SEO Auslese Juni 2014

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SEO Auslese

Von wegen nahendes Sommerloch – in der SEO-Szene wurde auch im Juni fleißig geschrieben. Den Beweis liefert die heutige Auslese mit Beiträgen zu Googles Rankingfaktoren, Empfehlungen zur Entwicklung von Content Marketing Strategien, Google Places Abhilfe für lokale Ladenbesitzer und vieles mehr. Viel Spaß bei der Lektüre!

1001 Rankingfaktor

Im Rahmen der Search Engine Journal Konferenz im Juni in San Francisco gab Marcus Tober in seiner Session eine ersten Einblick in die kommende Searchmetrics Ranking Factors 2014 Studie. Der Recap auf Search Engine Journal fasst die Key Findings wunderbar zusammen:

  • „The goal of SEO is (…) to increase and conserve traffic through fresh content and conventional SEO methods.“
  • „Every website should strive to be like Wikipedia, which is the best optimized website in the world.“
  • „More content isn’t better unless it’s meaningful and findable.“
  • „SEOs will turn to measure success based on URLs, not keywords.“
  • „Keywords will become topics.“
  • „Mobile content is becoming a ranking factor.“
  • „Search engines don’t buy products, people do. It’s not so much about search engine optimization as it is about search experience optimization.“

Ein weiterer Beweis, dass Google die mobile Optimierung immer mehr in den Fokus rückt, wird auf der US Seite geliefert. So wird eine kleine Warnung im Snippet angezeigt, wenn eine Seite nicht für Smartphones  und Co. optimiert ist: „Usually this happens because the website is not properly set up to handle requests from smartphones and sends you to its smartphone homepage – we call this a „faulty redirect„.

Wie wichtig gutes Webdesign für die Nutzererfahrung und damit auch für SEO ist, erklärt Julian Dziki in einem aktuellen Beitrag. Dabei weist er nochmal daraufhin, dass Google mittlerweile durchaus „sehen“ kann. Die neue Renderfunktion in den Google Webmaster Tools ist der beste Beweis dafür. Markus Hövener stellt das neue Feature im Blog der Internetkapitäne genauer vor. Schön ist, dass Markus sehr ausführlich darauf eingeht, weshalb Google das nun anbietet.

Eine spannende Analyse des Zusammenhangs zwischen Ranking und Serverantwortzeit (d.h. die Zeit, die benötigt wird, bis der erste Kontakt zum Server da ist, nicht bis die Seite komplett geladen hat) präsentierte Michael Janssen im Juni. Seine Untersuchung zeigt, dass die Webseiten auf Seite 1 im Schnitt innerhalb von 248ms antworten, auf Seite 2 innerhalb von 320ms. Auch in den Top10 ist ein ähnlicher Verlauf zu sehen. Die Plätze 1 und 2 sind ebenfalls die schnellsten.

Für alle, die nicht zur SMX Seattle über den  großen Teich fliegen konnten, hat Andre Alpar auf OMReport ein besonderes Schmankl mitgebracht: die komplette Keynote Matt Cutts! Zwar gibt es von Cutts wie immer keine konkreten Aussagen zu den wichtigsten Rankingfaktoren, aber dafür ein paar Zukunftsperspektiven von Google.

Mal keine Rankingfaktoren für die Google Suche, sondern für Amazon werden sehr ausführlich im Moz Blog vorgestellt. So werden unter anderem die Unterschiede zu Google sowie die Such- und Rankingmechanismen bei Amazon vorgestellt.

Content Marketing News

Mal wieder einen sehr lesenswerten Beitrag zur Content Marketing Entwicklung gab es im Juni von Franz Keim. Er erklärt, warum  am Anfang immer ein Umdenken in Unternehmen stehen muss. Oder um Rand Fishkin zu zitieren: „Maybe sale come, maybe not“.

Zielgruppenfokus ist für eine erfolgreiche Content Marketing Strategie enorm wichtig, dabei können Personas helfen. Einen einführenden Beitrag zum Thema, mit weiterführender Literatur sowie Vorstellung einiger Tools, die mittlerweile ausschließlich dafür entwickelt wurden, den Nutzer und dessen Eigenschaften besser zu verstehen, gibt es von Stefan Rosentraeger auf OnlineMarketing.de.

Während bei dem ein oder anderen Unternehmen die strategischen Content Marketing „Weichen“ erst gestellt werden müssen, beschäftigt Kevin Bobowski sich bereits mit dem Next Big Thing: „consumers will become the new content marketers!“ Was können Marketer tun, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden?

1. „In 2014, bust social out of the silo by weaving a social layer across campaigns to inspire audiences to create and share content.“
2. „Email and social are two powerful channels with a symbiotic relationship.“
3. „Companies are now driving sales directly from social channels, and that will only grow in 2014. One increasingly effective social commerce tactic is mobile couponing.“
4. „To stay competitive, you need to run multiple, frequent campaigns that engage multiple segments of your audience.“

Aus der Reihe Oldie but Goldie: Überlegungen zur Arbeit als Content Stratege und Content Marketer gab es von Rachel Lovinger schon 2007. Und das ist so aktuell wie nie!

Nicht nur Content, sondern clevere Marketing Strategien im Allgemeinen stellt Felix Beilharz in seinem Blogbeitrag am Beispiel von Onpage.org dar. Anhand von zwölf Punkten erklärt er was das Team aus dem Cave marketingtechnisch so alles richtig macht. Sie können es eben – in diesem Sinne #weloveyoulongtime ;). Apropos Onpage., natürlich soll an dieser Stelle auch nicht das starke neue Ebook der Münchner „100 Punkte für bessere Webseiten“ unerwähnt bleiben, das im Juni frisch erschienen ist.

