Recap: SEAcamp Hannover

geschrieben am in der Kategorie Aus dem Agenturleben von

Die Veranstalter haben sich für das erste SEA Camp außerhalb des ursprünglichen Stammorts Jena Seminarräume gesucht, die uns die niedersächsische Landeshauptstadt wohl von seiner besten Seite zeigen sollten: das Marriott Hotel mit Blick auf den Maschsee. Von dem Ausblick bekamen wir eigentlich gar nicht viel mit – was aber eher an den vielen spannenden und auch thematisch weit gefächerten Vorträgen lag. Was wir an dem Tag zum Thema Suchmaschinenwerbung wieder mit zurück nach Leipzig genommen haben, gibt es hier zum Nachlesen.

SEAcamp

Sarah, Gaini, Max & Simone (von channable), Martyna und Bjön auf dem SEA Camp Hannover

Björn:

„Lift my bids! Der optimale Umgang mit Bid Uplifts“ – Dr. Florian Nottorf

Eine der ersten Sessions in Hannover durfte Florian Nottorf von Adference halten.

Hier wurde vereinfacht aber effektiv dargestellt, worum es sich beim Bid Uplift (BU) handelt, wie man ihn berechnet und welche Fehler passieren können, wenn man sich selbst an die Berechnung machen möchte. Der Bid Uplift beschreibt hier die Lücke zwischen dem maxCPC und dem avgCPC.

Der Weg in dieser Session führte von einer vereinfachten Formel zur Berechnung des BU auf Basis der CVR und des CPA immer tiefer in das Thema. Hier wurden Möglichkeiten der Nutzung und Erweiterung, etwa durch die Berechnung anhand von KUR oder ROI angerissen, aber auch auf die Komplexität hingewiesen. Der Bid Uplift ist letztlich für jedes einzelne KW unterschiedlich. Das bedeutet unter anderem einen sehr enormen Aufwand bei der Errechnung und dem Einsatz, da er nicht nur für jedes Keyword, sondern am besten auch oft und regelmäßig berechnet werden muss, um nicht zu fehleranfällig zu werden.

Online-Marketing-Strategien entlang der Customer Journey – Olaf Kopp & Christian Penseler

Olaf Kopp und Christian Penseler von Aufgesang haben in ihrer Session sehr gut beschrieben, wie eine Marketing-Strategie auf die gesamte Customer Journey angepasst werden kann, um Potenziale voll auszuschöpfen. Dabei wurde zunächst darauf eingegangen, was der Kunde von Pre-Awareness bis zur Brand-Loyalty an Schritten auf seiner Journey zurücklegt und wo er meist von Marketern abgeholt wird (Preference und Purchase). Daraufhin wurden in einem zweiten Teil die 7 Schritte der Customer Journey, ausgerichtet auf ihr SEA-Potenzial, näher beleuchtet und beschrieben, wie der Kunde auch in den 5 oft vernachlässigten Bereichen abgeholt werden und zur Conversion geleitet werden kann.

Die Session hat nicht nur gezeigt, wo sich innerhalb der Journey Kosten sparen lassen, sondern auch herausgestellt, dass der Kunde weitaus fester an eine Marke gebunden werden kann, als das ohnehin schon der Fall ist.

Tyna:

„Why so serious?: Effektive und kreative Anzeigentexte“ – Kai de Wals 

Den nächsten Vortrag hielt der deutschlandweit anerkannte AdWords-Experte Kai de Wals. Wie der Titel schon sagt, lag der Fokus der Präsentation auf den Anzeigentexten. Der Speaker hat viele spannende Ideen vorgestellt, wie man die Anzeigentexte optimieren kann, sodass sich diese nicht nur von den Konkurrenzanzeigen unterscheiden, sondern tatsächlich das Interesse des Kunden wecken und schließlich zur Conversion führen. Während der Session wurden verschiedene Techniken und Beispiel-Anzeigen präsentiert. Besonders spannend (und witzig!) war der Teil, in dem die Provokation als Maßnahme für die Anzeigentext-Verfassung vorgestellt wurde.

Sarah:  

„Wettbewerbsvorteil durch AdWords-Attribution“ – Timo Bernsmann

Der Ausgangspunkt dieser Session war das grundsätzliche Problem, dass die Customer Journey bei der Zuweisung der Conversion – also aufgrund welcher Suchanfrage und welcher Anzeige wurde diese Conversion erzielt – noch immer viel zu sehr außer Acht gelassen werde. Stattdessen sei der Grundsatz bei der Attribution noch immer „Last Click zählt“. Aber eigentlich tragen vorherige Klicks auf der Journey ja auch schon dazu bei, dass der Kunde schließlich bei der x-ten Suchanfrage konvertiert. Der Speaker stellte daraufhin alternative Attributionsmodelle vor, die weitaus besser darüber Aufschluss geben können, wie wichtig welcher Klick war. Das Mantra „Bloß nicht Last oder First Click!“ zog sich durch die kurzweiligen 40 Minuten und ließ uns mit jeder Menge Ideen für die Attribution in AdWords zurück.

„Pimp my Shopping Feed“

Nicht unerwähnt soll der Vortrag von Gaini bleiben. Zusammen mit Max von channable stellte sie einen Use-Case vor und zeigt auf, wie sich jeder Google Shopping Feed mit generischen Anpassungen und der Anreicherung von relevanten Suchbegriffen optimieren lässt. In dem Vortrag berichteten sie von den schrittweise vorgenommenen Anpassungen des Feeds und deren Auswirkungen auf die Performance der entsprechenden Shopping Kampagne. Sehr interessant und mit vielen praktischen Tipps, die wirklich jeder recht schnell umsetzen kann.

Fazit: 

Die Qualität der Sessions war wie gewohnt sehr hoch und da es nur eine geringe Schnittmenge an Teilnehmern gab, die dieses Jahr in Jena und in Hannover dabei waren, kamen auch die Vorträge gut an, die zum zweiten Mal präsentiert wurden. Einzig die Location lässt noch Wünsche offen – den Ausblick auf den Maschsee würden wir gerne gegen eine bessere Buffet-Organisation eintauschen. Denn mit leerem Magen lässt sich der provokanteste Vortrag (ein unangenehmes Schauspiel von sexistischem Stereotyp-Wahnsinn) nur noch schwer ertragen…

Sarah ist seit Oktober 2017 als Trainee Teil des Projecter Teams. Sie übernimmt die Betreuung von Kunden in den Bereichen Social Media Marketing und Suchmaschinenmarketing


Einen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder