Keyword der Woche: “Adventskalender mit Föteli”

03. November 2009 von Simon

Ja, der folgende Blogbeitrag ist jugendfrei. Und nein, Föteli und Verhüterli sind nicht das gleiche! ;)
 
Wieder einmal hat die Geschenkesaison begonnen und unsere Schweizer Nachbarn suchen “Adventskalender mit Föteli”, in Deutschland auch als “Adventskalender mit Fotos” bekannt.
 

Adventskalender mit Föteli

Adventskalender mit Föteli

So sieht ein Adventskalender mit Föteli aus, weitere Details gibt es bei unserem Kunden Framily.
 
Verabschieden will ich mich mit einem Statement der Sturzbueben aus Neuheim (Schweiz): ”Wenn dier es Föteli guet gfallt und du’s als Hintergrundbild möchtisch, chasch eus es Mail schribä, mier schicket dier denn eis mit ere guete Uflösig.”

Phänomene einer Online Marketing Agentur

02. November 2009 von Jasmin

Es sind die kleinen Details, die das Leben in einer Online Marketing Agentur so angenehm machen.
 
“Am Puls der Zeit” fühlen wir uns, denn die neuesten Nachrichten erfahren wir meistens per Netvibes oder Twitter, wobei letzteres die schnellere, aber auch mit mehr Falschmeldungen gespickte Variante ist.
 
Online-Radioprogramme wie Phonostar sorgen für musikalische Untermalung und ersparen uns die im “Offline”-Radio übliche Werbung oder Gewinnspiele…
 
Das Mittagessen wird fast immer online bestellt (Dienstleistern im spärlich von Essensgelegenheiten besiedelten, grafischen Viertel in Leipzig geben wir gute Chancen für eine Neugründung).
 
Oft wird Skype der Offline-Kommunikation namens “Reden” vorgezogen, um die anderen nicht abzulenken, Links zu schicken usw. Über Öffnungszeiten und Standorte von (Offline-) Geschäften können wir aufgrund von fehlender Routine meist nur wild spekulieren…
 
In unserem nahezu papierlosen Büro ist Nicht-PC-Hardware zwar rar (Wo war nochmal unser Lineal?), wird aber auch wenig genutzt. Stattdessen nutzen wir webbasierte Software und Tools, z.B. Highrise für Kunden- und Leadmanagement , dam Intranet Backpack und Basecamp als Projektmanagement-Tool. So sind Dateien, Nachrichten und Termine nicht nur von überall abrufbar, sondern auch als kleiner positiver Nebeneffekt den Umständen entsprechend “sicher aufbewahrt”.
 
Letzten Freitag traf es uns dann doch: die Fritzbox streikte. Daraufhin waren wir einige Stunden trotz bemühter Telefonate mit wie immer maßlos überforderten Telekom-Mitarbeitern offline. Zuerst irrten unsere Mitarbeiter scheinbar orientierungslos umher, Däumchen-drehend und darauf wartend, dass der Spuk vielleicht doch schnell vorbei sein würde. Letztendlich bliebt uns nichts anderes übrig, als Offline-Aufgaben zu suchen, UMTS zu nutzen und zu hoffen.
 
Seit Sonntag sind wir wieder online. “Großstörung” lautete die Begründung der Telekom. Wieauchimmer, unsere Fritzbox ist jetzt auf dem neuesten Stand und kann nun auch UMTS :-) Beim nächsten Mal sind wir vorbereitet.
online-marketing-büro

Praktikant für Online Marketing gesucht

30. Oktober 2009 von Jasmin

Du bloggst und aktualisierst deine Flickr-Fotoalben (wie wir ;-) ) und interessierst dich für Schlagzeilen über Facebook, Twitter, Google, Bing & Co.? Du weißt, dass Xing mit chinesisch nichts zu tun hat und du rufst mehrmals täglich, wenn nicht stündlich, deine Emails ab?
Hast du Lust, etwas genauer in die Materie einzusteigen? Ein Praktikum für Online Marketing ist bestimmt etwas für dich!
 
