Archiv für die Kategorie ‘Projecter’

Wie man den Namen einer Online Marketing Agentur entstellen kann

Montag, 08. März 2010

Wir sind ja einiges gewöhnt, was die Schreibweisen unseres Firmennamens angeht. Klar, vielleicht versteht man beim Erstkontakt per Telefon nicht gleich, wie genau “Projecter” buchstabiert wird. Uns war das einen Blogbeitrag wert. Die kreativsten Varianten möchten wir hier mal als “worst practice” zum Abgewöhnen präsentieren.
 
Meistens wird gezweifelt, ob nun mit “c” oder “k” in der Mitte oder mit “e” oder “o” hinten… Eine moderne und irgendwie lustige Schreibweise ist auch noch mit “a” als letzten Buchstaben. Und dann wären da noch die ganz Kreativen, die statt des “c”s “ck” schreiben wollen.

Wie man "Projecter" noch schreiben kann...

 
Vielleicht nochmal eine kurze Bedeutungs-Erklärung: Es geht um Projekte, also “projects”, nicht aber ums “Projizieren” oder “Projektoren”…
 
Grundsätzlich tragen kreative Abwandlungen der Schreibweise zur allgemeinen Erheiterung im Büro bei, vor allem bei Bewerbungen. Über weitere kreative Einsendungen freuen wir uns, denn wir hätten da noch ein paar Online-Marketing-Jobs im Angebot… :-)

Projecter in Zahlen

Mittwoch, 03. März 2010

Nachdem wir das mit dem Geburtstag letztes Jahr gründlich verpasst haben, nehmen wir es dieses Jahr aber richtig ernst! Mit Feiern und Sushi und allem Drum und Dran ;-)
 
Da ich beim Jahre zählen ja vorerst nur bis zwei komme, habe ich mich mal ein bisschen umgesehen und bin auf folgende Zahlen gestoßen:
 
Tweets: 1430
Follower bei Twitter: 790
Kontakte im CRM: 775

steffi

Steffi a.k.a. "Highrise-Polizei", die unser CRM immer pflegt


Geschriebene Rechnungen: 516
Seiten im Backpack: 275
Blogbeiträge: 252
Patrick, der die Rechnungszahl heute weiter ansteigen lassen wird

Geschäftsführer Patrick, der die Rechnungszahl heute weiter ansteigen lassen wird


Bloggt und twittert für Projecter: Jasmin

Bloggt und twittert für Projecter: Jasmin


Kaffeemaschinen: 3
Scheren: 3 (hart umkämpft)
Täglich im Büro ankommende Pakete: 2-3
Drucker: 2
Whiteboards: 2
Trainee und Kaffee-Kenner Simon

Trainee und Kaffee-Kenner Simon


Volle Bierkästen: 1,5
Bilder von Bill Gates: 1
Norwegen-Kalender: 1
Tiefseemonster-Kalender: 1
Norwegen-Fan Julia

Norwegen-Fan und Trainee Julia


Freunde bei Facebook: 218
Urlaubspostkarten: 10
Gesammelte Daten: 4,85 GB
 
Gefüllte Aktenordner: 24
Grünpflanzen: 16
Schreibtische: 11
Monitore: 11

iPhones: 3
Blackberrys: 1
Apple-Fans: Tendenz steigend

Festangestellte: 5
Freelancer: 3

Neuester Zuwachs: Trainee Tobias

Neuester Zuwachs: festangestellter Trainee Tobias


Werkstudenten: 2
Geschäftsführer: 2
Praktikanten: 1
Eine unserer beiden Werkstudentinnen: Jule

Eine unserer beiden Werkstudentinnen: Jule


Protokollierte Team-Meetings: 70
Besuchte Fachveranstaltungen im letzten Jahr: 18
Auf vielen Events unterwegs gewesen: Geschäftsführerin Katja

Auf vielen Events unterwegs gewesen: Geschäftsführerin Katja


Grillparties: 2-3
Messestände: 1
Weihnachtsfeiern: 1
Eissurfen-an-der-Ostsee-Ausflüge: 1
 
Gesammelte Erfahrungen: unbezahlbar
Pläne für 2010: würde den Rahmen sprengen ;-)
 
Falls ich mich verzählt haben sollte, bitte lauthals bei mir beschweren.
Falls ich zählenswerte Dinge vergessen haben sollte, bitte umgehend kommentieren.

Worauf wir sehnsüchtig warten

Mittwoch, 24. Februar 2010

Die Einen warten darauf, dass endlich Sommer wird. So geht es z.B. unserer Praktikantin Juli. Andere wünschen sich, dass beliebte Marken-Laptops (…) irgendwann erschwinglich werden. Wieder Andere warten einfach nur auf eine E-Mail oder einen Anruf. Und was sehnt das Projecter-Team sehnsüchtig herbei?
 
Steffi wartet sehnsüchtigst auf einen vollwertigen Onlineshop für Lebensmittel und mehr. “So ein Kaufland in online!” Der Wunsch liegt nahe, denn meist ist der Einkauf nach Feierabend unter der Woche bzw. am Wochenende im Hauptbahnhof eher zum Abgewöhnen.
 
