42 Anregungen und Fakten, die wir von der OMCap 2014 mitgenommen haben – Unser Recap

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Steffen, Fabian und ich durften vergangenen Donnerstag zur fünften OMCap in Berlin anreisen. Die verschiedenen Tracks umfassten – von Mobile SEO über Ad Testing bis hin zum Performance Marketing – viele verschiedene Themen, die das Herz eines umfassend informierten Online Marketers höhere schlagen lassen. Im Folgenden haben wir aber unsere Key Learnings aus den von uns besuchten Tracks für euch zusammengefasst.

OMCap 2014

Franziskas Learnings

Michael King – Persona-Driven Keyword Research

1. „Understand the idea behind peoples search!“

2. „Map keywords to need states of users!“ – Hierfür gibt es keine Automatisierung, das muss per Hand gemacht werden!

3. Tools zum Sammeln von Keyword-Daten:
• Adwords Keyword Planer
• SEMRush
• Keywordtool.io
• Bottlenose Sonar
• Topsy
• SEOTools für Excel
• Grepwords
• Keyword Studio
• Alchemy API
• NTopic
• Searchmetrics
• Stat
• Excel-Rest
• Postman
• SEOGadget for Excel

Weitere Ideen und Prozesse zur Zielgruppen-gerichteten Keywordanalyse gibt es in seiner Präsentation: http://de.slideshare.net/ipullrank/persona-driven-keyword-research

Stefan Bielau, Bernhard Falch – Mobile: App Store Optimization & Mobile Retention

Teil 1: App Store Optimization

4. Ein App DOWNLOAD bedeutet nicht gleich ein App NUTZER!

5. Suchverhalten und Algorithmus unterscheiden sich von App Store zu App Store.

6. App Screenshots sollten mit zusätzlichem Text hinterlegt werden, da nicht aus jedem Screenplay ersichtlich wird, worum es bei einer App geht.

7. Der Beschreibungs- und Update-Text ist die eigene „Website“ im App Store und sollte dementsprechend (synchron zu den anderen Online Auftritten) gepflegt sein! Hier können auch die Webseite sowie die eigenen Social Media Kanäle promotet werden (=Cross-Promotion).

Teil 2: Mobile App Retention

8. Führe regelmäßig (sinnvolle!) Updates durch und erinnere damit deine Nutzer an deine App!

9. Lass deine Nutzer aussuchen, zu welchen Bereichen in der App sie Push Notifications haben wollen (z.B. in News Apps).

Marianne Sweeny – User Experience: What UX, IA and SEO can teach each other

10. Teaserbilder auf der Startseite werden meist als erstes vom Nutzer gesehen. Sie beantworten aber keine Fragen, deshalb sollte in diesem Blickbereich Text genutzt werden!

11. Es gibt mittlerweile nur noch eine optimal Seitenstruktur! Z.B. wollen Nutzer die Suchbox dort, wo sie sie auch auf anderen, ihnen vertrauten Webseiten, finden. Zudem sollte sich in der Webseitenstruktur auch (falls vorhanden) die Kategorien des Blogs/Magazins wiederfinden.

12. Worüber denken Nutzer nach? Google Trends gibt die Antworten und ist „the honest thing Google gives us“!

13. Die Related Search Vorschläge geben am ehesten Auskunft darüber, was Google im Rahmen des Hummingbird Update als Synonyme oder ähnliche Suchbegriffe definiert.

14. Schau dir die Einstiegseiten sowie Seitenbewegungen deiner Nutzer in Google Analytics an und platziere genau dort deinen relevanten Content! Lösche, archiviere oder erneuere veraltete Inhalte!

15. Wir lesen zwar online – aber immer noch wie in Zeitungen. Das heißt: Nutze große Überschriften und schreibe eine vernünftige Einleitung!

Interessante These: Das Konzept „Linkjuice“ ist tot, denn Google hat gar nicht die Kapazitäten dieses für die mittlerweile milliardenstarken Web-Dokumente umzusetzen.

Marc Rüsing – Storytelling: Falling in Love with Brands is like Falling in Love with a Person

16. Gute Inhalte bekommen nur ganz selten eine gute Reichweite von allein – sie müssen erst einmal über die bezahlten Medien an die Masse gelangen!

17. Fallbeispiele:
• GoPro Story „Die Welt aus der Sicht einer GoProCam: https://www.youtube.com/watch?v=uK7vfMdQNxc
• Toyota Kooperation mit YouTube Star Rahat: https://www.youtube.com/watch?v=3lEYZJs1dK8

Robert Seeger, Florian Konrad Schmitz – Social Media: Bessere Berichte und erfolgreiche Flirts mit Social Media

Teil 1: Florian Konrad Schmitz über Social Media bei Chip

18. Ernsthaftes Engagement auf Social Media Plattformen benötigt Ressourcen! Das Chip Social Media Team besteht aus 1 Head of, 3 SMM Manager, 1 Werkstudent und 1 Aushilfe.