Wir sind eine junge Online Marketing Agentur mit Kundenschwerpunkt im Ecommerce und Web 2.0 Bereich und suchen für mindestens drei Monate einen engagierten Praktikanten mit Durchblick.
 
Wir kopieren selber, dich wollen wir mit spannenderen Dingen beschäftigen:
• Einarbeitung und Training in den Bereichen Suchmaschinenmarketing, Affiliate Marketing, Performance Marketing
• Mitarbeit bei der Betreuung von Kundenaccounts
• Unterstützung bei der Erstellung von Konzepten und Strategien (sowohl für Kunden als auch intern)
• Aufbau von Prozessen, Optimierung von Workflows
• Vorbereitung und Begleitung von Workshops
 
Was solltest du mitbringen?
• Starkes Interesse an Ecommerce, Marketing, Web 2.0 und Social Media Marketing
• Strategisches und konzeptionelles Denken
• Unternehmerisches Denken und ökonomisches Verständnis
• Online-Affinität (eigene Webseite, Blog, ebay-Shop, Twitter, Foren, Communities o.ä.)
• Sehr gute Englischkenntnisse
• Programmierkenntnisse sind NICHT nötig, ein Grundverständnis für Themen wie HTML aber sehr hilfreich
 
Und was bieten wir dir dafür?
• Flexible Gestaltung und Anpassung der Praktikumsinhalte an deine Interessen und Stärken
• Ein gutes Netzwerk mit interessanten Kunden
• Weiterarbeit nach Beendigung des Praktikums als Freelancer möglich
• 500 Euro/Monat
• Angenehme Arbeitsatmosphäre mit flacher Hierarchie
 
Bitte schicke Deine Bewerbung inklusive Lebenslauf und Arbeitsproben an Julia Rittig (jobs@projecter.de).

Warum eigentlich twittern?

26. Oktober 2009 von Jasmin

twitter-bird-4“Was ist denn das überhaupt?”, “Muss man da nicht aufpassen, wenn man jetzt mittlerweile alles über sich im Internet preisgibt?”, “Ist das nicht gefährlich/überflüssig/sinnlos/nervig/…?”
 
Das Wissen und Unwissen über die neue Mentalität des Zwitscherns ist sehr unterschiedlich. Während die einen noch nie etwas von Twitter gehört haben, gehen andere ohne sich dank spezieller Twitter Clients für mobile Geräte wie iPhone & Co. im Sekundentakt auf dem Laufenden halten zu lassen nicht mehr aus dem Haus. Besser gesagt: sie lassen sich vorher erst noch über das Wetter, Nachrichten, Verkehrsstatus (Folgen Sie unauffällig der @s-bahn berlin) und die Börsenkurse durch @Boerse informieren, bevor sie im virtuellen Ernährungstagebuch festhalten, was sie gerade gegessen haben…
 
Über Sinn und Unsinn des Zwitscherns wird gestritten. Doch die aktiven Twitterer sind hier im @projecter-Büro klar in der Überzahl. Es folgt die ultimative Umfrage: Warum twittert ihr (nicht)?
 
julia2Julia alias @julius1983:
“Wenn ich mir so anschaue, wem ich folge, lassen sich daraus drei Kategorien bilden. Twitter ist in erster Linie Nachrichten-Ticker, der mir kurze Häppchen liefert. Bei Bedarf lese ich mehr. Daneben nutze Twitter um mit Leuten in Kontakt zu bleiben, zu denen ich sonst keinen Kontakt hätte. Das sind vorrangig ehemalige Kommilitonen. Nach dem Studium trennten sich unsere Wege. Über Twitter erfahre ich, wie es ihnen geht, was sie gerade beschäftigt und kann bei Bedarf schnell einen Kommentar hinterlassen. Auf der anderen Seite folge ich Leuten, die ich sehr interessant finde. Über sie erfahre ich, wie gerade die aktuelle Messe oder der Congress läuft, zu dem ich leider nicht fahren konnte. Auch wenn es für andere unsinnig erscheint, aber ja, mich interessiert, bei welcher Podiumsdiskussion z.B. Sascha Lobo gerade sitzt. Für mich liefert Twitter also kleine Details aus dem Alltag interessanter Menschen.”
 
