SEO Campixx 2010 Recap

geschrieben am in der Kategorie Aus dem Agenturleben von

Die SEO Campixx ging an diesem Wochenende in die zweite Runde (Zusammenfassung der ersten Runde). Etwa 350 Teilnehmer (abzüglich einiger krankheitsbedingter Ausfälle) halten sich seit nun zwei Tagen im Müggelsee Hotel am Rande Berlins auf. Das Wetter ist wieder kalt und nass, so dass die eigentlich schöne Umgebung nicht zur Geltung kommt. Dafür geht es auf der Konferenz umso interessanter zu. Ungefähr 70 Sessions rund um SEO muss es an diesem Wochenende gegeben haben. Ein kaum zu übersehender Schwerpunkt lag beim Thema Linkbuilding. Insgesamt 13 „Link-Sessions“ sehe ich beim Blick auf den Zeitplan. 9 Vorträge habe ich besucht. Da wir zu dritt nach Berlin gereist sind, haben wir zusammen bestimmt an 20 oder mehr Sessions teilgenommen.

Der Samstag begann schon sehr gut mit Andre Alpars Beitrag zu Bilder SEO. Dass in der Google Bildersuche und insbesondere auch bei Bilder-Einblendungen im Rahmen der Universal Search Musik drin ist, haben wir zum Teil schon an eigenen kleinen Webseiten gesehen. Wie man das nun optimiert, ließ uns Andre wissen. Nur, was die Monetarisierung angeht, bin ich mir noch unsicher. Offenbar sind Frame Breaker die Lösung.

Die zweite Session war die für mich interessanteste an diesem Wochenende. Jens Tonniers Titel lautete „Pimp my feed“ und handelte von der Optimierung für Google Base. Dem Thema widmen wir uns seit Kurzem ohnehin intensiver, daher sind seine Erfahrungen sinnvolle Ergänzungen für uns. Die wesentliche Kernaussage lautete, dass der Erfolg bei Google Base von der Masse und (teilweise) Qualität der Daten abhängt. Ein aufgeblähter Feed soll Wunder wirken 😉

Nach dem Mittagessen wollte ich mehr über Video SEO wissen. Nun habe ich allerdings das Gefühl, dass es bei dem Thema noch gar nicht so viel zu wissen gibt. Ein großer Teil der Session ging für allgemeine Aussagen über die Größe des Themas Videos drauf. Ich denke dessen waren sich alle Teilnehmer bewusst und es war der Grund, an der Session teilzunehmen. Die eigentliche Optimierung sind die Basics der Suchmaschinenoptimierung. Da wir selbst bisher nicht mit Videos arbeiten, war die Relevanz ohnehin nicht so hoch.

Die vorletzte Session des ersten Tages lautete „Automatische Textgenerierung„. Was nach Spam klingt, ist auch Spam. Ralph Tegtmeier erklärte wie man mit Fantomaster.com einen Text 50.000 mal (bei Bedarf auch öfter) umschreiben kann und trotzdem noch eine Varianz von über 80% hat. Texte gibt’s ab 0,37 Euro bei einer Mindestabnahme von 2.000 Varianten pro Text. Die praktische Relevanz ist für unsere Arbeit gleich Null, doch wurde der Vortragende nach seiner Session von vielen Teilnehmern belagert. Das Interesse war also groß.

Crawlability und Indexierung“ bildete für mich den inhaltlichen Abschluss des Tages. Leider hatte der Titel für mein Empfinden nicht so viel mit dem Inhalt zu tun. Ich hatte mir technischere Hinweise gewünscht, wie ich die Crawlability und Indexierung von Webseiten verbessern und/oder beschleunigen kann.

Danach war Essen, Networking, Comedy und Musik. Von der Musik haben wir leider nicht so viel mitbekommen, da wir zeitweilig in sehr interessanten Gesprächen involviert waren und schon recht zeitig den Weg in unsere Unterkunft antraten. Der Tag war lang.

Tag 2 ließ ich mit der Session „Canonical Tag“ beginnen. Wie der Vortragende schon selbst anmerkte: es gibt dazu eigentlich nicht viel zu sagen. Dementsprechend ging es nur darum, wie Canonical Tags in den nächsten Wochen und Monaten für möglichst schwarze Sachen ausgenutzt werden können. Für mich nicht so spannend.
Die folgende Session-Runde ließ ich ausfallen, um mal E-Mails zu lesen und Adwords Accounts zu checken 😉

Da ich Google Caffeine in den letzten Wochen etwas versäumt habe und Vorträge von Johannes Beus immer interessant sind, habe ich an der Caffeine Session teilgenommen. Da gab es dann auch nicht viel zu sagen, da Google hinter dem vermuteten Zeitplan liegt aber zumindest bin ich nun uptodate. Wie immer ein guter, sachlicher Vortrag.

Der Sonntag neigte sich nun inhaltlich langsam dem Ende entgegen. „SEO mit langem Schwanz“ von Sascha Preisegger (der Titel provizierte quasi den Namen „Langschwanz-Sascha“) stand auf der Agenda. Nachdem ich schon zwei Tage auf der Campixx verbracht habe und hier oft in ganz besonderen Größenordnungen gedacht wird, vermute ich, dass nur wenige an den Long Tail Tipps von Sascha wirklich interessiert sind. Dabei wissen wir aus eigener Erfahrung, dass im Long Tail die Conversion liegt (natürlich braucht man ein paar mehr Domains dafür). Daher fand ich diesen Vortrag besonders spannend.

Zu guter Letzt steht nun noch ein Vortrag zu SEO-Vergütungsmodellen an. Für uns als Affiliate Agentur ist das natürlich nicht uninteressant und ein vermutlich sehr entspannter Abschluss der Campixx. Danach geht’s wieder nach Hause.

Insgesamt ist die SEO Campixx wieder eine sehr gelungene Veranstaltung gewesen. Die Qualität der Vorträge reichte von mäßig bis sehr gut und damit ist man wesentlich besser bedient als bei allen anderen Veranstaltungen der Branche, die ich bisher besucht habe. Auch im nächsten Jahr werden wir auf der Hut sein müssen, um schnell ein paar Tickets zu ergattern. Über Sessions, von denen ich nichts berichten kann, werden Simon und Steffi eventuell noch Informationen ergänzen.

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Patrick war Geschäftsführer und Experte in den Bereichen SEM und Affiliate Marketing. Nach einem BWL-Studium an der Berliner Berufsakademie „School of Economics“ und der Arbeit im Online Marketing bei Spreadshirt entwickelte er eigene Affiliate-Projekte und zusammen mit Katja von der Burg die Idee zu „Projecter“.

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  1. Danke für den Beitrag! Hat mir wirklich weiter geholfen.