SEA Auslese August 2015

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SEA-Auslese   Auch im August gab es bei Google & Co. einiges an spannenden Neuerungen, die in unserer SEA Auslese zusammengefasst sind. Mit dabei sind Neuigkeiten zu Google Shopping, neue Anzeigenerweiterungen, Anpassungen bei der mobilen Suche und das Ende von den Produktanzeigen von Amazon.

Structured Snippet Extensions

Google kündigte im Inside AdWords Blog eine neue, automatisierte Anzeigenerweiterung an – die sog. Structured Snipped Extensions. Bisher war dies mit den sog. Dynamic Structured Snippets bereits möglich, allerdings wurden diese automatisiert in die Textanzeigen integriert und konnten vom Werbetreibenden nur bedingt angepasst werden. Die neuen Structured Snippet Extensions, die aktuell ausgerollt werden, sollen das nun ändern.

In der Überschrift bzw. dem Header können Werbetreibende vordefinierte Werte bzw. Bezeichnungen auswählen, die zur Anzeige und somit zum beworbenen Produkt am besten passen. Nehmen wir obige Anzeige zu den Boots als Beispiel, so bietet sich hier Styles an, wohingegen ein Hotel als Überschrift Amenities, d. h. Austattungsmerkmale, nehmen könnte. Als Werte stehen dem Werbetreibende maximal 25 Zeichen zur Verfügung, die als zusätzliche Zeile eingeblendet werden können. Wie viele Werte hier in der Anzeige eingeblendet werden können, hängt von der Länge dieser sowie der Bildschirmgröße ab. Im Gegensatz zu den Callouts bzw. Erweiterungen mit Zusatzinformationen, die sich primär auf das Unternehmen oder bestimmte Leistungen beziehen, können mit Hilfe der Structured Snippets eher produkt- und servicespezifische Leistungen hervorgehoben werden:

Aktuell sind, wie die Screenshots oben verdeutlichen, die Überschriften noch auf Englisch – sobald diese übersetzt werden, kann es sozusagen auch richtig in Deutschland losgehen!

Anpassungen bei den mobilen Anzeigen

Wie die Kollegen von Searchengineland zu berichten wissen, werden wir auf unseren mobilen Geräten in naher Zukunft noch mehr mit AdWords-Anzeigen in Berührung kommen. Anstatt bisher maximal zwei Anzeigen werden gerade testweise drei Anzeigen in der mobilen Suche ausgestrahlt, wodurch die organischen Ergebnisse fast komplett von der Bildfläche des mobilen Geräts verschwinden.

Google scheint mit ihrer mobilen Strategie nun ernst zu machen und die Vorteile für Werbetreibende im Bereich der bezahlten Werbung nochmals stärker verdeutlichen zu wollen. Die Werbetreibenden mit Budget dürfte es freuen, die Nutzer der mobilen Geräte – nunja – wohl auch.

Gebotsstrategien für Google Shopping Kampagnen

Auch in Shopping Kampagnen können zukünftig anstatt manueller maximaler CPC-Gebote automatische Gebotsstrategien verwendet werden. Zu den Strategien gehören: – Klicks maximieren: Falls gewünscht ist, mit den bestehenden Budgetrestriktionen so viel Traffic wie möglich zu generieren, ist die Klickmaximierung eine potentielle Möglichkeit. – Ziel-ROAS: Arbeitet der Werbetreibende stark umsatzorientiert und hat nur bedingt Zeit die Gebote manuell zu verwalten, dann bietet sich die Gebotsstrategie Ziel-ROAS an. Hier werden dynamisch die Gebote verwaltet und Produkte, die mehr Umsatz generieren, erhalten höhere Gebote. – Auto-optimierte CPCs: Mit Hilfe eines auto-optimierten CPCs werden die Gebote so optimiert, dass diese die Zahl der Conversions erhöhen und dennoch manuell verwaltet werden können. Ob sich die unterschiedlichen automatischen Gebotsstrategien im Shopping für jeden Werbetreibenden eignen, sei natürlich erst einmal dahingestellt, aber an sich eine erfreuliche Nachricht für viele Werbetreibende.

