Archiv für die Kategorie ‘Keyword Advertising’

Optimieren mit Broad Match Modifier: Tipps & Ideen

Dienstag, 31. August 2010

Broad Match Modifier ist eine neue Keyword Option bei Google Adwords. Da diese Funktion nun seit ein paar Wochen auf dem Markt ist, konnten wir sie schon testen und möchten über unsere Erfahrungen berichten.

 

Um diese Keyword Option zu aktivieren, nutzt man die Option “Weitgehend” und fügt vor jedes Wort ein Plus hinzu. Somit wird die Funktionsweise auf die des Broad Match Modifier eingeschränkt. Bsp: +blaue +Schuhe

 

1. Welche Suchanfragen deckt Broad Match mit Modifier ab?

 

Diese Keyword Option ist ein Mittelweg zwischen Weitgehend (Broad Match) und Wortgruppe (Phrase Match). Während Wortgruppe nur genaue Kombinationen und Schreibweisen abdeckt, deckt Broad Match Modifier auch Falschschreibweisen, Singular & Plural, Abkürzungen & Akronyme, sowie Wortstammvariationen ab. Und während weitgehend auch ähnlich und verwandte Suchanfragen mit abdeckt beschränkt sich Broad Match Modifier ausschließlich auf den Kern des Keywords.

 

2. Welche Vorteile und Anwendungsbereiche gibt es?

 

Aufbau eines Account oder Themengebietes


Die neue Keyword Option erspart viel Zeit beim Aufbau einer Kampagne oder Anzeigengruppe. Will man am Anfang das Risiko gering halten, aber doch mehr abdecken als nur die exakte Suchanfrage, hatte man nur die Möglichkeit die Keywords als Wortgruppe einzubuchen. Hierbei war zu beachten wirklich keine Einzahl, Mehrzahl, ue und ü-Varianten, Falschschreibweisen und vieles mehr zu vergessen. Einmal vergessen taucht dieses Keyword manchmal nach Jahren nicht im Account auf, weil man auch später nicht mehr auf das Keyword kommt. Ähnlich geht man zwar weiterhin vor, allerdings kann man die Sache viel entspannter angehen, da man am Ende die Keywords noch einmal mit Broad Match Modifier einbucht und so mit Sicherheit alle Variationen abgedeckt sind. Somit deckt man Suchanfragen ab, die man eventuell bei der Wortgruppe vergessen hat.

 

Es gibt aber auch die Möglichkeit die Kombinationen erst im Laufe der Zeit einzubuchen, wenn sie im Suchanfragebericht erscheinen. Somit kann man gerade am Anfang schnell eine Anzeigengruppe zu einem Thema oder Produkt aufstellen.

Gerade im Longtail-Bereich kann es viel Kummer sparen, wenn man nicht stundenlang Kombinationen von Keywords einbuchen muss, bei denen kaum Traffic Volumen vorhanden ist und es später durch die geringe Datenmenge zu Optimierungsproblemen kommen wird. Mit dem Broad Match Modifier deckt man alles ab, ist auf der sicheren Seite und spart Zeit.

 

Die Vorteile im Überblick:

 

1. Es findet neue Keywords ohne großes Risiko.

2. Es wird vermieden potentielle Keywords zu vergessen und Potentiale nicht auszunutzen.

3. Es spart Zeit beim schnellen Kampagnen Aufbau.

 

Ausbau eines bestehenden Accounts

 

Bei bestehenden Accounts kann das Broad Match Modified auch weiterhelfen. Wie oben beschrieben findet es immer neue Keywords die man vorher vielleicht nicht bedacht hat.

 

Fall 1: Der Account ist ausgebaut, läuft gut und die Potentiale sind scheinbar erschöpft.

 

Hier würde man heute wie damals die Keywords, welche am besten laufen, als weitgehend einbuchen um neue Ideen und Themen zu finden. Die Keyword Option weitgehend ist jetzt keines falls unbrauchbar, nur weil es eine neue Keyword Option gibt. Bei der Suche nach neuen und verwandten Themen hilft es immer noch sehr und umfasst mehr Suchanfragen und Themen.

 

Fall 2: Der Account ist ausgebaut, läuft gut und die Potentiale sind scheinbar erschöpft. Zusätzlich ist die CPA Grenze so gut wie erreicht und kein Budget für neue Tests vorhanden.

 

Nun kommt die Funktion Broad Match mit Modifier zum Einsatz. Da Weitgehend auch schnell teuer werden kann und die Kontrolle des Einsatzes sehr beschränkt ist, kann man keine endgültigen CPA im vornhinein festlegen. Hat man selbst nur beschränktes Budget, rate ich dazu die Keyword Funktion Broad Match mit Modifier zu verwenden. Diese deckt ausschließlich die ausgewählten Keywords ab und entdeckt in der Regel neue Kombinationen, Falschschreibweisen etc. Diese speziellen Keywords sind oft Longtail Keywords, wenn der Account vorher schon gut ausgebaut war. Diese Longtail Keywords konvertieren oftmals für einen Bruchteil des eigentlichen CPAs. Somit können weitere Käufer generiert werden, während man im festgelegten CPA-Rahmen bleibt.

 

Fall 3: Der Account ist zu teuer.

 

Zuerst sollte man überprüfen ob in dem Account viele Anzeigengruppen mit weitgehenden Keywords laufen, die zu teuer sind. In diesen Anzeigengruppen sollte man den Suchanfrage-Bericht nach passenden Keywords durchsuchen und zur Anzeigengruppe hinzufügen.

Die weitgehenden Keywords werden nun ausgeschalten und durch Keywords mit der Option Broad Match Modifier ersetzt. Man erreicht immer noch mehr Leute als mit der Option Wortgruppe, fokussiert sich aber auf die wesentlichen Keywords.

 

Wenn der Account zu teuer ist, gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, diesen zu optimieren. Dieser Tipp bezieht sich ausschließlich auf die Anwendungsmöglichkeiten vom Modified Broad Match.

 

Fall 4: Der  Account hat noch zu wenig Traffic, es soll aber weiterhin nur die spezielle Zielgruppe angesprochen werden.

 

Das ist eine super Einsatzmöglichkeit für Broad Match mit Modifier. Der Traffic wird erhöht, man bestimmt aber selbst welche Keywords Teil der Suchanfrage sein sollen und behält eine gewissen Zielgruppe im Fokus. Es wird fast immer mehr Traffic generiert.

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Wie man merkt, wir finden die neue Keyword Option sehr gut. Sie ist kein Allheilmittel für all unsere Probleme, es kann aber die ein oder andere Sache vereinfachen und verbessern. Ansonsten wie immer unser Rat: Testen, Testen, Testen! In jedem Account sieht der Schlüssel zum Erfolg etwas anders aus.

 

Welche Einsatzmöglichkeiten seht ihr noch?