Jasmin: Twitterst du eigentlich?christian2
Krischi: Nope, ist nich so meins ;)
Jasmin: Und warum nicht? ;)
Krischi: Bin da noch Web 1,5.
Jasmin: :D
Krischi: Naja, alles irgendwelche Banalitäten… und ich habe keine Firma, die ich promoten müsste. Privat find ich’s nicht gut. Ich will andere Leute nicht damit nerven, wo’s mich gerade juckt…. und das auch nicht von anderen wissen ;) Für SMM geht das aber natürlich klar als Kanal.
 
katja2Mit Twitter könne man nicht nur aktuellste News erfahren, meint Projecter-Geschäftsführerin Katja (@katjavonderburg), teilweise noch deutlich früher als in den herkömmlichen Nachrichtenblogs auf Netvibes etc., sondern auch die lesenswertesten Blogbeiträge herausfiltern, indem man sich von Retweets und “via”-Mentions leiten lässt.
 
Außerdem könne man auch Fragen stellen, sich bei anderen Empfehlungen holen, z.B. welche Apps lohnend sind oder wo man bestimmte Sachen runterladen kann usw.
 
Das sei der Vorteil dessen, dass sich zu großen Teilen Experten dem Twittern widmen und “die Szene” regelrecht unter sich ist. Natürlich muss man Spam-Follower auch immer mal aussortieren, aber wenn man sich erstmal einen Stamm von interessanten Twitter-Usern und Followers aufgebaut hat, ist das eine sehr nützliche Form des Web 2.0. Ihre Tweets tragen übrigens das Kürzel “KB”.
 
steffi2
“Am Anfang gab es mal den Vorsatz, nur Dinge zu twittern, die für andere auch interessant sind”, erzählt Steffi (@steff_). “Dann kam es soweit, dass ich gar nicht mehr getwittert habe, weil ich alles so kritisch hinterfragt hab ob das andere interessiert. Jetzt twittere ich Sachen, die mir gut gefallen, die für andere interessant sind, oder lustige und aufregende sachen aus meinem Leben. ;) ” Jedoch ist sich Steffi auch der Risiken bewusst und würde deswegen nie aus dem Urlaub twittern, während andere dann ihre Wohnung ausräumen… Für den Projecter-Blog twittert Steffi alias “SR”.
 
simon2Simon alias @skplusm:
“Anfangs wollte ich Twitter einfach mal ausprobieren und sehen, ob das neue Kommunikationsmittel auch hält, was so mancher “Experte” verspricht. Mittlerweile sehe ich Twitter als weitere Möglichkeit, um im schnelllebigen Internetgeschäft auf dem neusten Stand zu bleiben. Weiterer Vorteil ist, dass ich meinen Twitter-Client mit andere Social Media Plattformen verbinden und somit das Handling dieser effizienter gestalten kann.”
 
patrick2
“Nur als Firma um uns bekannter und interessanter zu machen”, nutzt Projecter-Geschäftsführer Patrick Twitter. “Für manch einen Tweet wäre ein privater Account sicherlich sinnvoller, aber am Ende ist es mir dann doch nicht allzu wichtig.” Vor zwei Jahren hat er einen privaten Account angelegt, der aber seitdem brach liege. Interessanten Leuten folgt er über den @projecter-Account. Tweets von ihm können durch das Kürzel “PH” enttarnt werden ;-)

Keyword der Woche: “Was kostet ein Tapir?”

23. Oktober 2009 von Jasmin

bepreister-tapirUnd wieder einmal hat der Adwords-Suchanfragebericht interessante Aufschlüsse darüber geliefert, was Google-User wirklich suchen:
 
“Was kostet ein Tapir” war eine der Wortgruppen, die eine Anzeigenschaltung auslösten.
 
