Archiv für die Kategorie ‘Keyword Advertising’

Regionales Targeting in Google Adwords-Kampagnen

Montag, 25. Januar 2010

Sie sind Google Qualified Individual? Dann gehören Sie (trotzdem) zur Zielgruppe für diesen Artikel. Sie sind blutiger Adwords-Beginner? Dann ist dieser Artikel über Geo- bzw. Regio-Targeting ein guter Ausgangspunkt für erfolgreiche Adwords-Kampagnen.
 
Zuerst einmal muss bedacht werden, dass Regio-Targeting, d.h. das Ausrichten einer Kampagne auf einen bestimmten geografischen Raum, sei es ein Land, eine Stadt, mehrere Städte mit oder ohne einem entsprechendem Umkreis, nur auf Kampagnenebene möglich ist. Heißt also, dass man einzelne Anzeigengruppen nicht regional ausrichten kann, sondern in verschiedene Kampagnen aufsplitten muss.
 
Länder und Bundesländer

Die Ausrichtung auf (Bundes-) Länder ist sinnvoll, wenn ein Online Shop beispielsweise nur in ein bestimmtes (Bundes-) Land verschickt oder sich auf den EU-Raum beschränkt. Es ist auch möglich, alle Länder in Europa auszuwählen und davon einzelne Länder wieder auszuschließen, in welche man vielleicht keine Produkte versendet.
 
Sprachen

Wem egal wäre, welche Sprache der potentielle Suchende spricht, würde seine Kampagnen auf alle Sprachen ausrichten. Das Zielsprachen-Targeting ist aber nicht ganz einfach. Was rät das Google Learning Center?
 

“Über den Link Einstellungen auf der Google-Startseite können Nutzer die Sprache für ihre Google-Suche auswählen. Nachdem ein Nutzer eine Sprache eingestellt hat, zeigt Google nur auf die ausgewählte Sprache ausgerichtete Anzeigen an. Falls der Nutzer keine Sprache einstellt, wird die standardmäßige Spracheinstellung durch die Google-Domain (z.B. Google.fr) festgelegt (in diesem Fall also Französisch).
 
Unter Umständen hat ein Nutzer Spanisch als Sprache eingestellt. In diesem Fall werden Anzeigen angezeigt, die auf Spanischsprachige ausgerichtet sind.
 
Google übersetzt keine Anzeigen. Eine auf Englisch geschriebene Anzeige, die auf das spanischsprachige Gebiet ausgerichtet ist, wird auf Englisch angezeigt. Die Sprache der Zielregion spielt hierbei keine Rolle.”

Erfahrungen haben gezeigt, dass es sich manchmal lohnt, die Anzeigen auf englisch und deutsch auszurichten, da viele ihren Browser bzw. die Benutzeroberfläche musikschule(unbewusst) auf englisch eingestellt haben, aber trotzdem deutsche Begriffe suchen. Letzteres verhindert, dass jemand etwas sucht und dann die Anzeige nicht versteht.
 
Städte

Regional agierende Firmen und Shops haben evtl. kein Interesse daran, dass Suchanfragen aus einer weit entfernten Region die Anzeigenschaltung auslösen und somit nach einem Klick Kosten verursachen. Deshalb besteht die Möglichkeit, Kampagnen auf einzelne Städte (mit oder ohne Umkreis von x km) auszurichten.
 
Hinzu kommt, dass unter regional ausgerichteten Anzeigen die entsprechende Stadt in einer zusätzlichen Zeile erscheint. Beispiel: Ich suche auf google.de nach “Musikschule Leipzig”, d.h. nach der Stadt, in der ich mich befinde, und sehe regional ausgerichtete Anzeigen, unter denen nochmal zusätzlich “Leipzig” erscheint.
 
Sonstige Tipps

Es kann hilfreich sein, Kampagnen zu trennen und unterschiedlich auszurichten, wenn regional unterschiedliche Wörter gebraucht werden und man deshalb die Anzeigen unterschiedlich formulieren sollte. Ein Beispiel wäre z.B., “Pfannkuchen” zu bewerben. “Pfannkuchen” werden in verschiedenen Regionen “Krampfen” oder “Berliner” genannt. (Selbst diese 3 Begriffe sind Manchem vielleicht unverständlich…) Dementsprechend könnte man darüber nachdenken, die Anzeigen in verschieden regional ausgerichteten Kampagnen unterschiedlich zu verfassen. Keyword-Insertion wäre eine andere Option…
 
Ob Adwords-Experte oder -Anfänger: Erfahrungswerte und Daten müssen für jedes spezifische Thema gesammelt (und ausgewertet werden). Wir sind offen für Feedback, Hinweise und Kommentare.

