Keyword der Woche: “Schlupfwespen”
3. August 2011 von JanineDiese Woche hat das Keyword „Schlupfwespen“ meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Mir bisher völlig unbekannt, werden Schlupfwespen zur chemiefreien Schädlingsbekämpfung benutzt. Ja, der Umwelt zu Liebe ist so einiges möglich!
Nichts Ungewöhnliches, wäre da nicht die Tatsache, dass diese zartbesaiteten Insekten vor allem zur Bekämpfung von (Kleider)-Motten genutzt werden. Da mir gerade keine Studien vorliegen, gehe ich frech davon aus, dass damit meine Stoff-Schätze im Kleiderschrank gemeint sind.
Ich bin skeptisch, aber versuche aufgeschlossen zu bleiben und schaue mir diese ungewöhnliche Art der Mottenentfernung näher an. Unter dem Motto: „Es muss nicht immer Chemie sein!“ wird die Verwendung dieser mir unheimlichen, aber sicherlich netten Krabbeltierchen angepriesen.
Zur Aufklärung: Die Schlupfwespen gehören zur Familie der Hautflügler und erreichen je nach Art und Verbreitungsgebiet eine Größe von wenigen Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. Charakteristisch für die Schlupfwespe ist der in der Länge in etwa der Körperlänge entsprechende, so genannte Legestachel. Mit diesem werden in die Motten-Eier, die Eier mit den Larven der nächsten Generation an Schlupfwespen abgelegt. Ich sag ja, sympathische kleine Tierchen! Die sich aus diesen Larven entwickelnden Schlupfwespen ernähren sich von den Larven der Wirtsinsekten, bis wieder eine Schlupfwespe schlüpft.
Toleranz hin oder her, ich bin mir sicher, dass ich bei der nächsten Mottenplage wieder ruhigen Gewissens zur Chemie greife. Denn eine Frage bleibt offen: Wie werde ich die Schlupfwespen wieder los?!
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Nichts leichter als das: Einfach ein Hornissenvolk oder ein bis zwei Rotrückenwürger nachbestellen und die Schlupfwespen sind nach getaner Arbeit im Handumdrehen verschwunden
In dem Fall nehme ich die Schlupfwespen gern in Kauf. Aber danke für den Tipp, Torsten..