Recherche von themenrelevanten Webseiten

geschrieben am in der Kategorie SEO von

Im Online Marketing geht es oft darum, geeignete Partner für seine Projekte zu finden. Das gilt für SEO genauso wie für Affiliate Marketing. Damit verbunden ist natürlich die gezielte Suche nach relevanten und starken Seiten. Während der Markt von unzähligen Tools für alle Lebenslagen überschwemmt wird, liegt ein ganz einfaches aber mächtiges Tool zur Partnerrecherche direkt vor unserer Nase: Google. In diesem Artikel wollen wir eine kleine Übersicht darüber geben, mit welchen Mitteln und Tricks man Google für eine effiziente Recherche einsetzen kann.

Google Operatoren

Google stellt für die Einschränkung der Suchergebnisse eine lange Liste sogenannter Operatoren zur Verfügung. Dies sind kleine Textbausteine, die in die Suchanfrage eingebaut werden können.

Einer der wichtigsten Operatoren ist „inurl:Keyword“. Das Ergebnis der Suchanfrage sind Seiten, welche das Keyword in der URL enthalten. So lassen sich im Handumdrehen relevante Webseiten finden. Kombiniert man diese Suchanfrage dann noch mit anderen Wörtern, so wird daraus ein mächtiges Werkzeug für Rechercheangelegenheiten. Beispielsweise liefern die Suchanfragen „blog + inurl:hunde“ oder „hunde + inurl:blog“ relativ zuverlässig Contentblogs zum Thema Hunde.

Ein weiterer wichtiger Google Operator findet sich in „inanchor:Keyword“. Er liefert die Webseiten, auf denen Ankertexte (also verlinkte Texte) mit dem gesuchten Inhalt zu finden sind. Auch dieser Operator kann mit anderen Keywords kombiniert werden um die Recherche noch effizienter zu gestalten. Als Beispiel sei an dieser Stelle „blog + inanchor:hunde“ genannt.

Erfahrungsgemäß kann man die SERPs ruhig bis Seite 10 oder noch weiter durchsuchen. Auch dort tauchen noch Seiten auf, welche zwar nicht mehr unbedingt zum Suchbegriff passen, aber dennoch themenrelevant sind. Neben den beiden genannten Operatoren, gibt es noch viele weitere. Eine gute Aufstellung und Funktionserklärungen findet man zum Beispiel hier.

Konkurrenzrecherche mit Google

547692_web_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.deHin und wieder möchte man sich die eigene Recherche etwas erleichtern und geht den Weg über eine Konkurrenzanalyse. Man versucht also die relevanten Seiten zu finden, welche auf die Website eines Wettbewerbers verlinken. Auch dafür hat Google die passende Antwort. Zum einen wird der Operator „link:www.webseite.de“ zur Verfügung gestellt, zum andern gibt es die Funktion „<www.webseite.de>“. Beide Varianten machen grob gesehen das gleiche, aber in der Ausführung unterscheiden sich die Ergebnisse sehr stark.

Mit dem „link:“-Operator werden „stärkere“ Seiten mit PR 2 oder höher zurückgeliefert. Dementsprechend ist auch die Anzahl der Ergebnisse weniger umfangreich, dafür hat man aber hochwertige Seiten. Im Gegensatz dazu liefert „<www.webseite.de>“ ein breiteres Backlinkprofil der geprüften Seite. Obwohl die Ausschussrate höher ist, lohnt sich der Einsatz dieser Funktion, da sich auch hier viele potentielle wertvolle Partner finden lassen.

Google Alerts

Wie sich in unserem Praxistest herausgestellt hat, eignet sich die Alert-Funktion von Google hervorragend zum Finden themenrelevanter Webseiten. Man kann bestimmte Keywords festlegen, zu denen man dann regelmäßig die von Google neu indexierten Websites erhält. Um diese kostenlose Funktion verwenden zu können, ist lediglich das Anlegen eines Google Accounts nötig. Hat man sich registriert kann die Konfiguration beginnen.

