)
  • Bietet das Geschäftsmodell Umtausch-Umsatz-Potentiale? Dann idelaerweise dazu Anzeigen schreiben und für einige Tage ausliefern lassen.
  • Accountentwicklung genau beobachten. Stimmen Umsatz und Kosten? Sonst ggf. reagieren und Ausgaben reduzieren.

Google selbst hat ebenfalls eine Checkliste für Werbetreibende bereitgestellt.

Habt ihr weitere Tipps, die auf der Checkliste fehlen? Dann hinterlasst gern einen Kommentar! Ansonsten: auf eine erfolgreiche Weihnachtszeit!

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Franziska http://www.projecter.de <![CDATA[SEO Auslese Oktober 2014]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24904 2014-11-10T12:44:28Z 2014-11-10T12:44:28Z

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SEO-Auslese Projecter GmbH

Sind wir Content Marketer, Storyteller oder immer noch SEOs? Welche Kanäle gilt es bei der Promotion von Content zu beachten? Klicken Nutzer überhaupt noch auf die organischen Suchergebnisse? Diese und viele andere Fragen klären die Oktober-Artikel unserer aktuellen SEO Auslese. Viel Spaß beim Schmökern!

Content Marketing; Storytelling; SEO; Inbound Marketing – Was denn nun?

Eric Kubitz erklärt in seinem Beitrag, was Storytelling ist und warum es sich vom klassischen Marketing mit Content abhebt. Sein Fazit: Nicht jeder Content Marketer ist auch ein Storyteller und Storytelling ist auch nicht das neue SEO! Unserer Meinung nach sollten Storytelling und Content Marketing Hand in Hand gehen. Dabei wird Content nicht wahllos, sondern passend zu einer Kernbotschaft, die das Unternehmen kommunizieren möchte, produziert.

Auf Cision.com beschäftigt sich Olaf Kopp in einem Interview mit der Definition von Inbound und Content Marketing und teilt interessante Sichtweisen zum Thema:

“Content Marketing wird in der Zukunft das zentrale Element der Unternehmenskommunikation werden, um das sich die einzelnen Disziplinen des On- und Offline-Marketings drehen werden. Werbung im klassischen Sinn wird damit die zentrale Rolle im Marketing verlieren, insbesondere mit Blick auf die Budgetverteilung.”

In einem weiteren Beitrag betrachtet Olaf Kopp sehr ausführlich die semantische Optimierung. So sollten SEOs öfters auch die Marke oder den eigenen Namen ins Adwords Keywordtool eingeben und sich die Keyword Vorschläge anschauen. So erkennt man, mit welchen Suchbegriffen und Themen Google die eigene Marke in Verbindung bringt.

Der Content Marketing Prozess – Tipps und Vorlagen

Essentiell für jede Marketing Strategie, unabhängig von Content/Inbound etc., ist die genaue Kenntnis der eigene Zielgruppe. Hubspot hat dazu 100 Fragen zusammengestellt, mit Hilfe derer Buyers Personas kreiert werden können.

Der umfangreiche Plan zur Content Promotion von Buzzstream bietet die perfekte Grundlage für einen Seeding Plan, um das Optimum aus dem bestehenden Content herauszuholen und nichts zu vergessen.

Das Contently EBook „The New World of Content Measurement“ ist inhaltlich zwar nicht überragend, bietet aber einen guten Gedankenanstoß, weshalb Content Marketing nicht nur mit Traffic oder Seitenaufrufen bewertet werden sollte. Stattdessen sollten die “Beziehungen” zum Nutzer gemessen werden, z.B. mit

  • Wiederkehrenden Besuchern
  • Seitenverweildauer
  • Aktionen auf der Seite

Mal wieder eine klasse ausführliche Analyse gibt es von Mirko Lange zur aktuellen Dell-Kampagne. Ist es Content Marketing oder einfach nur Werbung?

