Recap SEO-Day 2014 – 75 Erkenntnisse

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Vergangenen Donnerstag fand zum vierten Mal der SEO-DAY im Kölner Rheinenergie Stadion statt. Vor der sportlichen Kulisse wartete eine ganzer Tag rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung auf die Teilnehmer. Mit Hannes, Franzi und Fabian waren gleich drei Projecter Kollegen mit dabei und besuchten in den drei parallel laufenden Tracks so viele Sessions wie möglich. Was wir dabei gelernt haben, teilen wir in unserem umfangreichen Recap mit euch.

Projecter SEO Day

Jens Brechmann – Linkabbau. Google Penalty Recovery
Antonius Klees – Aktuelle Tipps & Tricks für „Google my Business“ – Optimierung
Dominik Wojcik – 10 Jahre SEO – die wichtigsten 10 Learnings daraus
Nils Dahnke – Tanker oder Sportboot – Einblicke in den Alltag eines Inhouse-SEOs
Franziska Neubert – „Wir wollen aber Links“ – Agenturkunden vom Content Marketing überzeugen
Jens Fauldraht – Reporting im SEO
Mario Porst – Der Backlink ist tot – Lang lebe der Backlink
Markus Hövener – Corporate Blogs unter der Lupe – welche Inhalte Traffic und Links generieren
Christian Tembrink und Christian Unger – YouTube Wunderwaffen – die kaum einer kennt
Daniel Furch – Evolution of Search in der Nach-Hummingbird Ära
Alexandra Lindner – Onlineshop-Optimierung – Schwerpunkt Landingpage-Optimierung (Gender-Marketing)
Niklas Plutte – SEO – Haftungsrisiken im Überblick
Gerald Steffens – Geschichten aus der SEO Kreidezeit
UNSER TOP-TIPP: Sepita Ansari – Seeding Prozesse
Felix Beilharz – SEO ganz nach vorn – Einsteigertipps, die noch nicht jeder kennt
Fabienne Colling – Sprachgebrauch & Seitenstruktur in internationalen Kontexten

Jens Brechmann – Linkabbau. Google Penalty Recovery

Jens Brechmann teilte in seinem Vortrag seine Erfahrungen zur Erholung nach einer manuellen Penalty aus ca. 30 erfolgreichen Reconsideration Requests. Der Schlüssel dazu liege zum einen in einer ausführlichen Linkprofilanalyse. Dabei sollten Links aus so viel Quellen wie möglich ermittelt werden. Die Bewertung der Links könne aber nur bis zu einem gewissen Punkt von Linkbewertungstools übernommen werden; oft sei das richtige SEO-„Bauchgefühl“ hier hilfreicher. Was einem in diesem Zusammenhang als unnatürlich erscheint, sollte abgebaut werden. Fast genauso wichtig wie die Backlinkanalyse sei außerdem die richtige Kommunikation mit den Webmastern. Hier sollten SEOs mit Höflichkeit und Verständnis vorgehen, Drohungen vermeiden und nur in Ausnahmen Geld für Linkabbau zahlen. Nur was nicht abgebaut werden kann, sollte letztlich durch das Google Disavow Tool gejagt werden. Letztlich spiele außerdem auch Geduld eine Rolle, die Erholung der Sichtbarkeit erfolgt nach Abschluss der Maßnahmen in der Regel nur allmählich.

Die Learnings kurz und knapp:

1. 301 Weiterleitungen beim Abbau der Google Penalty nicht vergessen! ahrefs und Sistrix liefern neben Daten zu Backlinks auch Daten zu Weiterleitungen auf meine Domain.

2. Den Reconsideration Request bei Google stellt man am besten auf Englisch. Das spart Zeit.

3. Interessante These: Google hat laut Erfahrungen von Jens Brechmann doch Abstrafungsautomatismen. Diese automatisierten Abstrafungen kommen seiner Aussage zufolge dann zum Tragen, wenn Backlinks von „Linkschleudern“ vorhanden sind oder bei Seiten, die sehr viele schlechte ausgehende Links abgebaut haben.

Ein gelungener Vortrag mit wichtigen Basics für die Arbeit, die aber leider etwas zu oft durch den Moderator unterbrochen wurden.