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Sitelinks in Adwords Anzeigen

Donnerstag, 19. August 2010

Sitelinks sind den meisten aus dem Bereich der Suchmaschinenoptimierung bekannt. Seit einigen Monaten können auch die Adwords Anzeigen mit Sitelinks ergänzt werden, Google nennt dies Anzeigenerweiterung.

 

Erstellung von Sitelinks

Im Adwords Konto gibt es eine Statistik aller Sitelinks, diese findet sich neben den schon lange bestehenden Tabs wie “Kampagnen”, “Anzeigengruppen” etc. in einem neuen Tabs. Dieser kann, falls sie noch nicht angezeigt werden, über den Button am rechten Ende der Tableiste eingeblendet werden.

 

Anleitung zum Einblenden der Sitelinkstatistik

Anleitung zum Einblenden der Sitelinkstatistik

 

In diesem Menü kann man auf Kampagnen Ebene über den Button “Neue Erweiterung” Sitelinks anlegen. Außerdem werden an dieser Stelle auch alle statistischen Daten abhängig vom Zeitraum angezeigt, d.h. Impressions und Klicks, die von den Sitelinks ausgelöst werden, können ausgewertet und verglichen werden. Diese Auswertung ist nur auf Kampagnenebene möglich.

 

Eine weiter Möglichkeit Sitelinks zur Kampagne hinzuzufügen sind die Kampagneneinstellungen. Hier befindet sich ein Abschnitt “Anzeigenerweiterung” in dem die Sitelinks angelegt werden können.

 

image

 

 

 

Anwendungsmöglichkeiten

 

Speziell im Ecommerce Bereich bieten sich schöne Anwendungsmöglichkeiten für Sitelinks. Da Sitelinks immer auf Kampagnen Ebene eingegeben werden, werden diejenigen belohnt, die sich bei Erstellung des Accounts grundlegende Gedanken zur Strukturierung gemacht haben. Eine gute Struktur und eine thematisch passenden Ordnung der Anzeigengruppen in Kampagnen sind die Grundlage für die optimale Verwendung von Sitelinks.

 

Sitelinks sollten immer thematisch passend zum gesuchten Begriff und der ausgelieferten Anzeige sein, nur so bieten diese einen Mehrwert für den User und bescheren eine hohe Conversion Rate. Das ganze am Beispiel eines Shops für Bekleidung: Man legt verschiedenen Kampagnen für Männer und Frauen an, idealerweise noch getrennt nach Ober- und Unterbekleidung. Jetzt bieten sich für die Frauen Oberbekleidungs Kampagne Sitelinks zu Frauen Jacken, Frauen Pullovern, Frauen T-Shirts etc. an. Bei Männer Unterbekleidung fügt man Links zu Stoffhosen, kurzen Hosen, Sporthosen ein.

Ähnlich verläuft es mit einer Kampagne in der nur Marken beworben werden. Hier kann man in den Sitelinks mit weiteren prominenten und gut konvertierenden Marken werben.

 

Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten Sitelinks einzusetzen, man sollte aber versuchen ihr gesamtes Potential durch einen gut strukturierten Account auszunutzen.

 

Auslieferung der Sitelinks

 

Wann genau Sitelinks ausgeliefert werden kann man nicht genau sagen, da auch die Statistiken nur Aussagen auf Kampagnen Ebene zu lassen. Auswertungen nach Anzeigengruppe oder sogar Keyword sind nicht möglich. Es zeigt sich aber, dass die Sitelinks hauptsächlich bei der Marke selbst eingeblendet wird. Das spricht auch für die Theorie, dass Sitelinks nur bei hoher Klickrate eingeblendet werden. Auch die Klickrate des Nächst-Platzierten soll eine Rolle spielen.

 

Tendenziell steigert Google die Einblendung der Sitelinks immer mehr, während vor einiger Zeit nur bei wahnsinnig hohen Klickraten Sitelinks eingeblendet werden, werden sie jetzt auch bei “normalen” Klickraten und Suchanfragen eingeblendet. Auch die Beschränkung auf die Anzeige auf Platz 1 wurde aufgehoben, Sitelinks werden nun auch auf anderen Anzeigenrängen angezeigt. Google ist hier noch in der Testphase und in diesem Bereich wird sich sicher auch in Zukunft noch einiges ändern.

 

Zum Beispiel ist es derzeit möglich verschiedenen Sonderzeichen in die Sitelinks zu  integrieren. Das ist nicht nur ein optische Highlight, es zieht auch vermehrt die Aufmerksamkeit auf die Anzeige. Aber das nur als Tipp am Rande, diese Möglichkeit wird Google sicher auf schnellstem Weg unterbinden

 

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Google Adwords Überraschungseier für alle!

Donnerstag, 22. Juli 2010

Die SEM-Branche, vom Adwords-Anfänger bis hin zu den -Profis,  alle haben es beobachtet: in den letzten Tagen gab Google Adwords eine Neuerung nach der anderen bekannt. Wir wollen deshalb heute auflisten, was sich getan hat, damit keine der Änderungen unbemerkt und ungenutzt bleibt.
 
Übersicht zu den aktuellen Überraschungen und Umstellungen in Adwords:
 

  1. Zuerst wurden Sitelinks für Adwords Anzeigen für alle Kampagnen freigegeben. Sie tauchen nun immer häufiger als kleine Textlinks unter einer bestehenden Anzeige auf, wodurch diese noch mehr ins Auge fällt. Das bringt eine gesteigerte Klickrate mit sich. Bisher sind leider keine detaillierten Berichte zu den erzeugten Conversions abrufbar. Jedoch ist zu vermuten, dass dieses Feature noch kommt bzw. dürfte sich die teilweise sehr hohe Click-Through-Rate positiv auf den Qualitätsfaktor der Keywords auswirken.ps sitelinks
  2. Das Berichtecenter wird Schritt für Schritt reformiert bzw. abgeschafft. Mittlerweile sind schon fast alle Berichte über die Kampagnenansicht abrufbar, ohne dass das Berichtecenter dazu extra angesteuert werden müsste. Suchanfrageberichte lassen sich beispielsweise schon länger über den Keyword-Tab erzeugen, indem man “Suchbegriffe anzeigen…” anklickt und dann “Alle” wählt. suchbegriffe anzeigenEine angenehme Auswertungsmöglichkeit ist außerdem die Grafik, die sich zwischen den Daten und den Steuerungselementen befindet. Hier lassen sich mittlerweile nicht nur Messdaten (z.B. Impressionen), sondern auch Zeiträume miteinander vergleichen.
  3.  

  4. In manchen Konten ist mittlerweile schon ein “Dimensionen”-Tab im Drop-Down-Menü “Tabs anzeigen” auswählbar. Klicks, Kosten, Conversions usw. lassen sich hier z.B. nach (Wochen-) Tagen, Monaten oder Jahren auswerten.dimensionen
  5. Die Reihe der Neuerungen wurde mit der verbesserten Keyword Diagnose fortgesetzt. Konnte man bisher schon in einer kleinen Sprechblase neben den Keywords anzeigen lassen, ob Keywords geschaltet werrden oder nicht, so ist dies jetzt noch expliziert möglich. Dazu zunächst (auf der Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene) auf dem Tab “Keywords” “Weitere Aktionen” anklicken und “Keywords diagnostizieren” auswählen.
     
