SERIE: Projecter hautnah! – Patrick Hundt

22. Januar 2009 von admin

Patrick2Das neue Jahr hat begonnen und unsere Serie "Projecter hautnah!" geht in die nächste Runde. Diesmal hat – wie versprochen – Geschäftsführer Patrick Hundt "aus dem Nähkästchen" geplaudert.
Warum Patrick nicht einfach im mexikanischen "Puerto Escondido" bei strahlendem Sonnenschein und perfekten (Surfer-)Wellen verschwunden ist, sondern beharrlich (und erfolgreich) an der Etablierung und Professionalisierung der Projecter GmbH weiterarbeitet, erfahrt ihr in diesem Interview…
 

Ulrike: Du hast Weihnachten und Neujahr in Mexiko verbracht. Gab es einen Moment, in dem du überlegt hast, den Urlaub einfach noch ein bisschen zu verlängern?

 

Patrick: Das ein oder andere Mal habe ich mir tatsächlich gewünscht, den Urlaub zu verlängern. Wenn man sich auf den Pyramiden von Tehotihuacan oder am Strand von Puerto Escondido mit einem guten Buch entspannt, kommt einem der Gedanke schon mal. Aber ich hatte nicht das Gefühl, dass das eine Option ist. ;)

 

Ulrike: Und mit welcher Projecter-Nachricht wurdest du bei deiner Rückkehr als erstes "konfrontiert"?

 

Patrick: Schon vor meiner Rückkehr hat mich Katja auf Rekord-Minusgrade in Leipzig vorbereitet. Nicht leicht, wenn man sich gerade an sommerliche Temperaturen gewöhnt hat. Beruflich handelte die erste Nachricht von einer Telefonkonferenz mit einem Kunden, auf die wir uns vorzubereiten hatten.

 

Ulrike: Du bist ja noch relativ jung und schon – zusammen mit Katja – Geschäftsführer von der Projecter GmbH? Hättest du dir das vor 5 Jahren träumen lassen?

 

Patrick: Nein! Vor 5 Jahren hatte ich gerademal mein Grundstudium absolviert und konnte nicht erahnen, was noch kommen würde. Ich hatte damals schon den Wunsch, in einem kleinen Unternehmen zu arbeiten. Dass es allerdings mein Unternehmen sein würde, war nicht abzusehen. Die Möglichkeiten dazu haben sich erst durch meine Arbeit bei Spreadshirt ergeben.

 

Ulrike: War Spreadshirt die einzige Zwischenstation zwischen deinem Studium und Projecter? Wie sieht dein Lebenslauf (in Kurzformat) aus? ;)

 

Patrick: Ich habe mein BWL-Studium an einer Berufsakademie absolviert. Dadurch war ich schon während des Studiums bei den Berliner Wasserbetrieben beschäftigt. Von denen wurde ich auch übernommen, allerdings hatte ich nicht vor, noch lange Zeit dort zu bleiben. Große, schwerbewegliche, halbstaatliche Unternehmen sind einfach nicht mein Ding.
Ende 2005 hatte ich die Möglichkeit, an einem Norwegisch-Sprachkurs in Oslo teilzunehmen (Norwegen ist eine kleine Leidenschaft von mir). Vor Ort habe ich dann unter etwas glücklichen Umständen ein Praktikum bei der Deutsch-Norwegischen Außenhandelskammer ergattert.

Beruflich hat mich das zwar nicht weitergebracht aber ich hatte eine sehr schöne Zeit.
Auf der Suche nach einem Traineeship bin ich über eine wirklich interessante Stellenausschreibung von Spreadshirt gestolpert. Nach drei Telefoninterviews haben sie mich auch relativ schnell eingestellt (damals ging das noch so einfach). Das Traineeship im Online Marketing hat mir nicht nur viel Spaß gemacht sondern auch den Grundstein für die spätere Gründung von Projecter gelegt.
 

Ulrike: Und was gehört jetzt bei Projecter zu deinen Aufgaben?