Google Adwords Search- und Content-Kampagnen

Dienstag, 19. Januar 2010

Erstellt man bei Google Adwords neue Werbe-Kampagnen, werden das Search – und Content-Netzwerk standardmäßig beide aktiviert. Die Folge ist meist, dass schon nach kurzer Zeit einige Tausend Impressions erzeugt werden und die Frage auftaucht: „Wie ging das denn so schnell?“ Diesem Phänomen möchten wir heute in diesem Blogbeitrag etwas auf den Grund gehen. (weiterlesen…)

Negative Keywords in Adwords

Montag, 30. November 2009

Der ein oder andere Leser hat vielleicht unsere Serie “Keyword der Woche” verfolgt und sich über so manche lustige Suchbegriff-Kombination amüsiert, die in den Suchanfrageberichten von Google Adwords auftauchen kann. Diesem Thema möchten wir uns heute zuwenden: Wie kann also verhindert werden, dass die Anzeigen für Suchbegriffe geschalten werden, die eigentlich ungewollt sind?

Wir sind aus Gewohnheit und Überzeugung für die Verwendung von der Keyword-Option “Wortgruppe”. Für die Adwords-Neulinge: Die Anzeigenschaltung wird dann nur ausgelöst, wenn die angegebene Zeichenkette gesucht wird. Groß- und Kleinschreibung spielen natürlich keine Rolle.
 
Beispiel:
Suchbegriffe: “vorlesung”, “seminar”, “tutorial”
 
Die Anzeige wird bei allen Kombinationen geschaltet, in der die sogenannten Strings in genau der Schreibweise auftauchen, also bei “online vorlesung”, “evorlesung”, “wo findet das seminar statt”, “tutorials for free”, “kein bock auf vorlesung” …
 
Die Keyword-Option “weitgehend” ist da schwieriger zu kontrollieren. Google entscheidet selbst, ob die Suchanfrage zum Keyword passt oder nicht. Wir nehmen das lieber selbst in die Hand und steuern mit selbst eingebuchten, verschiedenen (auch Falsch-) Schreibweisen daraufhin, dass wir alle relevanten Suchanfragen abdecken.
 
Jedoch sind natürlich manche Kombinationen ungewollt, die bei dem so gelassenen Status trotzdem eine Anzeigenschaltung auslösen. Da wir besonders auf Ecommerce spezialisiert sind, möchten wir uns direkt mal zu den empfehlenswerten negativen Keywords äußern, die nahezu jeden Shop-Betreiber interessieren könnten.
 
Um das vorher zu klären: ausschließende Keywords können genau wie “positive” Keywords in den Optionen “weitgehend”, “Wortgruppe” und “genau passend” gebucht werden. Es ist also sinnvoll, sinnlose Kombinationen durch negative Keywords wenigstens in der Option “Wortgruppe” auszuschließen.

SEM Agentur

Beispielsweise sind für Online Shops meistens alle Suchanfragen, die die folgenden Worte beinhalten, nicht relevant:
 
“reklamation”, “umtausch”, “kostenlos”, “gratis”, “test”, “erfahrung”, “bericht”, “reparatur”, “gebraucht”, “second”
 
Über Begriffe “billiger” bzw. “billig” o.ä. lässt sich streiten. Das muss jeder Shopbetreiber selbst auch in Abhängigkeit der internen Preispolitik entscheiden, ob er für die entsprechenden Suchanfragen Anzeigen schalten möchte oder vielleicht gerade auf Google-User, die nach “billige Schuhe” suchen, verzichten möchte.
 
Oft können auch Fragewörter wie “wie”, “was”, “warum” und “wieso” ausgeschlossen werden. Suchende, die – und ja es passiert doch noch häufiger, als man denken würde – komplette Fragen in das Google Suchfeld eingeben, sind meistens nicht in erster Linie auf einen Kauf aus. Auch das muss jedoch mit zunehmender Erfahrung und gewonnenen Datenmengen entschieden werden. Hilfreich sind dazu die Berichte im Adwords Berichtecenter.
 
