SEO Auslese April 2014

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SEO Auslese

Zahlreiche Onpage-Tipps, Fachbeiträge zum Content Marketing und zur Nachhaltigkeit im SEO, eine SMX Recap, bei dem Leser richtig etwas lernen und vieles mehr, begegneten uns im April auf nationalen und internationalen Online Marketing Blogs. Klar, dass wir diese wie jeden Monat mit euch teilen wollen!

Onpage-Tipps

7 Arten von Überschriften, die das Interesse der Leser wecken, werden auf Bloggingpro.com vorgestellt. Die inhaltlichen Ideen zu den Überschriften, sollten den meisten Content Marketern zumindest bekannt sein. Interessant zu wissen: Das Ergebnis einer Studie zu Überschriften ergab, dass Zahlen am besten funktionieren.

Julian Dziki schreibt über optimierte Snippets. Dabei erfindet er das Rad zwar nicht neu, aber weist zu recht daraufhin, dass Rich Snippets nicht immer besser sind. Haben nämlich neun Seiten auf der ersten Suchergebnisseite bunte Bildchen und eine Seite nicht, sticht sie heraus und kann eine höhere CTR erreichen.

Die fünf häufigsten Fehler beim hreflang Tag stellt Eoghan Henn im Blog von rankingCHECK vor. Mit dabei: hreflang-Auszeichnungen werden erst gar nicht eingesetzt.

Wenn sie was machen, dann richtig! Ansprechend aufbereitete Tipps zur Verbesserung der Website Performance gab es im April von Vera aus dem Onpage.org-Team. Darunter:

  1. CSS und Javascript Elemente auslagern
  2. Komprimierung mit gzip
  3. Bild im Webseitenformat im Photoshop abspeichern
  4. Größe des Bildes im HTML Code angeben

 

Eine schöne Übersicht, wie Mode Online Shops bei der Auswahl der Navigationsstruktur und der Optimierung ihrer Website vorgehen sollten, hat Markus Hövener im Blog der Internetkapitäne vorgestellt.

Einen absolut lesenswerten Artikel gab es im April mal wieder von Andreas Graap. Anhand eines konkreten Fallbeispiels zeigt er, wie man mit Longtail-Keywords ordentlich Traffic machen kann.

Matt Cutts erklärt in einem aktuellen Video, warum Google manchmal eigene Title Tags verwendet. Passen die folgenden Kriterien alle zum eigenen Title, wird dieser genommen, ansonsten eben nicht:

  1. Something that is “relatively” short
  2. Have a good description of the page and “ideally” the site that the page is on.
  3. And that it is relevant to the query.

 

Rund ums Content Marketing

Eine Wahnsinnspräsentation zur strategischen Vorgehensweise im Content Marketing veröffentlichte Mirko Lange im April. Hier wird wirklich einmal das große Ganze inklusive allem, was dazu gehört, beleuchtet.

Wichtige Punkte sind z.B.

  • Erst die Story, dann der Content. Dann der Kanal.
  • Unterschiede strategisches und operatives Content Marketing kennen
  • inkl. Case Study eines B2B Unternehmens

Content Marketing Metriken, die Chefs wirklich interessieren, wurden anschaulich auf PoweredbySearch.com zusammengefasst. Wenig überraschend: Am Ende des Tages geht es vor allem um Geld und Leads ;). Passend dazu für eine saubere Auswertung: Einen sehr ausführlichen Guide zum Aufbau von Analytics Kampagnen mit dem Einsatz von Tags und welchen Nutzen Analysierende daraus ziehen können, hat Annie Cushing zusammengestellt.

Sind SEOs die besseren Content Marketer? Eric Kubitz gibt ein Statement zur Entwicklung von SEO im letzten Jahr und der Erweiterung der Branche. Dabei plädiert er für einen Blick über den Tellerrand. Zudem müssen sich SEOs in Sachen Content Erstellung nicht hinter klassischen Content-/PR-Agenturen und Journalisten verstecken:
„Denn die etablierten Contentmacher haben ihre Schwächen: Die Marketing-Kreativen sind es gewohnt, schicke Markenseiten zu betexten und haben ihren Konzernkunden statt der Leser im Blick. Und die Fachredakteure der etablierten Presse leiden unter hoher Budget-Not und – häufig genug – unter eigener oder chefverursachter Einfallslosigkeit. “

Jan Cerny erklärt im Blog von rankingCHECK, wie eine SWOT-Analyse bei der Planung von Content Marketing Kampagnen genutzt werden kann.

Im Colossal Content Marketing Report hat TrackMaven 4.618 Blogs und 1.2 Millionen Blogposts analysierst und zahlreiche Praxisfragen zum Content Marketing ausgewertet, z.B.

  • An welchen Tagen sollten die Inhalte veröffentlicht werden?
  • Welche Tageszeit sorgt für mehr Social Shares?
  • Was sind die am häufigsten genutzten Wörter in Überschriften?
  • uvm.

In einem seiner wöchentlichen Whiteboard Fridays klärt Rand Fishkin die größten Missverständnisse im Content Marketing auf und beschreibt, was seiner Meinung nach Content Marketing leisten kann und was nicht.