Auch Jule ist der Meinung, dass es viel mehr Läden geben sollte, bei denen man auch online das gesamte Sortiment kaufen kann. Weiterhin findet unsere Werkstudentin, dass es ruhig mehr Online Shops mit lederfreien Schuhen für Damen mit großen Füßen geben sollte.
paket
Key Account Managerin Steffi sehnt herbei, dass sich kostenloser Versand überall durchsetzt: “Amazon geht ja mit gutem Beispiel voran.”
 
Welche Wünsche hat das Team außerdem? “Kostenloses Internet überall: So wie GEZ zahlen, jeder 15 Euro oder auch 20 Euro im Monat, und überall hat man einen Internetzugang. Coole Idee oder nicht!?”, meint Steffi noch.
 
Patrick wartet auf Amazon-Pakete. “Immer wieder auf’s neue.” Wie ihm geht es vielen, v.a. auch Shopping-Club-Kunden, die wie ich zur Zeit teilweise schon etwas länger auf die ergatterten Schnäppchen warten müssen.
 
Simon würde sich über Notebooks oder PCs im Allgemeinen mit integrierten Internet freuen. Die besondere Herausforderung: “Soll einfach funktionieren, das Zeug ;-) .” Außerdem wartet der ab März frisch gebackene Trainee für Online Marketing auf “die Stunden 25 und 26 eines Tages”…
 
Julia sehnt den Durchbruch “einheitlicher, nutzerfreundlicher und schicker Oberflächen in den Affiliate-Netzwerken” herbei. Überhaupt haben wir schon mal getwittert: “Ich bin ja für ein Universalnetzwerk.”
 
Übrigens erwarten wir derzeit für unseren Projecter-Twitter-Account den 800. Follower ;-)
 
Wir stellen also fest: Wir wollen mehr Zeit online verbringen, noch mehr Dinge bequem von zu Hause aus regeln, bestellen, kaufen usw. Und das, obwohl wir doch schon mal festgestellt hatten, dass wir in mancherlei Hinsicht altmodisch sind. Außerdem gibt es nach wie vor nur spärliche Mittagsangebote im Leipziger Zentrum-Ost. Wir fänden es super, wenn sich hier mal jemand ansiedeln würde. Wir warten dann mal so lange…

Projecter on Tour: Tiefschnee im Engadin

Montag, 15. Februar 2010

Um dem allgemeinen Bürotrend zu Tropenreisen im Winter entgegenzuwirken und außerdem mal wieder zu beweisen, dass das Layout unserer Webseite NICHT zufällig gewählt ist, habe ich im Januar das Flachland weit hinter mir gelassen und zwei Wochen lang die Schweizer Bergwelt heimgesucht. Schneetechnisch wäre das ausnahmsweise sogar mal nicht nötig gewesen, da es zuletzt in den 70er Jahren soviel Schnee in Leipzig gab wie in diesem Winter. Kurz vor unserer Abfahrt wurden dann auch noch beeindruckende Eiszapfen-Gallerien von den benachbarten Dächern entfernt, um das Leben der ohnehin glatteisgeplagten Passanten zu retten.

Skifahren in Livigno
Der Tiefschnee im Engadin war dann aber auch wirklich nicht zu verachten und teilweise von perfekt pulvriger Konsistenz. Wir waren zwar schon Leipzig-Frost-trainiert, aber Nächte unter -20 Grad und Tagestemperaturen im deutlich zweistelligen Minusbereich führten zu Ausrüstungs-Aufrüstungs-Tendenzen (vor allem im Handschuh- und Wollsockenbereich). Fairerweise muss man dazu sagen, dass sich das Kälteproblem auf über 3000 Metern Höhe natürlich verschärft ;-)
Rennfahrer
Aufgrund einer ungewöhnlich stabilen Wetterlage ohne weiteren Neuschnee sank die Lawinenwarnstufe auf mäßig bis gering, so dass wir Skitouren in höheren Lagen angehen konnten, die normalerweise erst späteren Wintermonaten vorbehalten sind. Der erste Versuch, den Il Chapütschin (3386 m) zu besteigen, endete zwar circa 100 Höhenmeter unter dem Gipfel, da aufgrund noch mangelhafter Akklimatisierung der Aufstieg zu lange gedauert hatte. Die 1000 Höhenmeter Tiefschneeabfahrt ins Roseg-Tal war allerdings umso traumhafter und entschädigte auch für etwas angefrorene Zehen. Andere Menschen haben wir an dem Tag auch nicht gesehen, die Begegnungen beschränkten sich auf Gämsen und Schneehühner. Ganz unten auf den Langlaufloipen im Roseg-Tal haben wir dann ein paar abendliche Langläufer auf dem Rückweg erschreckt ;-)
Tiefschnee
Ein paar Tage später sind wir dem Chapütschin noch einmal zu Leibe gerückt und waren diesmal erfolgreich. Die letzten Gipfelmeter mit Steigeisen an den Skistiefeln waren zwar sehr gewöhnungsbedürftig, aber der Ausblick von oben hat sich gelohnt. Die besagten 1000 Höhenmeter Tiefschnee waren in der Zwischenzeit erstaunlicherweise unberührt geblieben, so dass wir nur noch zwei Spuren danebenlegen mussten.
Auf dem Chapütschin
Und was ist sonst noch so passiert? Nach Jahren vergeblicher Versuche sind wir diesmal endlich in den Genuss der “Glüna Plaina” gekommen – des Vollmondfahrens an der Diavolezza. Dieses kann nur stattfinden, wenn der Himmel wolkenlos ist, da sonst das Licht des Vollmondes nicht mehr ausreichen würde. Die kilometerlange Abfahrt bei dieser speziellen Beleuchtung ist ein einmaliges Erlebnis, da sich die Stimmung der Bergwelt im Vergleich zum Tage grundlegend verändert. Beeindruckend waren auch die Einheimischen, die die Piste offenbar wie ihre Westentasche kannten und trotz eingeschränkter Sicht mit ungefähr vierfacher Geschwindigkeit an uns vorbeirauschten.
Vollmondpanorama

