Projecter on Tour: Mexiko

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Nachdem ich mein Auslandssemester Ende 2008 schon in Mexiko verbrachte und Patrick zufälligerweise auch gerade das Land der Kakteen und des Tequilas bereiste, zog es mich diesen Dezember wieder dahin.

Nach wenigen Tagen in Veracruz, der Stadt, wo einst die Spanier landeten, ging es weiter nach Catemaco, dessen Hauptattraktion die Laguna de Catemaco ist. Am Ufer tummeln sich unzählige lancheros, die einen in ihren Booten über den See schippern wollen. Man sieht auf der Fahrt u.a. eine Insel, die zu Forschungszwecken von thailändischen Affen bevölkert wurde, die bemitleidenswert von Touristen permanent überfüttert werden und auf geringstem Raum ihr Dasein fristen…

La Virgen de Guadalupe, die wichtigste Heiligenfigur, ist sozusagen die „Königin“ Mexikos. Deshalb lassen sich (mexikanische) Besucher durchaus für ca. 3 Euro „geheiligtes Wasser“ an einer Uferstelle, aus dem See in einen Plastikkanister schöpfen lassen. Schließlich sei an diesem Ort die besagte Jungfrau gesichtet worden…

oaxacaNächste Etappe auf der Reise war Juchitán, eine südlich gelegene 70.000-Einwohner-Stadt, von Landsleuten als „Dorf“ eingestuft…

Wie das Projecter-Bergmotiv schon vermuten lässt, war es auch mein Wunsch, die Berge und Kletterzonen nahe der Hauptstadt des Staates, Oaxaca, anzusteuern. In Yagul fanden wir die durch plaquetas versehenen Routen. Ich war froh, mich nach etwas längerer Kletterabstinenz doch noch erinnern und die Aussicht von oben genießen zu können 🙂
huatulco

Schließlich legten wir eine Erholungspause nach schon ca. 1.500 km Bus- und 700 km Auto-Fahrt in Huatulco am Pazifik ein. Malerische Sonnenauf- und Untergänge, türkises Meer und zwei Nächte in einem für uns ungewohnt luxuriösen All-Inclusive-Hotel gaben Kraft für die 1.500 km, die noch folgen sollten.

Von Huatulco aus machten wir uns auf den Weg in die Hauptstadt, die mir in mehrfacher Hinsicht den Atem raubte: Die Menschenmassen in der Metro. Der Lärmpegel. Die Abgase. Der Smog über der Stadt. Glücklicherweise legte sich die Dunstglocke über Weihnachten etwas und ermöglichte eines Morgens eine verblüffende Fernsicht, die sich der Betrachter im 360°-Panorama vorstellen sollte.
mexico
Im Anschluss an México D.F. besuchten wir Morelia, eine der ältesten und schönsten Kolonialstädte Mexikos. Touristen werden dort mit einem Angebot an Tours nach Pátzcuaro und zu anderen sogenannten magischen Dörfern verwöhnt. Ein weiterer Höhepunkt Michoacáns ist die Reserva de las Mariposas, ein Versammlungsort kanadischer Schmetterlinge, die in einem Zyklus von mehreren Generationen aus ungeklärten Gründen anreisen und wieder zurückfliegen.

Mexiko ist vielseitig: Berge und Hügel für die Kletterer, Wanderer und Bergsteiger, Wasserfälle, Seen und Strände für die Wasserbegeisterten, malerische Kolonialstädte und preiswerte Museen für Städtereisende, Pyramiden für höhenangstlose Besucher. Teotihuacán hatte ich mir eigentlich im Jahr zuvor schon ansehen wollen, kam aber erst dieses Mal dazu und war wie erwartet verblüfft. Das nächste Mal dann aber nicht an einem Sonntag, an dem Mexikaner freien Eintritt haben und sich Schlangen bis zur Pyramidenspitze bilden…

Der Höhepunkt der Reise war schließlich die Vulkanbesteigung des Paricutín, wobei wir auf dem Rückweg an einem berühmten Dorf bzw. den Überresten dessen vorbeikamen. San Juan de Parangaricutiro ist nicht nur selbst für Mexikaner ein Zungenbrecher, sondern auch zu trauriger Berühmtheit erlangt, da der Ort 1943 durch den lavaspeienden Vulkan verschüttet wurde und nur noch der Kirchturm zu sehen ist.

paricutin san juan

Eine Reise nach Mexiko lohnt. Nicht wundern, wenn der oder die Heimgekehrte im Anschluss zu unchristlichen Zeiten über seine Erlebnisse bloggt: das ist nur der Jetlag 🙂

Jasmin war Account Managerin bei uns.

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