SEA Auslese Februar 2015

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SEA-Auslese
Der Frühling steht so langsam vor der Tür und auch im Hause Google hat sich einiges getan – vom groß angelegten Frühjahrsputz bis hin zur Einführung der Upgraded URLs im AdWords Account. Diese und weitere Themen gibt es in der aktuellen Ausgabe der SEA Auslese.

Upgraded URLs für AdWords

Bei vielen Werbetreibenden, die ihre Daten genau mit Trackingparametern von Drittanbietern analysieren, dürften diese Informationen einen innerlichen Freudensprung ausgelöst haben – die frisch eingeführten Upgraded URLs im AdWords-Konto. Mussten bisher, bis auf einige Auserwählte der Beta-Version, bei der Erstellung von Anzeigen bzw. Sitelinks die Ziel- bzw. Link-URL manuell mit den jeweiligen Parametern gefüttert werden, so soll dies in Zukunft einfacher und schneller vonstatten gehen.

Zur Erinnerung: Bisher bestand eine Ziel-URL aus der Zielseiten-URL und den Trackingparametern. Sollte lediglich das Tracking geändert werden, dann hatte dies bisher dazu geführt, dass Anzeigen nochmals überprüft und zeitweise nicht geschaltet wurden sowie statistische Daten verloren gingen. Durch die neuen Upgraded URLs können die Zielseiten-URL und die jeweilige Trackinginformation nun getrennt voneinander im AdWords-Konto eingegeben werden. In der Tracking-Vorlage, welche zukünftig in der gemeinsam genutzten Bibliothek zu finden ist, werden die relevanten Tracking-Informationen als eine Art Schablone eingegeben. Diese stellt die eigentliche Struktur der Tracking-URL dar und kann auf mehreren Instanzen (Kampagnen-, Anzeigengruppen-, Sitelinks-, Keyword- oder Anzeigenebene) mittels der jeweiligen URL-Optionen angepasst werden. Falls lediglich ein einfaches Tracking implementiert ist, kann dies auch zentral in der Tracking-Vorlage für das gesamte Konto hinterlegt werden. Auf Anzeigenebene kann bis zum 1. Juli noch zwischen der bisherigen Ziel-URL und der finalen URL gewählt werden, bevor die Ziel-URL in „finale URL“ umbenannt wird. Im Gegensatz zur altbekannten Ziel-URL enthält die finale URL, wie bereits erwähnt, keinerlei Trackingparameter mehr. Für Werbetreibende mit einem ausgeklügelten Drittanbieter-Tracking ist es ratsam, sich bereits jetzt über die Umstellung der URLs zu informieren und dieses Vorgehen zu planen – eine kleine Anleitung und Hilfe von Google gibt es hier.

Nur-Anruf-Kampagnen für AdWords

Vorab – ganz neu ist die Idee nicht. Bisher konnten Werbetreibende in die Anzeige die sogenannten „Anruferweiterungen“ integrieren. Diese ermöglichten je nach Gerät die Anzeige der jeweiligen Telefonnummer oder auch ihren direkten Anruf. Des Weiteren konnte festgelegt werden, dass beispielsweise bei Smartphones nur noch die Telefonnummer und nicht die Website angezeigt werden soll. Wie bei Anzeigenerweiterung üblich, konnte jedoch eine Ausstrahlung nicht immer sichergestellt werden.
Durch die neuen Nur-Anruf- bzw. Call-Only-Kampagnen schafft Google hier Abhilfe. Mit Hilfe dieses neuen Kampagnentyps wird es den Werbetreibenden nun ermöglicht, Kampagnen zu erstellen, die spezifisch auf mobile Geräte mit Anruffunktion ausgerichtet sind. Bei einem „Klick“ erfolgt keine Weiterleitung  auf die Seite des Werbetreibenden mehr, sondern es wird ein direkter Anruf ausgelöst. Die Call-Only-Kampagnen ermöglichen somit eine zielgruppenspezifische Ansprache und eine damit einhergehende Gestaltung der Anzeigen mit eindeutigen Call-to-Actions.