Glüna Plaina Geister
Der Skinachwuchs in der Familie hat seine durchschnittliche Geschwindigkeit in diesem Urlaub auch ungefähr vervierfacht und scheint somit in die bergsüchtigen Fußstapfen der Großen zu treten. Gewisse Tendenzen zum Tiefschnee und abseits der Pisten fahren waren ebenfalls zu beobachten.

Schlitteln mit Headlamp

Ganz zum Schluss gab es zur Ergänzung des sportlichen Portfolios noch ein Vergnügen, dass ich als echter Flachlandtiroler bislang nur in der Abfahrtslänge 30 Meter kannte: Schlitteln! Geht ungefähr so: Man läuft 4 Kilometer den Berg hoch, redet wie ein Wasserfall auf leicht demotivierte Kinder ein, die jeden Eiszapfen spannender finden als bergauf laufen, schlägt sich oben in einer urigen Hütte den Bauch voll und rauscht dann die 4 Kilometer in halsbrecherischer Geschwindigkeit mit einem klassischen Holzschlitten Modell “Davos” wieder runter. Das machte allen Beteiligten soviel Spaß, dass die eben noch demotivierten Kinder die 4 Kilometer am liebsten gleich wieder hochgelaufen wären, um nochmal zu fahren.

Porsche-Fahrtraining in St. Moritz
Immerhin konnten wir bei unserer Rückkehr nach Leipzig feststellen, dass die 30 Meter Abfahrtsvariante noch zur Verfügung steht, da die Schneedecke sich schon wieder geschlossen hatte. Und der Fockeberg ist ja auch… ein bisschen hoch.

Ein kleines Schmankerl gibt es noch zum Schluss: Zu unserer großen Belustigung macht man in St. Moritz alles ein bisschen anders… zum Beispiel das Winterfahrtraining! Das muss natürlich stilecht mit Porsches stattfinden, siehe nebenstehendes Bild. Und auch vor dem Cabriofahren wurde dort nicht zurückgeschreckt, wobei das bei dem spritzenden Schnee schon eher eine nasse und somit fast wieder sportliche Angelegenheit war.

Zweitägiger Strategieworkshop

Freitag, 12. Februar 2010

StrategieworkshopZwei Tage so ganz ohne Ablenkung, Tagesgeschäft und gewohntem Bürokaffee haben sich ausgezahlt.
 
Obwohl uns schwer fiel, die Laptops zeitweise abschalten zu müssen bzw. wegen raren W-LAN-Passwörtern einfach offline zu sein, konnten wir so konzentriert brainstormen und uns mit Vorschlägen und Ideen auseinandersetzen.
 
Strategieworkshop
Endlich war mal Zeit, um sich vertieft über Themen wie effiziente interne Kommunikation, Projektmanagement, Teamstruktur, Unternehmenswerte, Qualitätsmanagement, Weiterbildung und vieles mehr Gedanken zu machen.
 
In jeweils zwei Teams erarbeiteten wir neue Prozesse, Strukturen und Ziele. Jetzt gilt es, diese auch umzusetzen!
 
Weitere Fotos gibt es in unserem Strategietage-Flickr-Album.

Projecter on Tour: Mexiko

Freitag, 15. Januar 2010

Nachdem ich mein Auslandssemester Ende 2008 schon in Mexiko verbrachte und Patrick zufälligerweise auch gerade das Land der Kakteen und des Tequilas bereiste, zog es mich diesen Dezember wieder dahin.
 
