Adwords Tricks für Anfänger und Fortgeschrittene

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„Wir haben selbst schon mal mit Adwords probiert, aber so richtig gebracht hat das nichts.“ – Ein sehr gängiges Statement, das immer wieder zeigt, dass trotz der zahlreichen (kostenlosen) Online-Ressourcen oft noch Hilfe bei der Optimierung der SEM-Kampagnen benötigt wird.

Die wichtigsten Adwords-Tricks – für Profis altbekannte Basics und für Beginner noch Neuland – jetzt nochmal zum Mitschreiben und Nachfragen:

Auf Konto-Ebene:

Nicht „einfach mal probieren“ – wer konkrete Produkte verkauft oder Leads, d.h. Anmeldungen oder Anfragen, generieren will, sollte sich gleich zu Beginn Ziele setzen und daraufhin optimieren. Dazu gehört die Bestimmung, des Ziel-CPAs, d.h. des Betrages, den man maximal pro Verkauf/Lead für Adwords ausgeben will. Damit diese Kennziffer überhaupt nachvollzogen werden kann, muss ein Tracking-Code auf der Bestätigungsseite der Aktion eingebaut werden. Sind die genannten Schritte erst einmal vollzogen, können die Testphase bzw. die fortlaufende Konto-Optimierung beginnen.

Auf Kampagnen-Ebene:

  • Regio-Targeting
  • Time-Targeting
  • Budget beobachten
  • Content und Search trennen

targetingAuf der Kampagnen-Ebene können Zielregionen und Zielsprachen festgelegt werden. Mit Hilfe des Time-Targeting können auch die Tageszeit oder der Wochentag bestimmt werden, zu denen die Kampagnen geschaltet werden sollen.

Eine durchdachte Kampagnenstruktur ist eine der Grundvoraussetzungen für Erfolg mit SEM-Kampagnen. Und nebenbei bemerkt: die Kampagnen weiter aufzuschlüsseln kostet „nur“ Fleiß und Mühe. Deshalb sollte man nicht davor zurückschrecken, separate Kampagnen für verschiedene Themenbereiche, Länder und Netzwerke (Search und Content!) anzulegen.

Auf Anzeigengruppen-Ebene:

  • Spezifische Anzeigengruppen
  • Nach Themen trennen
  • Nach Keyword-Option aufschlüsseln

Jetzt kommt langsam der absolut entscheidende Teil der Optimierungsarbeit: Anzeigengruppen werden Anzeigen zugeordnet. Deshalb versucht man stets, eng verwandte Keywords in Gruppen zusammenzufassen und dazu passende Anzeigen zu formulieren. Anfangs ist diese Struktur vielleicht noch nicht so genau, wird aber dann im Laufe der Zeit immer weiter spezifiziert, je nach dem, wie viele Themen der Account hergibt. Die genaue Trennung zwischen verschiedenen Themenbereichen ermöglicht spezifischere Anzeigen. Das bedeutet, dass die Anzeigen genauer zur Suchanfrage passen. Das führt zu einer höheren Klickrate.

Was die Anzeigen betrifft:

  • USPs kommunizieren
  • Rentable Position für optimaten ROI
  • Suchwort im Titel für höhere Klickrate
  • A/B-Anzeigentests machen
  • Saisonalitäten beachten und bewerben (Weihnachten etc.)
  • Anzeige-URL nutzen
  • Aufforderungen

Langweilige Anzeigen werden übersehen. Deshalb sollte man versuchen, Vorteile wie z.B. geringe Versandkosten für den Kunden hervorzuheben. Durch die Verwendung der gesuchten Wörter im Anzeigentext erscheinen diese fett und fallen schneller ins Auge. Formulierungen und USPs sollten gegeneinander getestet werden.

SEM Agentur

Was die Landingpage betrifft:

  • Wenig Ablenkung, Aufforderungen
  • USPs kommunizieren
  • Formulierungen der Anzeige wiederholen
  • A/B-Landing-Page-Tests machen

Back to Basics lautet die Devise für gute Landing Pages. Der Nutzer muss sofort verstehen, was er machen soll. Buttons müssen zum Klicken animieren. Wenig Ablenkung auf der Seite sorgt für Übersichtlichkeit und eine geringere Absprungrate. Es empfiehlt sich, verschiedene Landing Pages gegeneinander zu testen (dann mit einer identischen Anzeige aber verschiedenen Ziel-URLs), um zu kontrollieren, welche der Zielseiten häufiger zum Erfolg führt.

