Google Adwords: Politikfreie Zone?

24. April 2008 von Katja

In den letzten Wochen wurde intensiv über alle möglichen Methoden diskutiert, seinem Unmut gegen die Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung in Tibet Ausdruck zu verleihen. Ein T-Shirt mit “Free Tibet”-Aufdruck ist da schon fast ein Klassiker – man erinnere sich an die von Greenpeace initiierten “Fuck-Chirac”-T-Shirts Ende der 90er Jahre, mit denen gegen französische Atomtests protestiert wurde.

Spreadshirt als Hersteller von individuell bedruckten T-Shirts verkauft seit einigen Tagen T-Shirts mit Pro-Tibet-Motiven. 5 Euro aus dem Verkauf jedes T-Shirts mit entsprechendem Motiv werden bis Ende Mai an Amnesty International gespendet.

Tibet-Anzeige

Um den Erfolg der Aktion anzukurbeln, hat das Online Marketing Adwords-Anzeigen geschaltet.

Leider waren die Anzeigen nicht lange online, sondern wurden bald von Google manuell abgeschaltet. Zur Begründung kam folgende Standard-Email (Auszug):

Tibet-Anzeige

Inakzeptabler Inhalt? Stellt sich die Frage, ob sich Google auf Anzeigenseite als gänzlich politikfreie Zone sieht – aber dann dürften Anzeigen von Wahlkampfkandidaten wohl auch nicht geschaltet werden.
Ein Einblick in die Entscheidungen, die hier im Hintergrund ablaufen, dürfte wohl hochinteressant sein…

Vielen Dank an Kolja für den Tip!

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Eine Antwort zu “Google Adwords: Politikfreie Zone?”

  1. lt. Google “Zurzeit gestatten die Google-Richtlinien keine Werbung für Websites mit “aktuelle heikle Themen (Tibet-Konflikt)”.”

    Diese Begründung macht die Sache aber nicht gerade besser…



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