SEO Auslese März 2014

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SEO Auslese

Besser spät als nie 😉 – urlaubsbedingt mit leichter Verspätung gibt es nun endlich die SEO Auslese mit den lesenswertesten Beiträgen im März.  Im vergangenen Monat wurden zahlreiche Hilfestellungen zur SEO Analyse und Optimierung, Denkanstöße im Rahmen von Online PR und Content Marketing uvm. veröffentlicht. Viel Spass beim Lesen!

Local SEO

10 Local SEO Mythen, die man NICHT beachten sollte, stellt Sebastian Socha, Experte für lokale Suchmaschinenoptimierung, vor. Ein kleine Auswahl:

  • Keyword-Domain inkl. Ortsname
  • Unbedingt gute Bewertungen sammeln
  • Social Media brauchen lokale Unternehmen nicht
  • Eigene G+Local Seite für jeden Stadtteil und jede Ortschaft
  • uvm.

Einen Starter-Guide zur lokalen Optimierung ist auf Moz.com zu finden. Im Beitrage werden häufige Fehler erörtert, die zu katastrophalen Ergebnissen in der lokalen Suche führen können.

Google versendet nun übrigens Informationen über doppelte Google Places Einträge und bittet nur einen Account zu pflegen, da jeweils nur ein Eintrag auch angezeigt wird.

In einem aktuellen Test von Kangamurra Media wurde Yahoo Local mit Google Places verglichen. Letzterer führte im Test zu besseren Ergebnissen.

FAQs Rankings, Links und Co.

Wie lange dauert es, bis erste Rankings sichtbar werden?

Search Engine Journal versucht eine Antwort darauf zu geben und zeigt weitere interessante Auswertungen zu verschiedenen Bereichen: „The vague answer is: it depends on how hard your client wants to work, meaning how much real and relevant content can be created and how much competition there is for their key word phrases. Also, how big is their niche? If no one would ever search for their desired niche, they may never be found. And if they don’t have time or desire to work hard, it depends on how much money they have to invest in their content marketing team. A concrete answer: 100 unique organic visits daily in almost any niche topic can be acquired in about three to four months.“

Wie lang darf eine URL sein?

Googles knallharte (;)) Antwort: Nicht mehr als 2000 (!) Zeichen!

Wie lang sollte der Title Tag nach dem Redesign von Google sein?

Die neue Typo in der Suche kürzt die maximale Zeichenanzahl, bevor der Text angeschnitten wird. Zudem gibt es keinen festen Richtwert mehr, da Arial eine proportionale Schriftart ist. Zu 99% können 49 Zeichen dargestellt werden. Zu 80% sogar 57. Moz.com bietet ein Tool zum Test des Title Tags. Ein deutsches Tool gibt es von Torben Leuschner.

Funktionieren die SEO Strategien der letzten Jahre noch?

Auf t3n gibt es ein sehenswertes Video-Interview mit Dominik Wojcik zu den Veränderungen bei Google innerhalb des letzten Jahres. Dort erklärt er, weshalb die Taktiken der letzten Jahre nicht mehr funktionieren und wieso es dennoch wichtig ist, die Google Grenzen mit eigenen kleinen Projekten regelmäßig zu testen!

Ein weiteres t3n Interview gibt es mit Karl Kratz zum Thema wertvolle Inhalte. Er beschreibt die einzelnen Punkte, die es bei der Erstellung wertvoller Inhalte zu beachten gibt und geht auf verschiedene Trigger ein, die für einen Online Inhalt relevant sind. Wichtigstes Learning: Inhalte monitoren und regelmäßig anpassen . Sind sie obsolet, können und sollten sie in manchen Fällen auch einfach gelöscht werden.

Auch das t3-Interview von Marcus Tandler darf an dieser Stelle nicht fehlen. Wichtigster Punkt: Die beste Content Kampagne der Welt war, ist und bleibt die Bibel! 😉

Funktionieren Doorway Pages noch?

Stephan Czysch hat den Test gemacht und stieß auch im Jahre 2014 in der Google-Websuche noch über die ein oder andere klassische Doorway Page.

Wie finde ich die richtigen Keywords?

Im Blog von Portent erklärt George Freitag , weshalb Webseitenbetreiber die Google Webmaster Tools mehr nutzen sollten:

  • einfach zu installieren
  • seit Anfang des Jahres gibt es detailliertere Daten

Warum man die Daten trotzdem nicht für SEO Reports nehmen sollte: Sie sind immer noch zu ungenau und es wäre komplizierter dem Kunden zu erklären, woher die Daten kommen. Aber: Um Keyword-Ideen zu sammeln und Potenziale weiter zu entwickeln, lohnt sich der regelmäßige Blick auf jeden Fall.

Wer noch weitere Keyword-Ideen sucht, kann die Keyword Datenbank von rankingCHECK nutzen, die im März aktualisiert wurde.

Martin Mißfeldt nutzt übrigens die Google Suggest-Ergebnisse für seine Recherche. Die Vorschläge sammelt er alle in einer Exceltabelle, jagt diese dann auch noch einmal durch und hält die neuen Vorschläge ebenfalls fest.

Wie stelle ich einen Reconsideration Request?

Was genau ein Reconsideration Request bringt, für welche Penalties dieser in Frage kommt sowie welche einzelnen Schritte bedacht werden sollten, wird in gewohnt anschaulicher Weise im Onpage.org-Blog beschrieben.

