SEO Jahresrück- und Ausblick 2013/14 – Der virtuelle Projecter Stammtisch

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SEO Stammtisch

Dieses Jahr kommt das gesamte Projecter SEO-Team zu Wort und traf sich im Skype zu einem „virtuellen“ SEO-Stammtisch. Lest im Folgenden, was für Stefan, Valeska, Bea, Daniel, Luisa und Fabian die spannendsten, interessantesten und überraschendsten Entwicklungen im letzten Jahr waren. Und was sie sich von 2014 erhoffen und für 2014 wünschen!

Content Marketing – „Plötzlich arbeiten SEOs nicht mehr GEGEN, sondern MIT Google“

Franzi: Willkommen beim SEO Stammtisch 🙂 Starten wir gleich mit der ersten Frage: Was war für euch die überraschendste Entwicklung in diesem Jahr?

Bea: Das jetzt alle Linkbuilder mit dem Thema Content Marketing kämpfen. Ich bin nicht überrascht, dass Content-Marketing der neue Trend war, sondern dass sich die Branche damit sehr schwer tut.

Franzi: Ich stimme Bea zu, die „offizielle“ Entwicklung vom klassischen Linkaufbau zum Content Marketing ging schneller als gedacht, wobei hinter verschlossenen Agenturtüren sicherlich der Prozess noch nicht überall vorangetrieben wurde…;)

Stefan: Ich finde nicht unbedingt, dass es soo überraschend war, aber plötzlich arbeiten SEOs offiziell nicht mehr GEGEN Google, sondern MIT Google. Seit diesem Jahr wird fast nur noch guter Content geschaffen und (fast) nicht mehr manipuliert. 😉

Franzi: @Stefan: Es wird zumindest nicht mehr so öffentlich manipuliert 🙂

Stefan: @Franzi: Ja, deshalb „offiziell“ ;). Aber Google hat nun SEOs fast so gebogen, wie es sich sie wünscht. Nämlich, dass sie sich bewusst sind, dass nur gute Inhalte gut ranken. Letztendlich sind wir meines Erachtens auf einer Zwischenstufe. Ich habe keine Ahnung, ob wir die wirklich irgendwann verlassen werden können, aber man könnte es nun in gewissem Maße als „Spam mit gutem Content“ bezeichnen. Da plötzlich jeder gute Inhalte liefert. Letztendlich gibt es viele SEOs, viele Shops, die SEO betreiben und der eine ist mehr vom Manipulationsgedanken weggekommen, der andere weniger…

Daniel: Stimmt, gut zusammengefasst: „Spam mit gutem Content“

Luisa: Ich denke, dass in diesem Jahr eher die Anzeichen aus den letzten Jahren fortgesetzt wurden und von Google konsequenter durchgeführt werden. Eine riesige Überraschung gab es eigentlich nicht.

Not-Provided – „Klar steht der Nutzer mehr im Fokus. Vordergründig gehen aber Daten verloren, Daten darüber, was der Nutzer eigentlich möchte.“

Daniel: Ich bin von der schnellen (Not Provided) Situation überrascht. Es hat sich zwar schon angekündigt, ging dann aber doch alles sehr schnell.

Valeska: Eindeutig der Not-Provided-„Fluch“. Damit wird die Auswertung nun erschwert.

Fabian: Da ich erst im April diesen Jahres „eingestiegen“ bin, möchte ich etwas nennen, dass ich für diesem Zeitraum abschätzen kann und auch ich habe da insbesondere die kontinuierliche (Not Provided) Zunahme mitbekommen

Daniel: Ich bin auch der Meinung, dass (Not Provided) ein Fluch ist. Klar sprechen alle davon, mit 100% (Not Provided) steht der Nutzer mehr im Fokus. Vordergründig gehen aber Daten verloren, Daten darüber, was der Nutzer eigentlich möchte und sucht. Damit verliert man doch ein Stück Nutzerverhalten aus den Augen. Mit Zielseitenauswertungen u.ä. kann ich da nur schätzen. Die tatsächliche Optimierung kann dann nicht mehr auf konkrete Suchanfragen (=Nutzerbedürfnisse) stattfinden, sondern auf einer Meta-Ebene. Das ist nicht schlecht und sicherlich eine Offenbarung für die zukünftige Arbeit im SEO. Aber gerade im E-Commerce gehen dadurch viele interessante Informationen „flöten“.

Valeska: Da stimme ich dir zu, denn alle bekannten Workarounds können nicht 100% überzeugen.