    Es lässt sich hier genauer analysieren, ob Anzeigen z.B. in anderen Ländern als Deutschland oder aufgrund anderer Spracheinstellungen geschaltet werden oder nicht. Auch die regional abhängige Anzeigenauslieferung kann man aufgrund dieser neuen Diagnosemöglichkeit besser überprüfen. Über Filtermöglichkeiten kann man die Ansicht dann zusätzlich auf “Problemfälle” reduzieren.KW diagnose
  6. Die neue Keyword-Ausrichtung “Weitgehend passend mit Modifizierer” ist eine weitere Neuerung im Adwords-Konto, die Merchants mehr Möglichkeiten bieten soll bzw. deren Wünschen noch mehr entgegen kommen soll. So soll diese Keyword-Option mehr Reichweite als bei der Option “Passende Wortgruppe” bieten und gleichzeitig mehr Kontrolle als bei der Option “Weitgehend passend” ermöglichen. Es heißt also: Ausprobieren, Daten sammeln und auswerten.
  7.  

  8. Eine weitere Neuigkeit für Adwords-Agenturen ist die Unterstützung bei der Agentursuche durch Google und den BVDW:
     
    “Durch Angabe konkreter Kriterien wie Budgethöhe, Region oder Branchenexpertise erlaubt die Google Partnersuche die gezielte Auswahl eines passenden Dienstleisters. In den Suchergebnissen werden entsprechend den Kriterien nur diejenigen Agenturen angezeigt, die am besten zu den Angaben eines Werbungtreibenden passen. Die Reihenfolge spiegelt dabei die Erfahrung der Agenturen mit Kunden im gewählten Budgetrahmen und der Branche wider.” ist auf Inside Adwords zu lesen.
  9.  

  10. Agenturen, die ein Kundencenter (MCC) betreuen, in dem sich 20, 30 oder deutlich mehr Kundenkonten befinden, werden erfreut festgestellt haben, dass Konten mit Tags (z.B. der jeweiligen Account-Betreuer) gekennzeichnet werden können. Durch die Filteroption kann man sich dann übersichtlicher die Konten anzeigen lassen, die für den Account-Manager jeweils von Interesse sind. Ein weiterer Schritt zu mehr Übersichtlichkeit, der an die Tagging-Funktion bei Google Mail erinnert.labels
  11.  

  12. Weiterhin wurde bereits gemunkelt, getwittert und beobachtet, dass Shopbewertungen nun auch in Adwords-Anzeigen angezeigt werden sollen. Vorerst ist dieses Feature nur in den USA sichtbar, jedoch ist zu erwarten, dass dies auch auch in Deutschland Einzug halten wird.
  13.  

  14. Die Verknüpfung der Produktsuche auf Google mit Adwords-Anzeigen war bisher auch schon bei manchen Merchants zu beobachten, jedoch handelte es sich dabei um eine Beta-Testphase. Wir sind gespannt, wann dieses Feature für alle möglich sein wird.
  15.  

  16. Dass man Umsatzwerte nun auch in der Kampagnenansicht anzeigen lassen kann, haben wir schon letzte Woche gebloggt. Dies ist eine angenehme Option, um durch Anzeigen generierte Umsätze unkomplizierter zuordnen zu können und damit die Rentabilität im E-Commerce-Bereich zu messen.

 
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird in den nächsten Tagen sicherlich noch erweitert werden müssen. Wir sind gespannt auf weitere Neuigkeiten, die Adwords betreffen, und euer Feedback. Welche Neuerungen habt ihr schon implementiert? Welche Erfahrungen habt ihr gesammelt und welche Features sollten unbedingt und zeitnah Einzug halten?

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Umsatzwerte im Adwords Account

Donnerstag, 15. Juli 2010

Wer schon etwas länger mit Adwords arbeitet und das Conversion Tracking nutzt, hat sich sicher schon immer gefragt warum in der Account Übersicht keine Umsatzwerte angezeigt werden. Viele Jahre lang gab Google in der Übersicht der Kampagnen, Anzeigengruppen und Keywords immer viele verschiedene Kennzahlen aus, wie Klicks, Impressions, CTR, Kosten, jedoch keine Umsatz- und Warenkorb Werte. So mussten für all diese Infos immer Berichte erstellt und analysiert werden. Nach vielen Jahren des Wartens war es nun endlich soweit, die Umsatzwerte sind nun auf einen Blick in allen Ebenen ersichtlich.

 

Wie bekommt man diese Werte?

Diese Werte können ganz einfach über die Spalten-Funktion im Kampagnen-Tab des Adwords Account aktiviert werden. Mit dieser Aktivierung verbreitert sich die Tabelle um die Spalten für den Warenkorb und den Umsatz.

 

Budget_Adwords 

Welche Vorteile bringt es?

Von nun an müssen für die Umsatzwerte keine aufwändigen Berichte im Berichte-Center gezogen werden. Für jede Ebene lassen sich die Werte anzeigen und auswerten. Benötigt man die Zahlen auch noch in Excel Form kann man sie mithilfe des “Berichte herunterladen” Buttons (oben rechts neben dem Spalten und Diagramm Button) downloaden.

 

Außerdem sind nun Auswertungen auf Kampagnen, Anzeigengruppen oder sogar Keyword Ebene ohne großen Aufwand zu bewältigen. Es ist nun viel leichter für jede Kampagne oder ein Thema einen CPO abhängig vom Warenkorb oder Umsatz festzulegen und darauf hin zu optimieren.

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Adwords Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene

Donnerstag, 20. Mai 2010

“Wir haben selbst schon mal mit Adwords probiert, aber so richtig gebracht hat das nichts.” – Ein sehr gängiges Statement, das immer wieder zeigt, dass trotz der zahlreichen (kostenlosen) Online-Ressourcen oft noch Hilfe bei der Optimierung der SEM-Kampagnen benötigt wird.
 
Die wichtigsten Adwords-Tricks – für Profis altbekannte Basics und für Beginner noch Neuland – jetzt nochmal zum Mitschreiben und Nachfragen:
 
Auf Konto-Ebene:

Nicht “einfach mal probieren” – wer konkrete Produkte verkauft oder Leads, d.h. Anmeldungen oder Anfragen, generieren will, sollte sich gleich zu Beginn Ziele setzen und daraufhin optimieren. Dazu gehört die Bestimmung, des Ziel-CPAs, d.h. des Betrages, den man maximal pro Verkauf/Lead für Adwords ausgeben will. Damit diese Kennziffer überhaupt nachvollzogen werden kann, muss ein Tracking-Code auf der Bestätigungsseite der Aktion eingebaut werden. Sind die genannten Schritte erst einmal vollzogen, können die Testphase bzw. die fortlaufende Konto-Optimierung beginnen.
 
