SEO Campixx 2015 – Der Nicht-SEO-Rückblick

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Jeder schreibt seine 3 Highlights von der SEO Campixx auf! Bei gleich 4 diesjährigen Projecter-Teilnehmern haben wir da im Nu ein schönes Recap. Soweit der Plan, aber als ich dann nach einigem Schreiben die Zahl meiner Wörter rüberreichte, wurde ich aus dem Gemeinschafts-Recap exmatrikuliert und bekam meinen eigenen Blogbeitrag. Deswegen nun an dieser Stelle: Mein ganz persönlicher Rückblick aufs Wochenende!

Session spontan ohne Speaker können spitze sein

Da ich ja eigentlich kein SEO bin, mich aber trotzdem nun schon zum vierten Mal bei der Campixx eingeschlichen habe, fallen meine drei Highlights ein wenig anders aus als die der Kollegen, da ich mir eher die Sessions mit Metathemen suchte und auf die Teile zwischen und nach den Sessions gespannt war ;). Das hängt aber auch damit zusammen, dass eine der besten Sessions, die ich besucht habe, stark bedroht war, weil der Referent nicht aufgetaucht ist. Wo sonst als bei der Campixx überlegen sich die Anwesenden spontan, dass man sich ja auch so über Trello austauschen könnte und es findet sich auch gleich noch jemand, der die Leitung übernimmt? Timon Hartung zögerte nicht lange und moderierte mit tatkräftiger Unterstützung durch Sepita Ansari die Session. Dann ging es sehr lebhaft um die Einsatzmöglichkeit von Trello in der Agentur und die Integration mit anderen Tools. Und dann noch um ganz viele andere Tools. Und die Prozesse dahinter. Und es stellte sich heraus, dass irgendwie alle die gleichen Fragen vor sich haben, zum Beispiel: Wie zum Geier integriere ich all diese Tools, ohne dass die beteiligten Nutzer die Nerven oder den Verstand verlieren? Oder wie kann ich meinen Akquiseprozess abbilden, ohne ein halbes Vermögen für SAP oder Salesforce ausgeben zu müssen? Für mich waren ein paar interessante Denkanstöße dabei, ein paar Bestätigungen, nicht auf dem Holzweg zu sein und ein sehr guter Erfahrungsaustausch. Die Session von Sebastian Erlhofer zum Thema „Prozessmanagement für SEO-Agenturen“ ging in eine sehr ähnliche Richtung und die Diskussion wurde aufgrund einer auffällig hohen Übereinstimmung der Teilnehmer dort gleich fortgesetzt. Das hat sehr viel Spaß gemacht und kann in dieser Form offenbar auch einfach nur auf der Campixx stattfinden. Lasst uns doch beim nächsten Mal gleich einen halben Tag „Prozessoptimierungs-Selbsthilfegruppe für Agentur-Geschäftsführer“ einplanen!

Malte Landwehr stellt 45 Tools in 45 Minuten vor

Malte Landwehr stellt 45 Tools in 45 Minuten vor

Offener Austausch über Agenturarbeit und parallel twitternde Speaker

Mein Highlight 2 ist die Tatsache, dass fast jede der von mir besuchten Sessions richtig gut und lehrreich war. Die Trefferquote lag ziemlich exakt bei 80% und das ist im Vergleich zu anderen Konferenz der absolute Traum! Richtig cool fand ich:
45 Tools in 45 Minuten von Malte Landwehr: Da waren ein paar sehr nette Sachen dabei, die ich erstmal alle durchtesten muss. Außerdem (für mich) erfreulich eher multidisziplinär, so dass ich auch gute Anregungen für Social Media mitgenommen haben. Kudos für diese Sammlung! (Und die parallel rausgehenden Tweets – halte ich immer noch für eine großartige Idee!)
Was machst du 2020? SEO wird aussterben von Julian Dziki: Da kann ich eigentlich nur sagen: Hell yeah, recht hat er! Hoffentlich haben alle gut aufgepasst, ich hab mir jedenfalls ein paar Notizen gemacht und ansonsten Spaß an der sehr gut gemachten Präsentation gehabt.
Quo Vadis, SEO? Quo Vadis, SEO-Agentur von Stefan Fischerländer: Das war ein gnadenlos offener und ehrlicher Vortrag über die Versäumnisse der SEO-Branche, der gut mit meinem leichten Unbehagen angesichts der immer noch dominanten Zahl von Sessions rund ums Linkbuilding korrespondierte. Im Anschluss gab’s eine sehr intensive Diskussion, die auch sehr spannend und außerdem total intern war – deswegen keine Learnings an dieser Stelle ;).

Campixx – Eine der sozialsten Konferenzen

Und das Highlight 3? Hatte gar nichts mit den Sessions zu tun, sondern mit dem Drumherum. Campixx fühlt sich an wie Klassentreffen und das ist 100% positiv gemeint! Ich habe an dem Wochenende genau eine Visitenkarte verteilt, ansonsten war das dank der Namen auf den T-Shirts wirklich nicht nötig. Also ich fände aufgedruckte Namen ja bei allen Konferenzen sehr sehr hilfreich ;). Als ich zwischendurch mal ein Stündchen an einem hochgeheimen Whitepaper arbeiten musste, das mir die Kollegen als Hausaufgabe mitgegeben hatten, wurde ich gleich dreimal in 10 Minuten von verschiedenen Personen ermahnt, doch gefälligst das Arbeiten sein zu lassen, man wäre schließlich hier, um was zu lernen und mit anderen Menschen zu sprechen. Richtig so!! Ich habe tolle, konstruktive, lehrreiche, kontroverse, unterhaltsame, bereichernde und manchmal einfach auch nur amüsante Gespräche geführt: Mit Bekannten, mit Freunden, mit neuen Bekannten und vor allem auch mit vielen Menschen, die ich vorher nur digital kannte und jetzt auch wirklich in echt. Was mir in dieser Häufung und Intensität auch nur auf der Campixx gelingt. Ja, und dann gibt es noch die liebenswert verrückten Beteiligten, die dafür sorgen, dass man auch einen langen Lauf um den Müggelsee Samstagmorgen um 5 Uhr nicht alleine, sondern zu dritt absolviert, um dann frisch gefrühstückt und gut gelaunt auf der Konferenz aufzutauchen.

Und die Moral von der Geschichte?

  • Marco und sein Team haben mal wieder einen bombastischen Job gemacht: DANKE dafür!
  • Die Campixx steht im Jahres-Pflichtprogrammkalender. Rot unterstrichen!
  • Marco, ich hätte gerne nächstes Jahr ganz viele Tickets, damit ich ganz viele Kollegen mitbringen kann :)))
  • Ich hab schon mindestens 3 Ideen für Sessions nächstes Jahr und schreib mir die jetzt ganz schnell auf, damit ich mich Anfang 2016 noch daran erinnern kann.
  • Schlaf ist total überbewertet, wenn man sich auch gut unterhalten kann.
  • Ich habe sehr viel gelernt und noch viel mehr Ideen gehabt. Was alles andere als selbstverständlich beim Besuch von Fachkonferenzen ist 😉
  • Am Müggelsee gibt es Berge, ein echtes Moor und Wildschweine.
  • Wir sehen uns hoffentlich alle im März 2016!
Katja ist Geschäftsführerin und gründete 2008 zusammen mit Patrick Hundt die Agentur Projecter. Wenn sie gerade nicht im Büro anzutreffen ist, geht sie klettern, bergsteigen, skifahren, snowboarden, tauchen oder windsurfen. Katja freut sich auf Kommentare & Feedback!

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