Aber es gab noch weitere lustige Suchkombinationen, die wir fein dosiert in den nächsten Wochen zum Besten geben werden. Für allgemeine Belustigung hier im Büro haben sie bereits gesorgt.
 
Wird irgendwo in Deutschland ein Tapir geboren, erfahren wir es sofort, denn einen entsprechenden Google Alert erstellt haben wir schon.
 
Zwar wissen wir dafür noch nicht, was ein ein Tapir kostet, und wo man ihn kaufen kann, aber wir werden nachfragen. Vielleicht wissen unsere Kunden vom Tapir Outdoor Shop mehr. ;-)

Gefühlte Temperatur 4°C… na und?

21. Oktober 2009 von krischi

san-pepelone

Das Projecter-Team fährt an die Ostsee… im Herbst… zum Surfen. Kein Scherz! So geschehen am letzten Wochenende.
So richtig wollte es uns niemand glauben, aber der Ausflug nach Pepelow war geplant und der Surfkurs gebucht, auch wenn sich  mittlerweile die Wetterlage derart geändert hat, dass konstant nennen wir sie mal ‘frische Luft’ vom Polarkreis an die Ostsee geleitet wurde.

 

 

 

Temperaturen von 7-9°C (gefühlt 4°C) waren natürlich nicht das, was man sich von einem Strandurlaub verspricht, aber immerhin konnte man mit günstigen Windverhältnissen rechnen… und mit ca. 10°C Wassertemperatur war es im Wasser immer noch am wärmsten.

 

san-pepelone2

 

Los ging es also am Donnerstag Nachmittag. Die gepackten Koffer aus dem Büro in den Transporter verladen und ab nach Pepelow am Salzhaff ins Feriendorf San Pepelone. Freitag Vormittag startete der erste Windsurfkurs und es kostete einige Überwindung sich ins Wasser zu begeben, aber erste Fortschritte waren schnell zu verzeichnen. Am Samstag wurden die frisch erworbenen Kenntnisse gleich bei steifer Brise und ordentlich Wellengang auf die Probe gestellt. Sonntag hieß es dann auch schon wieder Abschiednehmen, aber die Sonne und der blaue Himmel luden noch einmal zum gemütlichen Absurfen ein und so kam doch noch ein klein wenig Strandfeeling auf. Am Nachmittag hieß es dann Antreten zur Heimfahrt. Zurück in Leipzig – nach rundum gelungenem Teamausflug – hieß die Frage: Wohin geht’s als nächstes? ;)

 

Wer twittert denn da? Wer ist @projecter?

19. Oktober 2009 von Jasmin

incognitoIn den letzten Wochen ist es vermehrt zu folgenreichen Verwechslungen, Missverständnissen und Doppeldeutigkeiten gekommen, weshalb wir uns gezwungen sehen, Stellung zu beziehen und das Mysterium aufzuklären. :-)
 
Unsere Follower werden sich schon länger die Frage stellen: Wer twittert denn da eigentlich? Können die ganzen Tweets über Blogbeiträge, Veranstaltungen oder auch Updates zum Thema Fußball, Nachrichten, Produkten und Tools, Flughafen- und Zugunannehmlichkeiten, Mittagessendienstleistern usw. von einer einzigen Person stammen?
 
Nein, natürlich nicht. :-)
 
Damit es in Zukunft zu weniger Verwechslungen kommt, die Zuordnung der Tweets zum jeweiligen Projecter-Mitglied etwas leichter fällt, wollen wir heute kurz vorstellen, wer da twittert…
 
Zuerst einmal wäre da Katja. Die Geschäftsführerin und Gründerin von Projecter twittert (oft auch zu völlig unchristlichen d.h. nächtlichen Stunden) über interessante Blogbeiträge oder hält unsere Followers über Veranstaltungen wie auch schon zum Idelab als menschlicher Live-Ticker meist per iPhone auf dem Laufenden. Sollte das Kürzel “KB” eine Verwechslung zukünftig vermeiden? Es wird sich zeigen. :-)
 