Auf Kampagnen-Ebene:

  • Regio-Targeting
  • Time-Targeting
  • Budget beobachten
  • Content und Search trennen

targetingAuf der Kampagnen-Ebene können Zielregionen und Zielsprachen festgelegt werden. Mit Hilfe des Time-Targeting können auch die Tageszeit oder der Wochentag bestimmt werden, zu denen die Kampagnen geschaltet werden sollen.
 
Eine durchdachte Kampagnenstruktur ist eine der Grundvoraussetzungen für Erfolg mit SEM-Kampagnen. Und nebenbei bemerkt: die Kampagnen weiter aufzuschlüsseln kostet “nur” Fleiß und Mühe. Deshalb sollte man nicht davor zurückschrecken, separate Kampagnen für verschiedene Themenbereiche, Länder und Netzwerke (Search und Content!) anzulegen.
 
Auf Anzeigengruppen-Ebene:

  • Spezifische Anzeigengruppen
  • Nach Themen trennen
  • Nach Keyword-Option aufschlüsseln

Jetzt kommt langsam der absolut entscheidende Teil der Optimierungsarbeit: Anzeigengruppen werden Anzeigen zugeordnet. Deshalb versucht man stets, eng verwandte Keywords in Gruppen zusammenzufassen und dazu passende Anzeigen zu formulieren. Anfangs ist diese Struktur vielleicht noch nicht so genau, wird aber dann im Laufe der Zeit immer weiter spezifiziert, je nach dem, wie viele Themen der Account hergibt. Die genaue Trennung zwischen verschiedenen Themenbereichen ermöglicht spezifischere Anzeigen. Das bedeutet, dass die Anzeigen genauer zur Suchanfrage passen. Das führt zu einer höheren Klickrate.
 
Was die Anzeigen betrifft:

  • USPs kommunizieren
  • Rentable Position für optimaten ROI
  • Suchwort im Titel für höhere Klickrate
  • A/B-Anzeigentests machen
  • Saisonalitäten beachten und bewerben (Weihnachten etc.)
  • Anzeige-URL nutzen
  • Aufforderungen

Langweilige Anzeigen werden übersehen. Deshalb sollte man versuchen, Vorteile wie z.B. geringe Versandkosten für den Kunden hervorzuheben. Durch die Verwendung der gesuchten Wörter im Anzeigentext erscheinen diese fett und fallen schneller ins Auge. Formulierungen und USPs sollten gegeneinander getestet werden.
 
Was die Landingpage betrifft:

  • Wenig Ablenkung, Aufforderungen
  • USPs kommunizieren
  • Formulierungen der Anzeige wiederholen
  • A/B-Landing-Page-Tests machen

Back to Basics lautet die Devise für gute Landing Pages. Der Nutzer muss sofort verstehen, was er machen soll. Buttons müssen zum Klicken animieren. Wenig Ablenkung auf der Seite sorgt für Übersichtlichkeit und eine geringere Absprungrate. Es empfiehlt sich, verschiedene Landing Pages gegeneinander zu testen (dann mit einer identischen Anzeige aber verschiedenen Ziel-URLs), um zu kontrollieren, welche der Zielseiten häufiger zum Erfolg führt.
 
Es kann auch hilfreich sein, Meinungen von Anderen einzuholen, die mit der Website bzw. dem ganzen Thema wenig zu tun haben. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber es zeichnen sich schon Tendenzen ab, wenn eine Testperson nach der anderen mit der Navigation überfordert ist, nicht erkennt, wo es zum nächsten Schritt geht usw.
 
Auf Keyword-Ebene:

  • Synonyme verwenden
  • Keyword-Option “Wortgruppe” und “Genau passend” nutzen
  • Longtail
  • Konkurrenz beobachten
  • Keyword-Tool
  • Tippfehler als Keyword buchen
  • Singular und Plural verwenden
  • Ausschließende Keywords verwenden
  • Gebote überwachen

kw tool
Die Königsdisziplin: Keywords kann man immer optimieren. Es gibt nicht nur x Synonyme, die beworben werden können. Auch Falschschreibweisen können ein lukratives Feld sein, nicht nur wenn man online “Rhododendren” verkauft…
 
Die Liste deckt natürlich längst nicht alle Adwords-Tipps und – Tricks ab. Vieles lernt man auch erst im Laufe der Zeit, d.h. mit zunehmernder Erfahrung. Wir wünschen viel Erfolg beim Optimieren und freuen uns auf Feedback hier in den Kommentaren.

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SEM-Kunden-Statements aus dem Himmel

Mittwoch, 12. Mai 2010

Kunden aus der Hölle” und “Kollegen aus der Hölle” kennen wahrscheinlich schon einige unserer Blogleser und Twitter-Follower. Aber was sind denn himmlische Statements, die den alltäglichen Wahnsinn wieder wettmachen?
 
Einmal kurz im Team rumgefragt und schon haben sich diverse wünschenswerte Statements gefunden. Entstanden ist ein Mix aus geballtem Wunschdenken und tatsächlich wahren Kundenaussagen. Hier eine kleine Liste zum Mitschreiben:
 
“Können wir euch noch Keyword-Listen zuarbeiten und potentielle negative Wörter recherchieren?”
 
Je mehr Zuarbeit, desto angenehmer für uns. Die Merchants sind schließlich die Profis und wissen, welche Marken und Begriffe ihre Kunden bzw. Interessenten suchen könnten. Produkte, die der Online-Shop-Betreiber nicht anbietet, können als ausschließende Keywords hinzugefügt werden. So spart man Klicks und Kosten. Natürlich recherchieren wir die relevanten Keywords. Im Idealfall arbeitet uns der Kunde sein vorhandenes Wissen zu. So gestaltet sich die Zusammenarbeit noch erfolgreicher und effizienter.
 
„Wir haben themenrelevante Webseiten recherchiert, die können wir als Placements testen.“
 
Der Merchant kennt (im Idealfall) seine Branche, Konkurrenten, Partner und auch themenverwandte Seiten. Das kann hilfreich sein, wenn man im Content-Netzwerk AdWords-Anzeigen schalten will und nicht über automatische, sondern über ausgewählte Placements Traffic generieren möchte. Auch wenn die Klickpreise bei letzterer Variante meist höher ausfallen, kann man so gezielt auf Seiten Anzeigen schalten, auf denen sich relevante Nutzer bewegen könnten.
 
“Wir haben zusätzliche Produkte, die können wir nun auch bewerben.”
 
Aber gern. Uns geht es dabei nicht um mehr Budget, weil wir in Ausnahme-Fällen und nur ungern am Budget beteiligt werden. Wir probieren aber gern neue Themen aus und geben einfach unser Bestes, damit ein Online Shop oder B2B-Anbieter mehr Sales bzw. Leads bekommt. Je mehr Themen wir dafür nutzen können, desto besser. Die Macht liegt erfahrungsgemäß in Longtail-Keywords, weshalb zusätzliche Produkte neuen Stoff für neue Keywords bieten.
 
