8 Learnings von der 4. Online Marketing Konferenz in Lüneburg

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Bevor wir zu unseren Learnings übergehen, zunächst ein kurzes Fazit zur 4. Auflage der Online Marketing Konferenz in Lüneburg: Wir vergeben 5 von 5 Sternen für eine rundum gelungene Veranstaltung. Spannende und informative Vorträge, ein durchgängig gut organisiertes Event sowie eine überaus angenehme Atmosphäre haben diese Konferenz für uns zu einem absolut lohnenswerten Ausflug nach Lüneburg gemacht. Um es kurz zu fassen: Wir kommen definitiv wieder.

OMK Lüneburg Suse & Tobi

 

Ein kurzer Abriss zu den Learnings aus den von uns besuchten Vorträgen:

 

1. Storytelling braucht ein Desaster mit anschließendem Happy End

Wer über Storytelling referiert, der hat Storytelling auch drauf. Äußerst unterhaltsam und mit vielen Metaphern nehmen wir aus Veit Etzolds Vortrag den wesentlichen Ablauf einer Story mit: Situation, Desaster, Wendepunkt und Happy End. In das Online Marketing übertragen heißt das: Den Kunden mittels Situation und Desaster wachrütteln und im Rahmen von Wendepunkt und Happy End glücklich stellen. Das Ganze mit einem Schurken und einem Helden bestücken und fertig ist die perfekte Story.

Storytelling-Vortrag Lüneburg

 

2. Implizite Suchanfragen gewinnen zunehmend an Bedeutung

Mit „Suchmaschinen werden verschwinden“ leitet Dirk Lewandowski seinen sehr informativen Vortrag zur Entwicklung von Suchmaschinen ein. Dass die Suche zunehmend in den Hintergrund tritt und dafür implizite Suchanfragen (Suche ohne Suchanfrage) sowie der Kontext der Suche mehr und mehr in den Vordergrund rücken, verdeutlicht er anschaulich am Knowledge Graph und Google Now. Wir nehmen mit: Nutzerdaten sind und bleiben der Treibstoff für die Interpretation von Suchanfragen.

 

3. YouTube – Mit unter 100.000 Abonnenten bist du immer noch Rookie

Mit einigen Aha-Effekten bestückt, gibt Christoph Burseg einen knackigen Abriss über DIE 7 YouTube Trends. Dass YouTube nicht nur Trendkanal bei den Teens ist, veranschaulicht er eindrücklich in seinem Vortrag. Ca. 95 Prozent der YouTube-Nutzer sind über 18 und sogar mehr als 60 Prozent sind über 33 Jahre alt. YouTube zeigt also Potenzial für viele Unternehmen mit unterschiedlichsten Zielgruppen. Dabei punkten nicht immer die mit riesigem Budget produzierten Imagekampagnen. Vielmehr ist es essenziell, sich darüber im Klaren zu sein was meine Zielgruppe eigentlich sehen will. Wenn der Inhalt stimmt, kann sogar ein einfach produziertes Video durch die Decke gehen.

7 YouTube Trends

  1. Sehr junge Zielgruppen
  2. Kundenwünsche ignorieren
  3. Mitsurfen auf großen Dauerthemen
  4. Faszination Wissenschaft
  5. Männer- & Kinderträume wahrwerden lassen
  6. Ereignisse aufgreifen
  7. Der liebe Automat.

 

Einteilung nach Abonnenten

  • Unter 100.000 Abonnenten = Rookie
  • Ab 100.000 Abonnenten = Wachstum
  • Ab 800.000 Abonnenten = Star

 

4. Online Marketer müssen backen können

Ja, Kuchenbacken und eine Online Marketing Strategie haben sehr viel gemeinsam. Das zeigt uns Sebastian Loock von der web-netz GmbH, seines Zeichens auch Organisator dieser gelungenen Konferenz, in seinem anschaulichen Vortrag. Dabei lassen sich die Schritte des Kuchenbackens ganz leicht dem Aufsetzen einer Online Marketing Strategie gleichsetzen.

