Recap: Studentische Medientage Chemnitz

geschrieben am 03. Mai 2012 von

Die Studentischen Medientage in Chemnitz gingen am Wochenende in die achte Runde. Unter dem Motto „Medien.Macht.Verfall. – Ein Werbefeldzug“ präsentierten Studenten, Wissenschaftler und Unternehmensvertreter neue Erkenntnisse und Projekte. Folgende Fragen standen dabei im Vordergrund: Wie wird geworben? Was wird beworben? Welche Wirkung hat Werbung? Und wie entwickelt sich Werbung im digitalen Zeitalter weiter?

 

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Ich war mit dabei und habe mir die Vorträge zu den Online-Themen angehört:

 

Crowdfunding als Chance für die Unternehmensreputation

Anja Barth arbeitet bei der Crowdfunding-Plattform Startnext und erklärte, wie Künstler und Erfinder ihre Projekte online vorstellen und dadurch Geld sammeln, um Projekte umzusetzen. Auch Unternehmen können sich durch Crowdfunding engagieren und durch die Unterstützung von Kulturprojekten ihre Reputation verstärken. Wichtig dabei sind die Passfähigkeit zwischen Künstler und Unternehmen (beispielsweise gemeinsame Werte), Glaubwürdigkeit und die Frage, wie sich das Engagement nach außen hin kommunizieren lässt.

 

Ein Screen ist nicht genug

Kevin Albrecht von der Agentur Mindbox sprach über die Entwicklung des mobilen Internets und erklärte, was zu beachten sei in Hinsicht auf Webdesign, Zielgruppen, Situation und Umfeld der Nutzer. Dabei sollten einzelnen Empfangsgeräte nicht einzeln betrachtet, sondern miteinander verknüpft werden: Das Design einer Webseite kann so gestaltet sein, dass es ohne große Veränderungen an verschiedene Bildschirmgrößen anpassbar, aber trotzdem stringent ist. Mithilfe von Device Shifting ist es möglich, Inhalte von einem auf ein anderes Gerät zu übertragen. Und für das Shoppen unterwegs schlägt Albrecht eine Shopping-App vor, die dem Nutzer zunächst die Möglichkeit bietet, Produkte als Favoriten zu speichern, um diese dann bequem vom Computer daheim zu bestellen.

 

Risiken und Nebenwirkungen von Social Media

Anja Lorenz und Christian Schieder (wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Chemnitz) erläuterten die Risiken von Social Media: Als „Medien von den Massen“ haben Soziale Medien den Nachteil, dass die Flut der Informationen kaum kontrolliert werden kann und sich Falschinformationen oder Gerüchte schnell verbreiten. Unternehmen haben mit Shitstorms zu kämpfen, aber auch für die Nutzer gibt es Nebenwirkungen, wie beispielsweise Cybermobbing. Es können sogar Depressionen ausgelöst werden, da auf sozialen Netzwerken eine “heile” Welt dargestellt wird, die sich so nicht in der Realität spiegelt. Interessant war die Sichtweise, dass es oftmals weniger um Information und mehr um Unterhaltung geht.

 

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Eindrucksbildung auf Facebook

Zum Abschluss stellte Manuel Wecker eine Studie vor, die er zusammen mit Kommilitonen an der Uni Münster durchgeführt hat und sich mit dem Thema Eigenwerbung auf Facebook beschäftigte. Es wurde festgestellt, dass sowohl physische Attraktivität als auch Fremdwerbung (z.B. Verlinkungen auf Gruppenfotos) zu einer insgesamt höheren Attraktivität führen.

 

Fazit

Insgesamt ist die Konferenz vor allem für Studenten eine gute Gelegenheit, um einen Blick über den Tellerrand des Studiums zu wagen, aktuelle Neuigkeiten aus der Branche zu erfahren und die Praxis kennen zu lernen. Sehr gut fand ich, dass Informationen nicht nur präsentiert, sondern anschaulich an Beispielen erklärt wurden. Auch das Drumherum, also die Gestaltung des Foyers mit vielen Sitzmöglichkeiten und einem Buffet war super, so dass man sich in angenehmer Atmosphäre unterhalten konnte.

 

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Stefanie war 2012 bei uns Praktikantin.

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  1. Super, wenn aus dieser Ecke so viel Unterstützung kommt. Weiter so !