“Nach all dem würde ich die Dell Kampagne eine Werbeaktion nennen. (…) Außer dass sie “lustig” ist, und dass man mitmachen kann, enthält die Kampagne keinerlei Elemente von “Content Marketing”. Lustig sein können Werbeanzeigen auch. Oder “Social Media”. Der Traffic wurde auch (bisher) fast ausschließlich über Paid Media aufgebaut, es gibt keinen Social Traffic und keine Backlinks. Aber der entscheidende Grund ist: für das eigentliche Problem bietet Dell keine Lösung, sondern verweist auf kostenpflichtige Produkte. Das ist ein ganz typische Systematik von Werbung.“

Auch Mirko Langes Artikel „Die 8 Hebel des strategischen Content Marketings“ dürfen in der heutigen Auslese nicht fehlen:

  1. Publishing
  2. Content Promotion
  3. Advertising
  4. Media Cooperations
  5. PR/Media Relations
  6. Influencer Relations
  7. Public Dialogue
  8. Community Management

 

Das Klickverhalten in der organischen Suche

Eine neue Studie von Advanced Web Ranking befasst sich mit den Klickraten in der organischen Suche. Dabei werden u.a. die Click-Through Rates nach den Kriterien

  • Suchanfragetyp (commercial, navigational etc.)
  • Mobile/Desktop und
  • Brand

betrachtet. Eine Zusammenfassung der Schlüsselergebnisse gibt es im Moz Blog.

Die Analyse „The Evolution of Google’s Search Results Pages & Effects on User Behaviour“ von Mediative zeigt, wie sich das Klick- und Scanverhalten von Google Nutzern von 2005 bis 2014 verändert hat und welchen Einfluss die zusätzlichen Einblendungen wie Knowledge Graph und Rich Snippets darauf haben.

Eine weitere interessante Untersuchung (diesmal von Authority Labs) im Oktober zeigt, weshalb immer noch die Länge der eigenen Title-Tags optimieren werden sollte:

“Revisit Your Own Title Tags: It is pretty clear that if you want your title tag to remain unchanged, it’s worth making sure that you’re staying within the 50-59 character window and that your titles fit with the content of the page. That’s not necessarily going to guarantee that it never gets changed in the SERPs but at least you’ll have more control over how you’re represented in the SERPs.”

Was sonst noch war



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Fabian <![CDATA[Recap SEO-Day 2014 – 75 Erkenntnisse]]> http://www.projecter.de/blog/?p=24840 2014-11-06T16:26:51Z 2014-11-05T08:09:10Z

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Vergangenen Donnerstag fand zum vierten Mal der SEO-DAY im Kölner Rheinenergie Stadion statt. Vor der sportlichen Kulisse wartete eine ganzer Tag rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung auf die Teilnehmer. Mit Hannes, Franzi und Fabian waren gleich drei Projecter Kollegen mit dabei und besuchten in den drei parallel laufenden Tracks so viele Sessions wie möglich. Was wir dabei gelernt haben, teilen wir in unserem umfangreichen Recap mit euch.

Projecter SEO Day

Jens Brechmann – Linkabbau. Google Penalty Recovery
Antonius Klees – Aktuelle Tipps & Tricks für „Google my Business“ – Optimierung
Dominik Wojcik – 10 Jahre SEO – die wichtigsten 10 Learnings daraus
Nils Dahnke – Tanker oder Sportboot – Einblicke in den Alltag eines Inhouse-SEOs
Franziska Neubert – „Wir wollen aber Links“ – Agenturkunden vom Content Marketing überzeugen
Jens Fauldraht – Reporting im SEO
Mario Porst – Der Backlink ist tot – Lang lebe der Backlink
Markus Hövener – Corporate Blogs unter der Lupe – welche Inhalte Traffic und Links generieren
Christian Tembrink und Christian Unger – YouTube Wunderwaffen – die kaum einer kennt
Daniel Furch – Evolution of Search in der Nach-Hummingbird Ära
Alexandra Lindner – Onlineshop-Optimierung – Schwerpunkt Landingpage-Optimierung (Gender-Marketing)
Niklas Plutte – SEO – Haftungsrisiken im Überblick
Gerald Steffens – Geschichten aus der SEO Kreidezeit
UNSER TOP-TIPP: Sepita Ansari – Seeding Prozesse
Felix Beilharz – SEO ganz nach vorn – Einsteigertipps, die noch nicht jeder kennt
Fabienne Colling – Sprachgebrauch & Seitenstruktur in internationalen Kontexten