  1. Zielgruppe/Personas definieren (Für wen backe ich?)
  2. Visualisierte Zieldefinition (Was backe ich?)
  3. Strategie (Rezept)
  4. Ressourcenplanung (Zutatenliste)
  5. Maßnahmen (Zubereitung)
  6. Tracking, Auswertung und Erfolg (es schmeckt!)

 

5. Über Facebook erreiche ich fast 50 % aller Menschen in Deutschland, die online sind!

In gewohnter Manier zeigt uns Björn Tantau die Vorteile von Facebook Ads und verdeutlicht: Facebook ist nicht ausschließlich Kanal, sondern integrativer Bestandteil der User Experience. Der Schlüssel zum Erfolg sind qualitativ hochwertige Anzeigen und die konkrete Zielgruppenaussteuerung. Hochwertige Facebook Ads erhöhen die Reichweite und je besser diese Anzeigen sind, desto weniger muss gezahlt werden. 

Vortrag Björn Tantau OMK2015

 

6. Beyond Search – Die Mischung macht’s

Welche Möglichkeiten haben Unternehmen neben den klassischen Anzeigen in der Google Suche noch? Anne Müller und Katharina Knolle ziehen einen Vergleich zwischen den traditionellen Offline Werbeformen TV, Zeitschrift und Reklame zu den alternativen Werbemöglichkeiten YouTube, dem Google Displaynetzwerk und Gmail Sponsored Promotions. Dass jeder Kanal seine Vor- und Nachteile hat und daher häufig die gute Mischung der Mittelweg ist, bringen die beiden sehr anschaulich mit ihrer sympathischen Vortragsweise rüber.

 

7. Der Homo mobilis

15 bis 20 Prozent aller Online-Käufe finden mobil statt. Diese Zahl verdeutlicht sehr eindrücklich die Verschiebung von eCommerce Richtung mCommerce. Unternehmen generieren immer mehr Umsatz über mobile Modelle (z.B.: Tesco Home Plus, Starbucks Pre-Oder & Pay, Macy’s Image Search App). Was machen mobile Erfolgsmodelle aus? Gero Wenderholm zeigt anhand verschiedener Best Cases, warum Begriffe wie mCommerce und der Homo mobilis zunehmend ihre Daseinsberechtigung finden. Der Erfolg liegt seiner Meinung in vier einfachen Key Facts:

  1. Betrachten der kompletten Bedürfniskette des potenziellen Kunden
  2. Brücken & Abkürzungen schaffen
  3. Durchgängige Nutzererfahrung ermöglichen
  4. Loyalität erzeugen

 

8. Abonnements sind IN

Firat Palavar erklärt in seinem unterhaltsamen und informativen Abriss die Grundzüge des Gender Marketings anhand von Mornin’ Glory. Wer morninglory.com bisher nicht kannte, der wird das Unternehmen nach diesem Vortrag nicht so schnell wieder vergessen. Über Facebook gestartet und mittels CRM optimiert, kann Mornin’ Glory auf eine spannende Entwicklung zurückblicken. Das Abosysteme durchaus attraktiv sein können, davon hat uns Firat Palavar definitiv überzeugt.

 

Wenn wir auch nicht alle Vorträge sehen konnten, so ziehen wir dennoch für die von uns besuchten Vorträge ohne Einschränkung ein positives Fazit. Dass die After-Show Party dieses gelungene Event bestens abgerundet hat, brauchen wir wohl kaum zu erwähnen. Ein großes Lob an die web-netz GmbH für euer Bemühen – es hat sich gelohnt!

Wir sehen uns 2016 zur 5. Auflage der OMK Lüneburg.

Susann ist seit August 2015 als Trainee in den Bereichen Suchmaschinenmarketing und Social Media Marketing tätig. Ihr Interesse am Online Marketing entflammte während eines Praktikums bei der Zalando AG im Bereich Marketing Zalando Sport. Dass sich Sport und Online Marketing sehr gut verbinden lassen, steht für sie seither außer Frage.

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