Antonius Klees – Aktuelle Tipps & Tricks für „Google my Business“ – Optimierung

Antonius Klees zeigte beispielhaft, wie Unternehmen ihre Darstellung in lokalen Suchergebnissen mittels einer Optimierung von Google My Business verbessern können. Seine Kern-Tipps:

4. Business View Fotos von zertifizierten Fotografen haben einen deutlich positiven Einfluss auf das Ranking bei lokalen Suchanfragen.

5. Immer alle Branchenbucheinträge des Unternehmens auf Konsistenz prüfen (Adressen und Telefonnummern).

6. Google Unternehmensseiten so vollständig wie möglich ausfüllen.

7. Youtube Videos mit Standortangaben versehen.

8. Nutzer zu Bewertungen animieren.

Dominik Wojcik – 10 Jahre SEO – die wichtigsten 10 Learnings daraus

9. Fokussiere dich auf ein Projekt statt auf viele kleine!

10. Geh raus aus deiner Komfortzone, halte z.B. Vorträge oder ziehe für einen guten Job auch mal um!

11. Arbeite an deiner eigenen Reputation und vermarkte dich selbst – wir sind Marketing-Leute, da sollte das schon drin sein ;)!

12. Auf die Fresse fallen bringt dich weiter!

13. Höre auf dich selbst, probiere es aus, wenn du davon überzeugt bist!

14. Achte auf Nachhaltigkeit – Spamprojekte bringen nur kurz Erfolg!

15. Testen ist das A und O, schaffe dir deine eigene Spielwelt!

16. Netzwerke, nur so findest du Hilfe bei schweren Problemen! (Pro-Tipp: Das Netzwerken findet auf der Party, nicht auf der Konferenz statt ;)!)

17. Stay foolish, stay hungry, denke auch mal quer!

18. Sei Kunden und Partnern gegenüber immer ehrlich und authentisch!

Nils Dahnke – Tanker oder Sportboot – Einblicke in den Alltag eines Inhouse-SEOs

Nils Dahnke gab den Zuhörern Einblicke in die Arbeit eines Inhouse-SEOs. Als „Agentur-SEOs“ waren wir an dieser anderen Perspektive auf unser Arbeitsfeld natürlich interessiert. Dabei mache nach Nils die klassische SEO-Arbeit nur etwa die Hälfte des Workloads aus. Ein Inhouse-SEO ist Verkäufer, Coach, Techniker, Politiker, Diplomat, Berater, Texter, Unternehmer, Grafiker und Manager in Personalunion. Es ist für Inhouse-SEOs dabei wichtig, SEO als Prozess und nicht nur Projekt zu etablieren. SEOs können sich inhouse das Leben außerdem leichter machen, indem sie in Reports mehr über Potenziale sprechen und Vergleiche mit Wettbewerbern anstellen. Auch sollte man sich in Selbstbeherrschung und Ruhe üben, um unter anderem mit sieben Wahrheiten richtig umgehen zu können:

19. Das haben wir schon immer so gemacht.

20. Entscheider wollen entscheiden – belästige mich nicht mit Fakten.

21. Hol dir externe Berater. Egal was er sagt, man glaubt ihm.

22. Nur weil Daten vorhanden sind, heißt das nicht, dass man als SEO die Daten auch bekommt.

23. Zahlen und Statistiken lügen fast immer –> hinterfragen!

24. Egal wie gut die Daten sind, irgendwer wird trotzdem diskutieren.

25. Auch mit Analytics gibt es HIPPO-Entscheidungen.

Ein toller, praxisorientierter und sehr ehrlicher Vortrag, der durch seine Unternehmensperspektive auch für Agentur-SEOs nützliche Einblicke auf „die andere Seite“ ermöglichte.