Nach wenigen Tagen in Veracruz, der Stadt, wo einst die Spanier landeten, ging es weiter nach Catemaco, dessen Hauptattraktion die Laguna de Catemaco ist. Am Ufer tummeln sich unzählige lancheros, die einen in ihren Booten über den See schippern wollen. Man sieht auf der Fahrt u.a. eine Insel, die zu Forschungszwecken von thailändischen Affen bevölkert wurde, die bemitleidenswert von Touristen permanent überfüttert werden und auf geringstem Raum ihr Dasein fristen…
 
La Virgen de Guadalupe, die wichtigste Heiligenfigur, ist sozusagen die “Königin” Mexikos. Deshalb lassen sich (mexikanische) Besucher durchaus für ca. 3 Euro “geheiligtes Wasser” an einer Uferstelle, aus dem See in einen Plastikkanister schöpfen lassen. Schließlich sei an diesem Ort die besagte Jungfrau gesichtet worden…
 
oaxacaNächste Etappe auf der Reise war Juchitán, eine südlich gelegene 70.000-Einwohner-Stadt, von Landsleuten als “Dorf” eingestuft…
 
Wie das Projecter-Bergmotiv schon vermuten lässt, war es auch mein Wunsch, die Berge und Kletterzonen nahe der Hauptstadt des Staates, Oaxaca, anzusteuern. In Yagul fanden wir die durch plaquetas versehenen Routen. Ich war froh, mich nach etwas längerer Kletterabstinenz doch noch erinnern und die Aussicht von oben genießen zu können :-)
huatulco
 
Schließlich legten wir eine Erholungspause nach schon ca. 1.500 km Bus- und 700 km Auto-Fahrt in Huatulco am Pazifik ein. Malerische Sonnenauf- und Untergänge, türkises Meer und zwei Nächte in einem für uns ungewohnt luxuriösen All-Inclusive-Hotel gaben Kraft für die 1.500 km, die noch folgen sollten.
 
Von Huatulco aus machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt, die mir in mehrfacher Hinsicht den Atem raubte: Die Menschenmassen in der Metro. Der Lärmpegel. Die Abgase. Der Smog über der Stadt. Glücklicherweise legte sich die Dunstglocke über Weihnachten etwas und ermöglichte eines Morgens eine verblüffende Fernsicht, die sich der Betrachter im 360°-Panorama vorstellen sollte.
mexico
Im Anschluss an México D.F. besuchten wir Morelia, eine der ältesten und schönsten Kolonialstädte Mexikos. Touristen werden dort mit einem Angebot an Tours nach Pátzcuaro und zu anderen sogenannten magischen Dörfern verwöhnt. Ein weiterer Höhepunkt Michoacáns ist die Reserva de las Mariposas, ein Versammlungsort kanadischer Schmetterlinge, die in einem Zyklus von mehreren Generationen aus ungeklärten Gründen anreisen und wieder zurückfliegen.
 
Mexiko ist vielseitig: Berge und Hügel für die Kletterer, Wanderer und Bergsteiger, Wasserfälle, Seen und Strände für die Wasserbegeisterten, malerische Kolonialstädte und preiswerte Museen für Städtereisende, Pyramiden für höhenangstlose Besucher. Teotihuacán hatte ich mir eigentlich im Jahr zuvor schon ansehen wollen, kam aber erst dieses Mal dazu und war wie erwartet verblüfft. Das nächste Mal dann aber nicht an einem Sonntag, an dem Mexikaner freien Eintritt haben und sich Schlangen bis zur Pyramidenspitze bilden…
 
Der Höhepunkt der Reise war schließlich die Vulkanbesteigung des Paricutín, wobei wir auf dem Rückweg an einem berühmten Dorf bzw. den Überresten dessen vorbeikamen. San Juan de Parangaricutiro ist nicht nur selbst für Mexikaner ein Zungenbrecher, sondern auch zu trauriger Berühmtheit erlangt, da der Ort 1943 durch den lavaspeienden Vulkan verschüttet wurde und nur noch der Kirchturm zu sehen ist.
 
paricutin san juan
 
Eine Reise nach Mexiko lohnt. Nicht wundern, wenn der oder die Heimgekehrte im Anschluss zu unchristlichen Zeiten über seine Erlebnisse bloggt: das ist nur der Jetlag :-)

Projecter on Tour: Thailand

Dienstag, 12. Januar 2010

Im Dezember habe ich dieses Jahr schon frühzeitig die Flucht ergriffen und das Weihnachtsgeschäft hinter mir gelassen. Dies war notwendig geworden, da der Flugpreis sich bei einer Rückkehr Anfang Januar mindestens verdoppelt hätte. Offenbar ist es der überwiegenden Zahl der Fernreisenden wichtig, auch noch Silvester im Urlaub zu verbringen (entsprechend leer war auch die Thai Airways Maschine am 31.12.2009).

 

Bangkok
Nach nicht ganz 11 Stunden Flug bin ich am 10.12. in Bangkok angekommen. Mit dem Airport Express ging es sofort ins touristische Zentrum, zur Khao San Road. Für jemanden wie mich, der zum ersten Mal nach Asien reist, kommt das einem Kulturschock gleich. Eine gerade mal 400m lange Straße, die aufgrund hunderter Straßenhändler und etlicher Touristen so eng ist, dass man nur noch zu Fuß durchkommt. Mein Spitzname auf der Khao San war im übrigen “Big Boss”.
In der Hauptstadt gibt es einiges zu sehen: Grand Palace, Wat Pho und viele andere Wats (Tempel), Flussfahrten, China Town, Nachtmärkte und riesige Einkaufscenter, die es locker mit hiesigen Shopping-Tempeln aufnehmen können. Die Kontraste zwischen arm und reich sind groß.
Bangkok nervt jedoch auch. Obwohl ich ein Fan von Großstädten bin, war ich nach drei Tagen froh, endlich rauszukommen. Hoher Lärmpegel und Smog sowieso. Leider haben sich für meinen Geschmack zu viele Thais in Bangkok darauf spezialisiert, Touristen abzuzocken. Tuk Tuk-Fahrer, die einen nicht fahren, wenn man nicht auf der Fahrt noch einen maßgeschneiderten Anzug kauft, Taxi-Fahrer, die einen absichtlich am falschen Busbahnhof absetzen und seriös wirkende Thais, bei denen einem erst nach 2-3 Minuten dämmert, was die wahren Absichten sind.

