SEA Auslese Mai 2015

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SEA-Auslese

Getreu dem Motto „Alles neu macht der Mai“ gab es im letzten Monat im Suchmaschinemarketing bei AdWords ein Potpourri an Neuigkeiten und Updates – angefangen bei einfacheren Berichten, über neue Kampagnentypen und Formate, bis hin zu der Verknüpfung von Shopping und YouTube.

AdWords-Berichtseditor

Letztes Jahr wurde er angekündigt, jetzt ist er in einigen Accounts endlich verfügbar – der Berichtseditor.  Dieser findet sich in der Navigationsleiste als zusätzlicher Tab namens „Berichte“. Was bisher in einigen Fällen eher umständlich mit einem Download und anschließender Selektion via Pivot-Tabellen oder Filter machbar war, wurden nun mit Hilfe des Berichtseditors stark vereinfacht. So können die jeweiligen Kennzahlen einfach via Drag-and-Drop in den Editor gezogen und die benutzerdefinierten Berichte analysiert werden.

AdWords-Berichtseditor

Mit dem AdWords Berichtseditor können künftig benutzerdefinierte Berichte noch einfacher erstellt und visualisiert werden.

 

Daneben können auch Filter gesetzt werden, falls bspw. nur bestimmte Kampagnentypen oder Geräte von Interesse sind. Die Ergebnisse können dabei nicht nur in Form von Tabellen, sondern auch als Linien, Balken und Tortendiagramme visualisiert werden. Der Download erfolgt dabei wie gehabt via Export in den verschiedensten Formaten. Auch das Planen von Berichten und Zusenden via Mail ist weiterhin möglich.

Shopping nun bald auf YouTube

Google machte im Inside AdWords Blog auf ein neues Werbeformat aufmerksam – True View für Shopping Ads. Diese In-Stream-Videoanzeigen ermöglichen dabei das Einkaufen direkt aus der Videowerbung heraus. Die Produkte aus dem Video lassen sich durch detaillierte Fotos, Preis und Beschreibung erweitern und den Betrachter direkt zum Kaufen auffordern.

 

True View für Shopping Ads

Schon bald auf YouTube zu sehen – True View für Shopping Ads.
Quelle: http://adwords.blogspot.de/2015/05/introducing-trueview-for-shopping-new.html

 

Dabei wird der Shopping Feed aus dem Merchant Center in Verbindung mit dem True View Format auf YouTube kombiniert. Die Anzeigen funktionieren sowohl auf PC, Smartphone und auch Tablets. Da die Beta-Tests sehr erfolgreich verlaufen sein sollen, kann ein Launch für alle Accounts bald möglich sein.

Universal App Campaigns als neuer Kampagnentyp

In naher Zukunft wird es einen neuen Kampagnentyp namens „Universal App Campaings“ geben, der den Fokus allumfassend auf Apps legt und Anzeigen auf der Google Suche, YouTube, dem Play Store und dem Displaynetzwerk ausliefern soll. Dies hat Google auf der I/O Konferenz Ende Mai angekündigt.

Universal App Campaigns

Universal App Campaigns als neues Kampagnenformat für die Bewerbung von Apps.
Quelle: http://adwords.blogspot.de/2015/05/new-media-partnerships-and-ad-solutions.html

 

Der Werbetreibende muss dazu nur einen Werbetext eingeben und die Zielgruppe sowie das Budget festlegen. Mit Hilfe von Bidding- und Anzeigentechnologien erledigt das System im Hintergrund den Rest und steuert die Performance der Kampagne selbst.

Buy Button in der Google Suche

Wie t3n unter Beruf auf das Wall Street Journal berichtet, plant Google die Einführung eines Buy Buttons. Dieser soll erstmals nur auf Mobilgeräten, d.h. Tablets und Smartphones, ausgespielt werden. Wie genau dieser aussieht und was er bewirkt, ist noch nicht wirklich bekannt: Anstatt auf den jeweiligen Shop zu leiten, soll man auf einer eigenen Produktseite landen, wo sich der jeweilige Artikel nach Größe oder Farbe genau selektieren lässt. Im Anschluss kann die Bestellung final abgegeben werden, ohne dass dabei der Shop des Werbetreibenden besucht werden muss. Wie sich das Ganze final ausgestaltet und was das im Umkehrschluss für die anderen Händler heißt, bleibt abzuwarten.

 Mobile Suche um Nearby Business Ads erweitert

Bereits seit letztem Jahr ist möglich, dass bei aktivierter Standorterweiterung Anzeigen bei lokalen Suchanfragen mit drei unterschiedlichen Standorten erweitert werden können. Wie der Inside AdWords Blog zu berichten weiß, zeigen lokale Suchanfragen wie bpsw. „nearby business“ dann die Entfernung zum Geschäft und können zugleich mit den Buttons „Directions“ und „Call“ die Route planen oder einen Anruf durchführen lassen.