Update beim AdWords Editor

In der SEA Auslese Januar 2015 wurde über Probleme beim AdWords Editor berichtet, die nach dessen Verjüngungskur festgestellt wurden. In der Version 11.0 traten hier vereinzelt Probleme mit Sitelinks sowie mit der Darstellung der Klickraten auf. Diese Probleme wurden in der zuletzt veröffentlichten Version 11.0.3 behoben und die Leistung sowie Zuverlässigkeit somit wieder verbessert. So werden u. a. nun alle Sitelinks-Daten bei einem Import erkannt und bei der Duplizierung der Sitelinks wird ein gelber Warnhinweis eingeblendet. Des Weiteren wurde beim Statistik-Download unter Windows nachgebessert und die Sortierungsmöglichkeiten angepasst.

Frühjahrsputz im AdWords Account

So langsam steigen die Temperaturen und der Frühling macht seinem Namen nun endlich alle Ehre. Was bietet sich dann natürlich sofort an? Richtig, ein Frühjahrsputz. Das denkt sich auch Google und hat ab dem 23. März eine groß angelegte Säuberungsaktion in den AdWords Accounts angekündigt. Betroffen hiervon sind ungenutzte Anzeigen, die keine Impressionen erzielt haben und bereits vor mehr als 100 Tagen gelöscht bzw. entfernt wurden. Doch auch Kampagnen und Anzeigengruppen, die ebenfalls keine Impressionen erzielt und bereits mehr als 100 Tage entfernt sind, werden dem Frühjahrsputz zum Opfer fallen. Ziel dieser Aktion ist im Übrigen, die Übersichtlichkeit im Account zu bewahren. Na dann, her mit den Gummihandschuhen!

Neue Funktionen und Best Practices in AdWords

Im Jahr 2014 hat Google sage und schreibe über 200 neue Features und Produkte im AdWords gelaunched. Damit die Flut an Informationen und Neuerungen nicht spurlos vorüber geht, hat Google nun eine Übersichtsseite zu den neuen Funktionen in AdWords ins Leben gerufen. Dort sind übersichtlich die neue Funktionen und Features von AdWords aufgeführt, die in den vergangenen Monaten ausgerollt wurden. Zugleich werden Hilfeartikel, Richtlinien und Blogbeitrage verlinkt, die die neuen Funktionen nochmals genauer erläutern.

AdWords Updates

Ab sofort alles auf einen Blick: Die frisch gelaunchte Hilfeseite „Neue Funktionen in AdWords“. (Screenshot 02.03.2015)

Neben dieser Übersichtsseite zu den neuen Features in AdWords wurde zugleich eine weitere Übersichtsseite erstellt – die „Google Best Practices“. Dort sind, wie es der Name ja bereits impliziert, die wichtigsten Informationen und Hilfestellung aufgeführt, die bei der Arbeit mit und in AdWords von Bedeutung sind. Bis jetzt gibt es diese Seite nur in englischer Sprache, wobei das deutsche Pendant sicherlich nicht lange auf sich warten lassen wird.

AdWords Best Practice

“Google Best Practices” mit wertvollen Tipps und Hilfen für die Arbeit im AdWords-Account (Screenshot 02.03.2015)

Multiple Standorterweiterungen in Anzeigen

Für Filialisten und Unternehmen mit mehreren Standorten ist diese Beobachtung, die in den USA gemacht wurde, nicht ganz unbedeutend: Hier wurden Anzeigen gesichtet, die mit mehreren Standorten zugleich versehen waren. Ob es sich hierbei um einen vorübergehenden Test handelt oder die Funktion kurz vor der Ausrollung steht, ist leider nicht bekannt.

 Ads im Google Play Store

Noch mehr als taufrisch ist eine neue Funktion von Google, die die Schaltung von App Anzeigen im Google Play Store ermöglichen soll. Hier wird es zukünftig möglich sein, die eigene App bei spezifischen Suchanfragen an oberster Stelle zu platzieren, um die Bekanntheit, Reichweite und – last but not least – die Installation dieser zu forcieren. Das Ganze würde dann wie folgt aussehen, wobei die Anzeige hier, wie üblich, mit einem kleinen Vermerk gekennzeichnet wird:

Schon bald in der Beta-Phase: App Ads im Google Play Store (Quelle: android-developers.blogspot.de)

 

Wann das Ganze ausgerollt wird und wie Werbetreibende die Anzeigen erstellen können, hat Google nicht genauer dargestellt. Bekannt ist lediglich, dass in den kommenden Wochen zunächst ein ausgewählter Nutzerkreis die Werbeeinblendungen zu Gesicht bekommt.

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Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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