 

Kanchanaburi
Mit dem Bus ging es ins nur 2,5h entfernte Kanchanaburi, eine meiner besten Stationen. Kanchanaburi war mir vorher überhaupt kein Begriff, hat aber eine interessante und bewegende World War II Geschichte hinter sich. Dort befindet sich zum Beispiel die berühmte (aber in unserem jungen Büro eher unbekannte) Brücke am Kwai. Während des zweiten Weltkrieges hat die japanische Besatzungsmacht eine Eisenbahnstrecke von Thailand nach Burma bauen lassen – in Rekordtempo und überwiegend von Kriegsgefangenen, die dabei zu Hunderttausenden ums Leben kamen. Dabei entstanden u.a. die Death Railway Bridge und die River Kwai Bridge. Neben entsprechenden Museen und Besichtigungen von Brücken kann man rund um Kanchanaburi viel machen: Tiger streicheln, Elefanten reiten, kleine Wasserfälle bestaunen oder einfach auf der Dachterasse einer wirklich guten Unterkunft mit Blick auf den River Kwai entspannen.

 

blog-tiger

blog-bruecke

 

Ayutthaya
Nach ein paar Tagen ging es mit einem Minibus weiter nach Ayutthaya, einer früheren Hauptstadt Thailands, die vor allem viele Tempel zu bieten hat. Noch immer etwas Bangkok-geschädigt habe ich es wenn möglich vermieden, Tuk Tuks oder Taxis zu nutzen und habe viel zu Fuß erledigt. Die fast 35 Grad hat man dabei auch gemerkt. Die Unterkunft in Ayutthaya war sehr einfach aber von einem umso netteren Schwestern-Paar betrieben, die einem bei allen Angelegenheiten bestens weiterhelfen konnten. An meine Reservierung konnten sie sich leider nicht erinnern, haben mich dann für die erste Nacht aber persönlich in eine andere Unterkunft gebracht und mir dort ein Zimmer organisiert.
Das Highlight von Ayutthaya war eine Fahrt mit einem Longboat rund um die Innenstadt (wird von einem Fluss umrundet) mit Stops bei mehreren eindrucksvollen Tempeln.

 

Chiang Mai
Dann kam die Zugfahrt. Ich war zunächst von 8 Stunden ausgegangen, dann sollten es doch fast 11 sein und am Ende waren es ca. 12 Stunden. Die Landschaft ist sehr beeindruckend und eine zeitlang ist es auch ganz lustig mal mit einem local Zug durch Thailand zu fahren. Die erste Hälfte der Strecke war nach ca. 4 Stunden absolviert, so dass ich weiterhin Hoffnung auf insgesamt 8 Stunden hatte. Leider dauerte die zweite Hälfte ganze 8 Stunden, da das Tempo im “Dschungel” nicht allzu hoch war. Die Klimaanlage fiel nach ca. 5 Stunden aus, somit war es nicht mehr ganz so gemütlich und irgendwann wurde es naturgemäß auch dunkel. Insgesamt aber in jedem Fall ein Erlebnis!
Chiang Mai ist in jedem Fall eine Reise wert. Die meisten Individual-Touris starten von dort aus wohl zu Trekking-Touren durch kleine Bergdörfer. Aufgrund einer gewissen Bequemlichkeit habe ich daran jedoch nicht teilgenommen und es vorgezogen, mich zu entspannen. In Chiang Mai habe ich erstmals ein Moped gemietet (3 Euro / Tag!). Das hätte ich schon früher tun sollen, hatte aber lange Respekt vor dem Linksverkehr und Straßenschildern, die ich nicht entziffern konnte. Der Straßenverkehr entspricht natürlich nicht deutschen Standards aber wenn man erstmal in den “Flow” hineinfährt, ist es nicht mehr allzu kompliziert.
Leider hat es mich an Heiligabend erwischt. Vielleicht waren die Krabben nicht mehr gut. Jedenfalls verbrachte ich den Abend und den ersten Weihnachtstag in Bett und Bad.