19. Man muss das Rad nicht neu erfinden! So können gute Ideen in den USA gesucht und in Deutschland adaptiert werden. Achtung: Adaptiert, nicht kopiert ;).

20. Gute, für Facebook geeignete Videos können auch mit einer iPhone Kamera aufgenommen werden.

Teil 2: Robert Seeger

21. Die wichtigste Social Media Plattform ist die Website! Erst dann kommt Facebook und Co.

22. Wer nicht ordentlich schreiben kann, hat keine Chance. Die Sprache ist das wichtigstes Online Marketing Instrument. Hier sollte in die Fortbildung investiert werden.

23. Findet die Autoritäten, nicht die Chauffeure! Findet die wenigen Wichtigen UND Richtigen! Nicht der Sprecher für eine Idee, sondern der „Erfinder“ der Idee ist die Autorität.

OMCap 2014 Berlin

Steffens Learnings

Erik Siekmann – Performance Marketing: Der Paradigmenwechsel erfolgreicher Advertiser – Auswirkungen, Herausforderungen und Chancen

Ein sehr inspirierender Vortrag, der vor allem das Big Picture im Blick hatte, aber auch konkret auf die Online Marketing Kanäle SEA, SEO, Affiliate, Media/Display, Remarketing und Social eingegangen ist. Spannend war zudem der Zukunftsausblick, mit dem die Session abschloss.

24. Die fetten Jahre für Advertiser sind vorbei.

25. Shift vom CPO zum CLV, um Werbeausgaben realistisch zu kalkulieren und Reichweite zu erhalten.

26. People first, tech follows.

Christoph Bornschein, Dr. Bernd Becker – Social Media Strategie: Customer First – How Digital Drives Customer

Die Session präsentierte den Case VW mit seinen Herausforderungen der internationalen Ausrichtung und der damit einher gehenden kulturellen Unterschiede für die Kommunikation über soziale Medien.

27. Die Determinanten der Kaufentscheidungen sind nicht mehr nachvollziehbar.

28. Kundenbefragungen können mit Hilfe eines Gamification-Ansatzes clever im Social Media integriert werden.

29. In fünf Jahren werden 70% des mobilen Traffics Videos sein.

Jeff Allen – Paid Advertising: Double your results with smart Ad Testing

Jeff Allen von Hanapin Marketing lieferte sehr spannende Einblicke in die Arbeitsweise seiner Agentur und wusste vor allem mit der Vielzahl von praktischen Take-Aways zu überzeugen. Von Test-Matrizen, mobile Ads, Account KPIs und Ad-Testing-Zyklen konnte man viel für die tägliche Account-Arbeit und deren strategische Weiterentwicklung mitnehmen.

30. Die Anzeigengestaltung sollte an die Anzeigenposition gekoppelt werden.

31. Testing-Matrix für strukturierte Anzeigentests nutzen.

33. Man darf sich von Kunden oder Vorgesetzten nicht zu Tests mit kurzfristigem Zeithorizont drängen lassen.

Andrew Levine – What content rocks on StumbleUpon

Für Menschen wie mich, an denen das Phänomen StumbleUpon bisher vorbeigegangen ist, war diese Session allein schon für die Begegnung mit diesem Konzept sehr wertvoll. Das Konzept, die gesamte Vielfalt des Webs darzustellen, ist hervorragend.

34. Der durchschnittliche Internetnutzer besucht nur 8 verschiedene Websites pro Tag.

35. Videos, die länger als 90 Sekunden sind, sollten abends oder am Wochenende veröffentlich werden.

36. Die Klassiker, wie visuelle Inhalte, Humor, Listen und Tipps bekommen unverändert die größte Aufmerksamkeit im Social Web.

Alan Coleman, Brendan Almack – Paid Advertising: the constantly changing face of Google

Die schiere Anzahl der Updates von Google sind für jeden Advertiser eine große Herausforderung. Neue Mobiltrends, Anzeigenerweiterungen, Shopping Kampagnen und Real-Time Advertising sind die Stichworte der Entwicklung des Suchmaschinengiganten. Als smarter Advertiser kann man sich besonders bei Neuerungen von der Konkurrenz absetzen.

37. 21 Google Innovationen von Januar bis September 2014

38. Google hat den Paradigmenwechsel zu mobile first in der Ad Strategie vollzogen.

39. Real Time Events können auch im AdWords clever verwendet werden.

Elias Russezki – Scale the s*** out of SEA – Stell in Frage, was du bisher gemacht hast!

Wie der Titel schon vermuten lässt, handelte die Session vor allem von der Automation und Möglichkeiten, repetitive Aufgaben im SEM zu automatisieren.

40. Auswertung von Anzeigen mit identischen Botschaften über Anzeigengruppen hinweg nutzen.

41. CTR x CV x 1000 = AdScore

42. Tätigkeiten, wie die Auswertung der Search Terms, können händig erfolgen.


Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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