Dabei kann für einzelne Keywords überprüft werden, wie hoch die Klick- und Conversion-Raten waren und ob der Begriff vielleicht besser ausgeschlossen werden sollte, da er vielleicht zu viel Traffic, zahlreichen Klicks und damit zu hohen Kosten, aber zu keinen Sales geführt hat.
 
Neben den offensichtlichen Keywords, die für nahezu jeden Shop, der z.B. keine Reparaturen oder Second-Hand-Produkte anbietet, von Belang sind, gibt es noch individuelle Begriffe, die ausgeschlossen werden sollten. Beispielsweise bin ich in einem der Berichte bereits über einen Buchtitel gestolpert, in dem der Name eines unserer Kunden erschien. “Der Tapir im Dorfe” ist der Name des Buches und für den Outdoor Shop völlig irrelevant. Sicherlich wird der Suchende auch merken, dass die Anfrage mit der Anzeige nichts zu tun hat, aber es sollten alle Eventualitäten sowie unnötige Impressionen ausgeschlossen werden und die Klickrate durch spezifischere Keywordlisten stetig verbessert werden.
 
Wer sich noch nicht oft mit den Suchanfrageberichten auseinandergesetzt hat, sollte dies unbedingt tun. Auch immer wieder für Überraschungen und zur Unterhaltung gut :-)

Google Ad Sitelinks

Montag, 16. November 2009

Google führte letzte Woche “Ad Sitelinks” ein und verspricht “Mehr Auswahl und Relevanz in suchbezogenen Anzeigen”.

 

Was sind Ad Sitelinks?

Ad Sitelinks sind zusätzliche Links, die unterhalb einer Adwords Anzeige ausgegeben werden und auf Unterkategorien des Werbetreibenden verweisen. Genauere Informationen zu den Sitelinks und wie man diese implementiert gibt es in der Google Adwords Hilfe.

 

myprinting+adsitelinks

 

Wer kann Ad Sitelinks einrichten?

Derzeit können nur Kunden Ad Sitelinks einrichten, deren Anzeigen ein gewisses Qualitätsniveau besitzen. Wir haben es überprüft und können vermuten, dass neben den Qualitätsfaktoren auch weitere Faktoren, wie die Höhe des Budget des Accounts, eine Rolle spielen. Google hält mit Informationen dieser Art aber hinterm Berg.

 

By the way, so sehen die Anzeigen unserer Kunden aus:

 

gustini+adsitelinks

 

styleon+adsitelinks

 

Worin liegt also der Mehrwert?

Kunden können durch die Sitelinks schneller in das Angebot eintauchen und sind somit ihrem Ziel einige Schritte näher. Gleiches gilt für die Anbieterseite ;)

Wir haben dies getestet und festgestellt, dass die zusätzlichen Links im Moment nur bei Brand-Anzeigen geschaltet werden, da vermutlich in der Regel keine Konkurrenzanzeigen vorhanden sind. Für allgemeinere Keywords erfolgt die Schaltung trotz hoher Qualitätswerte und einer durchschnittlichen Anzeigenposition von 1,x leider nicht.

Aber gerade in diesem Fall wären zusätzliche Links eine echte Navigationhilfe. Hingegen sind Kunden, die die Marke bereits kennen, mit dem Angebot und der Seitennavigation vertraut.

Die Frage nach dem wirklichen Mehrwert bleibt erstmal offen.

 

Ein weiterer Beitrag zum Thema im Blog inside-sem.

Neue Filteroptionen für Keywords

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Bei meinem täglichen Gang durch die Kampagnen unserer Kunden, ist mir eine neue Filteroption ins Auge gesprungen. Konnte man bisher über den Button “Filter und Ansichten” die einzelnen Keywords nur nach Keyword-Optionen (genau passend, passende Wortgruppe und weitgehend passend ) aufgliedern, ist es jetzt möglich auch nach Zeiträumen zu filtern:
täglich, wöchentlich, monatlich, vierteljählich, jährlich sowie nach Wochentagen.

Filteroptionen für Keywords

Filteroptionen für Keywords

Neuerung schafft Google fast täglich, aber wofür kann uns diese von Nutzen sein?
 