 

Sukhothai
Danach ging es mit dem Bus weiter nach Sukhothai. Eine noch frühere Hauptstadt Thailands mit – man kann es sich mittlerweile denken – einer Menge Tempeln. Die Stadt ist geteilt in New-Sukhothai und Old-Sukhothai. Während die alte Stadt wirklich schön ist und sich viele Tempel in einer Art Park mit kleinen Seen befinden, ist New-Sukhothai wirklich ausgesprochen hässlich. Unnötig zu erwähnen, wo ich die zwei Tage überwiegend verbracht habe. Danach ging es schon wieder zurück nach Bangkok. Die kleine Stadt Sukhothai hat einen Flughafen, der wirklich schön und außergewöhnlich klein ist. Bevor man ins Flugzeug steigt, verneigt sich das gesamte Flughafenpersonal verabschiedend vor den Passagieren.

 

blog-tempel

blog-see

 

Die letzten anderthalb Tage verbrachte ich wieder in Bangkok, allerdings in einer ruhigeren Ecke fernab der Khao San Road. Dabei trieb ich mich in Shoppingcentern herum, ohne jedoch nennenswert eingekauft zu haben.

Achso, während der drei Wochen habe ich drei Bücher lesen können, die alle auf ihre Art empfehlenswert sind: The Corrections, Freakonomics und The Wind-Up Bird Chronicle.

Goodbye 2009! Jahresrückblick, die Erste

Dienstag, 15. Dezember 2009

2009, es war schön mit dir! Du hast uns gehörig gestresst, gelegentlich in Panik versetzt, uns zu Begeisterungstänzen durchs Büro animiert, uns schlaflose Nächte bereitet und es uns jedenfall niemals langweilig werden lassen. Jetzt hast du bald ausgedient und auf deine alten Tage wollen wir noch einmal Revue passieren lassen, was denn eigentlich so los war. Weil Jahresrückblicke an sich ja schon ein klein wenig spießig sind, werden wir es mit der Chronologie nicht allzu ernst nehmen, sondern uns lieber thematisch ans Subjekt heranpirschen.
 
Wo verbringen wir einen großen Teil unseres Arbeitslebens? Richtig, in the office. Der erste Teil des Rückblicks wird das fast verflossene Jahr also mal aus Büro-Perspektive unter die Lupe nehmen.
 
Projecter-Monster
2008 ging ja bekanntermaßen mit einer weltweiten Finanzkrise zu Ende, die bei uns die Frage aufwarf: Warum muss denn sowas ausgerechnet im ersten Gründungsjahr passieren? Gottseidank hatten wir nicht soviele Großbanken als Kunden, so dass wir nur ein bisschen unter der generell schlechten Stimmung litten. Damit sich das Büro weiterhin füllt (und aus ein paar anderen Gründen), stieß im Januar Steffi zum Team, die wir schon aus Spreadshirt-Zeiten kannten. Für neue Gesichter sorgte ebenfalls ab Januar Jasmin, die wir in neuer Rekordzeit zwischen Interview und Entscheidung als Praktikantin anheuerte, damit sie es sich ja nicht anders überlegt. Geografische Übereinstimmungen wie Jasmins Auslandssemester in Mexiko und Patricks Neujahrsurlaub dort waren reiner Zufall, schienen sich jedoch im weiteren Verlauf des Jahres zu etablieren.
 
Weniger erfolgreich als die geografische Diversifizierung war unser Versuch, vor Ort in Leipzig eine Lokalmarketing-Sparte aufzubauen, so dass wir im Februar das Experiment einstellten. Stattdessen konzentrierten wir uns darauf, dass jedes Jahr Weihnachten ist und verstärkten unseren Fokus auf Ecommerce. Da wir gleichzeitig immer mehr Affiliate-Programme zur Betreuung gewinnen konnten, machten wir uns im April mit einer Woche Affiliate Marketing Coaching fit. Willkommene Erfrischung brachte dabei eine Überraschungslieferung aus der Saftfabrik.
 

Saftverkostung
Zwischenzeitlich war auch noch Christian zum Team gestoßen, der mit Surfspirit und Dreadlocks dem drohenden Frauenüberhang entgegenwirkte. Insgesamt war soviel los, dass wir den ersten Geburtstag von Projecter komplett verpennt haben und erst im Nachhinein in längeren Diskussionen ein Datum festlegen mussten, um solche Fauxpas in den nächsten Jahren großflächig zu vermeiden. Hier nochmal für’s Protokoll: Am 03.03.2010 werden wir das Anstoßen defnitiv nicht vergessen! Wenn doch… beschwert euch :-)
 

Der Sommer verging rasch mit vielen Kundenanfragen, neuen Affiliate-Programmen, Grillen und Eis-Curlen. Da uns letztere Sportart als nicht zukunftssicher genug erschien, holten wir uns im August mit Simon tatkräftige Unterstützung in Gestalt eines Profi-Volleyballspielers an Bord. Kann ja nie schaden!
 
Kunstimbuero
Nach einem mittlerweile legendären Job-Interview am Flughafen in Berlin zwischen Patrick und Julia, beide auf dem Weg nach Norwegen (die bereits angekündigten geographischen Zufälle) – und ja, wir haben sie dann auch nochmal “ordentlich” eingeladen – konnte eigentlich nicht mehr viel schiefgehen und Julia bereicherte das Team ab September als Online Marketing Trainee. Dies wiederum führte durch eine Verkettung von Umständen dazu, dass wir seit Herbst jeden Montag einen Büro-Norwegisch-Kurs haben. Teilnahme ist freiwillig :-) Alle Details gibt es im brandaktuellen Exklusivinterview nachzulesen! Zwischenzeitlich waren noch die Kollegen von Adtegy in unser leerstehendes Büro eingezogen und stehen uns seitdem tatkräftig zur Seite, wenn’s um Media Buying geht.
 
