SEA Auslese September 2016

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SEA-Auslese

Updates bei den Verkäuferbewertungen, neue Werbeformate und eine stärkere Berücksichtigung der Gerätewechsel der Nutzer. Das sind nur einige der Themen in der aktuellen SEA Auslese für den September 2016.

AdWords

Update bei den Verkäuferbewertungen

Sie sind eine beliebte Anzeigenerweiterung, um sich von der Konkurrenz abzuheben – die Verkäuferbewertungen. Diese geben in Form von Sternen an, wie zufrieden die Nutzer mit den Leistungen des Online Shops waren.

Verkäuferbewertungen bei AdWords bekommen neue Richtlinien

Verkäuferbewertungen bei AdWords bekommen neue Richtlinien

Bisher waren mindestens 30 Bewertungen innerhalb der letzten 6 Monate sowie eine Mindestbewertung von 3,5 Sternen notwendig. In Zukunft wird die Mindestanforderung angehoben, da die Verkäuferbewertungen erst dann ausgestrahlt werden, wenn mindestens 150 Bewertungen erreicht sind. Die Mindestbewertung von 3,5 Sternen bleibt davon unberücksichtigt.

Alte Standardtextanzeigen leben länger

Die Expanded Text Ads – kurz ETA – sollen, wie in der SEA Auslese von Juli bereits erwähnt, das neue Standardformat bei den Textanzeigen werden und die alten Standardtextanzeigen auf lange Sicht in den Ruhestand schicken. Textanzeigen im alten Format sollten eigentlich nur noch bis zum 26. Oktober erstellt werden können. Ab diesem Zeitpunkt sollten die Werbetreibenden nur noch auf das neue Format zugreifen können. Doch nun hat Google das Ablaufdatum der Standardtextanzeigen auf den 31. Januar 2017 verschoben. Bis dahin können beide Formate noch erstellt und gegeneinander getestet werden. Übrigens rät Google selbst dazu, beide Formate parallel laufen zu lassen. Auch können die ETAs mittlerweile mit Hilfe des Editors erstellt werden, in dem die bereits integrierten Standardtextanzeigen in das neue Format adaptiert werden.

Standorterweiterungen nun auch im Google Display-Netzwerk

Um die stetig steigende Verzahnung der Online- und Offline-Welt weiter voranzutreiben, hat Google für das Display-Netzwerk eine Neuerung angekündigt: In naher Zukunft sollen dort für mobile Nutzer Anzeigen mit Standorterweiterungen ausgeliefert werden.

Standorterweiterungen im Google Displaynetzwerk

Standorterweiterungen im Google Displaynetzwerk (Quelle: https://adwords.googleblog.com)

Dabei sind die Display-Anzeigen um Google Maps Karten, Adressen oder auch weiterführende Fotos erweitert. Um die Performance der Display-Anzeigen messen zu können, soll mit Hilfe von Google Maps und der damit einhergehenden Technologie der Besuch des Geschäfts, der sogenannte Store Visit, nachvollziehbar sein. Klingt spannend, denn gemäß einer Statistik von Google kaufen 30% der mobilen Nutzer, die die Website oder App des Werbetreibenden besucht haben, die jeweiligen Produkte innerhalb von 24 Stunden in Geschäften.

„Shop the look“ mit Google

Blogs und Influencer werden im Online Marketing immer wichtiger. Vor allem dann, wenn sich der Suchende noch in der Ideenfindung und somit am Anfang des Kaufprozesses befindet. Um genau diese, eher unentschlossene Zielgruppe im richtigen Moment ansprechen zu können, hat Google eine neue Werbeform namens „Shop the look“ für Werbetreibende aus dem Bereich Bekleidung und Deko aus der Taufe gehoben.

„Shop the look“ mit Google (Quelle: https://adwords.googleblog.com)

Basierend auf generischen Suchanfragen werden dem Suchenden Looks oder Dekoideen angezeigt. Diese Bilder stammen wiederum von Bloggern, Publishern oder auch Händlern, die zu den Google Trusted Partnern gehören. Ist der Nutzer auf der Suche nach einem Cocktailkleid und gefällt ihm bspw. der Look mit dem schwarzen Cocktailkleid, so gelangt er auf eine weiterführende Seite, auf der ebenjene oder ähnliche Produkte aufgelistet sind. Das sind in diesem Fall Kleid, Tasche, Lippenstift oder auch Sonnenbrille. Diese Produkte sind wiederum klassische Google Shopping-Anzeigen (PLAs).

Aktuell befindet sich „Shop the look“ noch in der Beta-Testphase und ist nur in den USA und nur für Mobilgeräte verfügbar. Nichtdestotrotz ein spannendes neues Werbeformat.

Cross Device Retargeting im Google Display-Netzwerk

Nicht nur bei der Messung der Cross Device Conversions, d.h. der geräteübergreifenden Conversion, hat sich einiges getan, auch im Hinblick auf das geräteübergreifende Retargeting stehen spannende Neuerungen an. So soll es in naher Zukunft im Display-Netzwerk möglich sein, Retargeting-Maßnahmen über verschiedene Geräte auszusteuern und so den Nutzer bei seinem mittlerweile üblichen Gerätewechsel ansprechen zu können:

Cross Device Retargeting im Google Display-Netzwerk (Quelle: https://adwords.googleblog.com)

Morgens könnte mit einem eher allgemeinen Banner der Online Shop in Erinnerung gerufen werden. Im Laufe des Tages könnten dann z.B. am Desktop-PC ein Gutschein oder spezielles Angebot und am Abend letztendlich nochmals Tipps oder Rezepte beworben werden, die das Gesamtbild abrunden. Der Nutzer wird somit je nach Gerät unterschiedlich angesprochen.