Auf Anzeigengruppenebene, eine gute Kampagnenstruktur vorausgesetzt, zeichnen die Aufgliederungen nach Monaten oder Quartalen einen allgemeinen Trend bzgl. des Traffic ab und lassen Rückschlüsse auf die Leistung der Anzeigengruppe zu. Für Accounts, die schon längere Zeit laufen, lassen sich interessante Vergleiche mit den Monaten der Vorjahre ziehen. Das Gefühl für den Account kann dadurch nur besser werden ;)
 
Insbesondere die Gliederung nach Wochentagen kann im E-Commerce von großem Interesse sein. An welchem Wochentag werden spezifische Produkte am häufstigen gekauft, wann kommt der meiste Traffic und wie kann ich diese Daten z.B. für meinen Newsletterversand nutzen? Nur einige Fragen, die sich Shop-Betreiber oder deren Agenturen stellen sollten.
 
Zuletzt noch der Beweis für die Endlichkeit der Google Rechenzentren ;)

Segmentierung zu groß?

Segmentierung zu groß?

So, hiermit ist der Blogbeitrag freigegeben, es darf über den Nutzen der neuen Filteroptionen diskutiert werden :)

Besuch bei Google – Teil 2

Sonntag, 20. September 2009

Am vergangenen Mittwoch sind viele Agenturen und Advertiser aus Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Ländern bei Google in Dublin zusammengetroffen, um einen Tag lang Vorträgen von Google zu lauschen und zu networken was das Zeug hält.
Um 9 Uhr morgens begann der Tag in den Headquarters mit der Registrierung und der damit verbundenen Unterschrift umfangreicher Non Disclosure Agreements. Da die drei Seiten in winziger Schrift wohl niemand gelesen hat, sage ich vorsichtshalber nicht allzu viel ;)
 
Nach einem morgendlichen Networking und dem Kennenlernen einiger anderer Agenturvertreter wurde zur Begrüßung durch zahlreich vertretene hochrangige Googlianer mit fancy Jobbeschreibungen vorangeschritten. Dabei vergaß man nicht, seinen Advertisern und Agenturen für die gute Zusammenarbeit zu danken, da man ohne deren Marketing Budgets an diesem Tage nicht hätte zusammenkommen können. Auf der anderen Seite gäbe es ohne Google Adwords natürlich auch einige Agenturen nicht (das wurde natürlich nicht gesagt).
 
Neben allgemeineren Ankündigungen wurde der Tag durch drei Breakout Sessions gekennzeichnet. In jeweils einer Stunde konnten so vorher gewählte Themen besprochen werden. Auf meiner Agenda: “Google Analytics & Marketing Effectiveness”, “Broadcasting campaings on YouTube” und “How Google supports your diversification strategy”.
Die Analytics Session war mäßig interessant: im Prinzip wurde allgemein erklärt, was sich mit Analytics anstellen lässt und wo die häufigsten Fehlerquellen liegen (Code ist nicht auf jeder Seite eingebaut). Zum Ende hin wurden spezifische Fragen von Anwesenden beantwortet, was für die Fragesteller sicherlich hilfreich war, für den Rest eher unspannend.
Als nächstes folge die Youtube Session: diese war nicht uninteressant. Youtube soll sicherlich mal eine wichtige Rolle für Adwords Werbetreibende spielen. Die Case Studies und Zahlen klangen alle pompös und vielversprechend. Nur wenn es um die Conversion von Youtube-Kampagnen geht, klingt nicht mehr alles so rosig. In der jetzigen Form ist Werbung auf Youtube eher für Werbetreibende mit hohen Budgets und Branding-Zielen interessant. Unsere stark CPO-fokussierten Kunden werden auf Youtube erst einmal nicht glücklich.
Als letztes folgte die Diversifizierungs-Session: diese war zunächst extrem allgemein: habe ich schon alle Keywords eingebucht, werden alle Produkte beworben, welche Produkte können mein Sortiment ergänzen und sind nicht auch andere Märkte (geographisch gesehen) sinnvoll? Zum Ende hin wurde ein neues Tool vorgestellt, das für die Internationalisierung von Kampagnen interessant erschien. Leider war es noch nicht so funktionstüchtig, wie man es sich wünschen würde, daher kam aus dem Publikum der berechtigte Einwand, dass der manuelle Aufwand des Übersetzens am Ende vermutlich der gleiche sein würde.
 
Zwischen den Breakout Sessions war Mittagessen angesagt (Sushi & Co.). Außerdem traf sich jede Agentur mit seinen Ansprechpartnern. Die Gespräche waren fruchtbar und haben aufgezeigt, wo Google uns noch unterstützen kann.
 