Teammeeting

Spätestens, nachdem Jasmin im Oktober als frisch gebackener Bachelor (Bachelorette??) und Online Marketing Trainee zurückkam, nahmen unsere Social Media Marketing Aktivitäten volle Fahrt auf und beschleunigten den Rest des Jahres nur noch. Ob Twitter, Facebook, Flickr oder Xing – wir machen vor nichts halt :-) Als fleißige Bloggerin sorgt Jasmin auch dafür, dass alle möglichen Details aus dem Büroleben ans Licht der Öffentlichkeit gelangen, zum Beispiel: Phänomene einer Online Marketing Agentur, warum wir twittern, wo wir altmodisch sind oder worauf wir Wert legen. Jasmin ist übrigens gerade back to the roots in Mexico unterwegs und hat mit einer detaillierten Blogplanung die Latte für Julia und mich sehr hoch gelegt, so dass wir uns jetzt richtig ins Zeug legen müssen, um ihre Erwartungen nicht zu enttäuschen.
 
Weihnachtsparty

Aber zurück zum Thema – gibt es in den verbliebenen Monaten noch berichtenswertes? Aber – hola! Nach der verpatzten und ausgefallenen Geburtstagsparty schien uns Weihnachten ein angemessener Anlass, die Party nachzuholen. Das taten wir dann auch – mit echtem Weihnachtsbaum, jeder Menge fast-norwegischer Weihnachtsdeko aus einem bekannten Möbelhaus und gutgelaunten Gästen. Hat Spaß gemacht und schreit nach Wiederholung.
 
Soweit ein kurzer Abriss des aktuellen Bürogeschehens. Im zweiten Teil unseres Jahresrückblicks werden wir uns einem ebenfalls sehr spannenden Thema widmen: Out of office!

Worauf wir Wert legen

Donnerstag, 03. Dezember 2009

Öfters werden wir auf die “Über uns”-Seite angesprochen und auch Analytics verrät, dass viele unserer Seitenbesucher sich für uns und unser Team interessieren. Das freut uns natürlich!
 

farbebekennen

© 2006 Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um unsere Überzeugungen und Ansichten darzustellen, denn das macht uns greifbar und transparent. Gerade in der dicht besiedelten Online Marketing-Branche, in der es leider auch viele schwarze Schafe gibt, möchten wir einfach Farbe bekennen. Und das ein oder andere gestehen :-)
 
Kommunikation

Ein entscheidender Erfolgsfaktor im Online Marketing. Es ist schließlich der Job einer Agentur, ein Produkt, eine Marke oder eine Dienstleistung zu kommunizieren. Wir legen Wert auf interne Kommunikation mittels Skype, regelmäßigen Meetings und zahlreichen Tools, die das Leben leichter machen, wie z.B. Basecamp, Backpack und Highrise.
 
Wir-Gefühl

Wir finden flache Hierarchien gut mit eigenen Verantwortungsbereichen und viel Vertrauen untereinander.   Wir legen Wert auf das Wir-Gefühl – sowohl intern (z.B. beim Teamsurfen) als auch außerhalb des Büros.
 
Meeting-Kultur

Wichtig ist uns, dass wir uns jede Woche im Montagsmeeting zusammensetzen, über die Errungenschaften der vorangegangenen und Neuigkeiten sowie Prioritäten der kommenden Woche zu sprechen. Wir versuchen immer, den nächsten Schritt und entsprechende Verantwortlichkeiten zu klären, damit Meetings produktiv und sinnvoll sind.
 
Guter Kaffeekaffee

Das Lebenselexier wird bei uns in größeren Mengen konsumiert und deshalb gleich mit mehreren Maschinen produziert. Einen Blog rund um die Kostbarkeit Kaffee (bald auch mit einem Erfahrungsbericht über unseren Senseo-Test) haben wir auch auf Lager.
 
Motivation

Als Performance Marketing Agentur, die bevorzugt mit erfolgsabhängiger Vergütung arbeitet, ist es nicht nur lukrativer, gute Arbeit zu leisten, sondern wir freuen uns als nach wie vor junge und kleine Agentur immer noch über jede Conversion. Besonders, wenn das Weihnachtsgeschäft anzieht, macht die Arbeit noch mehr Spaß als sonst.
 
Social Media

Natürlich legen wir wert auf unsere Präsenz in Sozialen Netzwerken wie Twitter, Flickr und Facebook. Wie @anitaTUSCH schon richtig bemerkte: Manche Follower sieht man so oft in der Timeline, dass man das Gefühl hat, sie zu kennen. Und: da wir Social Media Marketing auch anderen Firmen empfehlen, die ihre Präsenz im World Wide Web verbessern wollen, müssen wir es natürlich vormachen und selbst ausprobieren.
 