Franziska Neubert – „Wir wollen aber Links“ – Agenturkunden vom Content Marketing überzeugen

SEO-Day Vortrag Franzi

Auch unser Head of SEO war als Speakerin dieses Jahr dabei. In einem Interview vorab hatte sie die Inhalte ihrer Präsentation Fabian Rossbacher vorgestellt:

Jens Fauldraht – Reporting im SEO

Einen weiteren Einblick in die Welt eines inhouse SEO hat Jens Fauldraht gegeben. Auch er hat ähnlich wie Nils Dahnke deutlich gemacht, wieviel unternehmenspolitische Überzeugungsarbeit ein inhouse SEO leisten muss. Als wichtigstes Kommunikationsinstrument gegenüber den Entscheidern sieht er den SEO Report. Ausführlich und eloquent hat er gezeigt, wie ein SEO Report die Sprache der Manager sprechen und so die nötige Rückendeckung und Unterstützung zur Erreichung der eigenen Ziele herbeiführen kann. Darüber hinaus gab es viele praktische Tipps zur Gewinnung und Aufbereitung von Daten. Die Google Webmaster Tools beherbergen ungeahnte Datenschätze direkt aus erster Hand von Google. Wie diese automatisiert verarbeitet werden können soll ein Folgevortrag von Johannes Kunze auf der Campixx erläutern.

Die wichtigsten Learnings kurz & knapp:
26. SEO Reports sind das wichtigste Kommunikationsinstrument mit den Entscheidern über Budgets und Personal.

27. Die Führungsetage von Großunternehmen hat Probleme, die typischen SEO KPIs zu verstehen. Ziele sollten daher nur mit greifbaren Daten wie Traffic und Umsatz vereinbart werden.

28. Der Traffic sollte in einen individuellen & greifbaren Unternehmenswert umgerechnet werden. Lead-Werte helfen, wenn es keine realen Umsätze gibt.

29. Der SEO Report muss Vertrauen wecken, indem er die Führungspersonen gut abholt. Reports auf altbekannten Powerpoint Slides helfen dabei. Lediglich wichtige Daten im Zusammenhang mit den Zielzahlen sollten reportet werden. Wichtig ist der Monats- und Jahresvergleich, damit Fortschritte trotz saisonaler Effekte erkannt werden.

30. Werden in den GWT einzelne Pfade verifiziert, können hierdurch detailliertere Daten zu Keywords, CTR sowie Backlinks gewonnen werden.

31. Über detaillierte Keyword-Daten lässt sich auch das Verhältnis von Brand/Non Brand bestimmen.

32. Vortrag von Johannes Kunze auf der Campixx anhören! 🙂

Mario Porst – Der Backlink ist tot – Lang lebe der Backlink

Mario Porst widmete sich dem B(l)acklinkaufbau und der Frage, ob auch totgeglaubte Methoden nach wie vor funktionieren. Grundlage bildeten dabei die Erfahrungen aus dem SEO-Contest für den SEOKanzler, den er selber im Jahr 2013 gewonnen hatte. Möglich machte dies der massive Aufbau von Backlinks unter anderem in Webkatalogen, Social Bookmarks, Blogkommentaren, Foren, Blogbeiträgen und Pressemitteilungen. Ergebnis: teilweise bis heute stabile Rankings. Das Learning des unterhaltsamen Vortrages musste dennoch heißen: Links bleiben insbesondere für Nischen einer der größten Rankinghebel und sind noch lange nicht tot. Die von ihm skizzierten Methoden sind natürlich, da ja auch in einem Contest-Umfeld durchgeführt, hochriskant und für nachhaltiges SEO größtenteils eher unbrauchbar.

Markus Hövener – Corporate Blogs unter der Lupe – welche Inhalte Traffic und Links generieren

Markus Hövener hat sich in einem ebenfalls sehr schön praxisnahen Vortrag dem Thema Linkbuilding mit Blogs gewidmet. Dafür untersuchte er sieben verschiedene Unternehmensblogs auf ihre Inhalte und deren Erfolg. Die ernüchternde Wahrheit: In der Regel waren dabei sehr viele Beiträge notwendig um einen Do-Follow Link zu generieren. Entscheidend für den Erfolg eines Blogs sei die Frage, ob es überhaupt Multiplikatoren gibt und ob ich die richtigen Inhalte habe, um diese anzusprechen und Verlinkungen generieren zu können. Auch sollte sichergestellt werden, dass alle Multiplikatoren die Inhalte kennen. Um dies zu realisieren sei es besonders wichtig, viel Zeit in die Analyse und Planung zu stecken.