Automatisierte Erweiterungen für Google Shopping Anzeigen

Und noch einmal Shopping: Google gab bekannt, dass zukünftige automatisierte Erweiterungen für Shopping Anzeigen eingeführt werden und im Umkehrschluss die bisherigen Promotions bzw. Werbetexte abgeschafft werden. Letztgenannte sind kleine, optionale Zusatztexte, die in Shopping Kampagnen als Anzeige hinterlegt werden können. Diese wurden nur angezeigt, wenn der Nutzer mit der Maus über die Shopping Anzeige gefahren ist. Auch konnten Werbetexte nicht gegeneinander getestet werden, wodurch die Abschaffung von diesen zum 30. September wohl ohne Tränen von statten gehen wird – zumal die automatischen Erweiterungen ja in den Startlöchern stehen! Shopping Anzeigen   Die automatischen Erweiterungen sind an sich jedoch keine wirkliche Neuerung, wie Martin Röttgerding von Bloofusion ausführlich beschreibt. Denn seit Monaten werden diese von Google selbst getestet und in der Community ausführlich diskutiert – wie bspw. in unserer SEA Auslese für Juli 2015. Zu den Erweiterungen gehören zusammenfassend u. a.: – Hinweise zum Versand sowie Produktbewertung mit Hilfe von Sternen

– Angebote

– Preisangaben (x% niedriger, Value-Alert, Great Price)

Diese automatischen Erweiterungen werden im Feed integriert und können – im Gegensatz zum Werbetext – nicht mehr in der Oberfläche von AdWords integriert und angepasst werden. Was nun final ausgerollt wird, bleibt abzuwarten. Denn aktuell werden seitens Google noch viele Tests gefahren.

AdWords Berichtseditor

In unserer SEA Auslese für Mai wurde er bereits angekündigt, nun soll er, wie Inside AdWords zu berichten weiß, kurz vor der Ausrollung stehen – der neue Berichtseditor in AdWords.

Der große Vorteil ist weiterhin, dass nun unterschiedliche Tabellen erstellt werden können, ohne dass die Daten vorher exportiert und bspw. im Excel gefiltert werden müssen. Kennzahlen können einfach mittels Drag-and-Drop in den Editor gezogen werden und nach eigenen Wünschen spezifisch angepasst werden. Zugleich können die Daten auch mit Hilfe von Diagrammen (Linien-, Balken-, Tortendiagrammen) visualisiert werden, was im Vergleich zur Vorgehensweise im Excel natürlich noch einmal eine Erleichterung ist.

Die erstellten Tabellen und Diagramme können wie gehabt in den verschiedensten Formaten exportiert werden und auch das Planen von individuellen Berichten sowie der Versand via Mail ist möglich.

Inaktive Accounts in MCCs verstecken

Seit kurzem können inaktive Accounts, d.h. Accounts, die nicht mehr aktiv betreut werden oder pausiert bzw. beendet sind, in den MCCs bzw. Verwaltungskonten ausgeblendet werden. Inaktive Accounts Diese verschwinden aus der Übersichtsseite, können jedoch noch unter dem Reiter „Verwaltung“ bzw. im Dropdown „nur ausgeblendete Konten“ wieder eingeblendet werden. Inaktive Accounts wieder einblenden

Bulk Upload in Shopping Kampagnen

Mit Hilfe des Bulk Uploads können nun auch Shopping Kampagnen einfacher betreut und gemanaged werden. Dies ist vor allem dann eine große Erleichterung, wenn eine signifikante Anzahl an bspw. Produktgruppen, Geboten, Custom Labels & Co. angepasst werden sollen.