Das Alert-System funktioniert eigentlich wie ein News-Feed. Man abonniert eine Informationsquelle und wird benachrichtigt, sobald es Neuigkeiten in diesem Kanal gibt. Bei Google-Alerts abonniert man quasi Neuigkeiten zu bestimmten Keywords. Zum Einrichten müssen verschiedene Parameter gewählt werden:

  • Suchanfrage: hier wird das Keyword gewählt, für welches man Seiten sucht. Auch hier kann man die oben genannten Operatoren einsetzen um die Ergebnisse einzugrenzen.
  • Ergebnistyp: Hier kann man wählen, welche Art von Webseiten im Alert gelistet werden sollen. Es empfiehlt sich die Option „Alles“ zu wählen, da man sonst nur einen Ergebnistyp erhält und somit eventuell relevante Ergebnisse verloren gehen.
  • Häufigkeit: Hier kann man festlegen, in welchem Rhythmus man die Alerts per Mail erhalten will. Hier muss jeder für sich herausfinden, welche Einstellung am besten ist.
  • Anzahl: Dieser Parameter legt fest, wie viele Webseiten im Alert enthalten sein sollen. Unsere Empfehlung ist die Option „Alle Ergebnisse“ um auch hier keine relevanten Ergebnisse, die sonst durch einen Algorithmus aussortiert werden würden, zu verpassen.

Wenn alles konfiguriert wurde bekommt man im gewählten Turnus eine Email zugesendet, die neu indexierte, themenrelevante Websites enthält. Die Google Alerts empfehlen sich besonders, wenn man der Meinung ist, ein bestimmtes Thema schon ausgeschöpft zu haben. So wird man auf eine bequeme Weise auf neue Webseiten hingewiesen. Sicherlich findet sich auch hier viel Ausschuss, aber der Rechercheaufwand wird enorm reduziert. Ein kleiner Tipp, der sich als hilfreich erwiesen hat: Damit das Postfach nicht von Alert-Mails überschwemmt wird, man die Übersicht verliert und frustriert ist, lohnt es sich einen extra Ordner oder gar ein zusätzliches Postfach anzulegen. Dort kann man dann bei Bedarf die eingegangenen Mails durchgehen.


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Fazit

Alles in allem ist Google also ein sehr wichtiges, mächtiges und flexibles „Tool“ um eine effiziente Recherche zu betreiben. Schließlich sitzt Google auch an der Quelle der Daten, die für SEOs interessant sind. Man kann verschiedene Funktionen kombinieren um seine Ergebnisse perfekt zuzuschneiden und schnell an die gesuchten Informationen zu kommen. Man muss sich eben nur über die Möglichkeiten und Einschränkungen bewusst sein.

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Stefan ist seit November 2011 Teil des Projecter-Teams. Mit seinem Interesse an der „Maschine“ Internet ist er dort auch gut aufgehoben. Stefan ist ursprünglich als Werkstudent auf der Suche nach Praxiserfahrung zu Projecter gekommen und hat im Oktober 2011 sein Bachelor-Studium der Angewandten Mathematik abgeschlossen. Nach Traineeship und vier Jahren als Account Manager leitet Stefan seit Februar 2016 den Affiliate Kanal und das Analytics Team.

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  1. „Warum in die Ferne schweifen…“

    Ja ja, die guten alten Operatoren. Das naheliegendste übersieht man immer ganz gern. Deshalb ist es ganz gut, wenn man durch so einen Beitrag immer mal wieder auf die „ollen Kamellen“ hingewiesen wir.

    Google Alerts ist einfach nur genial. Anstatt jedoch die Mail schicken zu lassen, kann man sich einen entsprechenden RSS-Feed abonnieren. Ich finde das praktischer, da man große Datenmengen schneller abarbeiten kann.

    Rob