33. Die Untersuchung der sieben Corporate Blogs ergibt, dass nur 2-10% der Blogbeiträge tatsächlich Backlinks bringen.

34. Krisenkommunikation ist nicht nur für transparentes Auftreten gegenüber der Community sinnvoll, sondern bringt auch Backlinks.

35. Lieber den Blog inhaltlich etwas weiter weg vom Kerngeschäft betreiben, als zu stark am Produkt zu kleben.

36. Lieber ein großes Stück Content als 20x Kleinkram.

37. Content muss nützlich und / oder unterhaltend für Multiplikatoren sein.

38. Timing ist alles!

39. Modeblogger verlinken weniger auf Shops, als auf Brands. Bei Techbloggern ist es einfacher.

Fazit: Auch die großen Unternehmen haben es schwer. Blogs sind kein Selbstläufer und auch kein Mittel für alle – wenn keine Multiplikatoren vorhanden sind, kann es sinnlos sein, einen Blog zu führen.

Christian Tembrink und Christian Unger – YouTube Wunderwaffen – die kaum einer kennt

Den klasse Vortrag der beiden müssen wir zum Glück nicht zusammenfassen, denn (passend zum Thema) gibt es die komplette Präsentation zum Nachschauen auf YouTube:

Daniel Furch – Evolution of Search in der Nach-Hummingbird Ära

Einen schönen Einsteigervortrag über die neue Denkweise von Google seit dem Hummingbird Update gab es von Daniel Furch von Searchmetrics. Besonders spannend waren die vielen SERP Vergleiche, die die Veränderungen schön veranschaulicht haben.

Drei wichtige Kernaussagen:
40. Google versteht Suchanfragen mittlerweile viel besser. Da so die gleiche Intention hinter ähnlichen Suchanfragen erkannt werden kann, gleichen sich die Suchergebnisse an.

41. Durch diese Angleichung nimmt die Diversität der Suchergebnisse ab.

42. Mit abnehmender Diversität steigt gleichzeitig die semantische Textqualität der rankenden Zielseiten.

Alexandra Lindner – Onlineshop-Optimierung – Schwerpunkt Landingpage-Optimierung (Gender-Marketing)

Alexandra Lindner hat einen unterhaltsamen Vortrag über Gender-Marketing mitgebracht. Natürlich hat er Klischees bedient und in die Kerbe zwischen Mann und Frau geschlagen. Doch jedes Klischee basiert zumindest auf einem Funken Wahrheit, weshalb es neben guter Unterhaltung auch spannende Gedanken gab.

43. Neben dem Bedarfskauf als Kaufintention gibt es bei der Frau das Shoppen sowie beim Mann den Luxuskauf.

44. Während Frauen mit einer emotionalen Ansprache erreicht werden, lassen sich Männer vor allem durch harte Fakten überzeugen.

45. „Komplett“ ist DAS Kaufwort für Männer schlechthin. 🙂

Niklas Plutte – SEO – Haftungsrisiken im Überblick

Niklas Plutte hat in seinem Vortrag die Risiken vorgestellt, die Suchmaschinenoptimierung mit sich bringen kann. Seine These: es wird wohl künftig mehr rechtlichen Ärger zwischen Kunden und SEO-Agenturen geben. Wichtig ist dabei, dass SEO sowohl Werk- als auch Dienstvertragscharakter haben kann. Es komme im Zweifel auf die einzelne Leistung, den Vertragszweck sowie einzelne Vereinbarungen mit dem Kunden an. Onpage sei dabei risikoreicher als Offpage, da dies besser dokumentierbar sei.
Key-Learnings:

46. Lockvogelwerbung in AdWords, aber auch Meta Title und Descriptions vermeiden.

47. Bilder ohne Ausnahme mit Urheberkennzeichnung versehen.

48. Kunden über Risiken informieren.

49. Produktbilder müssen dem Lieferumfang entsprechen.

50. Produktbeschreibungen, optimierte Texte und Meta Descriptions unterliegen auch dem Urheberrecht – nicht kopieren!

51. Embedding von Content ist in der Regel keine Urheberrechtsverletzung.

52. Datenschutzerklärung muss auch als solche gekennzeichnet/benannt werden – Impressum genügt nicht.

53. Negative-SEO ist schadensersatzwürdig.

54. Gekaufte Links, die nicht als Werbung gekennzeichnet sind, sind Schleichwerbung.

Gerald Steffens – Geschichten aus der SEO Kreidezeit

Gerald Steffens warf in seinem Vortrag einen Blick auf die Anfänge seiner SEO-Tätigkeit und zeichnete dabei die Evolution von Suchmaschinen in Deutschland nach. Er rief dabei bei den Anwesenden so einiges an Erinnerungen an das Internet von gestern in das Gedächtnis zurück.

UNSER TOP-TIPP: Sepita Ansari – Seeding Prozesse

Bei Sepita Ansaris Vortrag zu Seeding Prozessen im Content Marketing wurde es schnell voll in den Reihen. Das Thema trifft immer noch den Nerv der Branche und auch wir waren sehr gespannt, ob wir neue Ideen für unsere Prozesse mitnehmen können. Nach einem kurzen Abschnitt mit Definitionen und einem Exkurs zum Ende manipulativen Linkbuildings ging es dann schon sehr konkret um den Seedingprozess. Die allgemeinen Ziele von Seeding lassen sich mit Rankingsignalen und der gezielten Verbreitung an Influencer umschreiben. Sepita Ansari unterscheidet darüber hinaus Linkdriven Seedings (Ziel: Backlinks), Social Driven Seedings (Ziel: Informationen in den eigenen Kanälen verbreiten) und Content Driven Seedings (guter Content und seine automatische Erzeugung von Backlinks). Dabei ist es in der Regel nicht möglich, alle Ziele gleichzeitig zu verfolgen, da sich die Zielgruppen in den meisten Fällen auch unterscheiden.

Seedingtypen:

  • Pre-Seeding –Partner werden mit in die Erstellung einbezogen
  • Standard Seeding/ Outreach – Alle Kanäle zur Generierung von Reichweite nutzen, nicht aber die wichtigsten Influencer ansprechen (werden über das Pre-Seeding erreicht)
  • Social Seeding/Viral Seeding (Paid & Owned) – Steigerung der Reichweite, Timing besonders wichtig

Erfolgreiches Seeding bedarf nach Sepita Ansari einer guten Vorbereitung (Onpage, Social Optimierung, Budgetplanung, Kanalplanung etc.), eines guten Monitorings (Traffic, Alerts über Tools etc.) und einer guten Recherche. Insgesamt ein sehr umfangreicher Vortrag und einer unserer ganz dicken Favoriten des diesjährigen SEO-Day!

Das Wichtigste auf dem Punkt:

55. Content ist nur so gut wie das Seeding!

56. Der Prozess:
a. Vorbereitung: Onpage Optimierung; Social Sharing Optimierung; Alerts
b. Prospect Research
c. Seeding: Owned (NL, SMM, Blog, eigene Experten etc.), Earned (Blogger, Pressekontakte etc.), Paid (GDN, Facebook Ads, Content Promotion Tools via Outbrain, Ligatus, Plista etc.)
d. Nachfassen nach 3-4 Tagen
e. Erfolgsauswertung (Consumption, Lead-generation, Sharing, Sales Metrics)

57. Für Content Marketing und den Seeding Prozess sollte das Ziel des Content Marketings im Auge behalten werden: Möchte man Links, Social Signals oder Hilfestellungen für den User?

58. Outreach und Seeding lassen sich begrifflich klar voneinander trennen. Seeding ist die Platzierung von Content in reichweitenstarken Medien, während Outreach die reine Content Distribution bezeichnet.

59. Für jede Art des Content Marketings ist ein individueller Seeding Prozess sinnvoll.

60. Content Marketing bringt’s! Beispiele wie die Infografik „How music travels“ von thomson.co.uk zeigen, was durch gutes Content Marketing möglich ist.