„Wir haben ein Landingpage-Tool, damit könnt ihr beliebige Tests durchführen.“
 
Gemeint ist hier ein Tool, mit dem Landing Pages gegeneinander getestet werden können, indem Header, Text usw. separat angepasst werden können. Das macht Spaß und die Performance-, d.h. Conversionrate-Steigerung ist sehr viel realistischer. Schließlich können Landing Pages so ständig angepasst und optimiert werden.
 
„Wir starten jetzt eine große TV-Kampagne.“
 
Fernsehwerbung hat erfahrungsgemäß sehr starke Effekte auf das Suchvolumen. Nicht nur die Suchanfragen nach den Marken schnellen in die Höhe. Auch das Suchvolumen für generische Keywords explodiert fast zeitgleich mit Ausstrahlung des Spots. Diese Effekte kann man mit SEM perfekt beobachten und nutzen. Und wir helfen gern dabei.

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Google Adwords optimieren in 6 Schritten

Mittwoch, 28. April 2010

Google Adwords Kampagnen zu optimieren ist eine nie endende Aufgabe und stellt eine Herausforderung dar – sowohl für Profis als auch für blutige Anfänger.
 
Wir sind stets bestrebt, unsere Erkenntnisse weiterzugeben und im Austausch mit anderen unser Wissen zu erweitern. Heute möchten wir 6 Tipps geben, die sowohl erfahrenen Agenturmitarbeitern, als auch dem selber tüftelnden Endkunden zu Hause helfen können, mehr aus den Adwords-Kampagnen rauszuholen.
 
It’s magic: “CPA”
Was heißt überhaupt “Optimieren”? Wann laufen Kampagnen “gut”, “besser” oder “am besten”? Die magischen drei Buchstaben lauten: CPA. Cost per action bzw. cost per acquisition ist der entscheidende Faktor, besser gesagt: Quotient! Die Kosten, die pro Conversion anfallen, sollten als Zielgröße von vornherein bestimmt werden und sind logischerweise von dem durchschnittlichen Warenkorb und der produktspezifischen Marge abhängig. Werden z.B. Möbel oder Laptops beworben, verhält sich der Betrag, den man für Werbezwecke ausgeben kann, sicher anders als bei niedrigpreisigen Produkten, wie z.B. individualisierte Lebensmittel.
 
1. Conversion Tracking statt im Dunkeln zu tappen!
 
Das A&O des Keyword Advertising ist die Messbarkeit des Erfolgs. Dies ist aber nur möglich, wenn die Erreichung eines Ziels auch wirklich nachvollzogen werden kann. Das heißt, wenn getrackt wird, ob ein Verkauf oder eine Anmeldung generiert wurden, weil jemand auf eine Anzeige geklickt hat und so auf die beworbene Website gekommen ist. Viele Adwords-Nutzer schalten jedoch aufgrund mangelnder Erfahrung erst einmal Anzeigen und wissen letztendlich nicht,  welche Effekte die SEM-Maßnahme überhaupt gebracht hat. Diese Ungewissheit lässt sich durch Conversion Tracking vermeiden.
 
Dazu wird im Adwords-Konto ein Code generiert, der auf der Bestätigungsseite der Ziel-Aktion eingebaut werden muss. Das kann eine Anmeldebestätigungsseite für einen Newsletter sein oder auch die Bestellbestätigungsseite in einem Online Shop. Es ist auch möglich, gleichzeitig mehrere Conversion-Ziele, d.h. Anmeldungen und Verkäufe, zu verfolgen. In diesem Fall werden zwei Codes generiert und auf den entsprechenden Seiten eingebaut.
 
Diese Trackingcodes sollten getestet werden, bevor die Kampagnenbudgets hochgefahren werden. Erfahrungsgemäß gehen Codeschnipsel ab und zu auf scheinbar “mysteriöse Weise” verloren – bzw. lassen Programmierer ihrer Kreativität beim Einbau freien Lauf :-) . Besonders wenn ein Relaunch stattgefunden hat, sollte überprüft werden, ob noch alles funktioniert. Auch die Übergabe des Warenkorbwertes sollte sichergestellt werden, um auch die durchschnittlichen Umsätze auswerten zu können.
 
2. Kampagnenstruktur ausbauen!
 
Wenn wir als Agentur das Adwords-Konto von Kunden übernehmen, stellen wir häufig fest, dass nur eine Kampagne existiert, möglicherweise mit einer einzigen Anzeigengruppe, die ein paar wenige Keywords enthält und mit nur einer Anzeige beworben wird. Adwords bietet jedoch weit mehr Möglichkeiten, als nur eine Kampagne anzulegen!
 
Die Kampagnen lassen sich z.B. regional oder auf Tageszeiten ausrichten. Sowohl über die zeitliche Ausrichtung von Adwords Kapagnen als auch über Regio-Targeting haben wir im Januar gebloggt. Weiterhin haben wir bereits über die Trennung von Search- und Content-Kampagnen geschrieben.
 
Was für die Verwendung von mehreren Kampagnen spricht:

  • Targeting-Möglichkeiten
  • Budget-Steuerung (nicht auf Anzeigengruppenebene möglich)
  • mehr Übersichtlichkeit

 
3. Keywordoptionen nutzen!
 
Für den Start der Adwords-Kampagnen empfehlen wir meist die Verwendung von der Option “passende Wortgruppe”. Diese Keyword-Option bietet genügend Kontrolle über die Suchanfragen, die zur Anzeigenschaltung führen. Sie grenzt gleichzeitig nicht zu viele Wörter aus, wie es bei “genau passend” passieren könnte. Die Standardeinstellung “weitgehend passend” ist uns zu ungenau, bzw. können wir nicht genügend nachvollziehen, wann unsere Anzeige geschaltet wird und wann nicht. Ob die Suchanfrage “Lederhosen” unsere “Lederhandtaschen”-Anzeige hervorruft, entscheidet dann Google selbst.
 
Wer sich mit den Übereinstimmungsvarianten noch nicht so gut auskennt, kann sich im Adwords-Hilfecenter im Artikel Was sind Keyword-Optionen? dazu belesen.
 
Wer unseren Blog verfolgt, hat wahrscheinlich unsere Hinweise zur Verwendung negativer Keywords in Adwords gelesen. Ausschließende Keywords sind eine effektive Methode, um irrelevante Suchanfragen auszuschließen und dadurch sowohl Traffic als auch Kosten zu vermeiden, die zu keiner Conversion führen.
 
In einem Beitrag über Keyword-Triples haben wir uns weiterhin damit auseinandergesetzt, ob es sinnvoll ist, Keywords in allen drei Keyword-Optionen einzubuchen.
 