Gegen 18.30 Uhr wurden wir mit Bussen in unsere von Google gestellten Hotels gebracht, um dort eine Stunde später wieder abgeholt und zum “Guiness Storehouse” chauffiert zu werden. Dort wurden die ersten Guiness verabreicht und das interessante Networking fortgesetzt. Später am Abend wurde natürlich auch noch für feste Nahrungsaufnahme gesorgt.
 
Insgesamt war der inhaltliche Mehrwert vielleicht nicht so groß aber für mich war entscheidend, unsere Account Betreuer einmal persönlich kennengelernt zu haben und auch Bekanntschaft mit den Eigentümern einiger andere Agenturen ähnlicher Größe geschlossen zu haben. Eventuell ergibt sich mit einigen die Möglichkeit, zu einem späteren Zeitpunkt weitere Erfahrungen auszutauschen.
 
Wir würden uns freuen, auch 2010 wieder zu “Above & Beyond” nach Dublin eingeladen zu werden, auch wenn es dann wahrscheinlich nicht mehr ich bin, der die Reise antreten darf ;)

Besuch bei Google – Teil 1

Donnerstag, 17. September 2009

Am gestrigen Mittwoch hatte Google SEM-Agenturen und größere Advertiser aus Deutschland, Großbritannien und den Benelux-Staaten nach Dublin in die dortige Google Schalt-und-Walt-Zentrale eingeladen. Das Event nennt sich „Above & Beyond“ und sollte die Anwesenden für die Herausforderungen im Jahr 2010 fit machen.
 
Erfreulicherweise sind wir in diesem Jahr auch zum ersten Mal eingeladen worden. Da das Event am Mittwoch stattfand und man somit ohnehin schon am Dienstag hätte anreisen müssen, habe ich meine Anreise auf den Sonntag vorverlegt, um auch etwas von Dublin mitzubekommen. Somit ergab sich auch die Gelegenheit, unser Google Betreuungsteam schon am Montagabend und bei einem Mittagessen in der Google-Kantine am Dienstag kennenzulernen.
 
Das Google-Gebäude wirkt nicht ganz so beeindruckend wie man es anhand der Bilder aus dem amerikanischen Mountain View hätte annehmen können. Aber Irland ist eben auch nicht Kalifornien. Während sich in den USA wohl viel an der frischen Luft anspielt, macht einem das irische Wetter einen Strich durch diese Rechnung. Im Übrigen gibt es wohl keinen Googlianer in Dublin, der kein Wetter-Trauma hat. Der stets bedeckte Himmel ist Small-Talk-Thema Nummer eins.
 
gordonhouse
 
Aber natürlich gibt es auch in Dublin Google-Mitarbeiter, die verschwitzt in Sportkleidung an einem vorbeilaufen (Inhouse Fitness-Studio), hinter jeder Ecke steht ein Kicker- oder Billardtisch, es gibt viele Lounge-ähnliche Bereiche, Mini Study Rooms wenn das Großraumbüro doch einmal zu laut ist und überhaupt ist auch alles ganz schön bunt (rot, gelb, blau und natürlich grün). Auch sehr „convenient“ sind die prall mit Getränken und Snacks gefüllten Kühlschränke.
 
Kantinen gibt es gleich zwei (Google verteilt sich auch über zwei Gebäude). In einer Kantine gibt es landestypische Gerichte – also jeden Tag aus einem anderen Land. In Kantine Nummer zwei gehören Pizza, Sushi und einiges mehr zum täglichen Standard. Abgerundet wird das ganze durch Ben & Jerrys, Smoothies & Co. Für Google Angestellte und Gäste also nur das Beste.
 
Auf Anraten des gesamten Betreuungsteams bin ich am Dienstag Nachmittag nach „Howth“ gefahren. Dieses am Meer gelegene kleine Örtchen trumpft mit einer schönen Aussicht, einem kleinen Hafen und frei lebenden Robben auf (bis dahin nur im Zoo gesehen).
Im zweiten Beitrag wird es morgen im Wesentlichen um das eigentliche Event „Above & Beyond“ gehen.