Kampagnengruppen ab sofort verfügbar

Nachdem vor wenigen Wochen die Beta-Phase der Kampagnengruppen bekannt wurde, sind diese auch schon in den AdWords Accounts verfügbar. Die Kampagnengruppen sind über das Interface erreichbar und befinden sich auf der linken Seite oberhalb der gemeinsamen Bibliothek.

Kampagnengruppen als neues Monitoring Tool im AdWords Account verfügbar

Kampagnengruppen als neues Monitoring Tool im AdWords Account verfügbar

Mit Hilfe der Kampagnengruppen können Kampagnen zusammengefasst werden und im Hinblick auf die möglichen Unternehmenstypen – Klicks und Conversions – überwacht werden. Im festgelegten Zeitraum wird die Performance der zusammengefassten Kampagnen einem Monitoring unterzogen und sodann grafisch aufbereitet.

Conversion Tracking für Anrufe in zwei Schritten

Vor allem bei erklärungsbedürftigen Produkten greifen viele Nutzer zum Telefon. Durch ein Anruf-Tracking können auch diese Conversions gemessen werden, obgleich die Implementation des Trackings zum Teil etwas kompliziert war. Google hat jedoch erklärt, dass der Einbau nun in zwei einfachen Schritten möglich sein wird. Dafür ist lediglich die Telefonnummer von Nöten, mit Hilfe welcher die Anrufe gemessen werden sollen, sowie der Einbau des automatisch generierten Tags auf der Website.

Suchanzeigen im Google Playstore

Bereits seit mehr als einem Jahr sind sie verfügbar – die Suchanzeigen im Google Playstore. Nun wurden sie einem Update unterzogen. Bei Suchanfragen zur Brand werden Anzeigen nicht mehr oberhalb der organischen Ergebnisse angezeigt, dafür wird es bei generischen Anfragen eine weitere Anzeige oberhalb der organischen Ergebnisse geben.

Vereinfachung des Logins für mehrere Konten

Gab es bisher AdWords Konten, die nur mit unterschiedlichen Login-Daten zu erreichen waren, so war der Wechsel von Konto zu Konto in der Tat mühselig. Nun hat Google den Login vereinfacht, denn in naher Zukunft sollen mit Hilfe eines Logins maximal fünf Accounts ohne lästiges um- und abmelden verwaltet werden. Zugleich soll auch die Einladung von Nutzern ein Stück bedienungsfreundlicher gestaltet werden. Wurde ein Nutzer eingeladen, so kann dieser ohne zusätzliche Bestätigung auf die Kampagnen zugreifen.

Anpassung beim Qualitätsfaktor

In der SEA Auslese für August wurde die Anpassung beim Qualitätsfaktor für den 12. September angekündigt. Ab diesem Zeitpunkt sollten neu hinzugefügte Keywords sowie Keywords ohne Klicks bzw. Impressionen mit einem Qualitätsfaktor von 0 anstatt von 6 versehen werden. Die Anpassung wurde jedoch auf den 10. Oktober verschoben, da Google – laut offizieller Meldung – den Werbetreibenden noch etwas Vorbereitungszeit einräumen wollte.

Conversion Umstellung

In der SEA Auslese für Juli wurde es bereits angekündigt – die Anpassung bei der Conversion-Zählung in den AdWords Accounts. Die Kennzahl Klicks mit Conversions verschwindet von der Bildfläche. An ihre Stelle rutscht die Kennzahl Conversions, die nun auch um die geräteübergreifenden Conversions erweitert wurde. Falls Gebotsstrategien basierend auf Klicks mit Conversions aktiv sind, empfiehlt es sich, diese anzupassen oder genau im Blick zu haben.

TrueView for Action

Video-Anzeigen sollen in naher Zukunft auch mit neuen Call to Actions versehen werden, die besser zum Geschäftsmodell des Werbetreibenden passen – u.a. ein „Jetzt Buchen“, „Testfahrt vereinbaren“ oder „Newsletter abonnieren“.

Bing Ads

Anzeigenerweiterungen: Structured Snippets bei Bing Ads

Nachdem die neue Anzeigenerweiterung namens Structured Snippets bereits im Januar dieses Jahres im AdWords Account nutzbar war, hat Bing Ads nachgezogen. Ab sofort können diese bei Bing Ads angelegt werden, wobei die Funktionsweise komplett von AdWords kopiert wurde – so sind die Structured Snippets bei Bing Ads nicht klickbar und dienen dazu, weiterführende Marken oder Produktarten anzuzeigen:

Structured Snippets bei Bing Ads ab sofort verfügbar

Structured Snippets bei Bing Ads ab sofort verfügbar (Quelle: http://searchengineland.com)

Natürlich können die Snippets auch vom AdWords Account importiert werden.

Marktanteil von Bing wächst auf 10%

Zum Schluss noch eine etwas überraschende, jedoch durchaus erfreuliche Meldung aus dem Hause Bing. Durch ein Wachstum von 31% in den letzten drei Monaten konnte das Bing Network den Marktanteil auf mittlerweile 10% vergrößern. Das Wachstum ist dabei u. a. auf Kooperationen wie z.B. zwischen Yahoo! oder AOL sowie die feste Integration in Windows 10, Facebook oder auch Siri und Twitter zurückzuführen.

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Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit er 2018 die Leitung des Affiliate-Marketing-Kanals übernommen hat, fokussiert er sich auf die strategische Weiterentwicklung des Kanals und hält stets Ausblick nach neuen Publisher-Modellen, die den Marketing-Mix unserer Kunden an der richtigen Stelle ergänzen. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von Google Ads, Microsoft Advertising & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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