Account Manager-Interview Social Media Marketing: Sabine Schildhauer

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Wir haben angefangen, neben unseren Head ofs der unterschiedlichen Bereiche, auch unsere Account Manager vorzustellen. Sie haben einiges zu erzählen, Tipps und Tricks weiterzugeben und gewähren uns hier einen Einblick in ihre tägliche Arbeit. Heute stellen wir Sabine Schildhauer vor, Expertin für die Kanäle Social Media Marketing und SEM/SEO.

Erzähl uns etwas von dir. Wie lange bist du schon im Social Media Marketing tätig? Was ist dein Hauptziel bei der Arbeit mit Social Networks?
Ich bin schon immer ein sehr kommunikativer Mensch gewesen 🙂 und daher habe ich schon von Anfang an in meiner beruflichen Laufbahn meine Fühler in Richtung Social Media ausgestreckt. Bei Projecter bin ich jetzt seit über 3 Jahren und konnte meine Expertise im Social Media Marketing ausbauen. Die Arbeit mit Social Networks erfordert ein hohes Maß an Kreativität, Sensibilität und viel Freude am Kommunizieren. Ich finde es besonders wichtig, die Zielgruppe, mit der innerhalb der sozialen Plattformen interagiert werden soll, genau zu studieren und zu erkennen. Daraus lassen sich am besten relevante Contentstrategien ableiten und diese führen meistens zu einer Kommunikation, die thematisch passend ist und dazu noch Spaß macht!

Sabine Schildhauer

Oft wird Social Media mit Facebook gleichgesetzt. Es gibt aber eine Vielzahl an sozialen Netzwerken – welches ist dein Favorit (für dich und für Unternehmen) und warum?
Das stimmt. Der sogenannte Platzhirsch Facebook ist immer noch für viele das Nonplusultra. Da bei Facebook jedoch auch nahezu alle Zielgruppen vertreten sind, ist der Einstieg in die Social Media Welt dort auch meistens am sinnvollsten. Ich selbst mag die Fanbetreuung auf Unternehmensseiten besonders wegen ihrer Vielseitigkeit. Bilder, Links, Kommentieren und natürlich Gewinnspiele und Aktionen bieten eine tolle Abwechslung und für jedes Unternehmen lassen sich eigene Inhalte finden.
Für mich selbst ist neben Facebook vor allem Pinterest ein beliebtes Netzwerk geworden. Der unglaublichen Kraft von schönen Bildern kann man sich nun mal schwer entziehen. Einmal angefangen, muss ich aufpassen, nicht den ganzen Tag mit dem Erstellen von Boards und dem Repinnen von thematisch sehr breit aufgestellten Bildern zu verbringen. 🙂

Social Media basiert auf Kommunikation, bei der nichts zurückgenommen werden kann. Wie stimmst du deine Kommunikation ab, sind Verantwortlichkeiten festgelegt? Wie gehst du mit Fehlern um?
Das ist ganz unterschiedlich. Unsere Kunden vertrauen uns und unserer Expertise, was die Kommunikation innerhalb sozialer Netzwerke angeht. Wir stimmen im Vorfeld mit dem Kunden eine Strategie zur Kommunikation ab und legen eine richtungsweisende Tonlage und Vorgehensweise fest. Dazu zählt vor dem Start eine Abstimmung, wie man sich kritischen Stimmen – die leider immer mal wieder auftauchen – gegenüber verhält. Da die Kommunikation in sozialen Netzwerken sehr schnell vonstatten geht und kurze Reaktionszeiten erwartet werden, würde eine permanente Abstimmung mit dem Kunden häufig zu viel Zeit verschwenden.
Wenn Fehler passieren, gibt es ganz klar nur eine Möglichkeit: offen kommunizieren was wie und warum falsch gelaufen ist und das Learning daraus formulieren. Nur so qualifiziert man sich in meinen Augen als verantwortungsbewusster Social Media Manager.