 

Patrick: Fast alles. Einen großen Teil der Zeit beschäftige ich mich mit dem Aufbau und der Optimierung der Adwords Accounts sowie mit der Betreuung der Partnerprogramme unserer Kunden. Allerdings wird diese Arbeit tendenziell weniger, da wir ja mittlerweile einige Mitarbeiter haben, die uns eine Menge abnehmen können. Das heißt allerdings nicht, dass wir nun weniger Arbeit hätten ;)

Die Aufgaben sind ziemlich vielfältig. Mit zunehmender Unternehmensgröße halten wir mehr Meetings ab, wir kümmern uns um unsere Mitarbeiter, besuchen Kunden oder interessante Events. Sehr zeitraubend ist auch die Akquise neuer Kunden, aber die Belohnung bei einem erfolgreichen Abschluss umso größer.

 

Ulrike: Was ist zurzeit dein Lieblings-Keyword?

 

Patrick: Lange Zeit war es "Krabbelschuhe". Aber auch Keywords wie "Kopierer" oder "Businessplan" haben es mir angetan, da sie für mich den Erfolg von zwei interessanten Kunden symbolisieren, die ich betreue.

 

Ulrike: Größte Enttäuschung und schönstes Ereignis seit der Projecter-Gründung vor 1 Jahr und (?) Monaten?

 

Patrick: Wann genau wir gegründet haben, ist schwer zu sagen. Im März 2008 haben wir die GmbH gegründet aber vorher schon ein paar Monate als GbR gearbeitet. Die größte Enttäuschung war sicherlich eine Welle von Kündigungen Ende Oktober. Als die Finanzkrise zur Wirtschaftskrise wurde, sind einige Kunden nervös geworden und wollten offenbar am Marketing-Budget einsparen. Am Anfang war jeder neuer Kunde ein neuer schönster Moment ;)

 

Ulrike: Wie du eben schon angedeutet hattest, sind die Arbeitsanforderungen manchmal – gerade an Geschäftsführer – immens. Was ist deine Strategie zur Stressbewältigung?

 

Patrick: Die ultimative Strategie habe ich noch nicht entwickelt. Ein langer Urlaub hat sich bislang jedoch als äußerst hilfreich erwiesen. Davon hat mich Katja überzeugen können ;) Da nicht jeden Monat ein Urlaub drin ist, müssen andere Mittel herhalten: mal für ein Wochenende wegfahren oder einfach nur die Finger von der Arbeit zu lassen (gelingt mir noch nicht so gut, bin aber auf dem Weg der Besserung).

 
Ulrike: Und mit welchen Neuerungen dürfen Kunden, Mitarbeiter und alle anderen Interessierten in diesem Jahr rechnen?

 

Patrick: Ich denke wir werden zunehmend professioneller und davon profitieren sicherlich alle Beteiligten. Alle paar Monate setzen wir uns zusammen und widmen uns dem "Big Picture". Dann wird neu organisiert, sofern Bedarf dafür besteht und unprofitable Projekte, die viel Zeit verschlingen aber keine Vorteile generieren, werden gestrichen. Somit bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: Kunden und Mitarbeiter.
Im Speziellen werden wir uns bei der Betreuung von Partnerprogrammen weiter verbessern. Durch die Zugewinnung neuer Kunden können wir ganz andere Prozesse etablieren.
 

Ulrike: So, das war’s eigentlich schon. Zum Schluss musst du nur noch – wie alle anderen auch – verraten, wann und wo du geboren bist? :)

 

Patrick: Berlin-Lichtenberg, am 12. Mai 1982

 

Ulrike: Vielen Dank, Patrick! Das war sehr interessant!



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3 Antworten zu “SERIE: Projecter hautnah! – Patrick Hundt”

  1. Sebastian sagt:

    schönes interview :-)

    das mit dem langen urlaub ist wirklich wahr. ich merke es aber auch immer erst so richtig, wenn ich mir die zeit dann endlich mal genommen habe. danach arbeitet man einfach wieder viel besser.

    das “big picture”-meeting ist eine gute idee. müssen wir vielleicht auch mal konsequenter machen, gabs bei uns erst einmal so richtig im letzten herbst. sonst laufen wichtige absprachen/ideensammlungen eher nebenbei bei uns.

  2. Patrick sagt:

    Wir haben für diese Meetings keine festen Termine aber nach einiger Zeit bekommt man das Gefühl, dass es mal wieder Zeit wird. Sehr nützlich ;)

  3. Sandy sagt:

    Gutes Interview :) Und ich dachte immer du wärst älter als ich, dabei sind es ja wirklich nur 2 Monate…



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