In dieser Woche hat Google eine kleine Änderung im Content-Netzwerk vorgenommen, die jeden Advertiser sowie auch Publisher betrifft.
War bis vor Kurzem eine AdSense-Anzeige vollständig klickbar, so beschränkt sich der Klick-Bereich jetzt auf den Titel der Anzeige sowie die Anzeige-URL. Der beschreibende Text ist nicht mehr mit der Ziel-Seite verlinkt.
Einen ähnlichen Schritt hatte Google bereits im April dieses Jahres im Suchnetzwerk vorgenommen. Während die Werbeanzeigen über den organischen Suchergebnissen im gesamten gelb markierten Bereich klickbar waren, können User nun lediglich über den Titel einer Anzeige zur Ziel-Seite gelangen.
Die unmittelbaren Effekte liegen auf der Hand. Die Klickraten im Content-Netzwerk werden nun (leicht) sinken, da viele unbeabsichtigte Klicks ausgeschlossen werden. Da zuvor der gesamte Anzeigen-Bereich angeklickt werden konnte und es sich für viele User auch nicht auf den ersten Blick erschließt, dass es sich um eine Anzeige handelt, ist es immer wieder zu unbeabsichtigten Klicks gekommen.
Da diese eher zufälligen Besucher jedoch in den seltensten Fällen zu Käufern konvertieren, geht mit dem Absinken der Klickrate gleichzeitig ein positiver Effekt einher: die Kampagnen der Werbetreibenden werden profitabler, der Return On Investment steigt an. Auf der anderen Seite wird dies den kurzfristig denkenden Webmastern möglicherweise nicht gefallen, da sie für zufällige Klicks nicht mehr entlohnt werden.
Jedoch legt Google hier offensichtlich mehr Wert auf den nachhaltigen Erfolg, als auf das schnelle Geld. So kann Google auf diese Weise die Attraktivität des Such- sowie des Content-Netzwerks für Werbetreibende deutlich steigern. Ein höherer ROI zieht langfristig neue Advertiser an, für die sich eine Content-Kampagne bislang möglicherweise nicht gelohnt hat. Durch den dann wachsenden Wettbewerb profitieren durch steigende Klickpreise auch wieder die Publisher. Ganz nebenbei steigt auch noch die ‘User Experience’, da unbescholtene Web-Surfer nicht mehr aus Versehen auf kommerzielle Webseiten gelangen, die sie gar nicht besuchen wollten.
Insofern scheint es wieder mal ein kleiner Schritt zu sein, auf dem Weg, sowohl Internet-User als auch Werbetreibende und Webmaster langfristig an Google zu binden.