Jens Brechmann – Linkabbau. Google Penalty Recovery

Jens Brechmann teilte in seinem Vortrag seine Erfahrungen zur Erholung nach einer manuellen Penalty aus ca. 30 erfolgreichen Reconsideration Requests. Der Schlüssel dazu liege zum einen in einer ausführlichen Linkprofilanalyse. Dabei sollten Links aus so viel Quellen wie möglich ermittelt werden. Die Bewertung der Links könne aber nur bis zu einem gewissen Punkt von Linkbewertungstools übernommen werden; oft sei das richtige SEO-„Bauchgefühl“ hier hilfreicher. Was einem in diesem Zusammenhang als unnatürlich erscheint, sollte abgebaut werden. Fast genauso wichtig wie die Backlinkanalyse sei außerdem die richtige Kommunikation mit den Webmastern. Hier sollten SEOs mit Höflichkeit und Verständnis vorgehen, Drohungen vermeiden und nur in Ausnahmen Geld für Linkabbau zahlen. Nur was nicht abgebaut werden kann, sollte letztlich durch das Google Disavow Tool gejagt werden. Letztlich spiele außerdem auch Geduld eine Rolle, die Erholung der Sichtbarkeit erfolgt nach Abschluss der Maßnahmen in der Regel nur allmählich.

Die Learnings kurz und knapp:

1. 301 Weiterleitungen beim Abbau der Google Penalty nicht vergessen! ahrefs und Sistrix liefern neben Daten zu Backlinks auch Daten zu Weiterleitungen auf meine Domain.

2. Den Reconsideration Request bei Google stellt man am besten auf Englisch. Das spart Zeit.

3. Interessante These: Google hat laut Erfahrungen von Jens Brechmann doch Abstrafungsautomatismen. Diese automatisierten Abstrafungen kommen seiner Aussage zufolge dann zum Tragen, wenn Backlinks von „Linkschleudern“ vorhanden sind oder bei Seiten, die sehr viele schlechte ausgehende Links abgebaut haben.

Ein gelungener Vortrag mit wichtigen Basics für die Arbeit, die aber leider etwas zu oft durch den Moderator unterbrochen wurden.

Antonius Klees – Aktuelle Tipps & Tricks für „Google my Business“ – Optimierung

Antonius Klees zeigte beispielhaft, wie Unternehmen ihre Darstellung in lokalen Suchergebnissen mittels einer Optimierung von Google My Business verbessern können. Seine Kern-Tipps:

4. Business View Fotos von zertifizierten Fotografen haben einen deutlich positiven Einfluss auf das Ranking bei lokalen Suchanfragen.

5. Immer alle Branchenbucheinträge des Unternehmens auf Konsistenz prüfen (Adressen und Telefonnummern).

6. Google Unternehmensseiten so vollständig wie möglich ausfüllen.

7. Youtube Videos mit Standortangaben versehen.

8. Nutzer zu Bewertungen animieren.

Dominik Wojcik – 10 Jahre SEO – die wichtigsten 10 Learnings daraus

9. Fokussiere dich auf ein Projekt statt auf viele kleine!

10. Geh raus aus deiner Komfortzone, halte z.B. Vorträge oder ziehe für einen guten Job auch mal um!

11. Arbeite an deiner eigenen Reputation und vermarkte dich selbst – wir sind Marketing-Leute, da sollte das schon drin sein ;)!

12. Auf die Fresse fallen bringt dich weiter!

13. Höre auf dich selbst, probiere es aus, wenn du davon überzeugt bist!

14. Achte auf Nachhaltigkeit – Spamprojekte bringen nur kurz Erfolg!

15. Testen ist das A und O, schaffe dir deine eigene Spielwelt!

16. Netzwerke, nur so findest du Hilfe bei schweren Problemen! (Pro-Tipp: Das Netzwerken findet auf der Party, nicht auf der Konferenz statt ;)!)

17. Stay foolish, stay hungry, denke auch mal quer!

18. Sei Kunden und Partnern gegenüber immer ehrlich und authentisch!

Nils Dahnke – Tanker oder Sportboot – Einblicke in den Alltag eines Inhouse-SEOs

Nils Dahnke gab den Zuhörern Einblicke in die Arbeit eines Inhouse-SEOs. Als „Agentur-SEOs“ waren wir an dieser anderen Perspektive auf unser Arbeitsfeld natürlich interessiert. Dabei mache nach Nils die klassische SEO-Arbeit nur etwa die Hälfte des Workloads aus. Ein Inhouse-SEO ist Verkäufer, Coach, Techniker, Politiker, Diplomat, Berater, Texter, Unternehmer, Grafiker und Manager in Personalunion. Es ist für Inhouse-SEOs dabei wichtig, SEO als Prozess und nicht nur Projekt zu etablieren. SEOs können sich inhouse das Leben außerdem leichter machen, indem sie in Reports mehr über Potenziale sprechen und Vergleiche mit Wettbewerbern anstellen. Auch sollte man sich in Selbstbeherrschung und Ruhe üben, um unter anderem mit sieben Wahrheiten richtig umgehen zu können:

19. Das haben wir schon immer so gemacht.

20. Entscheider wollen entscheiden – belästige mich nicht mit Fakten.

21. Hol dir externe Berater. Egal was er sagt, man glaubt ihm.

22. Nur weil Daten vorhanden sind, heißt das nicht, dass man als SEO die Daten auch bekommt.

23. Zahlen und Statistiken lügen fast immer –> hinterfragen!

24. Egal wie gut die Daten sind, irgendwer wird trotzdem diskutieren.

25. Auch mit Analytics gibt es HIPPO-Entscheidungen.

Ein toller, praxisorientierter und sehr ehrlicher Vortrag, der durch seine Unternehmensperspektive auch für Agentur-SEOs nützliche Einblicke auf „die andere Seite“ ermöglichte.

Franziska Neubert – „Wir wollen aber Links“ – Agenturkunden vom Content Marketing überzeugen

SEO-Day Vortrag Franzi

Auch unser Head of SEO war als Speakerin dieses Jahr dabei. In einem Interview vorab hatte sie die Inhalte ihrer Präsentation Fabian Rossbacher vorgestellt:

Jens Fauldraht – Reporting im SEO

Einen weiteren Einblick in die Welt eines inhouse SEO hat Jens Fauldraht gegeben. Auch er hat ähnlich wie Nils Dahnke deutlich gemacht, wieviel unternehmenspolitische Überzeugungsarbeit ein inhouse SEO leisten muss. Als wichtigstes Kommunikationsinstrument gegenüber den Entscheidern sieht er den SEO Report. Ausführlich und eloquent hat er gezeigt, wie ein SEO Report die Sprache der Manager sprechen und so die nötige Rückendeckung und Unterstützung zur Erreichung der eigenen Ziele herbeiführen kann. Darüber hinaus gab es viele praktische Tipps zur Gewinnung und Aufbereitung von Daten. Die Google Webmaster Tools beherbergen ungeahnte Datenschätze direkt aus erster Hand von Google. Wie diese automatisiert verarbeitet werden können soll ein Folgevortrag von Johannes Kunze auf der Campixx erläutern.

Die wichtigsten Learnings kurz & knapp:
26. SEO Reports sind das wichtigste Kommunikationsinstrument mit den Entscheidern über Budgets und Personal.

27. Die Führungsetage von Großunternehmen hat Probleme, die typischen SEO KPIs zu verstehen. Ziele sollten daher nur mit greifbaren Daten wie Traffic und Umsatz vereinbart werden.

28. Der Traffic sollte in einen individuellen & greifbaren Unternehmenswert umgerechnet werden. Lead-Werte helfen, wenn es keine realen Umsätze gibt.

29. Der SEO Report muss Vertrauen wecken, indem er die Führungspersonen gut abholt. Reports auf altbekannten Powerpoint Slides helfen dabei. Lediglich wichtige Daten im Zusammenhang mit den Zielzahlen sollten reportet werden. Wichtig ist der Monats- und Jahresvergleich, damit Fortschritte trotz saisonaler Effekte erkannt werden.

30. Werden in den GWT einzelne Pfade verifiziert, können hierdurch detailliertere Daten zu Keywords, CTR sowie Backlinks gewonnen werden.

31. Über detaillierte Keyword-Daten lässt sich auch das Verhältnis von Brand/Non Brand bestimmen.