Hierzu muss nur der Bericht heruntergeladen, angepasst und wieder hochgeladen werden. Dann können die Änderungen nochmals in einer Preview begutachtet und schließlich freigegeben werden. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

Amazon stellt Produktanzeigen ein

Auch auf Amazon selbst konnten Werbetreibende Anzeigen zu ihrem Unternehmen sowie den Produkten schalten. Dies waren die gesponserten Links, gesponserte Produkte und Produktanzeigen. Letztgenannte, d.h. die Produktanzeigen, werden nun zum 31.10.2015 eingestellt. Doch nun erst einmal eine kurze Erklärung zu den einzelnen Werbemöglichkeiten: Die gesponserten Links stammen größtenteils von AdWords Konten, die im Account unter den Einstellungen angegeben haben, dass sie die Partner im Suchnetzwerk mit einbeziehen möchten:

Gesponserte Links

Gesponserte Links bei Amazon
Quelle: Amazon

Aktuell bekommen die Anzeigen aus AdWords allerdings testweise Konkurrenz – und zwar aus dem Hause Amazon persönlich mit eigenen Textanzeigen.

Amazon Testanzeigen

Quelle: PPCHero

Mit Hilfe der gesponserten Produkte können Werbetreibende ihre Produkte, die sie aktuell bereits auf Amazon listen und vertreiben, u.a. in den Suchergebnissen sowie den Produktdetailseiten platzieren. Die Funktionsweise erinnert ganz stark an AdWords & Co., da der Aufbau mit Kampagnen, Anzeigengruppen, Keywords und Anzeigen sowie maximalen Geboten und Relevanzfaktoren sehr bekannt vorkommt. Klickt ein Nutzer auf die Werbeanzeigen, dann gelangt er auf die Detailseite des Produkts und kann dieses gleich auf Amazon kaufen.

Gesponserte Produkte bei Amazon

Gesponserte Produkte bei Amazon
Quelle:Amazon

Als dritte Möglichkeit gibt bzw. gab es die sog. Produktanzeigen, die nun zum 31.10.2015 eingestellt werden. Mit diesen konnten auch diejenigen Werbetreibenden auf Amazon Anzeigen schalten, die ihre Produkte nicht explizit auf Amazon gelistet und vertrieben haben. Mit Hilfe der Produktanzeigen war bzw. ist es analog den gesponserten Produkten möglich, Produkte u.a. in Suchergebnissen und Produktdetailseiten zu platzieren. Klickt hier ein Nutzer wieder auf die Anzeige, so gelangt er entweder zur Produktdetailseite, von welcher er dann auf die externe Website des Werbetreibenden geleitet wird, oder er wird direkt zu dieser gebracht.

Produktanzeigen bei Amazon

Produktanzeigen bei Amazon
Quelle: CPCstrategy

Um als Werbetreibender die Produktanzeigen schalten zu können, musste ein ausführlicher Produkt-Feed nach strikten Vorgaben von Amazon erstellt werden, was viele Werbetreibende bereits abgeschreckt hat. Bis zur finalen Einstellung Ende Oktober sollten die Werbetreibenden das noch vorhandene Guthaben aufbrauchen, sich die relevanten Reportings ziehen und, falls die Produktanzeigen zu den größten Traffic- und Umsatzquellen gehören, neue Werbeaktivitäten erschließen – denn das Weihnachtsgeschäft steht ja schon fast vor der Tür.

Google wird zu Alphabet und passt Logo an

Im August herrschte kurzzeitig große Unruhe, denn Google gab bekannt, dass eine neue Dachfirma namens Alphabet ins Leben gerufen wird und die verschiedenen Tochterunternehmen in diese integriert werden sollen. Nichtsdestotrotz wird das Suchmaschinengeschäft weiterhin eine bedeutende Rolle im Hause Google bzw. Alphabet spielen, da hier bekanntlicherweise ordentlich Umsatz generiert wird. Doch nicht nur in der Firmenstruktur gab es Veränderung, auch das bekannte Google Logo wurde Ende August bzw. Anfang September einer Verjüngungskur unterzogen – glatt, bunt und aufgeräumt. Was sich Google im Zeitverlauf verändert hat, kann im nachfolgenden Video angeschaut werden.   Jetzt die Auslese als monatlichen Newsletter abonnieren!

Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit September 2015 betreut er als Account Manager nun Kunden in den Kanälen SEA und Affiliate Marketing. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von AdWords, BingAds & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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