Dann wäre da noch Patrick, der immer mal während oder nach Fußballspielen, besonders, was Hertha angeht, einen Tweet abschickt. In Zukunft könnten seine Tweets durch das Kürzel “PH” identifiziert werden…
 
unauffällig
 
Steffi twittert auch immer mal in Vertretung oder einfach so. Tweets über Beobachtungen von Katastrophen, die sich hier vorm Projecter-Bürofenster abspielen, das interne Bürogeschehen oder auch Updates über von ihr stammende Blogbeiträge können ihr zugeordnet werden. “SR” wird zukünftig auf ihre Tweets schließen lassen.
 
Ich kann mich natürlich auch nicht einfach so aus der Affäre ziehen: ich twittere auch dann und wann zu eigenen oder fremden Blogbeiträgen, Nachrichten und was sonst noch mitteilungswürdig erscheint. “JS” wird mein Kürzel sein und verrraten, dass ein Update von mir stammt.
 

Keyword der Woche: Marmeladenfraktur

16. Oktober 2009 von Jasmin

marmeladenfraktur
 
Was wird er oder sie gedacht haben, als er oder sie nach “Marmeladenfraktur” gesucht hat? Der Suchanfragebericht von Google Adwords ist doch auch immer wieder für eine Überrraschung gut ;-)
 
Die einzig mögliche Variante, sich mit Marmelade eine Fraktur zuzuziehen, könnte sein, indem man die mit vielen Zutaten individuell zusammengemixte Marmeladenmischung auf den Fuß fallen lässt. Oder hat schon mal jemand ein Marmeladenglas geröntgt?
 
Wir finden jedenfalls: cool als Geschenkidee. Also der Mix oder ein Gutschein, nicht die Verletzungsmethode.
 

Neue Filteroptionen für Keywords

14. Oktober 2009 von Simon

Bei meinem täglichen Gang durch die Kampagnen unserer Kunden, ist mir eine neue Filteroption ins Auge gesprungen. Konnte man bisher über den Button “Filter und Ansichten” die einzelnen Keywords nur nach Keyword-Optionen (genau passend, passende Wortgruppe und weitgehend passend ) aufgliedern, ist es jetzt möglich auch nach Zeiträumen zu filtern:
täglich, wöchentlich, monatlich, vierteljählich, jährlich sowie nach Wochentagen.

Filteroptionen für Keywords

Filteroptionen für Keywords

Neuerung schafft Google fast täglich, aber wofür kann uns diese von Nutzen sein?
 
Auf Anzeigengruppenebene, eine gute Kampagnenstruktur vorausgesetzt, zeichnen die Aufgliederungen nach Monaten oder Quartalen einen allgemeinen Trend bzgl. des Traffic ab und lassen Rückschlüsse auf die Leistung der Anzeigengruppe zu. Für Accounts, die schon längere Zeit laufen, lassen sich interessante Vergleiche mit den Monaten der Vorjahre ziehen. Das Gefühl für den Account kann dadurch nur besser werden ;)
 
Insbesondere die Gliederung nach Wochentagen kann im E-Commerce von großem Interesse sein. An welchem Wochentag werden spezifische Produkte am häufstigen gekauft, wann kommt der meiste Traffic und wie kann ich diese Daten z.B. für meinen Newsletterversand nutzen? Nur einige Fragen, die sich Shop-Betreiber oder deren Agenturen stellen sollten.
 
Zuletzt noch der Beweis für die Endlichkeit der Google Rechenzentren ;)

Segmentierung zu groß?

Segmentierung zu groß?

So, hiermit ist der Blogbeitrag freigegeben, es darf über den Nutzen der neuen Filteroptionen diskutiert werden :)

Rückblick aufs Idealab 2009

13. Oktober 2009 von Katja

Wie schon im letzten Jahr hat Projecter (in diesem Fall Katja und Steffi) am Wochenende dem Idealab an der WHU in Vallendar einen Besuch abgestattet.
 