32. Vortrag von Johannes Kunze auf der Campixx anhören! :)

Mario Porst – Der Backlink ist tot – Lang lebe der Backlink

Mario Porst widmete sich dem B(l)acklinkaufbau und der Frage, ob auch totgeglaubte Methoden nach wie vor funktionieren. Grundlage bildeten dabei die Erfahrungen aus dem SEO-Contest für den SEOKanzler, den er selber im Jahr 2013 gewonnen hatte. Möglich machte dies der massive Aufbau von Backlinks unter anderem in Webkatalogen, Social Bookmarks, Blogkommentaren, Foren, Blogbeiträgen und Pressemitteilungen. Ergebnis: teilweise bis heute stabile Rankings. Das Learning des unterhaltsamen Vortrages musste dennoch heißen: Links bleiben insbesondere für Nischen einer der größten Rankinghebel und sind noch lange nicht tot. Die von ihm skizzierten Methoden sind natürlich, da ja auch in einem Contest-Umfeld durchgeführt, hochriskant und für nachhaltiges SEO größtenteils eher unbrauchbar.

Markus Hövener – Corporate Blogs unter der Lupe – welche Inhalte Traffic und Links generieren

Markus Hövener hat sich in einem ebenfalls sehr schön praxisnahen Vortrag dem Thema Linkbuilding mit Blogs gewidmet. Dafür untersuchte er sieben verschiedene Unternehmensblogs auf ihre Inhalte und deren Erfolg. Die ernüchternde Wahrheit: In der Regel waren dabei sehr viele Beiträge notwendig um einen Do-Follow Link zu generieren. Entscheidend für den Erfolg eines Blogs sei die Frage, ob es überhaupt Multiplikatoren gibt und ob ich die richtigen Inhalte habe, um diese anzusprechen und Verlinkungen generieren zu können. Auch sollte sichergestellt werden, dass alle Multiplikatoren die Inhalte kennen. Um dies zu realisieren sei es besonders wichtig, viel Zeit in die Analyse und Planung zu stecken.

33. Die Untersuchung der sieben Corporate Blogs ergibt, dass nur 2-10% der Blogbeiträge tatsächlich Backlinks bringen.

34. Krisenkommunikation ist nicht nur für transparentes Auftreten gegenüber der Community sinnvoll, sondern bringt auch Backlinks.

35. Lieber den Blog inhaltlich etwas weiter weg vom Kerngeschäft betreiben, als zu stark am Produkt zu kleben.

36. Lieber ein großes Stück Content als 20x Kleinkram.

37. Content muss nützlich und / oder unterhaltend für Multiplikatoren sein.

38. Timing ist alles!

39. Modeblogger verlinken weniger auf Shops, als auf Brands. Bei Techbloggern ist es einfacher.

Fazit: Auch die großen Unternehmen haben es schwer. Blogs sind kein Selbstläufer und auch kein Mittel für alle – wenn keine Multiplikatoren vorhanden sind, kann es sinnlos sein, einen Blog zu führen.

Christian Tembrink und Christian Unger – YouTube Wunderwaffen – die kaum einer kennt

Den klasse Vortrag der beiden müssen wir zum Glück nicht zusammenfassen, denn (passend zum Thema) gibt es die komplette Präsentation zum Nachschauen auf YouTube:

Daniel Furch – Evolution of Search in der Nach-Hummingbird Ära

Einen schönen Einsteigervortrag über die neue Denkweise von Google seit dem Hummingbird Update gab es von Daniel Furch von Searchmetrics. Besonders spannend waren die vielen SERP Vergleiche, die die Veränderungen schön veranschaulicht haben.

Drei wichtige Kernaussagen:
40. Google versteht Suchanfragen mittlerweile viel besser. Da so die gleiche Intention hinter ähnlichen Suchanfragen erkannt werden kann, gleichen sich die Suchergebnisse an.

41. Durch diese Angleichung nimmt die Diversität der Suchergebnisse ab.

42. Mit abnehmender Diversität steigt gleichzeitig die semantische Textqualität der rankenden Zielseiten.

Alexandra Lindner – Onlineshop-Optimierung – Schwerpunkt Landingpage-Optimierung (Gender-Marketing)

Alexandra Lindner hat einen unterhaltsamen Vortrag über Gender-Marketing mitgebracht. Natürlich hat er Klischees bedient und in die Kerbe zwischen Mann und Frau geschlagen. Doch jedes Klischee basiert zumindest auf einem Funken Wahrheit, weshalb es neben guter Unterhaltung auch spannende Gedanken gab.

43. Neben dem Bedarfskauf als Kaufintention gibt es bei der Frau das Shoppen sowie beim Mann den Luxuskauf.

44. Während Frauen mit einer emotionalen Ansprache erreicht werden, lassen sich Männer vor allem durch harte Fakten überzeugen.