4. Da war doch was: Statistik… und: leistungsunabhängige Anzeigenschaltung
 
Wer hätte gedacht, dass SEM so viel mit Statistik zu tun hat? Die Uniabsolventen, die in den Genuss hochspannender Statistikvorlesungen gekommen sind, dachten sich damals wahrscheinlich: “Das brauche ich nie wieder…” Sicherlich berechnen wir keine Konfidenzintervalle mehr. (Der Begriff erringt jetzt eine ganz andere Bedeutung, wenn man an den Sicherheitsabstand um die gerade aktiven Wii-Spieler bei uns im Meetingraum denkt!)
 
Aber was wir uns alle gemerkt haben und bei der tagtäglichen Adwords-Optimierung bedacht werden muss: Wir brauchen Daten, Daten, Daten. Dass Anzeigentexte und Keywords gegeneinander getestet werden müssen, ist logisch. Aber dabei sollte man auch die nötige Geduld aufbringen und eine belastbare Datenbasis aufbauen. Wenn eine Anzeige erst eine verschwindend geringe Anzahl von Klicks erzielt hat, lässt sich erst wenig über den Erfolg sagen.
 
Damit die Anzeigen, die man gegeneinander testet, auch “gleiche Chancen” haben, sollte die Anzeigenschaltung in den Kampagneneinstellungen auf “leistungsunabhängig” gestellt werden. Dies ist standardmäßig (also nach Anlegen einer neuen Kampagne) nicht der Fall und ist auch relativ versteckt. Im Falle der “leistungsabhängigen” Schaltung entscheidet Google nach einer (zu kurzen) Weile selbst, welche Anzeige besser läuft. Die leistungsunabhängige Schaltung sorgt dafür, dass alle Anzeigen gleichmäßig ausgeliefert werden und man dann später selbst entscheiden kann, welche der Texte besser geklickt wird bzw. besser konvertiert.
 
Generell sollte man bei der Optimierung der Adwords-Kampagnen zu großen Teilen auf die verschiedenen Berichte im Adwords-Berichtecenter zurückgreifen. Sie liefern immer wieder Daten und Erkenntnisse, die nicht auf den ersten Blick im Konto ersichtlich werden.
 
5. Anfangs nicht zu wenig bieten!
 
Gerade bei neuen Keywords, sollte man das CPC-Gebot nicht zu niedrig ansetzen. Die Chancen für einen hohen Qualitätsfaktor sind besser, wenn die Anzeigen gleich zu Beginn möglichst gut geklickt werden. Diese hohe Klickrate muss aber durch eine gute Anzeigenposition erst einmal ermöglicht werden. Wenn man also zu Beginn sehr wenig bietet, sodass die Anzeige auf Platz 7 steht und nur wenige Klicks bekommt, wirkt sich das eher negativ auf den Qualitätsfaktor aus. Dadurch wird man langfristig mehr bezahlen müssen im Vergleich zu einem Konkurrenten, der das gleiche Keyword bewirbt, aber von einem höheren Qualitätsfaktor profitiert.
 
Dieses strategische Bieten muss natürlich im Rahmen bleiben. Auf-Teufel-komm-raus die Gebote in die Höhe zu treiben und damit nicht mehr profitabel zu arbeiten, macht keinen Sinn. Es gibt durchaus Accounts, die bei vielen Keywords niedrige Anzeigenpositionen haben und trotzdem gut laufen.
 
Wer sich mit dem Konzept des Qualitätsfaktors, der von mehreren Kriterien wie z.B. der Relevanz des Anzeigentextes im Verhältnis zur Suchanfrage abhängt, noch nicht sonderlich auskennt, findet im Adwords-Hilfecenter weitere Infos.
 
6. Nicht einfach brach liegen lassen: Content-Kampagnen immer weiter optimieren!
 
Nicht nur Search-Kampagnen sollten ständig überwacht und fortlaufend präzisiert werden, z.B. durch ausschließende Keywords und die Erweiterung der Keywordliste um weitere relevante Themen. Auch die Content-Kampagnen müssen optimiert werden, indem z.B. Websites ausgeschlossen werden, auf denen die Anzeigen nicht mehr erscheinen sollen. Das kann z.B. der Fall sein, wenn eine Anzeige auf einer Seite ausgeliefert wird, die der Merchant als irrelevant ansieht, d.h. sie passt nicht oder nur sehr weitläufig zum Thema. Möglicherweise erzeugt sie viele Klicks (= Kosten), führt aber zu keinen Conversions.
 
Der Nachteil im Content-Netzwerk ist, dass man diese Präzisierung nur nachträglich machen kann. Dazu erstellt man einen Placement-Bericht im Adwords-Berichtecenter und fügt dann die dort entdeckten Websites im Adwords Editor unter “ausschließende Elemente” als “ausschließende Websites” hinzu. Das geht natürlich auch online im Adwords Konto.
 
Eine Alternative zu den automatischen Placements im Content-Netzwerk können die “handverlesenen”, d.h. selbst “ausgewählten Placements” sein. Dabei bestimmt der Merchant die Websites, auf denen die Anzeigen ausgeliefert werden, muss dafür aber höhere Klickpreise in Kauf nehmen.
 
Bei der Optimierung von Google Adwords muss man immer weiter Erfahrungen sammeln. Es gilt nich nur allgemeines Wissen, sondern auch themenspezifische Erkenntnisse zu gewinnen. An dieser Stelle sei auch auf Patricks Beitrag über SEM für B2B-Themen hingewiesen, der beispielsweise unsere Erfahrungswerte bzgl. Adwords für B2B-Kunden zusammenfasst.
 
Wir hoffen, mit unserem Beitrag ein paar Tipps für mehr Erfolg mit Adwords geliefert zu haben. Über weitere Ideen, Hinweise und Kommentare würden wir uns freuen!

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Markenanmeldung bei Google

Mittwoch, 31. März 2010

Bei Google auf fremde Marken zu bieten ist bisher nicht eindeutig geklärt, ob es erlaubt ist oder auch nicht. Für den Markeninhaber selbst keine angenehme Sache, wenn Mitbewerber Anzeigen auf die eigene Marke schalten. Um gar nicht erst in die Situation zu kommen sich über diese Wettbewerber zu ärgern, gibt es einen einfachen und effektiven Weg das zu vermeiden: Die Marke bei Google Adwords anmelden.

Der Weg dahin ist das Formular für Markenbeschwerden von Google. Der Name lässt zwar vermuten, dass man sich hier nur beschweren kann, man kann mit diesem Formular aber auch seine Marke schützen lassen und alle Mitbewerber ausschließen (zum Formular).

Um eine Marke anzumelden braucht man eine eingetragene Marke bei Deutschen Marken und Patentamt (DPMA) oder beim OHIM (das europäische Marken- und Patentamt). Es wird eine Wortmarke benötigt um diese bei Google anzumelden. Eine Bildmarke oder Wort-/Bildmarke reicht für eine Markenanmeldung bei Google in Deutschland nicht aus. Links zur Markenrecherche:DPMA & OHIM

Tipps zum Ausfüllen des Formulars:

  1. Beschwerdeführer muss mit dem Markeninhaber übereinstimmen.
  2. Eigene Google Adwords-Kundennummer eintragen, damit die eigenen Anzeigen weiterhin geschaltet werden.
  3. Marke eintragen: Name, Land und die Option Wortmarke eingeben. Auch wenn es andere Optionen gibt, wie Wortbildmarke und Bildmarke, kann in Deutschland nur mit einer Wortmarke eine Marke geschützt werden.
  4. Antrags- oder Registrierungsnummer eintragen.
  5. In den Notizen gebe ich meist den Link zur Markenanmeldung beim DPMA oder OHIM mit an.