Nearby Business Ads

Anzeigen für lokale Suchanfragen können nun nicht nur mit Standorten, sondern auch mit Buttons zur Routenplanung und Anruffunktion erweitert werden.
Quellen: https://plus.google.com/+GoogleAds/posts/NDrsGEdGY7c
http://adwords.blogspot.de/2015/05/delivering-right-information-in-your-ads.html

 

Neue Version des AdWords Editors unterstützt Labels

Manch einer erinnert sich noch an die Bugs beim AdWords-Editor, die mit einem Update ausgemerzt wurden. Nun hat Google ein weiteres Update vorgenommen und berücksichtigt – zwischenfreuen – nun auch endlich Labels.

 AdWords Editor - Labels

Endlich auch im AdWords Editor integriert – Labels.
Quelle: http://adwords.blogspot.de/2015/05/adwords-editor-now-supports-labels.html

 

Daneben können auch die Call-Only-Anzeigen erstellt, die Upgraded-URLs bearbeitet und Anpassungen beim Targeting vorgenommen werden.

AdWords Performance Summit

Anfang Mai fand im kalifornischen Half Moon Bay der „AdWords Performance Summit“ statt, bei welchem Google eine ganze Reihe von Neuerungen für AdWords vorgestellt hat, von denen einige durchaus spannend klingen. Wie schon in der letzten Auslese für April angeklungen, wird die mobile Suche stärker in den Fokus gerückt. Vor allem für spezielle Branchen wie die Autoindustrie oder Hotellerie wird es neue Anzeigenformate geben, die direkt auf die Bedürfnisse des Suchenden zugeschnitten sind: Bei Suchanfragen zu Autohändlern soll zukünftig, wie bereits beschrieben, direkt die Entfernung angezeigt und mit einem Button zum Anrufen bzw. Routen planen ergänzt werden, wohingegen bei der Hotellerie auf mehreren Seiten Bewertungen und Preise angezeigt und schließlich direkt Buchungen durchgeführt werden sollen.

Neben den neuen Anzeigenformaten kündigte Google auch eine Anpassung bei den dynamischen Suchanzeigen (DAS) an. In Zukunft sollen bei der Erstellung dieser Kampagnen die jeweiligen Kategorien der Webseite ausgewählt werden können, die, basierend auf schon integrierten Keywords anderer Kampagnen, mit exemplarischen Geboten versehen werden. Mit Hilfe der neuen, beispielhaften Suchanfragen soll nach Erstellung nochmals dargelegt werden, bei welchem die Eingaben der Suchenden die DAS-Anzeigen ausgespielt werden.

Was bei Textanzeigen bereits möglich ist, wird nun auch für Banneranzeigen möglich sein – die Ausrichtung auf die mobile Suche bzw. Placements. Um die Vielzahl an Mobilgeräten und Bildschirmgrößen abdecken zu können, sollen Anzeigen basierend auf Formaten in den Größen 160×600, 300×250 und 728×90 automatisiert angepasst werden. Somit spart sich der Werbetreibende den Erstellungsaufwand für die aberwitzigsten Formate und kann dennoch auf den jeweiligen mobilen Placements erscheinen.

Ein weiteres, wichtiges Thema befasst sich mit dem Thema Conversions und im Spezifischen mit den geräteübergreifenden Conversions sowie dem Attributionsmodell. Bereits seit längerem lassen sich die geräteübergreifenden Conversions als zusätzliche Spalten einblenden. Diese schätzen die Anzahl der Conversions über alle Geräte hinweg und bilden einen damit verbundenen Umsatz ab. In Zukunft soll diese nicht nur Gebotsstrategien berücksichtigen können, sondern auch einen Wechsel von Broswer zu App sowie Online zu Offline. Bei dem letztgenannten Wechsel wird bereits in USA, Kanada und Australien ein Ladenbesuch als Conversion erfasst, was jedoch, wie Martin Röttgerding in seinem Blogbeitrag bereits schreibt, im Hinblick auf den Datenschutz in Deutschland nur schwerlich machbar erscheint. Daneben soll zukünftig das bisherige Attributionsmodell angepasst und sukzessive vom Last-Cookie-Wins Prinzip Abstand genommen werden. Durch einzublendende Spalten mit verschiedenen Zählweisen und spezifischen Einstellungsmöglichkeiten im Conversionstab soll die Attribution verstärkt Einzug in die AdWords Accounts finden.

Abgrenzungslinie zwischen SEA und SEO Ergebnissen

Im März hatten wir bereits davon berichtet – den Kollegen von searchengineland.com kam eine Suchergebnisseite (SERP) unter die Augen, die auf die bisherige Trennungslinie von SEA- und SEO-Ergebnissen verzichtet. Dies konnte nun auch in Deutschland repliziert werden, wobei es sich hier wohl um einen Test seitens Google handelt. Die Abgrenzungslinie taucht, wie im nachfolgenden Bild ersichtlich, ab und an wieder auf.

Abgrenzungslinie zwischen SEA und SEO Ergebnissen

Die Abgrenzungslinie ist nun auch testweise in bei deutschen SEPRs verschwunden.

 

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Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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