45. „Komplett“ ist DAS Kaufwort für Männer schlechthin. :)

Niklas Plutte – SEO – Haftungsrisiken im Überblick

Niklas Plutte hat in seinem Vortrag die Risiken vorgestellt, die Suchmaschinenoptimierung mit sich bringen kann. Seine These: es wird wohl künftig mehr rechtlichen Ärger zwischen Kunden und SEO-Agenturen geben. Wichtig ist dabei, dass SEO sowohl Werk- als auch Dienstvertragscharakter haben kann. Es komme im Zweifel auf die einzelne Leistung, den Vertragszweck sowie einzelne Vereinbarungen mit dem Kunden an. Onpage sei dabei risikoreicher als Offpage, da dies besser dokumentierbar sei.
Key-Learnings:

46. Lockvogelwerbung in AdWords, aber auch Meta Title und Descriptions vermeiden.

47. Bilder ohne Ausnahme mit Urheberkennzeichnung versehen.

48. Kunden über Risiken informieren.

49. Produktbilder müssen dem Lieferumfang entsprechen.

50. Produktbeschreibungen, optimierte Texte und Meta Descriptions unterliegen auch dem Urheberrecht – nicht kopieren!

51. Embedding von Content ist in der Regel keine Urheberrechtsverletzung.

52. Datenschutzerklärung muss auch als solche gekennzeichnet/benannt werden – Impressum genügt nicht.

53. Negative-SEO ist schadensersatzwürdig.

54. Gekaufte Links, die nicht als Werbung gekennzeichnet sind, sind Schleichwerbung.

Gerald Steffens – Geschichten aus der SEO Kreidezeit

Gerald Steffens warf in seinem Vortrag einen Blick auf die Anfänge seiner SEO-Tätigkeit und zeichnete dabei die Evolution von Suchmaschinen in Deutschland nach. Er rief dabei bei den Anwesenden so einiges an Erinnerungen an das Internet von gestern in das Gedächtnis zurück.

UNSER TOP-TIPP: Sepita Ansari – Seeding Prozesse

Bei Sepita Ansaris Vortrag zu Seeding Prozessen im Content Marketing wurde es schnell voll in den Reihen. Das Thema trifft immer noch den Nerv der Branche und auch wir waren sehr gespannt, ob wir neue Ideen für unsere Prozesse mitnehmen können. Nach einem kurzen Abschnitt mit Definitionen und einem Exkurs zum Ende manipulativen Linkbuildings ging es dann schon sehr konkret um den Seedingprozess. Die allgemeinen Ziele von Seeding lassen sich mit Rankingsignalen und der gezielten Verbreitung an Influencer umschreiben. Sepita Ansari unterscheidet darüber hinaus Linkdriven Seedings (Ziel: Backlinks), Social Driven Seedings (Ziel: Informationen in den eigenen Kanälen verbreiten) und Content Driven Seedings (guter Content und seine automatische Erzeugung von Backlinks). Dabei ist es in der Regel nicht möglich, alle Ziele gleichzeitig zu verfolgen, da sich die Zielgruppen in den meisten Fällen auch unterscheiden.

Seedingtypen:

  • Pre-Seeding –Partner werden mit in die Erstellung einbezogen
  • Standard Seeding/ Outreach – Alle Kanäle zur Generierung von Reichweite nutzen, nicht aber die wichtigsten Influencer ansprechen (werden über das Pre-Seeding erreicht)
  • Social Seeding/Viral Seeding (Paid & Owned) – Steigerung der Reichweite, Timing besonders wichtig

Erfolgreiches Seeding bedarf nach Sepita Ansari einer guten Vorbereitung (Onpage, Social Optimierung, Budgetplanung, Kanalplanung etc.), eines guten Monitorings (Traffic, Alerts über Tools etc.) und einer guten Recherche. Insgesamt ein sehr umfangreicher Vortrag und einer unserer ganz dicken Favoriten des diesjährigen SEO-Day!

