Anruferweiterungen und Google Places – Der richtige Einsatz von Google Anzeigenerweiterungen

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AdWords Anzeigenerweiterungen gehören mittlerweile zu den Standards in der Suchmaschinenwerbung mit Google. Trotzdem lohnt sich immer mal wieder ein genauer Blick auf einzelne Anzeigenerweiterungen, um alle Möglichkeiten für deren Einsatz und  und insbesondere deren Kombination in Erinnerung zu rufen.

Was sind Anzeigenerweiterungen?

Anzeigenerweiterungen sind Ergänzungen in den klassischen Textanzeigen und bieten optisch einen größeren Anreiz geklickt zu werden. Sie nehmen mehr Platz ein und unterscheiden sich zusätzlich aufgrund von Symbolen von den herkömmlichen Textanzeigen. Zudem sind sie leicht zu implementieren und einmal angelegt lassen sie sich spielend für andere Kampagnen übernehmen.

Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an Erweiterungen, die Google für AdWords-Konten zur Verfügung stellt:

  • Standorterweiterungen
  • Anruferweiterungen
  • Angebotserweiterungen
  • Sitelinks-Erweiterungen
  • Produkterweiterungen
  • Profilerweiterungen
  • Erweiterungen für dynamische Suchanzeigen
  • App-Erweiterungen

Standorterweiterungen und Google Places

Standorterweiterungen blenden unterhalb einer AdWords-Anzeige Adressen mit klickbarer Google-Maps-Karte ein. Die abgerufenen Adressen können im Konto auf zweierlei Weise eingerichtet werden. Entweder verknüpft man die entsprechende Kampagne mit einem Google Places-Konto oder man trägt die Adressen manuell ein.

Verknüpfung mit Google Places

Verknüpfung mit Google Places

Bei einer Verknüpfung mit Google Places hat das Google Konto Zugriff auf den Brancheneintrag und die AdWords-Anzeigen werden zudem auf Google Maps dargestellt – meistens in einer Leiste unterhalb der Karte oder hervorgehoben zwischen den Branchenbucheinträgen.

Rein optisch wird eine Anzeige mit Standorterweiterung auch durch ein frei wählbares Symbol aufgewertet. Dieses kann branchentypisch ausgewählt oder sogar individuell hochgeladen werden:

Symbole zur Kennzeichnung der Standorterweiterung

Kennzeichnung der Standorterweiterung mit einem Symbol

Genau, wie beim Google Places-Konto mehrere Adressen ausgewählt und hinzugefügt werden können, so lassen sich auch manuell verschiedene Anschriften hinterlegen und für spezifische Anzeigengruppen und Kampagnen auswählen:

Manuelles Hinterlegen der Adressen

Adressen lassen sich manuell hinterlegen

Die Auslieferung der Standorterweiterungen in den Anzeigen erfolgt immer dann, wenn Google einen regionalen Bezug zur erfassten Anschrift erkennen kann. Das bedeutet, wenn sich ein Nutzer entweder in der Nähe des Standortes befindet oder die Suchanfrage mit dem Städtenamen kombiniert wird. Letzteres muss jedoch nach geografischer Ausrichtung in den Kampagneneinstellungen festgelegt werden.

Anruferweiterungen – Click-to-Call-Anzeigen

Neben dem Standort lassen sich auch Telefonnummern und Hotlines prominent in Anzeigen als Erweiterungen anlegen. Die so generierten Anzeigen heißen Click-to-Call-Anzeigen und werden Nutzern mit mobilen Endgeräten und vollwertigem Browser ausgeliefert. Von dort aus kann der Anruf direkt mit einem Klick aus getätigt werden.

Click-to-Call-Anzeigen

Anruferweiterungen – Click-to-Call-Anzeigen

Im Unterschied zu den Standorterweiterungen, die im AdWords-Konto nur auf Kampagnenebene angelegt werden können, dürfen Telefonnummern für Anruferweiterungen auch direkt auf  Anzeigengruppen ausgerichtet werden.

Die Implementierung ist ebenso kinderleicht wie bei den Standorterweiterungen. Über den Tab Anzeigenerweiterungen  Anruferweiterungen anklicken, Kampagne oder Anzeigengruppe auswählen und Telefonnummern hinzufügen.

Gerade im B2B-Bereich gelten Anrufe als äußerst wertvoll und lassen sich quasi gleichsetzen zu Kontaktanfragen (Leads), da der Kontakt direkt und persönlich erfolgt.

Fazit

Anzeigenerweiterungen bieten eine sehr gute Möglichkeit die Relevanz und Sichtbarkeit von AdWords-Anzeigen in den bezahlten Suchergebnissen bei Google zu erhöhen. Der höhere optische Reiz steigert in den meisten Fällen die Klickrate und Kunden erhalten durch direkt verfügbare Infos zu Adresse und/oder Telefonnummer einen deutlichen Mehrwert. Um den höchstmöglichen Nutzen auf beiden Seiten herauszuholen, lohnt sich daher die Kombination aus beiden Erweiterungen.

Anzeigen mit Standort- und Anruferweiterungen sind insbesondere im B2B-Bereich, für Unternehmen mit hohem Service- und Supportaufwand, bei Dienstleistungen mit höherem Erklärungspotential oder für Leute, die Kunden direkt in ihr Geschäft holen von Vorteil.

Sabine war von Mai 2010 bis März 2016 Teil des Projecter Teams.

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