SEA Auslese Juni 2015

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SEA-Auslese

 

Im Juni gab es bei AdWords & Co. kein Sommerloch, sondern eine Fülle an Neuerungen und Anpassungen. Die wichtigsten Neuigkeiten, die für frischen Wind sorgten, gibt’s in unserer aktuellen SEA Auslese.

Anpassungen der Google Shopping Feed Spezifikationen

Nachdem Google in diesem Jahr bereits die Upgraded URLs eingeführt hat, werden nun die Shopping Kampagnen bzw. genauer gesagt der Shopping Feed einer Optimierung unterzogen. Anfang Juli wurde eine Reihe von Änderungen bei den Spezifikationen sowie der Taxonomie angekündigt und zum Teil vorgenommen.  Diese soll zum einen die User-Experience bei der Suche nach Produkten im Netz sowie zum anderen die Merchant-Experience bei der Bereitstellung der notwendigen Informationen im Shooping Feed vereinfachen. Im Detail lassen sich die Änderungen wie folgt zusammenfassen:

Anpassung der Spezifikationen:

  • Strengere Anforderung bei IDs und GTIN
  • Integration von Einheiten und Mengenattributen in den USA
  • Google Produktkategorien bekommen numerische IDs als Alternative für die komplette Pfadangabe
  • Erweiterung der Versandanforderungen für u. a. die Schweiz, Holland, Japan und Spanien

Anpassung der Taxonomie:

  • Zusammenfassung von Sub-Kategorien in Oberkategorien
  • Aufsplittung von Kategorien in Sub-Kategorien
  • Überarbeitung von Kategorien

Einige dieser Änderungen sind bereits ab 1. Juni gültig, wohingegen der Großteil bis zum 15. September umgesetzt werden sollte, da sonst im schlimmsten Fall Produkte nicht allumfassend gelistet werden können. Ob die vollzogenen Anpassungen im Feed den Spezifikationen entsprechen, kann mit Hilfe des Diagnose Tabs im Google Merchant Center oder direkt im Status des jeweiligen Datenfeeds unter Artikelfehler gesehen werden:

 

Preisvergleich im Shopping

Bleiben wir beim Thema Shopping – aktuell testet Google wohl ein neues Feature, welches bei den Shopping-Ergebnissen eine Art Preisvergleich integriert hat. Dieser gibt dabei an, wie viel bei diesem Angebot im Vergleich zum Durchschnittspreis gespart werden kann.

 

Woher genau die Information bezüglich des Durchschnittspreises kommt, ist noch nicht ganz klar. Wie die Kollegen von Channel Advisor zu berichten wissen, zeigt dieses Feature eine mögliche Abkehr vom klassischen Cost-Per-Click Modell, wodurch Produkte mit niedrigerem Preis nun präferiert behandelt werden könnten. Hintergrund könnte die steigende Marktmacht von Marktplätzen à la Amazon oder das sich wandelnde User-Behaviour sein.

Verbesserung der Klickqualität bei Mobilen Display Ads

Viele kennen die Situation: Während dem Surfen mit dem Smartphone aus Versehen auf den Rand eines mobilen Werbebanners geklickt oder den Close-Button verfehlt und schon erfolgt eine Weiterleitung auf bspw. einen Online-Shop. Dabei handelt es sich Schätzungen zu Folge nach auch nicht um Einzelfälle – bis zu 50% aller Klicks auf mobile Werbebanner sollen dem Zufall geschuldet sein. Doch Rettung ist in Sicht, denn Google möchte durch Maßnahmen die Klickqualität verbessern, was sowohl Usern als auch Werbetreibenden in die Karten spielen dürfte.

 

Dabei sollen in Zukunft Klicks nicht gezählt werden, die

  • in der Nähe des Rahmens des mobilen Werbebanners
  • auf noch nicht geladene Werbebanner und
  • bei In-App Anzeigen und deren Icons erfolgen.

Somit werden Klicks auf mobile Werbebanner bspw. einer Nachrichtenseite nur dann gezählt, wenn der Werbebanner fertig geladen ist und der mobile Nutzer nicht ausversehen auf den Rand sondern den Button im Banner geklickt hat.

Location Extension mit Bewertung

Ist der AdWords mit dem Google MyBusiness Account verknüpft, so konnten bisher in den Anzeigen die Location Extensions oder zu Deutsch die Standorterweiterungen angezeigt werden. Seit neuestem können nun auch die Bewertungen der Besucherinnen und Besucher mit angezeigt werden.

 

Ausgestrahlt werden diese Bewertungen sowohl auf mobilen Geräten, als auch auf Desktop Computern. Vor allem für diejenigen, die sich stark auf Bewertungen anderer verlassen, kann dies eine hilfreiche Erweiterung sein. Ob und welche Auswirkungen auf die Performance der Anzeige resultieren, bleibt abzuwarten.

Cross Campaign Management für MCCs

Der ein oder andere Verwender von MCCs wird sich schon gewundert haben. Seit kurzem können im MCC nicht nur die verknüpften Konten, sondern auch deren Kampagnen angezeigt und bearbeitet werden.

 

Gibt es beispielsweise für jedes Land eines Werbetreibenden ein eigenes AdWords Konto, so können Anpassungen die alle Konten betreffen, gleichzeitig vorgenommen werden. Neben der kontoübergreifenden Anpassung können zugleich Reportings über mehrere Accounts hinweg gezogen werden.

RLSA mit Google Analytics

Bereits seit einiger Zeit können Remarketing-Listen aus Analytics in AdWords Accounts eingesetzt werden, jedoch ist dies nur dem Display Netzwerk vorbehalten. Wie Search Engine Land berichtet, können diese Remarketing-Listen nun auch für normale Suchanzeigen genutzt werden. Somit stehen dem Werbetreibenden weitere Verhaltensmetriken zur Verfügung, die mit dem Remarketing-Cookie von AdWords nicht erfasst werden können. Allerdings gibt es auch Einschränkungen – so können einige Dimensionen wie bspw. das Alter oder Geschlecht aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht verwendet werden.

Bing Ads und neues Feature Related Products

Den Kollegen von The Sem Post ist ein neues Feature von Textanzeigen bei Bing Ads unter die Augen gekommen, welches bei der generischen Suche nach bspw. Schuhen ein bestimmtes, zur Suchanfrage passendes Produkt in der Textanzeigen hervorhebt.

 

Das Related Product leitet direkt auf die Landing-Page des Produkts weiter, wobei die URL einen froogle-Parameter enthält. Somit liegt die Überlegung nahe, dass es sich dabei um eine Kombination aus Produkt- und klassischer Suchanzeige handeln könnte. Für Werbetreibende wäre dieses Feature durchaus interessant, da bestimmte Produkte als Highlight hervorgehoben und somit die CTR gesteigert werden könnte. Allerdings sollte das Related Product schon in direkten Zusammenhang mit der generischen Suche stehen – hier bieten sich Topseller oder Markenschuhe an.

Bing Ads führt Automated Rules ein

Was in AdWords Accounts schon länger verfügbar ist und von uns auch gern bei bspw. Aktionsanzeigen genutzt wird, hat nun auch Einzug zu Bing Ads gefunden – die Automated Rules.

 

Mit Hilfe der Automated Rules können bei Erfüllung vorher festgelegter Kriterien bspw. Budgets angepasst und Kampagnen aktiviert bzw. pausiert werden. Für Bing Ads-Nutzer eine schöne Vereinfachung, die wir natürlich gerne mit offenen Armen empfangen.

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Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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