Nachdem wir auf einer denkbar stockdusteren und abzweiglosen “Abkürzung” unser Hotel mit dem klangvollen Namen “Alexander von Humboldt” gefunden hatten, starteten wir am Freitag halbwegs ausgeruht und noch mit dem Klang der im Viertelstundentakt durch Vallendar ratternden Güterzüge im Ohr (direkt vor dem Hotelfenster) in den ersten Tag Idealab. Der begann wie üblich mit der Eröffnungsrede von Oliver Samwer, die er fest abonniert zu haben scheint ;-) Die Rede fiel dieses Jahr etwas gemäßigter und weniger alarmierend aus als letztes Jahr (Es kommen keine harten Zeiten auf uns zu, sondern verdammt harte!), enthielt aber ansonsten die üblichen Kernaussagen: Man kann als Gründer im Internetbereich jung und unerfahren sein und trotzdem schnell Erfolg haben bzw. ein “Star werden”. Wenn man dann noch an der WHU studiert hat, männlich, zwischen 20 und 25 Jahren alt und ohne familiären Anhang ist, dürfte man voll ins Casting-Raster des EFF passen ;-) Aber eines muss man Oliver Samwer wirklich lassen: Er versteht es, junge Leute zum Gründen zu motivieren – wie auch immer das dann am Ende konkret aussieht.
 
Danach ging es weiter mit dem Panel “Business Angel vs. VC”, welches das “vs.” erfreulich wörtlich nahm. Stefan Glänzer und Prof. Dr. Malte Brettel bildeten ein schlagkräftiges Argumentationsteam gegen David Kuczek von Holtzbrinck Ventures, der die VC-Seite vertrat. Die Argumente kamen pointiert und quasi in Zitatform, so dass unser Tweet-Aufkommen stark anstieg. Wann bekommt man schon soviele 140-Zeichen-Vorlagen am Fließband geliefert? Primär ging es um die übliche Praxis von VCs, Gründerteams auf eine bestehende Idee zu casten, wobei diese dann weit weniger als 50% der Anteile halten. Stefan Glänzer meinte dazu, dass man sich nicht mehr Gründer nennen kann, wenn man keine Mehrheit am eigenen Unternehmen hat und dass die Gründer die Ideen haben müssen und nicht die VCs: “Es ist Risikokapital, kein Sparkassenschweinchen-Kapital!” Auch Malte Brettel empfahl ehemalige Gründer als Frühphasen-Investoren, da diese nicht nur Kapital, sondern auch wertvollen Input liefern könnten, während es von VCs in der Regel einfach “nur” Geld gäbe. Beide vertraten den Standpunkt, dass das Gründen von Copycats in Deutschland aufgrund der ausreichende Marktgröße leider recht erfolgreich ist, aber sicherlich nicht förderlich für die Entwicklung von echten Innovationen. Weitere Details aus dem Live-Ticker gibt es in unserer Twitter-Timeline nachzulesen ;-)
 
Sehr unterhaltsam verlief auch die Paneldiskussion “Gaming im Internet”, was vor allem auch der launigen Moderation durch Christian Weiß von gimigames zu verdanken war. Florian Heinemann von Rocket Internet war leider im Stau steckengeblieben und kam pünktlich zum Schluss der Diskussion, konnte aber noch für ein paar Lacher am Ende sorgen. Alle Teilnehmer des Panels waren sich einig, dass die Viralität von Online-Spielen eine Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Investment ist und nicht erkauft werden kann. Meistzitiertes Beispiel war hier das Pennergame, dessen rasanter Erfolg alle völlig überrascht hatte (“das am lausigsten umgesetzte Online-Spiel, das ich kenne”). Fazit: Die Idee und das Spielkonzept zählen, nicht tolle Grafiken oder glattpolierte Programmierung. Einig war man sich auch, dass Social Games z.B. auf Facebook nach wie vor der vorherrschende Trend sind, dass man aber gegen Branchengrößen wie Zynga (FarmVille, Mafia Wars) nur mit wirklich guten und frischen Ideen ankommen könne.
 
