SEA Auslese März 2015

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SEA-Auslese
Der März legte den Fokus natürlich ganz klar auf das Ostergeschäft. Doch auch bei AdWords und Bing gab es einige Neuerungen und Ankündigungen, die vielleicht im Trubel untergegangen sind. Doch keine Angst – unsere SEA Auslese fasst diese nochmals zusammen.

Änderungen bei Anruf- und Standorterweiterungen im AdWords-Konto

Neben der bereits erwähnten Anpassung beim Tracking hat Google eine weitere Änderung angekündigt, welche die Telefonnummern, die in den Anruf- sowie Standorterweiterungen integriert sind, betrifft. Ab sofort muss der Werbetreibende nachweisen und bestätigen, dass die Telefonnummern, die in den Anzeigen verwendet werden, tatsächlich dem Unternehmen des Werbetreibenden gehören. Ist dies bis Juni nicht erfolgt, so werden die unbestätigten Anruf- und Standorterweiterungen abgelehnt und sind nicht mehr nutzbar. Telefonnummern, die von dieser Bestätigung betroffen sind, werden im Tab „Anzeigenerweiterung“ als „nicht überprüft“ bzw. „Telefonnummer wurde nicht bestätigt“ angezeigt.

Bestätigung der Telefonnummer bei Anruferweiterungen

Bestätigung der Telefonnummer bei Anruferweiterungen

Mit Hilfe einer der folgenden drei Methoden kann nachgewiesen werden, dass der Werbetreibende der Inhaber der jeweiligen Telefonnummer ist:

  1. Die jeweilige Telefonnummer muss auf der Website zu sehen sein. Diese muss hierbei in Textform und nicht als Bild vorhanden sein. Falls mehrere Anzeigen verwendet werden, die auf Zielseiten von unterschiedlichen Websites verweisen, muss die Telefonnummer auf mindestens einer Seite der jeweiligen Websites zu finden sein.
  2. Es muss eine Verknüpfung des Webmaster-Tools mit dem AdWords Account eingerichtet werden.
  3. Es muss ein eindeutiger AdWords-Code-Snippet für das Conversion-Tracking in die Zielseite eingebaut werden.

Ist die Telefonnummer durch eine der drei Methoden bestätigt, dann wird der Bestätigungsstatus automatisch aktualisiert und die Erweiterung freigegeben.

Produktbewertungen bei Google Shopping

Bereits seit Längerem gibt es die Möglichkeit, Textanzeigen mit allgemeinen Verkäuferinformationen zu erweitern. Diese bewerten den Händler, der das Produkt anbietet, anhand festgelegter Kriterien und werden nur dann angezeigt, wenn 30 Bewertungen mit durchschnittlich mindestens 3,5 Sternen vorliegen. Um jedoch den Fokus stärker auf das Produkt und nicht den Verkäufer legen zu können, kommen nun die Produktbewertungen für Google Shopping ins Spiel, die bereits letztes Jahr in den USA eingeführt wurden und nun auch zeitnah in Deutschland verfügbar sein werden.

Diese beziehen sich, wie bereits erwähnt, nur auf die jeweiligen Produkte und werden in Form von Sternen in den Shopping Anzeigen visualisiert. Sie ergeben sich aus den aggregierten Bewertungsdaten für das jeweilige Produkte, die aus mehreren Quellen stammen (andere Händler, Seiten mit redaktionellem Content, Nutzer, Bewertungsplattformen, etc.) und werden erst ausgestrahlt, wenn mindestens drei Bewertungen vorliegen. Abgebildet werden diese entweder über einen Drittanbieter oder über eine eigene Lösung, wobei letztere in Form eines Feeds dem Merchant Center zur Verfügung gestellt werden muss.

Produktbewertungen auf Google Shopping

Produktbewertungen auf Google Shopping (Quelle: https://support.google.com/merchants/answer/6059553?hl=de)

Um die Produktbewertungen in den Shopping-Ergebnissen nutzen zu können, muss der Werbetreibende zunächst ein Formular ausfüllen und seine vorhandenen Daten mit Google teilen. Nach Sichtung der Bewertungen des Werbetreibenden wird sich Google im Anschluss persönlich mit diesem in Verbindung setzen.

