SEO Auslese Juli 2014

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SEO Auslese

Der Juli 2014 war der Monat der Listen. Ob Content Marketing Tools oder Sammlungen zu Linkideen – in den heißen Sommermonaten gab es in den nationalen und internationalen Blogs viele dieser leichten, aber nicht minder hilfreichen Kost. Natürlich findet ihr in meiner aktuellen Auslese auch wieder zahlreiche strategische Beiträge zu Content Marketing Prozessen, sowie geleakte Google Interna, spannenden Branchen-Entwicklungen uvm. Viel Spaß beim Lesen!

Content Marketing Tools für jeden Gelegenheit

„Kleider machen Leute“ gilt auch bei der Content Erstellung. Gute Inhalte bieten nicht nur einen Mehrwert, sondern sind auch ansprechend gestaltet. Perfekte Design-Beispiele liefern z.B. Bellroy und Airbnb. Auch ohne Inhouse Webdesigner und mit begrenzten Ressourcen können Content Ideen aufgepeppt werden. Dabei helfen zahlreiche kostenlose und günstige Tools wie Thinglink zum Erstellen interaktiver Grafiken, TimelineJS für schicke Timelines oder Canva für Grafiken aller Art. Diese und viele weiteren Tools zur Content Erstellung haben t3n und Hubspot zusammengestellt. Die Sammlungen beweisen, es muss nicht immer eine Infografik sein ;).

Welche Bildtypen einen Beitrag nicht nur optisch verschönern, sondern auch psychologisch unterstützen, wird auf Copyblogger.com erklärt. Alex Turnbull erklärt wie Stockphotos, Screenshot und Co. nicht nur Bilder komplementieren, sondern Inhalte visuell dem Leser näher bringen.

Vier Werkzeuge, mit denen der Redaktionsplan für die Content Strategie erstellt werden kann, stellt Kim Rixecker auf t3n vor.

Weitere Tools für den Content Marketing Prozess – von der Recherche, über die Organisation bis zur Promotion – hat Clickz.com zusammengestellt. Als Spickzettel für später gibt es eine Infografik oben drauf. Weitere Content Marketing Tools gibt es zudem auf Wordstream.

Content Marketing Tipps: Mitarbeiter statt Multiplikatoren; Markenbildung & Strategiefindung

„Wake a sleeping Giant for Content Marketing SEO: Your Employees“ trifft den Nagel auf dem Kopf! Statt nur externe Multiplikatoren zu suchen, sollten Unternehmen auch die internen Ressourcen zur Content Verbreitung prüfen. So können Mitarbeiter mit Blogs oder eigenen Webseiten ermutigt werden, auch mal die Firmenwebseite zu verlinken. Des Weiteren sollte die Angestellten dafür sensibilisiert werden, dass wenn sie Content- oder Link-Möglichkeiten entdecken, Bescheid geben. Manchmal entstehen so die wertvollsten Kooperationen.

Maik Bruns liefert interessante Überlegungen darüber, wie man eine Marke wird und welchen Vorteil KMUs in diesem Zusammenhang haben. Die Chance liegt vor allem im Stellen der richtigen Fragen.

Mirko Lange hat im Juli seine Infografik zum Prozess des Strategischen Content Marketings aktualisiert – unterteilt in Content Discovery, Content Creation, Content Curation und Content Discovery. Am besten ausdrucken und Schritt für Schritt durcharbeiten!

Ein interessantes Interview über den Content Marketing Ansatz von Expedia.de gab Felix Undeutsch im Linkbird Blog:

„Mit interessantem und originellem Content meine ich keine transaktionsorientierten, Keyword-optimierten Produktbeschreibungen. Das ist meiner Meinung nach ein Fehler den viele Unternehmen nach wie vor machen: Corporate Content beschäftigt sich viel zu häufig mit dem eigenem Unternehmen oder dem Produkt. Damit reiße ich niemanden vom Hocker, wen soll das interessieren? Corporate Content muss einen journalistischen Ansatz verfolgen und darf nicht die Sales-Käule schwingen. Die persönlichen Interessen des Kunden müssen im Mittelpunkt stehen, die Inhalte müssen schlicht weg Spaß machen. Nur wenn das erreicht wird, hat der Inhalt eine realistische Chance geteilt, verlinkt und zitiert zu werden. Und das wiederum hat direkten Einfluss auf alle Kanäle: PR, Social, Brand und letztlich SEO.“

Geleakt: Google Quality Rater Guidelines

Eine aktuelle, überarbeitete Version der Google Quality Guidelines ist im Web (mehr oder weniger kalkuliert ;)) aufgetaucht. Auch wenn die meisten Punkte SEOs nicht neu sein sollten, lässt sich daraus wunderbar ablesen, wie Google gute Webseiten bewertet. Zudem hilft es, zu verstehen, wie Google vorgeht. Neu ist übrigens das E-A-T-Prinzip “High Level of Expertise / Authoritativeness / Trustworthiness”. Detaillierte Zusammenfassungen gibt es von Olaf Koop und Jennifer Slegg.

Google Analytics: 60% des „Direct“ Traffics stammt eigentlich aus der Suche

Ein aktuelles Experiment bei Groupon beweist, dass Google immer noch Probleme hat, den gesamten organischen Traffic zu zuordnen. Viele Browser übermitteln die Besucherherkunft nicht eindeutig. Je nach Browser wird ein kleinerer bis größerer Teil des organischen Traffics fälschlicherweise dem direkten zugerechnet.