Der Bereich Social Media ist sehr dynamisch, fast täglich gibt es neue Updates. Wie entscheidest du, welche Updates du umsetzt und was du als nächstes mit deinem Account machst? Wie und wo setzt du deine Schwerpunkte? (kurzfristige Kampagnen vs. langfristige Planung, Redaktionspläne…)
Als Agentur sind wir in der glücklichen Lage über ein Team an Social Media Experten zu verfügen. Dadurch entgeht uns kein Update und wir diskutieren gemeinsam die Sinnhaftigkeit. Meistens findet sich dann immer ein Kunde oder Account wo erfolgsversprechende Neuerungen getestet werden – die Ergebnisse dazu werden dann wiederum im Social Media Team vorgestellt.
Schwerpunktmäßig bin ich bei einer Fanseitenbetreuung ein Freund von klaren Kommunikationszielen und Redaktionsplänen, um einfach eine einheitliche und zum Unternehmen passende Linie erkennen zu lassen. Kurzfristige Kampagnen sind im Aktionsbereich und gerade bei der Anzeigenschaltung auf Facebook natürlich wesentlich besser geeignet. Da kommt es in den meisten Fällen ja doch auf eine Zielerreichung innerhalb eingegrenzter Zeiträume an.

Immer wieder wird Social Media im Zusammenhang mit ROI diskutiert. Wie stehst du zu der Thematik? Ist es möglich, über Facebook, Pinterest oder Twitter Umsatz zu erzielen?
Sicherlich gibt es die ein oder andere Conversion, welche über ein soziales Netzwerk erzeugt wird, aber als primäres Ziel sehe ich die Salesgenerierung nicht. Die User bewegen sich auf den Plattformen nicht mit Kaufabsichten sondern suchen vorrangig Unterhaltung. Ich sehe vor allem Brandingziele im Vordergrund. Als Unternehmen zeigt man Präsenz, informiert und greift themenrelevanten Content auf, um bei seiner Zielgruppe wahr genommen zu werden. Als Inspiration und zum Erwecken von Kaufgelüsten funktionieren Facebook, Twitter und auch Pinterest allerdings recht gut.

Was denkst du, wie wird sich das Social Media Marketing in Zukunft entwickeln? Wie wird sich das Berufsbild des Social Media Marketing Managers verändern?
Die Nutzerzahlen auf den Plattformen wachsen nach wie vor stetig und daneben etablieren sich immer mehr neue Netzwerke. Diese Entwicklung deutet demnach eher auf einen erhöhten Bedarf an Social Media Managern in der Zukunft hin. Unternehmen werden zunehmend professionelle Unterstützung beim Herausfiltern geeigneter Plattformen und im Umgang mit ihren Zielgruppen in den sozialen Netzwerken benötigen. Die Verknüpfung der einzelnen Kanäle sowie eine einheitliche Social Media Strategie ist und bleibt eine anspruchsvolle Aufgabe gerade auch für zukünftige Social Media Experten. Das Berufsbild selbst lässt sich bereits jetzt sehr schwierig beschreiben. Bei Social Media Managern zählen vor allen Dingen auch die außerfachlichen Kompetenzen – gern auch Soft Skills genannt. Eine hohe Kommunikationsstärke, Kreativität und Belastbarkeit aber auch Service- und Kundenorientierung, Konfliktfähigkeit und Einfühlungsvermögen sind ausschlaggebende Eigenschaften für eine verantwortungsvolle Ausübung dieses Berufes.

Hast du irgendwelche Tipps und Tricks für Social Media Marketing Manager, die noch unerfahren im Online Marketing sind?
Offenheit gegenüber neuen Entwicklungen und Mut zum Entdecken der fast täglichen Neuerungen gehören in diesem Job unbedingt dazu. Hier trifft der Klassiker: „Probieren geht über studieren“ definitiv zu! Fehler können und dürfen dabei passieren. Bei kritischen Stimmen nicht beunruhigen lassen sondern mit Kommunikationsgeschick und Sensibilität den Dialog suchen – vielleicht auch auf einem weniger öffentlichen Weg. Darüber hinaus werden schnelle Reaktionszeiten im Social Media Business weiter an Relevanz gewinnen. Die User erwarten spontane Antworten auf aktuelle Kommentare und Beiträge – da darf nicht lange geplant und gegenseitig abgestimmt werden. Ein enges Vertrauensverhältnis zum Kunden/Unternehmen wird daher eine immer bedeutendere Rolle spielen.

Lisett ist seit 2013 Teil des Projecter Teams. Sie berät Kunden mit nationaler und internationaler Ausrichtung und entwickelt für diese individuelle Online-Marketing-Strategien. Darüber hinaus übernimmt sie das Projektmanagement für Kanal-übergreifende Projekte, ist Ansprechpartnerin für die Projecter PR und treibt somit die Außenwirkung der Agentur voran.

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