Die eigene Marke als Keyword

6. Januar 2008 von Patrick

Werbetreibende, die bereits einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht haben oder gute PR leisten, haben in der Regel neben den normalen Suchbegriffen noch ein ganz besonderes Keyword aufzuweisen: die eigene Marke.

Die Bedingungen sind hervorragend: der Klickpreis ist besonders niedrig (in der Regel 0,01 – 0,02 Euro), die Klickraten liegen irgendwo zwischen 30% und 50% und die Conversion Rates sind sowieso traumhaft, da der Kunde ganz gezielt die Webseite des Online Shops ansteuert.

Doch diese paradiesischen Umstände ziehen natürlich auch andere Werbetreibende an, die von diesem Keyword profitieren wollen. In der Regel handelt es sich dabei um die Konkurrenz, die den eigentlich zielsicheren Kunden auf das eigene Angebot aufmerksam machen möchte. Shops, die ein Partnerprogramm betreiben, werden auch häufig die Anzeigen der eigenen Affiliates vorfinden.

Im Einzelfall mag es Sinn machen, ausgewählten Partnern zu erlauben, auf die eigene Marke zu bieten – zum Beispiel um sie für ein darüber hinaus gehendes Engagement für das Partnerprogramm zu motivieren.

In der Regel ist es jedoch verschenktes Geld, Affiliates und Konkurrenten auf die eigene Marke bieten zu lassen. Daher empfiehlt es sich immer bei Google einen Trademark Complaint (Link funktioniert nur im eingeloggten Zustand) einzureichen. Über dieses Formular lässt sich steuern, wessen Anzeigen für die geschützte Marke geschaltet werden dürfen.

Bleibt die Frage, ob es Sinn macht, selbst Anzeigen für die eigene Marke zu schalten, denn in der Regel ist der Online Shop schon in den organischen Suchergebnissen an erster Stelle gelistet.

Grundsätzlich muss sich diese Frage jeder selbst beantworten. Es gibt jedoch zwei, drei Argumente, weshalb es Sinn machen kann, trotzdem ein wenig Geld für das Keyword auszugeben. Zum Einen hat man uneingeschränkten Einfluss auf den Titel und vor allem den beschreibenden Text der Anzeige. Auch kann der Kunde bei Bedarf gezielt auf eine ausgewählte Unterseite gelenkt werden.

Zum anderen wissen Kunden oft nicht genau, wie die Marke buchstabiert wird und verschreiben oder vertippen sich. In diesem Fall kann man mögliche Schreibfehler einfach als Keyword einbuchen während die organische Suche nicht immer das gewünschte Ergebnis liefert.

Darüber hinaus kann es auf den ein oder anderen User auch einfach professioneller wirken, wenn neben der organischen Suche auch eine Anzeige erscheint. Der Kunde gewinnt an Überzeugung, genau das gefunden zu haben, wonach er gesucht hat.

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