Es kann auch hilfreich sein, Meinungen von Anderen einzuholen, die mit der Website bzw. dem ganzen Thema wenig zu tun haben. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber es zeichnen sich schon Tendenzen ab, wenn eine Testperson nach der anderen mit der Navigation überfordert ist, nicht erkennt, wo es zum nächsten Schritt geht usw.

Auf Keyword-Ebene:

  • Synonyme verwenden
  • Keyword-Option „Wortgruppe“ und „Genau passend“ nutzen
  • Longtail
  • Konkurrenz beobachten
  • Keyword-Tool
  • Tippfehler als Keyword buchen
  • Singular und Plural verwenden
  • Ausschließende Keywords verwenden
  • Gebote überwachen

kw tool
Die Königsdisziplin: Keywords kann man immer optimieren. Es gibt nicht nur x Synonyme, die beworben werden können. Auch Falschschreibweisen können ein lukratives Feld sein, nicht nur wenn man online „Rhododendren“ verkauft…

Die Liste deckt natürlich längst nicht alle Adwords-Tipps und – Tricks ab. Vieles lernt man auch erst im Laufe der Zeit, d.h. mit zunehmernder Erfahrung. Wir wünschen viel Erfolg beim Optimieren und freuen uns auf Feedback hier in den Kommentaren.

Jasmin war Account Managerin bei uns.

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  1. Hallo,

    ist ein interessanter Beitrag, den ich gleich mal gezwitschert habe 😉

    Beste Grüße

    Carsten Dohmann

    • Hallo Carsten,

      danke danke, freut uns, wenn der Beitrag auf Interesse gestoßen ist!

      LG Jasmin

  2. Schöner Beitrag. Gute Zusammenfassung. Da spart man sich so manches AdWords Buch 🙂

    Weiter so!

  3. Hallo zusammen,
    mal eine Frage:

    Was ist mit „USPs“ und „Rentable Position“ gemeint?

    Danke!

    • Hallo Monika, „USP“ bedeutet „Unique Selling Proposition“, also „Alleinstellungsmerkmal“, d.h. „einzigartigen, der Konkurrenz überlegenen Wettbewerbsvorteil eines Produktes, z.B. beste Qualität, niedrigster Preis o.ä.“ (http://www.wiwi-treff.de/home/mlexikon.php?mpage=beg/usp.htm). Wenn man also Vorteile gegenüber der Konkurrenz für den Kunden zu bieten hat, sollte man diese auch kommunizieren und in den Anzeigen verwenden.
      „Rentable Position“ bezieht sich auf die Postition der Anzeige und die damit verbundenen Kosten. Welche Position bezahlbar ist, muss individuell ausgelotet werden, denn manchmal ist die 1. Position einfach zu teuer, auch wenn sie zu mehr Klicks führt und mehr Conversions. Wenn der CPA zu hoch ist, nützt das nichts. In manchen Accounts stellt man sich generell auf Positionen 3-4 ein und hat damit ein rentables Verhältnis von Kosten und Umsätzen.
      LG Jasmin

  4. Ist vielleicht etwas OT, gehört aber zwecks „Adwords“ doch hierher. Wie sieht es denn jetzt aus bei Markennamen. Kann ich als Affiliate jetzt meinetwegen „Coca-Cola – Nie wieder Rückenschmerzen w_ww.getraenke-affiliate. de “ als Ad-Word buchen?

    RobMcKenna

  5. Als Keyword ja, im Anzeigentext allerdings nicht. Ob Du dann nicht trotztdem mit Coca Cola Ärger bekommst, steht auf einem anderen Blatt 😉

  6. 120 Milliarden Blogs, E-Mails, Communities und die Antwort kommt immer von Patrick. Ich hab den Eindruck das Web besteht nur aus uns beiden und alle andere sind Bots. Mal im Ernst. Mit welchem Tool wickelst Du denn Deine ganze Kommunikation ab?

    RobMcKenna

  7. Das Wichtigste kurz und informativ zusammengefasst – ein netter gut lesbarer Beitrag. Ich schaltenun seit 3 Jahren Adwords und kann auch nur immer wieder sagen: Planen, Steuern, Überwachen, Kontrollieren, Optimieren und nochmal Optimieren, dann klappts auch mit dem Ausgaben/Einnahmen Verhältnis!