Das Problem: Es existiert der Mythos, dass Konsumenten von gutem Content auf direktem Wege zu Konversion animiert werden können.
Die Realität: Es braucht viele Rückschläge und Versuche bis man Content hat, der wirklich mit der Zielgruppe funktioniert. In der Folge kehren Menschen wieder, entwickeln ein Bild, eine Erinnerung mit der Marke. Rand vergleicht das mit einem Bankkonto, dass sich langsam mit Erfahrungen und Berührungspunkten einer Marke füllt. Darin liegt das wahre Kapital von Content Marketing. Und erst dann, wenn ein Bedürfnis entsteht, man etwas braucht, erinnert man sich an dieses gefüllte Bankkonto (bzw. die Marke).

Einen lesenswerten Beitrag zum Thema Content Marketing mit einem begrenzten Budget gibt es im KISSmetrics Blog. Folgende Fragen werden dabei behandelt:

Wie kann man mit einem vergleichsweise geringen Budget vorgehen?

  • einen eigenen Blog führen
  • 1x die Woche etwas posten

Wie kann man kostengünstig Content erstellen?

  • Selbst schreiben
  • Mitarbeiter schreiben lassen
  • Freelancer engagieren
  • Content Provider nutzen

Welche Grundprinzipien sollten bedacht werden?

  • Man selbst ist der Experte auf seinem Gebiet!
  • Redaktionsplan erstellen
  • Ein gutes Texter-Briefing ist essentiell
  • Schreiber stetig verbessern

Einen interessanten Test machte Olaf Kopp zur Content Promotion über bezahlte Werbung mit

  • Facebook Ads
  • GDN
  • Plista
  • Ligatus

Fazit: „Aus den Ergebnissen geht hervor, dass man je nach Ziel, das man mit der Content-Promotion erreichen möchte, unterschiedliche Tools nutzen sollte.“

Ein Recap zum Lernen

In einem gesonderten Abschnitt soll an dieser Stelle noch der sehr schöne SMX Recap von Malte Landwehr hervorgehoben werden. Statt ausführlich über Party, SEO Friends & Family, das Internet und Essen zu berichten, dürfen Leser an den 18 Dingen, die er auf der SMX gelernt hat, teilhaben. Wir sind definitiv Fans solcher Recaps mit Mehrwert, von denen auch Nicht-Teilnehmende das ein oder andere Learning mitnehmen können!

Nachhaltigkeit und Langzeit-Erfolge im SEO

Strategien für den Langzeit-SEO-Erfolg werden auf SearchEngineLand vorgestellt, dazu zählen:

1. Be an expert or go home. You can’t build trust with random writers.
2. Authenticity is hard to fake.
3. Pursue extreme differentiation. The same old content isn’t going to cut it.
4. Realize that links are the result, not the goal.
5. Focus on reputation and brand (as your top priorities). You can’t vote for yourself.
6. True value of press releases: generate interest from the media.
7. Don’t look natural, BE natural.
8. Strong social media presences are like a built-in PR channel.
9. Influencers are the accelerant.
10. Solving problems for others is engagement that is memorable.
11. If you have to argue that it’s a good link, it’s not.
12. The company you keep defines you.

Mathematische Erklärungen, warum Social ein Teil von SEO ist und man entsprechende Aktivitäten in einer langfristigen Strategie verfolgen sollte, gibt AJ Kohn, aka Blind Five Year Old. Fazit „It’s not the actual social activity that matters, but what happens as a result of that activity.“.

Welche Rankingfaktoren 2014 im SEO eine Rolle spielen, haben zwei der wichtigsten Stellen der Branchen, Searchmetrics und Moz, in ihren aktuellen Korrelationsstudien vorgestellt. Christoph Baur fasst die Kernaussagen beider in seinem Beitrag auf SEO Book zusammen.

Du willst nachhaltig gutes SEO machen, dann werde eine Marke!In einem aktuellen Whiteboard Friday spricht Rand Fishkin speziell über das Thema gebrandete Suchanfragen. Es sollte oberste Priorität eines jeden SEOs sein, die richtigen Ergebnisse für Brandanfragen zu liefern. Dabei ist nicht immer die Startseite für eine Brandanfrage die sinnvollste Seite für das Top-Ranking. Stattdessen sollte die Unterseite ranken, die am besten zu dem passt, was der Nutzer mit der Brand verbindet. Sein Beispiel ist ein Uhrenhersteller. Hier sollte man den Nutzer sofort auf eine Übersichts-/Infoseite zu den Uhren schicken. Rand Fishkin empfiehlt mindestens einmal im Jahr Brandanfragen zu checken und nachzusehen, welche Seiten dafür ranken.
Werden Webseiten, die besonders sicher sind, bald auch mit besseren Rankings belohnt? Nichts Genaues weiß man nicht, aber Matt Cutts wirkt nicht abgeneigt.

Was sonst noch war



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Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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  1. Wow, tolle Zusammenfassung, danke für die zahlreichen nützlichen Links. Werden uns auf jeden Fall einiges davon bookmarken.

  2. Hi Franziska,
    das ist mal eine wirklich umfassende Zusammenfassung. 🙂
    Hab mir vieles angeschaut, war echt spaßig/interessant. Etwas weniger Basics und Promotrash, dafür vielleicht etwas mehr Interpretation, dann ist es ein richtig cooles Format mit Kultcharakter!
    Grüße