Je nach Auftragsvolumen des Teams für Markenbeschwerde, wird die Anfrage innerhalb von 1 Tag bis 10 Tage (so unsere Erfahrung) bearbeitet. Mit der Bestätigung verschwinden alle Anzeigen der Mitbewerber.

Zum Schluss noch mal eine Zusammenfassung der Voraussetzungen, die man für eine Markenanmeldung bei Google braucht:

  1. Marke muss beim DPMA oder OHIM angemeldet sein.
  2. Marke kann nur geschützt werden, wenn sie als Wortmarke eingetragen ist.
  3. Account Nummer und Nummer anderer zugelassener Accounts zur Hand haben.

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Hinter den Kulissen: Bei Google in Dublin

Montag, 01. März 2010

Nachdem Patrick bereits letzten Herbst das europäische Headquarter von Google in Dublin besuchen konnte und unter anderen von irischen Robben und Breakout Sessions berichtete, hatte ich letzte Woche nun auch die Gelegenheit, mir das ganze mal vor Ort anzuschauen. Anlass war Agencies@Google, ein viermal jährlich stattfindendes Event, bei dem Agenturvertreter aus ganz Europa nach Dublin eingeladen werden, um ihre Betreuungsteams kennenzulernen und an Workshops teilzunehmen. Der Preis für das exotischste Teilnehmerland ging dabei ganz klar an die Agenturmitarbeiterin aus Rumänien!
Dublin Castle
Nach der Anreise in klassischem irischen Regen am Dienstag (hatte ich vorher so gehört bzw. war gewarnt worden ;-) ), ging es am Mittwoch morgen offiziell los. Nachdem ich fast vorbeigelaufen wäre (das Logo könnte ruhig etwas größer ausfallen), war das Unterschreiben des Nondisclosure Agreements auch bei mir die erste Tat. Da wir gleich nur die letzte Seite vorgelegt bekamen, kann ich ehrlich nicht sagen, ob ich verbotene Sachen getan habe oder nicht, sorry. Erster Eindruck beim Betreten des Schulungszentrums: Der Smoothie-Kühlschrank war leer!! Patrick hatte hohe Erwartungen geschürt… Allerdings festigte sich im Laufe der nächsten drei Tage der Eindruck, dass die Smoothie-Versorgung auf allen anderen Google-Etagen sehr solide war – nur die Anwesendheit von durstigen Externen und einer Gruppe Google Neuzugänge (aka “Nooglers”) führte zu permanenten Engpässen. Um es gleich vorwegzunehmen: Die Versorgungslage ließ nichts zu wünschen übrig… Üppiges irisches Frühstück im Hotel, Snacks, Säfte und Obst am Vormittag, Mittagessen in einer der beiden Google-Kantinen mit Ben&Jerry’s Eis und am Nachmittag weiter mit Snacks etc., gekrönt von einem bekanntermaßen nicht kalorienarmen Guinness am Abend – ich geh mal eine Runde joggen! Ein längerer Aufenthalt hätte mich definitiv in die Gefahr gebracht, einen “Google-Stone” zuzulegen. Ein Stone ist eine obskure englische Maßeinheit, entspricht exakt 6,35 kg und wird angeblich von neuen Google-Mitarbeitern häufig in den ersten Arbeitswochen an Körpergewicht zugelegt. Tja. Da hilft dann wohl nur noch häufiger Besuch des integrierten Fitness-Studios!
 
Und nun zum Ernst des Lebens: Wir waren schließlich nicht zum Essen da, sondern um was zu lernen! Am Mittwoch standen Workshops zu den Themen “Search & Content Best Practices”, “Optimising for ROI” und “Advanced Analytics” auf dem Programm. Die Vortragenden hatten alle sehr gut aufbereitete Präsentationen mit vielen interessanten Statistiken dabei, die Inhalte an sich boten jedoch keine großen Überraschungen. Aufgrund der Fülle der Fakten kamen leider auch die Diskussionen öfters mal etwas zu kurz. Sehr spannend war der anschließende Agency Round Table, an dem alle deutschen Agentur-Vertreter und ein Teil des deutschen Agenturteams von Google teilnahm. Diskutiert wurden die Erwartungen an die Unterstützung der Agenturen durch Google, Schulungs- und Trainingsangebote und die generelle Zusammenarbeit. Das machte einen sehr produktiven Eindruck und bestätigte die Theorie, dass es doch auch in Zeiten multimedialer Fern-Kommunikation manchmal ganz nützlich ist, einfach real miteinander zu reden ;-)

Lissi, Dominik und Tobias von Inside Adwords

Lissi, Dominik und Tobias von Inside Adwords

Nach dem Round Table hatte ich noch ein besonderes Date im 5. Stock. Lissi vom Inside-Adwords-Team hatte durch einen meiner Tweets gesehen, dass ich mich gerade in Dublin herumtrieb und mich zu einer Stippvisite eingeladen. Bei einem Kaffee mit Lissi, Dominik und Tobias lernten wir uns nach einigen Monaten Twitter-Austausch persönlich kennen und hatten uns einiges zu erzählen. Erkenntnis zum 2.: Real-Life-Kommunikation macht auch sehr viel Spaß :-) Deswegen auch noch ein Foto des engagierten Blog- und Twitterteams aus Dublin für das engagierte Blog- und Twitterteam in Leipzig! Danach ging es – na klar – in den Pub zum weiteren Kennenlernen mit dem Agenturteam. Da auch am Donnerstag ein straffes Workshop-Programm angesagt war, gingen alle relativ zeitig nach Hause.
 
