SEO Auslese Februar 2014

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SEO Auslese

Trotz nur 28 Tagen „Laufzeit“ konnten wir auch im kürzesten Monat des Jahres wieder viele lesenswerte Beiträge aus der SEO Szene entdecken. So gab es unter anderem spannenden Denkanstöße, hilfreiche Praxistipps und zahlreiche Neuigkeiten aus der Anti-Spam Abteilung von Google. 

Denkanstöße aus der Szene

Julian Dziki gibt viele gute Gründe sich von alten (Linkkauf-) Agenturstrukturen zu verabschieden und in neue Manpower zu investieren. Recht hat er!

Franz Keim mahnt, dass Content Marketing nicht nur auf die bloße Erstellung von Inhalten reduziert werden sollen. Es geht hier nicht nur um Masse, sondern auch um deren Optimierung. Auch die mit dem Content verbundenen Ziele werden häufig aus den Augen verloren. Franz gibt schöne Ansätze und bringt es auf den Punkt „Wir brauchen nicht mehr Inhalte! Wir brauchen weniger, aber bessere Inhalte.“

Content Shock oder Content Fatigue? Die Angst vor zu viel Content beschäftigt auch den amerikanischen Markt. Rand Fishkin erklärt, wie Franz, dass mehr eben nicht besser ist, sondern vor allem Relevanz zählt.

Ein weiterer Beitrag, der sich damit beschäftigt, warum Content-Marketing, so wie es derzeit betrieben wird, nicht funktioniert, gibt es in einer sensationellen Zusammenfassung der verschiedenen Sichtweisen auf die aktuelle #contentshock Debatte von Markus Hövener. Und wie man das Problem lösen kann, erklärt er auch: klare Ziele; Nischenthemen; weniger veröffentlichen, dafür aber sehr lesenswerte Inhalte; erst Multiplikatoren suchen und dann überlegen, welchen Inhalt man für sie produzieren könnte.

Martin Mißfeldt erinnert in seinem Beitrag an den etwas in Vergessenheit geratenen Rankingfaktor der Frequenz neuer Inhalte. Man sollte sich hierbei vor allem an der Konkurrenz orientieren und die Frequenz höher halten. Das kann bedeuten eine neue Seite alle drei Wochen oder täglich, womit es für Nischenprojekte immer schwerer wird.

„This — and much more — is what SEOs are good at“ – Rand Fishkin spricht über der Wandel von Suchmaschinenoptimierung mal aus der Perspektive des einzelnen SEOs und was ihn heute von anderen Marketern unterscheidet.

Praxis- und Umsetzungstipps

a. Für die Arbeit in Rahmen einer Content Marketing Strategie

Der englischsprachige Blog von Hubspot zeigt, wie der Google Kalender auch als Redaktionsplan verwendet werden kann. Eine sehr schöne Praxisidee.
RankingCHECK zeigt, wie sie bei der Content-Marketing-Planung vorgehen. Schöne Sache.
In 30 Tagen mehr Traffic auf die Website bringen? Einen richtig guten Artikel dazu gibt es von Andreas Graap. Pflichtlektüre inkl. Checkliste! Einen weiteren, absolut lesenswerten Guide mit ähnlichen Inhalten hat Andreas Graap auch auf t3n.de verfasst.
Wer eine kleine, regelmäßige Inspiration für mögliche Inhalte sucht, kann ab jetzt täglich bei den Sistrix Content Stars vorbeischauen. Schön ist, dass es hier auch mal eine Extra-Auswertung für den deutschen Markt gibt.

b. Diverses

Jens Peterssen gibt einen kurzen Erfahrungsbericht zu Negativ-SEO und dem Disavow Tool. Fazit: Auch wenn die Meinungen über Sinn und Nutzen des Google Tools in den Blogs auseinander gehen, bei ihm scheint das Tool gut gegen schlechten Link-Spam funktioniert zu haben.
Gerade für „pinterest-ähnliche“ Seiten oder One-Pager ist ein aktueller Beitrag im Webmaster Central Blog interessant. Es wird empfohlen die Seite in Abschnitte zu unterteilen und diese zusätzlich zu paginieren, damit der Googlebot sie auch findet. Da ist vor allem dann wichtig, wenn Inhalte nur laden, sofern man zu einem bestimmten Punkt der Seite scrollt oder ein Klick erforderlich ist.

Neues von Google

Im Januar bereits angekündigt, war es dann Anfang Februar soweit, Google straft ein deutsches Linknetzwerk und die damit verbundene Agentur ab. Matt Cutts zufolge wird es nicht nur bei diesem einen bleiben.

Zu den Anti-Spam-Aktivitäten in Deutschland gesellte sich dann das dritte Page Layout Update von Google. Dabei sind vor allem Seiten betroffen, die mit zu viel Werbung above-the-fold arbeiten.

Warum Google Updates und Penaltys gut sind, den Wettbewerb damit regulieren und was SEOs daraus für ihre Arbeit lernen können, betrachtet Marcel Schrepel.

Auch gegen Schummeleien bei der Auszeichnung von strukturierten Daten geht Google nun vor. So scheint es laut Beobachtungen von Barry Schwartz eine neue Art von manuellen Benachrichtigungen in den Webmaster Tools zu geben. Webmaster, die Mark up bewusst manipulieren, können nun eine Nachricht wegen “Spammy structured markup” erhalten.

Matt Cutts erklärte im Februar zudem, dass schlechte Kommentare auf dem eigenen Blog keinen Einfluss auf das Ranking haben. Grammatik und Rechtschreibung der eigenen Texte sollte aber stimmen. Passend dazu gibt es einen weiteren Beitrag über wissenschaftliche Texte. Das Fazit: Klarheit und Verständlichkeit haben oberste Priorität.

Matt Cutts bestätigte außerdem in diesem Monat, dass Google bereits versucht hat, Suchergebnisse ohne den Rankingfaktor Backlinks zu erstellen. Demnach sahen die Suchergebnisse sehr schlecht aus. Er sagt aber auch, dass es JETZT noch nicht funktioniert.

Wer sich fragt, was er generell den ganzen Tag so als oberster Spamfighter tut, sollte hier weiterlesen.

SEO für Online-Shops

Häufige Fallstricke, die Online Shops bei der Suchmaschinenoptimierung bedenken sollten, stellt Stephan Czysch in seinem Gastbeitrag auf haufe.de dar. Dabei nennt er unter anderem die falsche Benennung von Kategorien, eine nicht anforderungsgerechte Wahl des Shopsystems, fehlende Regeln beim Umgang mit Paginierung uvm.

Teil 3 bis 6 des Onpage.org Experten-Spezials für Online-Shops sind online. Michael Jonas schreibt zum Thema Website Testing, Karl Kratz zur Optimierung von Landing Pages, Mario Fischer zur Usability Optimierung und Timo Aden beschäftigt sich der Tracking Optimierung.

Was sonst noch war



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Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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  1. Häufige Fallstricke, die Online Shops bei der Suchmaschinenoptimierung bedenken sollten, stellt Stephan Czysch in seinem Gastbeitrag auf haufe.de dar. Dabei nennt er unter anderem die falsche Benennung von Kategorien, eine nicht anforderungsgerechte Wahl des Shopsystems, fehlende Regeln beim Umgang mit Paginierung uvm.