Qualitätsfaktor und AdRank gut erklärt

Montag, 14. September 2009

Im Blog von Marcus Schütter habe ich gerade ein interessantes Video entdeckt. Es ist zwar offensichtlich schon ein halbes Jahr alt aber weiterhin sehr aktuell. Googles Chief Economist Hal Varian erklärt in etwa 9 Minuten wie die Adwords-Auktion funktioniert: wie wird die Position meiner Anzeige aus meinem Gebot und dem Qualitätsfaktor ermittelt, wie setzt sich der Qualitätsfaktor zusammen und wie wirkt sich Qualität auf den zu zahlenden Klickpreis aus? Das Video ist es auf jeden Fall wert, einmal in Ruhe angesehen zu werden:

 



SEM Agentur

Das Content-Netzwerk richtig nutzen

Dienstag, 18. August 2009

„Content und Search immer in getrennten Kampagnen bewerben!“ – Das hören wir oft von Google, auch wenn es ein sehr häufig gemachter Fehler ist (wegen ungünstigen Default Einstellungen von Google Adwords), gibt es doch noch ein paar Dinge mehr, die man bei den Einstellungen des Content Netzwerkes wissen sollte.

Während man vor einiger Zeit immer zwischen einer placement-bezogenen und einer keyword-bezogenen Kampagne unterscheiden musste, ist es mit der neuen Oberfläche möglich Keywords und Placements in einer Kampagne zu verwalten. Wie toll – dachte man sich und packte froh und munter Keywords und Webseiten in eine Kampagne, teilweise sogar in eine Anzeigengruppe.

Aber wieso gibt es bei den Kampagnen-Einstellungen dann immer noch die Unterscheidung zwischen Placement und Keyword bzw. wie es jetzt heißt: „Relevante Seiten nur auf den von mir verwalteten Placements“ und „Relevante Seiten im gesamten Werbenetzwerk“? So legten vermutlich die wenigsten in letzter Zeit noch Placementbezogene Kampagnen an.

content

Der Unterschied ist nach wie vor vorhanden und auch wenn man denkt, es könnte in einer Kampagne verwaltet werden, ist es weiterhin nötig diese zu trennen um dieselben Ziele zu verfolgen.

Die Keyword-bezogene Kampagne

Hier werden mittels eines Sets aus Keyword passende Webseiten von Google ausgesucht, auf denen die Anzeigen geschaltet werden. Fügt man selbst noch eine passende Webseite hinzu, wird die Anzeige nur dann auf der Webseite geschalten, wenn die Keywords auch zur Webseite passen oder ein Artikel der Webseite dazu passt. Eigentliches Ziel von Webseiten in eine keyword-bezogenen Kampagnge ist, die Webseiten über individuelle CPCs besser steuern zu können.

Die Placement-bezogene Kampagne

Die Anzeigen in dieser Kampagne werden nur auf selbst ausgewählten Seiten geschalten. Um Anzeigen auf größeren Seiten besser steuern zu können, ist es möglich mittels Keywords die Ausrichtung weiter einzugrenzen.

Also auch wenn Keywords und Placements in einer Kampagne und Anzeigengruppe verwendet werden können, ist es dennoch notwendig verschiedenen Kampagnen für jedes Ziel aufzusetzen.

Tipp am Ende: Hat man bei den Spracheinstellungen der Content Kampagne mehr als eine Sprache ausgewählt, funktioniert das Placement-Tool nur noch eingeschränkt.

Tücken des Google Markenschutzes

Donnerstag, 09. Juli 2009

Der Google Markenschutz ist ja – so sinnvoll er in einigen Fällen auch ist – schon einigermaßen nervig, da immer wieder Begriffe geschützt sind oder nicht in Anzeigen verwendet werden dürfen. Als wir das Konto eines neuen Kunden übernommen haben, war dem das Keyword “baobab” extrem wichtig. Leider wurde in seiner Kampagne nie eine Anzeige für dieses Wort ausgeliefert. Angeblicher Grund: baobab ist als Marke geschützt.
In der Keyword Analyse erschien folgende Meldung: “Gemäß den Markenrichtlinien von Google dürfen Anzeigen mit bestimmten Marken nicht in Ländern außerhalb Großbritanniens, Irlands, Kanadas und der USA gezeigt werden.” Allerdings hat der Kunde beim Inhaber der Marke angefragt, welcher meinte, dass die Marke bei Google nicht geschützt sein dürfte.

 
Die Lösung: die Marke “baobab” ist nur in einigen Ländern geschützt, z.B. Belgien und Niederlande. Genau diese beiden Länder waren in den Kampagneneinstelleungen aber aktiv, wodurch die Anzeige aber gar nicht mehr geschaltet wurde (auch nicht in Deutschland). Erst als wir Belgien und Niederlande aus den Kampagneneinstellungen entfernt haben, ist die Anzeige geschaltet worden. Nun hat “baobab” seine eigene Kampagne ;)

Sehr merkwürdig aber auch gut zu wissen!