Am Donnerstag standen zunächst Workshops zum Content Netzwerk und zu Analytics auf dem Programm, nach dem Mittagessen dann Meetings mit unseren jeweiligen Optimierern und Ansprechpartnern. Das war eigentlich das produktivste Meeting von allen, da ich mit Emel und Johann sehr viele spannende Fragen diskutieren konnte, wir uns über Strategien austauschten und ich auch einiges über Neuigkeiten bei Google erfahren habe (und hier greift definitiv die NDA, sorry guys…) Erfreut kann ich berichten, dass eines der angesprochenen Probleme tatsächlich schon am Samstag beseitigt war, vielen Dank an Johann! Nach einem intensiven Donnerstag ging es am Freitag mit einer Session zum Thema Remarketing weiter. Das ist ziemlich komplex, relativ abgefahren und wir werden an anderer Stelle berichten ;-) Sehr interessant waren die nun folgenden Informationen zur Überarbeitung des Google Advertising Professional Programms. Künftig wird es einen Basistest plus eine von drei vertiefenden Prüfungen zu Spezialthemen geben. Damit soll die Zertifizierung wieder aussagekräftiger werden, da ja zuletzt praktisch jeder das existierende Zertifikat vorweisen konnte. Eine schlechte Nachricht am Rande: Innerhalb von sechs Monaten nach offiziellem Launch des neuen Programms müssen alle bestehenden Tests erneuert werden. Also: Alle schonmal büffeln :-)
Dublin Castle in Farbe
Und ja, ein kleines Geschenk gab es auch noch zum Abschied. Das werde ich aber komplett Projecter-intern verlosen oder für besondere Verdienste verschenken ;-) Am Freitag Nachmittag war dann auch noch Zeit für ein wenig Sightseeing, das mich bei schönstem Sonnenschein ins Trinity College und zum Book of Kellss führte. Die Robben sind dann beim nächsten Besuch dran. Für mich persönlich sehr beeindruckend war auch die Entdeckung des Patagonia Outlet Stores in Dublin. Jetzt weiß ich bestens über Klippenklettern in Irland, ziemlich große Haifische vor der Westküste und verhinderte irische Bergsteiger Bescheid!
 
Bye bye Dublin hieß es am Samstag! Fazit: Ich habe einige neue Ideen im Gepäck, sehr viele freundliche Google-Mitarbeiter kennengelernt und hoffe, dass wir noch öfters die Gelegenheit haben werden, uns persönlich auszutauschen. Und ja, das Google Headquarter ist beeindruckend ;-)

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SEM für B2B Unternehmen

Mittwoch, 03. Februar 2010

Mittlerweile haben wir auch schon einige Kunden betreut, deren Produkte sich an andere Unternehmen richten und im SEM einige Erfahrungen gesammelt. Um die Besonderheiten in einem durchschnittlichen B2B-Account soll es in diesem Beitrag gehen.
 
Schlechtere Performance außerhalb der Bürozeiten
Zwar gibt es auch im B2C-Geschäft Performanceunterschiede je nach Zeit der Anzeigenschaltung. Allerdings sind diese im B2B-Geschäft erfahrungsgemäß noch wesentlich ausgeprägter und sie lassen sich zu großen Teilen ziemlich gut an Wochentagen und Uhrzeiten festmachen. In einigen B2B-Accounts lassen wir die Anzeigen daher nur noch zu üblichen Bürozeiten laufen. Das heißt von Montag bis Freitag, von 6 bis 19 Uhr. Wer sich unsicher ist, ob diese Einschränkung auch für das eigene Geschäftsmodell sinnvoll ist, kann die Kampagnen duplizieren und zu jeweils unterschiedlichen Zeiten laufen lassen (zwar gibt es Reports, die auch nach Uhrzeiten auszuwerten sind, allerdings schließt dieser nicht Conversions ein).
 
Suchanfragen in Verbindung mit einem Ort
Vor allem in B2B-Accounts enthalten Suchbegriffe besonders häufig Ortsangaben. Sicherlich liegt das nicht zuletzt daran, dass es sich häufig um Dienstleistungen handelt. Aber auch bei Produkten wie Kopierern suchen Interessierte häufig einen Anbieter in der eigenen Stadt. Vor allem wer ortsspezifische Leistungen anbieten kann, sollte es sich daher nicht nehmen lassen, entsprechende Keywords einzubuchen. Doch auch wer seine Leistungen in ganz Deutschland anbietet, könnte versuchen, Orte einzubuchen und potentielle Kunden davon überzeugen, dass eine Ortsgebundenheit nicht unbedingt notwendig ist. Eine Liste mit deutschen Großstädten gibt es zum Beispiel bei Wikipedia.
 
Conversion-Steigerung mit optimierten Formularen
Im Business-2-Business geht es oft nicht um den direkten Verkaufsabschluss sondern darum, dass der Interessent einen ersten Kontakt zum Advertiser aufnimmt. Bei diesem Schritt sollten dem Interessenten nicht unnötig viele Steine in den Weg gelegt werden. Das heißt zum Beispiel, dass ein Kontaktformular überschaubar bleiben muss und nur die wirklich notwendigen Angaben zu Pflichtfeldern erklärt werden. Jedes überflüssige Feld in einem Formular senkt die Conversion Rate. Gleichzeitig sollten dem potentiellen Kunden die für ihn wichtigen Informationen knapp und übersichtlich dargestellt werden.
 
Conversion-Optimierung durch Anzeigentexte
Dass Anzeigentexte die Conversion Rate beeinflussen, gilt selbstverständlich für alle Advertiser. Doch im B2B scheint es noch wichtiger zu sein, präzise Anzeigentexte zu formulieren – nicht zuletzt weil die Geschäftsmodelle oft komplexer sind als beispielsweise bei einem B2C Online Shop. Die Kunst besteht darin, in 95 Zeichen (Anzeigentitel + Anzeigentext) das eigene Geschäftsmodell zu erklären, ggf. USPs zu betonen und auch noch die vom Interessenten gewünschte Aktion zu formulieren (”Jetzt anmelden”). Es lohnt sich in jedem Fall, verschiedene Herangehensweisen auszuprobieren, da die verschiedenen Conversion Rates den entscheidenden Unterschied ausmachen können.
 
Geringe Klickraten
Auffällig ist, dass es bisher in allen von uns betreuten B2B Accounts grundsätzlich erst einmal schwierig war, gute Klickraten zu erzielen. Das liegt sicherlich an verschiedenen Faktoren: teilweise sind die Geschäftsmodelle neu und schwer verständlich (zumindest in 95 Zeichen), oft herrscht aber auch ein großer Wettbewerb mit vielen ähnlichen Anbietern, tendenziell scheinen die Suchbegriffe kürzer und damit allgemeiner zu sein und nicht wenige Keywords sind englische Wörter, was die Chancen auf hohe Klickraten erfahrungsgemäß nicht gerade erhöht.
Es ist also umso wichtiger, USPs zu kommunizieren, sofern sie vorhanden sind. Bei einem Kunden hat sich die Klickrate verfünffacht, seitdem wir ein herausragendes USP kommunizieren können.
 
Teure Keywords
B2B Keywords sind in der Regel auch nicht billig. Bei den meisten Geschäftsmodellen lässt sich mit einem Neukunden viel mehr Geld verdienen als beispielsweise mit einem durchschnittlichen B2C Online Shop. Das spiegelt sich natürlich in den Klickpreisen wider. Umso wichtiger ist es, hohe Klickraten zu erzielen und die Klickpreise somit über den Qualitätsfaktor zu senken.
 
Diese sechs Besonderheiten sind uns in den vergangenen zwei Jahren bei den von uns betreuten B2B Accounts aufgefallen. Natürlich trifft nicht alles auf jedes Geschäftsmodell zu. Doch stößt man immer wieder auf sie.

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