Controlling

fairplay

© 2006 S. Hofschlaeger / pixelio.de

Wir sind eine kleine Agentur, aber dafür transparent. Reports sind nicht nur intern im Montagsmeeting, sondern auch gegenüber Kunden DAS Medium für Nachvollziehbarkeit und Erfolgskontrolle.
 
Auch mal Urlaub machen
Der eine oder andere Leser hat es vielleicht gemerkt, wir sind alle große Reise-Fans. Unser Blog wird in Zukunft öfter mal über Reisen nach Thailand oder Mexiko berichten. Patrick und ich machen es vor und ab nächste Woche gleich mal eine Weile Urlaub…
 
Eine angenehme Weihnachts-aus-zeit wünschen wir allen Daheimgebliebenen und denen, die sich auch oder trotzdem eine Auszeit gönnen.

Da sind wir altmodisch

Mittwoch, 25. November 2009

Wir hatten uns ja neulich zu den Vorzügen des Online-Marketing-Agentur-Daseins geoutet. Wir haben also festgestellt, wie bequem Online Shopping und Mittagessenbestellungen beim Online-Dienstleister um die Ecke sind, dass wir alle möglichen Tools, Plattformen und Dienste nutzen, die das Leben leichter machen und daher schon fast den Status eines papierlosen Büros erreicht haben.
 
Und doch gibt es ein paar Dinge, die wir ganz “oldschool” offline erledigen. Selbst ich musste staunen, dass die Mehrheit des Projecter-Teams es bevorzugt, Bahn-Tickets am Automaten zu kaufen. Dabei ist Online-Buchung so bequem und wenn einmal eingerichtet, auch meist problemfrei und beliebig oft wiederholbar. Trotzdem: Da sind wir altmodisch und vertrauen dem guten, alten Fahrkartenautomaten, auch wenn er Geldscheine das ein oder andere Mal wieder ausspuckt oder eine Schlange uns zum Warten verdammt. Dank des iPhones, langweilen wir, bzw. die glücklichen Besitzer, uns ja dabei wenigstens nicht…
 
Dann wäre da noch die Zeitung, ja wie früher, die große, unhandliche, nach Druckerschwärze riechende große Papier-Informationsquelle.  Katja bekennt sich als offline-FAZ-Leserin und ist uns in der Hinsicht also voraus. Oder zurück? Ist die herkömmliche Zeitung ein überholtes Relikt der alten Zeit? Oder nicht tot zu kriegen und unverzichtbar?
 
Aus aktuellem Anlass werde ich auf eine weitere altmodische Gewohnheit der Projecter-Mitarbeiter aufmerksam: Wir schreiben Weihnachtskarten und vereinzelt auch Geburtstagskarten. Nein, keine eCards. So richtig mit Briefmarken und zum-Briefkasten-bringen. Ist das der Drang nach persönlicherer Kommunikation abseits vom nach und nach entwerteten und mit Spam überfüllten Email-Verkehr?
 
‘Ist es noch eine persönliche Karte, wenn man den gleichen Weihnachtstext zum 25. Mal abschreibt und innerlich eigentlich schon genervt ist?’, mag sich der ein oder andere Leser denken. Wir lassen das offen, wobei uns aber wieder einmal unangenehmerweise bewusst wird, dass Weihnachten stetig näher rückt und wir immer noch keine Geschenkevorräte angelegt haben.
 
Jetzt aber schnell in den Online-Shop unseres Vertrauens… oder? Doch einige unserer Team-Mitglieder sind bekennende Offline-Geschenke-Käufer. Wer hätte das gedacht? Während ich letztes Jahr wirklich 100 % meiner Geschenke im Internet bestellt habe, kaufen Steffi und  Julia Geschenke eher im (realen) Geschäft.
 
Und Agnes kauft sogar noch Bücher im Laden. Naja, zu 80 % zumindest :-)
Katja geht ab und zu auf den Wochenmarkt (!) und nimmt damit neben der Angebotsbeschränkung sogar das im Vergleich zum 24-7-Online-Shopping kleine Zeitfenster sowie die Fixierung auf einen Wochentag in Kauf. Das sind wir ja nun eigentlich gar nicht mehr gewöhnt!
 
Von wegen “alte Traditionen verkommen”: Steffi nutzt z.B. Muttis Rezeptbuch anstatt Rezepte online zu recherchieren. Christian bevorzugt seit jeher die klassische Windows-Ansicht und findet das auch schon irgendwie unmodern. Ein bisschen altmodisch sind wir alle. Und etwas erschreckend ist es schon, wenn beim Brainstorming zum Thema “Wo wir altmodisch sind” (natürlich nur halb ernst gemeint) “real-life-Freunde haben” genannt wird.
 
Gerade wird getwittert, dass Twitter schon wieder out ist. Wenn jetzt der so gehypte Zwitscherdienst schon wieder altmodisch ist, geben wir uns geschlagen und lassen uns den Stempel “von gestern” bereitwillig aufdrücken. “Altmodisch” wird früher oder später wieder “hip” sein…