Das Wichtigste auf dem Punkt:

55. Content ist nur so gut wie das Seeding!

56. Der Prozess:
a. Vorbereitung: Onpage Optimierung; Social Sharing Optimierung; Alerts
b. Prospect Research
c. Seeding: Owned (NL, SMM, Blog, eigene Experten etc.), Earned (Blogger, Pressekontakte etc.), Paid (GDN, Facebook Ads, Content Promotion Tools via Outbrain, Ligatus, Plista etc.)
d. Nachfassen nach 3-4 Tagen
e. Erfolgsauswertung (Consumption, Lead-generation, Sharing, Sales Metrics)

57. Für Content Marketing und den Seeding Prozess sollte das Ziel des Content Marketings im Auge behalten werden: Möchte man Links, Social Signals oder Hilfestellungen für den User?

58. Outreach und Seeding lassen sich begrifflich klar voneinander trennen. Seeding ist die Platzierung von Content in reichweitenstarken Medien, während Outreach die reine Content Distribution bezeichnet.

59. Für jede Art des Content Marketings ist ein individueller Seeding Prozess sinnvoll.

60. Content Marketing bringt’s! Beispiele wie die Infografik „How music travels“ von thomson.co.uk zeigen, was durch gutes Content Marketing möglich ist.

61. Die Analyse des Linkprofils einer Seite verrät, wie man sich dort am besten selbst mit einem Link platzieren kann.

62. Zur Influencer Recherche lohnt sich auch eine Suche bei YouTube und Amazon (Influencer = häufige Kommentatoren).

Felix Beilharz – SEO ganz nach vorn – Einsteigertipps, die noch nicht jeder kennt

Wie der Vortragstitel schon vermuten ließ, hatte Felix Beilharz ein paar SEO-Tipps für Einsteiger eingepackt. Ein unterhaltsamer und praxisnaher Vortrag, bei dem ich mir sicher bin, dass auch der ein oder andere Nicht-Einsteiger noch etwas dazugelernt hat.

63. Seine Seite gegen Hackerangriffe absichern (CMS Updates, Plugins nutzen, Serverzugriffe mitloggen, Google WMT, manuelle Google Suche) – Eine site-Suche in Kombination mit Begrifflichkeiten wie Viagra zeigt schnell, ob ein Hacker sein Unwesen getrieben hat.

64. Tiefer in die Keywordrecherche steigen (Google Suggest, keywordtool.io, business.gutefrage.net).

65. Finden Sie erfolgreichen Content der Konkurrenz (Socialyser.de, Links, Google Ripples).

66. Optimieren Sie die „Low Hanging Fruits“ (gut rankende vorhandene Seiten optimieren).

67. Retten Sie tote Links.

68. Links generieren bei Contentklau (z.B. über Copyscape).

69. Einfache Linkquellen identifizieren („Links der Woche“, „Linktipps der Woche“)

Fabienne Colling – Sprachgebrauch & Seitenstruktur in internationalen Kontexten

Fabienne Colling sprach über internationale und mehrsprachige Inhalte. Sie lieferte dabei zum Ende des Tages noch einmal viel Input und stellte die ganze Bandbreite von Geotargeting-Möglichkeiten vor.

Wichtigste Schritte dabei:

70. Strategie entwickeln ccTLDs, Subdomains oder Subfolder (mit entsprechend absteigend starkem Geotargeting).

71. In den Webmaster Tools Zielland festlegen.

72. Local citations – Adressen und Telefonnummern auf allen externen Plattformen abstimmen.

73. Serverstandort beachten.

74. Ortsübliche Währung, Zahlen und Uhrenformate bei Shops.

75. Hreflang Attribut nutzen.

Unser Fazit

Fabian Rossbachers SEO-Day war eine gut organisierte Konferenz mit klasse Speakern und zahlreichen Input rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Eine stark auf SEO konzentrierte Expertendichte findet man so nur noch auf der SEO Campixx und der SEOkomm.

SEO-Day 2014

Weitere lesenswerte Recaps:

Julian Dziki von Seokratie

Robert Zimmermann für RankingCheck

Rene Dhemant für Sistrix

Felix Beilharz

Hendrik Unger

Vielen Dank an Andreas Graap für die von ihm gedrehten Videos. Einige findet ihr schon oben und hier noch einige Vorträgen, die wir selber leider nicht besuchen konnten:

Astrid Jacobi – Die Antwortbox – Hintergründe & Strategien für die Pole Position

Mór János Deák – Rankings ohne Links – do it like Yandex

Arne Stoschek – Content Oportunities für große Seiten

Dniel Reeh – Relaunch mit 11.000 Städten – Checkliste & Learnings

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