SEO 2014

Whiteboard Friday Time! Im Juli gab es einen klasse Beitrag von Rand Fishkin zum Begriff SEO und ob man SEO abschließend auf einen Satz reduzierend definieren kann. Antwort: NEIN! SEO war niemals etwas, was man beginnt, abschließt und dann vergessen kann. Und: es wird nie so sein. Man muss stets dranbleiben. Wer sich nicht wandelt und dynamisch reagieren kann, wird immer verlieren. Bester Satz:

„SEO ist alles, was dir Möglichkeiten gibt, eine Seite zum Ranken zu bringen.“

Apropos Moz: Das auch etablierte Experten-Websites nicht davor gefeit sind, als Spam gewertet zu werden, zeigt die Google Webmaster Tools Warnung, die Scott Wyden in Bezug auf seinen YouMoz Beitrag erhalten hat. Neben der Betrachtung von Rand lohnt sich auch ein Blick auf den Internet Folks Artikel dazu.

Mit dem „Erwachsen werden“ der Branche spielen auch rechtliche Aspekte für SEO Dienstleister eine immer wichtigere Rolle. Unter dem plakativen Titel „Abgestraft & abgemahnt – So riskant leben SEOs“ hat Finanzen.de nun ein PDF zu den rechtlichen Risiken der SEO Arbeit zusammengestellt. Unterstützt wurden sie dabei von Experten wie Karl Kratz, Torsten Tromm, Marin Schirmbacher und Maik Metzen.

Folgendes Video zeigt, wie SEO eigentlich entstanden ist und welchen weg die Disziplin bis heute gegangen ist:

Linkaufbau „Klassiker“ unter der Lupe

Ist Broken Linkbuilding noch zeitgemäß? Pedro Dias, ehemaliger Google Mitarbeiter behauptet Google traue Links weniger, wenn Linktext oder -ziel geändert werden, nachdem der Link erstmalig registriert wurde. Wie immer lassen solche Tweets ausreichend Spielraum für Interpretationen. So erklärt Eric Ward auf SearchEngineLand, warum man den Tweet prinzipiell nicht allzu ernst nehmen sollte. Bei SEO United hingegen klingt es fast so, als ob er dazu rät, dass man es ganz lassen sollte ;).

René Schröter warnt Foren-Betreiber vor Fake-Accounts zum Linkaufbau und liefert 18 Indikatoren zur Aufdeckung dieser.

Wie man wirklich Referral Traffic gewinnt und was überhaupt sinnvolle Links dafür sind, erklärt Elisa Gabbert auf Wordstream. Links in Blogartikeln gehören eher nicht dazu, da nur ein kleiner Teil der Leser im „further research mode“ ist. Bessere Ergebnisse liefern News Aggregaten, Ressourcen Sammlungen und Reviews.

77 weitere Linkaufbau Klassiker hat SEO-United hier zusammengestellt. Eine schöne Case Study zum Aufbau von Städtelinks liefert zudem Andreas Graap.

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Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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  1. Hallo Franziska, vielen Dank für den tollen Monatsrückblick mit gleich einer Vielzahl an spannenden Artikeln im Bereich Content Marketing und SEO. Besonders freue ich mich natürlich über die Erwähnung meines Interviews mit Felix Undeutsch von Expedia.de. Das von dir gewählte Zitat aus dem Interview selbst kann ich nur unterschrieben: Felix Undeutsch hätte die Quintessenz von Content Marketing nicht besser beschreiben können.

  2. Besten Dank für die Erwähnung des Link-Mafia-Artikels. Ich habe diesen im übrigen um weitere Methoden ergänzt:
    * Zitate verändern
    * Links hinter Formatierungen verbergen

    Zum Thema Fotos, wie es bereits Alex Turnbull aufgegriffen hat, kann ich die Recherche nach „Sketchnotes“ empfehlen. So kann man kleine Geschichten erzählen und in die Gedanken des Lesers positiv eindringen 😉

  3. ich kenne mich nicht wirklich gut in SEO dingen aus und bin noch ein greenhorn aber das video dass du verlinkt hast ist wirklich gut und macht SEO sogar dummies wie mir leicht verständlich.

    ich frage mich aber nur wie google „guten inhalt“ prüfen oder bewerten will. ist das nicht geschmackssache?? oder wie läuft das? wird in dem video leider nicht erklärt.

    • Danke das fanden wir auch 🙂 Ja, das ist eine gute Frage. Google selber hat ja so einiges an Nutzersignalen zur Verfügung, die es auswerten kann: die Suchanfragen/Keywords, der Kontext der Suche, die Aktualität der Inhalte, die Autorenschaft, die Links, das Besucherverhalten, die Lesbarkeit, der Informationsumfang/Dichte und vieles mehr. Ziel von Google ist es ja die Intentionen des Suchenden zu verstehen und diese möglichst umfassend zu befriedigen. Wie es genau funktioniert ist natürlich nach wie vor ein Geheimnis aber für den Content-Ersteller kann es hier nur heißen: Gute Inhalte sind Inhalte, die den Nutzern gefallen. Wer für seine Nutzer interessante, hilfreiche, umfassende, echte Mehrwerte bietende Inhalte schafft, wird langfristig dafür auch mit guten Rankings belohnt werden.

      Viele Grüße