61. Die Analyse des Linkprofils einer Seite verrät, wie man sich dort am besten selbst mit einem Link platzieren kann.

62. Zur Influencer Recherche lohnt sich auch eine Suche bei YouTube und Amazon (Influencer = häufige Kommentatoren).

Felix Beilharz – SEO ganz nach vorn – Einsteigertipps, die noch nicht jeder kennt

Wie der Vortragstitel schon vermuten ließ, hatte Felix Beilharz ein paar SEO-Tipps für Einsteiger eingepackt. Ein unterhaltsamer und praxisnaher Vortrag, bei dem ich mir sicher bin, dass auch der ein oder andere Nicht-Einsteiger noch etwas dazugelernt hat.

63. Seine Seite gegen Hackerangriffe absichern (CMS Updates, Plugins nutzen, Serverzugriffe mitloggen, Google WMT, manuelle Google Suche) – Eine site-Suche in Kombination mit Begrifflichkeiten wie Viagra zeigt schnell, ob ein Hacker sein Unwesen getrieben hat.

64. Tiefer in die Keywordrecherche steigen (Google Suggest, keywordtool.io, business.gutefrage.net).

65. Finden Sie erfolgreichen Content der Konkurrenz (Socialyser.de, Links, Google Ripples).

66. Optimieren Sie die „Low Hanging Fruits“ (gut rankende vorhandene Seiten optimieren).

67. Retten Sie tote Links.

68. Links generieren bei Contentklau (z.B. über Copyscape).

69. Einfache Linkquellen identifizieren („Links der Woche“, „Linktipps der Woche“)

Fabienne Colling – Sprachgebrauch & Seitenstruktur in internationalen Kontexten

Fabienne Colling sprach über internationale und mehrsprachige Inhalte. Sie lieferte dabei zum Ende des Tages noch einmal viel Input und stellte die ganze Bandbreite von Geotargeting-Möglichkeiten vor.

Wichtigste Schritte dabei:

70. Strategie entwickeln ccTLDs, Subdomains oder Subfolder (mit entsprechend absteigend starkem Geotargeting).

71. In den Webmaster Tools Zielland festlegen.

72. Local citations – Adressen und Telefonnummern auf allen externen Plattformen abstimmen.

73. Serverstandort beachten.

74. Ortsübliche Währung, Zahlen und Uhrenformate bei Shops.

75. Hreflang Attribut nutzen.

Unser Fazit

Fabian Rossbachers SEO-Day war eine gut organisierte Konferenz mit klasse Speakern und zahlreichen Input rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Eine stark auf SEO konzentrierte Expertendichte findet man so nur noch auf der SEO Campixx und der SEOkomm.

SEO-Day 2014

Weitere lesenswerte Recaps:

Julian Dziki von Seokratie

Robert Zimmermann für RankingCheck

Rene Dhemant für Sistrix

Felix Beilharz

Hendrik Unger

Vielen Dank an Andreas Graap für die von ihm gedrehten Videos. Einige findet ihr schon oben und hier noch einige Vorträgen, die wir selber leider nicht besuchen konnten:

Astrid Jacobi – Die Antwortbox – Hintergründe & Strategien für die Pole Position

Mór János Deák – Rankings ohne Links – do it like Yandex

Arne Stoschek – Content Oportunities für große Seiten

Dniel Reeh – Relaunch mit 11.000 Städten – Checkliste & Learnings

Fabian hat sich im April 2013 als Trainee dem Projecter-Team angeschlossen. Als jemand, der sich im Internet wie zu Hause fühlt, erwies sich das Thema Online Marketing nach dem Studium schnell als spannender Berufseinstieg.

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  1. @Fabian… ich will ja nicht klugscheißern… aber bitte mach die beiden oberen Bilder ein wenig kleiner sowohl Dateigröße als auch Format .. ^^

    • Hallo Sandro,

      vielen Dank für dein Kommentar. Was stört dich denn genau an Dateigröße und Format? Wir können das nicht ganz nachvollziehen.

      VG, Franziska

  2. Sehr interessante Tipps dabei, manche aber auch nicht auf alle SEO Strategien anwendbar.

    • Hallo Simon,

      ja die Suchmaschinenoptimierung ist ein breites Feld. Aber in unserer Erfahrung ist es gerade der Austausch über unterschiedliche Projekte, der unsere Arbeit ja so spannend macht und uns zu neuen Ideen inspirieren kann.

      Viele Grüße