Probleme beim Qualitätsfaktor

Ende März haben wir vereinzelt feststellen können, dass der Qualitätsfaktor bei einigen Keywords ohne ersichtlichen Grund plötzlich stark gesunken war. Vor allem Brand-Keywords waren hiervon betroffen und sanken beispielsweise von 10 auf 6 Punkte.


Laut Google sei der Rückgang des Qualitätsfaktors nur auf Unstimmigkeiten beim Reporting zurückzuführen und die Anzeigenauktion hiervon nicht betroffen. Vereinzelt wiesen Werbetreibende diese Aussage zurück, da in ihren Konten anscheinenden sehr wohl ein Rückgang beispielsweise bei der Klickrate und Steigerung des CPCs festgestellt werden konnte, was jedoch auch Zufall gewesen sein könnte. Der Fehler wurde seitens Google schnell behoben und der Qualitätsfaktor hat sich im Anschluss auch wieder erholt. Puh!

In eigener Sache:
Sie haben Interesse an Google AdWords und möchten mehr über die Möglichkeiten und Potentiale der Anzeigenschaltung erfahren? Dann nehmen sie doch am 02. Juni an unserem großen Google Partner Event „Kunden gewinnen mit Google“ teil.
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Tests bei der Darstellung der Suchergebnisse

Auch scheint Google wieder fleißig Tests bezüglich der Darstellung der Suchergebnisse zu fahren. So fanden die Kollegen von searchengineland.com heraus, dass Google vereinzelt auf die Darstellung der Trennungslinie, die bisher die SEA- von den SEO-Ergebnissen getrennt hat, verzichtet.

Google verzichtet bei einem Test auf die Trennungslinie zwischen den SEA- und SEO-Ergebnissen

Google verzichtet bei einem Test auf die Trennungslinie zwischen den SEA- und SEO-Ergebnissen (Quelle: http://searchengineland.com/google-testing-removing-line-separator-between-search-ads-organic-search-results-217444)

Doch nicht nur die Trennungslinie verschwand aus den Suchergebnissen, auch die Google Maps Bei-träge mussten bei einem Test ihren bisherigen Platz abgeben, wie seoroundtable.com zu berichten weiß.

Google Maps Eintrag

Google Maps Eintrag wird erst nach den bezahlten Suchanzeigen gezeigt (Quelle: https://www.seroundtable.com/google-map-local-pack-below-the-fold-20038.html)

Anstelle einer Platzierung oberhalb der Suchergebnisse, die beim Scrollen stets sichtbar waren, rutschte die Karte für die jeweiligen Maps Beiträge bei diesem Test unter die bezahlten Suchergebnisse. Vor allem bei lokalen Unternehmen dürfte dieser Test auf wenig Gegenliebe stoßen. Replizieren konnten wir diese Tests jedoch nicht.

Google launcht Get Your Business Online

In den USA hat Google ein neues Portal namens Get Your Business Online gestartet, welches lokale Geschäfte auf dem Weg ins World-Wide-Web unter die Arme greifen soll. Vereinfacht ausgedrückt will Google den Unternehmen bei der Erstellung und Pflege eines My Business Accounts unterstützen – alles getreu dem Slogan „Let’s Put our Cities on the Map“.

BingAds mit Riesenanzeige

Den Kollegen von thesempost.com ist eine BingAds Anzeige für Brand-Keywords unter die Augen gekommen, die sage und schreibe 11 Zeilen in den SERPs eingenommen hat. Neben den gängigen Anzeigenerweiterungen wie Sitelinks und Standorterweiterung bestand diese aus Consumer Ratings und Reviews, Twitter Annotations sowie Smart bzw. Top Ad Annotations.

BingAds Anzeigen mit insgesamt 7 Anzeigenerweiterungen

BingAds Anzeigen mit insgesamt 7 Anzeigenerweiterungen (Quelle: http://www.thesempost.com/bing-ads-testing-huge-11-line-ad-units-in-bing-search-with-7-annotations/)

Auf den ersten Blick erfreut eine so präsente Anzeige natürlich das Herz jedes Werbetreibenden, da die Klickrate gesteigert und sich von der Konkurrenz abgehoben werden kann. Allerdings stellt sich auch gleich die Frage, ob eine solche Fülle an Erweiterungen im Endeffekt kontraproduktiv sein kann? Der damit einhergehende „Information Overload“ und die unterschiedlichen Schriftfarben könnten dazu führen, dass sich die Klickrate nicht, wie gehofft, erhöht, sondern sogar vermindert.

Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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