SEM Auslese Dezember 2014

geschrieben am in der Kategorie SEA von

SEM-Auslese

Weihnachten rückt nun langsam in greifbare Nähe und damit ist auch für viele Shopbetreiber eine der umsatzstärksten Zeiten im ganzen Jahr erreicht. Bereits Anfang November hat euch Julia mit wertvollen Tipps & Tricks versorgt,  sodass ihr dem Weihnachtsansturm im AdWords Konto bestmöglich gewachsen seid. Nichtsdestotrotz gab es einiges an Neuerungen bei AdWords & Co., die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten.

Google Shopping die Erste: Merchant Promotions

Bereits vor zwei Jahren veröffentlichte Google in den USA die sog. „Merchant Promotions“ für Google Shopping. Hierdurch wird es Werbetreibenden ermöglicht, Vorteilsangebote in den Shopping-Anzeigen zu integrieren, die nicht nur auf Google-Shopping selbst, sondern auch in den SERPs als Product Listing Ads (PLA) bzw. Anzeigen mit Produktinformationen zu finden sind. Vorteilsangebote oder auch „Special Offers“ können dabei Rabatt, Gutscheine oder Geschenke sein, wobei hier natürlich etwaige Restriktionen und Richtlinien seitens Google zu beachten sind.

Dieses Feature wird nun nach erfolgreicher Testphase in weiteren Ländern und u. a. Deutschland peu-à-peu ausgerollt. Schenkt man den bisherigen Aussagen Glauben, so kann hierdurch nicht nur die CTR sowie die CVR gesteigert, sondern auch der CPC gesenkt werden. Vor allem im nahenden Weihnachtsgeschäft stellen die Merchant Promotions somit eine sinnvolle und interessante Werbemöglichkeit dar.

Merchant Promotions

Quell-URL: http://adwords.blogspot.de/2014/11/show-promotions-on-your-product-listing.html

Merchant Promotions2

Quell-URL: http://adwords.blogspot.de/2014/11/show-promotions-on-your-product-listing.html

 

Neben der Einführung der Merchant Promotions machte Google durch weitere Shopping-Neuerung auf sich aufmerksam – Verbesserungen der Reportings, der Ausspielung von PLAs bei Brand-Suchen sowie Anpassungen bei der mobilen Suche.

Google Shopping die Zweite: Verbesserung der Reportings, Ausspielung von PLAs bei Brand-Searches und Anpassungen bei der mobilen Suche

Die Verbesserungen der Reportings beziehen sich auf den neuen Tab „Diagnose“, welcher im Merchant Center Fehler auflistet, die im Konto, im Feed oder innerhalb der Artikel auftreten. Auch können nun mehr Daten über das Wettbewerbsumfeld eingesehen werden. Lisett hat das ganze bereits genauer unter die Lupe genommen – den Artikel findet ihr hier.

Die Ausspielung von PLAs bei Brand-Suchen bezieht sich, wie der Begriff bereits impliziert, auf Shopping-Anzeigen, die im Zuge der Suche nach der jeweiligen Marke bzw. dem Brand in den SERP offeriert werden. Diese wurden testweise in den USA angezeigt und führten die Suchenden nicht etwa auf die Kategorieseite der jeweiligen Marke, sondern vielmehr auf Google Shopping selbst. Dabei handelt es sich nicht um Anzeigen von Konkurrenten, sondern um Shopping-Anzeigen von Google selbst, die ihren Shopping-Kanal wohl stärker forcieren wollen und um die Aufmerksamkeit der Suchenden buhlen. Bleibt abzuwarten, ob dieser Test in naher Zukunft nochmals auftaucht oder ausgerollt wird – mit Begeisterung wurde dieser nicht von den Werbetreibenden aufgenommen.

Als letzte Neuerung bei Google Shopping lassen sich Anpassungen bei den PLAs in der mobilen Suche nennen. Hier führt Google die sogenannte „Products Card“ ein. Diese aufklappbaren Produktkarten zeigen dabei detaillierte Informationen, Kundenbewertungen sowie Angaben zu den Händlern an. Bei ausgewählten Produkten wird es zusätzlich möglich sein, dass Produkt in einer 360-Grad-Rundumansicht betrachten zu können.