Bei den Elevator Pitches am Nachmittag sind uns besonders ZweiDabei (Online Speed-Dating mit Video) und Conangel positiv aufgefallen, deren iPhone-App zur mobilen Konferenzplanung wir bereits mit den Daten des Idealab live testen konnten. Clevere Idee, die mehrere Probleme löst, gut umgesetzt. Wir hoffen, mehr davon zu hören!
Die abschließende Panel-Diskussion zum Thema “Lifestyle im Internet” blieb trotz interessanter Teilnehmer wie Damian Doberstein von kupiVIP (dem russischen Brands4Friends) sehr farblos, so dass alle Teilnehmer ihre Redezeit primär zur Selbstdarstellung nutzen.
 
Höhepunkt des ersten Tages war nach dem sehr gelungenen Galadinner die Lounge in beeindruckenden Lokalitäten der WHU. Die Party wurde zu intensivem Netzwerken genutzt, wobei allerdings zunehmender Genuss der knallroten “Idealab”-Cocktails mit abnehmender Ernsthaftigkeit korrellierte. Leider waren gegen 1 Uhr alle Getränke alle (sogar das Wasser!!), so dass das Licht an- und die Musik ausging.
 
War vielleicht auch besser so, denn am Samstag ging es um 9:30 Uhr mit den Workshops weiter, wobei wir uns für die Generation 50+ mit dem Gründer der Sammel-Community Tamundo entschieden. Der Workshop förderte Interessantes zu Tage, wie zum Beispiel einfache Methoden der Conversion-Steigerung im Anmeldeprozess: Ein Siegel mit der Aufschrift “Offiziell in Deutschland angemeldetes Unternehmen” plus Bundesadler und deutscher Flagge wirkt in der Generation der Silver Surfer offenbar Wunder in Sachen Glaubwürdigkeit.
 
Bei der letzten Paneldiskussion, die wir uns anhören konnten, sollte es um das Internet als Kommunikationsplattform gehen. Allerdings hob die Diskussion hier nie so richtig vom Boden ab, weil sich alle Teilnehmer irgendwie dann doch immer recht einig waren (Kevin Eyres/Linkedin, Michael Brehm/ Ex-Studivz, Christian Vollmann/ MyVideo, edarling, Christian Gaiser/ KaufDA). Immerhin machte Christian Vollmann klar, dass er es keineswegs als Nachteil betrachten würde, wenn er Partybilder eines Bewerbers im Internent finden würde, sondern eher als Pluspunkt, so nach dem Motto: Wer nicht feiert, ist suspekt ;-)
 
An dieser Stelle war das IdeaLab für uns auch schon beendet, da wir noch eine längere Heimreise vor uns hatten. Beeindruckend war die sehr gute und professionelle Organisation der gesamten Veranstaltung inklusive eines luxuriösen Fahrservice, der uns bis nach Frankfurt kutschierte. Good work!
 
Was uns noch auffiel? Web 2.0 war weder praktisch noch theoretisch ein Thema, so dass wir bei Twitter mit dem Hashtag #idealab ziemlich alleine dastanden und nach einigen Stunden fast alle Mit-Twitterer persönlich kannten. Auch nach der Veranstaltung wimmelt es im Netz nicht gerade von langen Berichten oder Blogbeiträgen: Auf der Seite des Idealab selbst gibt es eine sehr detaillierte Zusammenfassung der Veranstaltung und aller Vorträge, bei Gründerszene einen kurzen Rückblick mit zahlreichen Fotos. Für sachdienliche Hinweise auf weitere Berichterstattung sind wir dankbar ;-)
 
Wir werden nächstes Jahr sicherlich wieder mit dabei sein, das Twitter-Fähnchen hochhalten und fleißig netzwerken. Und wenn sonst nichts hilft, um die auch in diesem Jahr magere Frauenquote anzuheben, bringen wir eben noch ein paar Projecter-Mitarbeiterinnen mit ;-)