Ein wichtiger Hinweis zum Reconsideration Request twitterte Matt Cutts Ende März: Das alte Disavow File sollte nicht gelöscht werden, wenn ein Neues hochgeladen wird.

Dass man trotz langjähriger Whitehat-Taktiken von einer manuellen Maßnahme durch Google betroffen sein kann, zeigt die Abstrafung von Portent.com. Sie wissen nicht so richtig woran es liegt, haben aber zwei Vermutungen:

  • Das Redesign der Seite könnte eine Ursache sein.
  • Ein Kundenprojekt, welches Sie betreut haben, wurde gehakt und nun verweisen 52.000 spamige Links auf die Seite
  • Darüber hinaus werden Sie wohl auch mit der Website myblogguest.com in Verbindung gebracht.

Content Marketing: Studien, Ideen uvm.

Wird sich Content Marketing durchsetzen oder bringt der Content Shock ein schnelles Ende? Darauf können wir keine Antwort geben, ein aktuelle Studie in den USA belegt zumindest, dass Content Marketing im B2B auch für kleinere Unternehmen mittlerweile zu den absoluten Must Haves im Marketing Mix gehört. Passend dazu gibt es 12 Evergreen Inhalte, mit denen B2B und B2C relevante Links generieren kann, auf Search Engine Watch.

Neun Möglichkeiten, mit dem Corporate Blog Kontakte zu generieren, stellt Neil Patel von Quicksprout vor. Wir finden einige Punkte, die er auf seinem Blog auch gleich umsetzt, teilweise sehr penetrant und bezweifeln, dass dies in Deutschland gut ankommen würde. Was meint ihr?

Einen sehr ansprechend gestalteten Artikel zu den 7 Todesünden im Content Marketing veröffentlichte Andreas Graap auf Textbroker. Dort beschreibt er, was Hochmut, Habgier, Völlerei und Co. mit typischen Fehlern im Content Marketing zu tun haben.

Warum Content Marketing nicht SEO auf Autopilot ist, erklärt Franz Keim in einem seiner (mal wieder!) interessanten Beiträge zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich Suchmaschinenoptimierung. So beleuchtet er, wieso Content Marketing nur bedingt das „neue“ Linkbuilding sein kann und SEO immer noch mehr als Content Marketing ist.

Eine interessante Studie über die Strategie von Airbnb im deutschen Markt und im Vergleich zur alteingesessenen Konkurrenz wird im Search Engine Journal präsentiert. Hier sieht man, wie wichtig der Multi Channel Ansatz ist und wie gut user-generated Content in den SERPs funktioniert. Content Marketing at its best zeigt Airbnb dann gleich mit seinem „Economic Impact“-Projekt – interessante Daten, schön verpackt!

SEO und PR

Offpage Optimierung mit Content und Co. ist mittlerweile auch ein wenig PR-Arbeit. Eine sehr schöne Übersicht, was man sich im SEO aus der gängigen PR Praxis abschauen kann, gibt es bei Moz.com. Auch die Jungs und Mädels von Aufgesang beschäftigen sich mit dem effektiven Content-Seeding durch Online-PR.

Wie nah SEO immer weiter an den Bereich Online-PR rutscht zeigt ein Beitrag zu SEO Techniken, die zu mehr Traffic führen, auf Search Engine Watch.

März ist Campixx-Zeit!

Die SEO Campixx war auch dieses Jahr wieder ein Fest! Unseren umfangreichen Recap gibt es hier , weitere Beiträge und Slides anderer Referenten und Teilnehmner werden im Blog zur Campixx vorgestellt.

Was sonst noch war

  • Nach seinem Inbound Guide veröffentlichte Andreas Graap im März nun einen weiteren Ratgeber zur Conversion Optimierung.
  • Wie Google Trafficströme messen und damit Links bewerten kann, erklärt Julian Dziki.
  • Obacht: Für Websites, die sehr lange Spam Taktiken verfolgt haben, ist es so gut wie unmöglich wieder aus einer Abstrafung herauszukommen. Der Rat auf Search Engine Watch: Im schlimmsten Fall mit einer neuen Seite von vorn beginnen.
  • Google straft efamous ab.
  • Matt Cutts erklärt, wie man mit Produktseiten umgeht, wenn die Produkte nicht mehr verfügbar sind.
  • Wie man sich gegen Googles Verticals durchsetzen kann, erklärt Econsultancy.
  • Wie Mobiles SEO auch für „nicht-mobile“ oder lokale Unternehmen effektiv eingesetzt werden kann, erklärt Rand Fishkin in seinem Whiteboard Friday.
  • Google Alerts lassen sich nun noch besser filtern, zum Beispiel nach Regionen: Also könnt ihr deutschsprachige Website in Amerika auswählen und bekommt spezielle Ergebnisse.
  • Gero Wenderholm schreibt über Mobile SEO und deren Bedeutung auf App-Optimierung.de.
  • Eine schöne Serie zu häufigen Fehlern bei der Datensammlung im Bereich SEO gibt es von Lunametrics.
  • Matt Cutts spricht im WebmasterHelp-Channel über ccTLDs und den Einsatz von hreflang.
  • Hier gibt es Hilfe bei der Forensuche mit dem TBM-Parameter.
  • Onpage.org gibt konkrete Tipps zur Verbesserung der Website Performance.



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Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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  1. Vielen Dank für das aufräumen mit einigen SEO-Mythen … konnte so nun auch endlich mal meinen Chef davon überzeugen, dass das Internet nicht nur „Böse“ ist sondern er auch Ihm Nutzen bringen kann 😉