Änderungen der Interessenskategorien im Displaynetzwerk

Bereits seit 2009 gibt es im Displaynetzwerk die Möglichkeit, Nutzer nach Interessenskategorien anzusprechen. Dies sind z. B. Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen, benutzerdefinierte Zielgruppen mit gemeinsamen Interessen, kaufbereite Zielgruppen und die Ausrichtungsoption andere Interessen.

Letztgenannte Ausrichtungsoption, d. h. der Fokus auf andere Interessen, wird ab dem 15. Januar 2015 heimlich, still und leise in der Versenkung verschwinden. Hierdurch können in Zukunft Nutzer, die, basierend auf Cookies von ähnlichen Websites, wahrscheinlich Eure Website besuchen werden, nicht mehr gezielt angesprochen werden. Aktuelle Kampagnen mit der Ausrichtung „andere Interessen“ sollen jedoch noch bis Juni 2015 geschaltet werden, bevor diese automatisch auf die verbleibenden Optionen umgestellt werden.

Search Box in den Suchergebnissen

Fabian hat Euch in der SEO Auslese für November bereits über die Search Box innerhalb der Suchergebnisse informiert, welche es Nutzern erleichtern soll, bestimmte Inhalte auf einer Seite zu finden. Dabei erscheint diese primär bei Suchbegriffen, die in direkt mit der jeweiligen Marke in Verbindung gebracht werden. Aus SEO-Sicht ein schönes Tool, allerdings gilt es dabei Folgendes zu beachten: Bei Ausspielung der Ergebnisse der Box (einem Site-Search) werden nämlich auch Anzeigen von Konkurrenten gezeigt, die auf den Suchbegriff Anzeigen geschaltet haben.

Search Box in den Suchergebnissen

Angemerkt sei natürlich, dass die Nutzer ja bereits nach der Brand bzw. Marke gesucht haben und daher nicht unbedingt auf die jeweiligen AdWords Anzeigen klicken müssen. Auch gilt es zu erwähnen, dass die Konkurrenz-Anzeigen nicht bei jedem Suchbegriff, der in die Search Box eingegeben wird, an erster Stelle der SERPs erscheinen. Summa Summarum kann jedoch hier nur von einem bedingten Synergieeffekt zwischen SEO und SEA gesprochen werden.

Änderungsprotokoll in AdWords

Seit neuestem ermöglicht es AdWords, die Werte des Änderungsprotokolls auf Kampagnen- sowie Anzeigengruppenebene auszugeben. Diese können hierbei als eigenständige Spalte in der AdWords-Oberfläche angezeigt werden. Steffen hat das Ganze in seinem Blogbeitrag beleuchtet und verrät euch, wie das ganze aus Optimierungssicht betrachtet werden kann.

Bing Ads: Aus für OS Targeting und Start der App-Erweiterung

Neben Neuerungen bei AdWords möchten wir an dieser Stelle auch auf Veränderungen und Neuerungen bei Bing hinweisen, die vor allem das mobile Targeting betreffen.

Aufgrund einer mangelnden Kompatibilität zu AdWords wird Bing das OS Targeting zum März 2015 einstellen. War es vorher möglich, Betriebssysteme wie iOS, Windows Phone oder Android gezielt zu bewerben, so wird dies in naher Zukunft nur noch über die Auswahl von Desktop, Tablet-PC und Smartphone geben. Daneben kommt Bing jedoch zugleich mit einer App-Erweiterung um die Ecke, die dem Pendant aus dem Hause Google verblüffend ähnlich erscheint – der App Extensions. Ähnlich der Erweiterung von AdWords wird es bei Bing damit möglich sein, unterhalb der mobilen Anzeigen auf die jeweilige App aufmerksam zu machen und den Suchenden dadurch zum installieren anzuregen. Die Extension soll damit das jeweilige Betriebssystem automatisch erkennen und somit eine spezifische Anzeige schalten.

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Johannes ist im Oktober 2014 als Trainee im Projecter-Team aufgenommen worden. Seit September 2015 betreut er als Account Manager nun Kunden in den Kanälen SEA und Affiliate Marketing. Während seines BWL-Studiums hat er bereits erste Erfahrungen im Online-Marketing gesammelt. In mehreren Praktika konnte Johannes schon in die Tiefen von AdWords, BingAds & Co. abtauchen und seine Kenntnisse weiter ausbauen.

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