Projecter on Tour: La Vacance á Comps

6. Juli 2010 von admin

VAC_0065Der kleine Kurztrip nach Frankreich ging in den Süden. In die Nähe von Nizza- der Provence-Alpes-Côte d´Azur. Doch keinesfalls, um die schönen und reichen Damen in eleganten, extravaganten Outfits zu bestaunen, sondern in ein kleines Dorf mit 300 Einwohnern, einem Proxi- Supermarkt, der einen mit „Bonjour Jessika“ begrüßt, einer Kirche, Boulangerie und sonst nichts.
Comps sur Artuby- es liegt in der Nähe von Draguignan, weit oben auf den Bergen über dem Fluss Artuby und in Mitten eines regionalen Naturparks Verdon. Man fährt durch die Berge, bestaunt die Natur und erlebt eine Ruhe, wie sie in Deutschland kaum noch zu finden ist. Fernab von Fabriken, einer guten Infrastruktur und Menschentrubel sieht man, wenn man aus dem Fenster schaut, nur Berge, Flüsse und Bäume, welche wegen des weit reichenden Naturschutzgebietes wohl auch die nächsten 100 Jahre überleben dürften. Das alte Dorf mit den gleichaltrigen Bewohnern lebt so vor sich hin. Fernab von Internet, E-Commerce Shops und anderen Social Networks wird alles mit Hilfe eines Fahrrads, Autos und Briefen erledigt. Es Foto 40ist ein ganz anderes Leben dort- man muss darüber nachdenken, wo man die nächste Tankstelle oder größeren Supermarkt findet.
 
Dafür hat jedoch jedes kleine Dorf in der Umgebung etwas anderes zu bieten: in Trigance gibt es die besten Baguettes aus dem Steinofen, die sogar zu den 5 Sterne Hotels nach Nizza geliefert werden, in Bargème findet man eine alte, zerfallene Burg, von der aus man bis zum Meer schauen kann und am Grand Canyon du Verdon kann man sowohl über die Serpentinen wandern und von der El Pont de Chaulière Bungee-Jumping machen, als auch mit Wildwasser-Kanus über den Verdon fahren.
 
Das einzige „Highlight“, dass einen anfangs inDSCF6352 Schrecken versetzt, ist das „Terrain Militair“, das größte Militär Übungsgelände von ganz Europa. So wird man morgens auch mal mit einem Kanonenschuss geweckt, der je 10.000 € kostet und entdeckt beim vorbeifahren einen riesigen Platz, an dem alle möglichen Panzer und andere Fahrzeuge untergestellt sind. Doch kein Grund zur Panik! – Es kommt selten vor, dass man diese auf der üblichen Fahrbahn sieht!
 
Doch so ist das Leben in der französischen Idylle, fernab von anderem Trubel. Doch wenn einen der Hunger nach Erlebnissen in der zahlreichen Menschenmenge packt, muss man ein paar KilomeDSCF6457ter auf sich nehmen und an die schönen Strände von Frejus, St. Raphael, Nizza und Co. fahren.
 
Dort findet man dann auch die großen Einkaufscenter nach amerikanischer Art und Tankstellen, die einen nicht mehr mit seinem Namen begrüßen. Doch die Altstadt von Nizza versprüht noch mit den kleinen Läden, in denen man selbstgemachte Confiture de Lait oder Calissons erwerben kann, ein südfranzösisches Flair und ist gerade im Sommer sehr beliebt und viel besucht von Touristen. Es ist also auch entspannend, sich wieder auf den Weg nach Comps zu machen, um die letzten Stunden zu genießen, bevor es wieder nach Hause geht.
 
Und trotzdem kann ich nur jedem Südfrankreich- Besucher empfehlen, sich auf den Weg in die Berge zu machen, um wenigstens einen Tag fernab von der Masse das Leben zu genießen und das Online-Sein auf 2 Stunden nach hinten zu verschieben- auch wenn es schwer fällt! ;)



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