Einen Einblick in die Kreation und Konzeptionierung von Content Hubs für große Brands (z.B. Pepsi), gibt es auf Contently.com. Auch (oder vielleicht gerade) hier braucht alles seine Zeit und große Agenturen müssen viel Überzeugungskraft leisten. Was passiert, wenn eine große Marke das enorme Potenzial von Content Marketing verkennt, zeigt Björn Tantau in seinem Beitrag zum Ikea Eklat: Das schwedische Möbelhaus verklagte eine Bloggerin, die quasi kostenlos und erfolgreich Content Marketing für die Marke Ikea betreibt und dummerweise dafür die Brand in der Domain nutzt. Ikea ruderte zwar mittlerweile zurück, ein fader Beigeschmack bleibt dennoch.

Anhand toller Fallbeispiele zeigt Christian Rätsch, dass nicht nur Whitepapers, Blogs und Co., sondern auch sogenannten Utilities im Rahmen einer (Content) Marketing Strategie Mehrwert für Nutzer stiften können:

„Die Idee der digitalen Utilities (engl. „Betriebsmittel“) ist simpel. Versprechen werden durch digitale Services ersetzt. Marken werden nicht nur durch Kommunikation befeuert, sondern durch Nutzwert in Form meist digitaler Anwendungen erlebbar.“

Ist der Content erst einmal fertig, geht die eigentliche Arbeit los. Denn egal, wie gut die Inhalte sind, wenn sie keiner kennt, sind sie wertlos. In einem der Juni Whiteboard Fridays auf Moz.com zeigt Ben Lloyd Möglichkeiten auf, Content zu „verstärken“ bzw. seine Lebensdauer zu erhöhen. Grundlage ist eine Studie, nach der sich der Lebenzyklus von Content auf nicht mehr als drei Stunden erstreckt. Wen man bis dahin nichts erreicht hat, verliert man dauerhaft. Mit den genannten Taktiken kann die Lebensdauer erhöht werden.

Einen sehr ausführlichen und gut recherchierten Beitrag zur Psychologie des Teilens veröffentlichte Johannes Brauns im Blog von Textbroker.

Wichtige Fragen:

  • Wer ist meine Zielgruppe?
  • Wie geht sie mit Inhalten um?
  • Auf welchem Kanal erreiche ich sie?
  • Und über welche Kanäle teilt sie selbst?
  • Wann kann ich meine Nutzer am besten ansprechen?
  • Gibt es aktuelle Ereignisse, die ich in meiner Planung berücksichtigen sollte?

Guter Content:

  • bietet einen Mehrwert
  • löst Emotionen aus
  • animiert zum Austausch animiert,
  • spricht den  Wunsch des Lesers zur Selbstdarstellung an
  • ist einfach zu teilen

Wer noch mehr regelmäßiges Lesefutter zu „Marketing mit Content“ braucht, sollte sich die Olafs Kopps Auflistung der besten nationalen und internationalen Content Marketing Blogs zu Gemüte führen. Hier sind einige, SEHR lesenswerte, Portale bzw. Autoren mit dabei, die nicht zu den üblichen Verdächtigen der Online Marketing und SEO Szene gehören. Ab damit in den eigenen Feedreader, Twitter-Streams oder Google+ Kreis.

Places, Local, Maps – Licht im lokalen Google Wirrwarr

Im Juni entlastete Google lokale Ladenbesitzer und ihre SEO Optimierer gleich zweimal. Es ist nun endlich möglich eine Google+ Seite in eine Google+ Local Seite umzuwandeln. Wie es funktioniert erklärt LocalU auf Englisch und Winlocal auf Deutsch.

Des Weiteren fällt mit dem Launch von „Google My Business“ nun endlich das begriffliche Wirrwarr weg. Sebastian Socha stellt die neuen Features in seinem Beitrag vor.

Was sonst noch so war

  • Jamie Smith stellt auf SearchEngineWatch vier Fehler vor, die Agenturen im Umgang mit ihren SEO Kunden häufig machen
  • SEO Basics: Matt Cutts erklärt, warum Google nicht immer den hinterlegten Title Tag für die SERP Snippets verwendet.
  • Olaf Kopp und Markus Hövener beschäftigen sich mit der Frage, ob Google Inhalte aus IFrames erkennen und indexieren kann
  • Moz hat einen eigenen not provided Workaround für die eigenen Tools erstellt.
  • Google launcht sein Payday Loan 3.0 Update
  • Die Google Websuche zeigt jetzt auch Anleitungen & How-To’s. Praktisch für den Nutzer, ein weiterer Alptraum für Webseiten…;)
  • Was gilt es bei der Umstellung auf https zu beachten und welche Relevanz hat das Thema für SEO? Max Block klärt auf SEO Book auf
  • Seolytics analysiert den aktuellen Stand der In-depth Article Einblendungen in den SERPs und gibt einen Ausblick zu weiteren Entwicklungen
  • SEO Strategie „Barnacle“: Brand-Building und Bekanntmachung auf Kosten der anderer? Rand Fishkin erklärt wie es geht
  • Vom Quiz zur Infografik: 7 kostenlose Tools für Content-Marketer
  • Google entfernt die Autorenbildchen aus der Suche



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Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.


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  1. Hallo Franziska,
    ich glaube der Winlocal Artikel erklärt wie die Verknüpfung der Profile vorher ging (oder nicht). Wie die Verknüpfung jetzt geht sieht man am besten in der Google Hilfe.