Franzi: Ich sehe (Not Provided) weniger als Fluch, da es meiner Meinung nach sehr wichtig ist nach „Themen“ und nicht nach „Keywords“ zu optimieren – die neuen Entwicklungen zwingen SEOs also dazu, endlich nach Nutzerthemen und nicht nach Keywordwolken zu optimieren. Damit geht quasi ein Stück weit die Datenblindheit verloren und man wird gezwungen sich mehr mir dem Nutzer zu beschäftigen, um dann über andere Wege herauszufinden, was er will.

Daniel: Das stimmt, das meine ich auch mit Offenbarung. Schöner wäre gewesen, wenn die Branche diesen Weg eingeschlagen hätte, ohne von Google gezwungen worden zu sein.

Bea: @Daniel: Ich kann mir vorstellen, dass Google eCommerce Unternehmen so auch mehr in Richtung Anzeigen lenken will. Denn hier bekommt man die Daten ja noch. Und wie Franzi sagt, die Seite selbst optimiert man so doch eher auf Nutzererlebnis.

Luisa: Das sehe ich wie Franzi. Ich merke, dass ich bei Kunden, die sehr gut aufbereitete Zielseiten mit gutem, konkreten Content haben, die Keywordzahlen gar nicht wirklich vermisse. Ich weiß trotzdem immer welche Themen gerade gut ranken und Traffic bringen.

Valeska: Die (Not Provided) Situation zwingt wohl alle SEOs zum Handeln und bringt auch Tool Anbieter auf neue Ideen. Das Tool SimilarWeb zum Beispiel bietet den Nutzern alle benötigten Informationen – ist aber leider nicht für alle erschwinglich.

Bea: Da hat Valli auch recht: Die Toolanbieter müssen hier reagieren.

Stefan: Ich persönlich sehe in dem (Not Provided) Thema auch kein Problem. Die Szene hat sich in kurzer Zeit so schnell kippen lassen und macht nur noch tolle Inhalte, da sollte auch der Keywordfokus wegfallen. Davon abgesehen kann Google in Zukunft wahrscheinlich gar nicht mehr diese Daten liefern, da die Intention von Nutzern nicht mehr in einem Wort, sondern in einer „Phrasenwolke“ zusammengefasst wird ==> semantische Zusammenhänge.  Den SEO wird es in Zukunft nicht interessieren, ob er auf „wo ist ein Schuhladen in Leipzig“ oder „Schuhladen in Leipzig“ optimiert. Die Intention ist die gleiche und in Zukunft werden sich die Keywords zu Gruppen zusammenfügen, so dass man kein konkretes Keyword-Suchvolumen mehr angeben kann, da ein solches Volumen auch gar nicht mehr interessant ist…puh.

Daniel: Ich sehe das ebenfalls als große Bereicherung, dass auf Themen und Nutzerinteressen optimiert wird. Allerdings ist das für mich nur die erste Ebene. Im Fein-Tuning fehlen dann die konkreten Suchanfragen, zur Optimierung von Seiten und Themen im Interesse des Nutzers. Und das kann natürlich dann auch auf semantischen Suchphrasen passieren.

Luisa: Dazu finde ich das Zitat sehr gut „Ein Grundkonzept ist, dass Google Webseiten weder in Kategorien ordnet, noch anhand von (einzelnen) Keywords indexiert, sondern sie möchte die Seiten als Entität verstehen, in meinem letzten Artikel habe ich das als Wesen mit Agenda bezeichnet. Google möchte die Hintergedanken einer Seite verstehen und ich vermute, dass sich das auf Domainebene abspielt. Das heißt, dass es nicht mehr (nur) darum geht, einzelne URLs zu besonders rentablen Keywords in den Index zu bringen, sondern dass sie eine Seite in ihrer Ganzheit betrachten möchte.“

Franzi: SEO ist generell manchmal ein, im Vergleich zu anderen Online Marketing Kanälen, sehr schwammiges, schwer vorhersehbares Thema, in diesem Fall fällt natürlich eine weitere Optimierungsmöglichkeit, die auf „harten“ Zahlen beruht, weg, das stimmt.

Stefan: Vielleicht ist Google mit diesem „Tool“(Google Top Charts) schon fast in einer Vorstufe zu einem neuen Keyword Tool… Denn darin wird aufgeschlüsselt, welche Themen (und nicht Keywords) interessant sind. Wenn Google diese Daten noch aufschlüsselt, dann könnte man ganz schnell als SEO vor einer ziemlich interessanten Datenbasis stehen. 😉

Was ist ein guter SEO? – „Die Branche bestand aus vielen Technikern, der mit dem coolsten Trick war ganz oben. Jetzt ist es der, der sich in seine Zielgruppe besser reindenkt“

Bea: Ich finde sowohl (Not Provided) als auch die Content-Sache bringt SEOs in eine vollkommen neue Rolle. Die SEO-Branche bestand aus vielen Technikern, der mit dem coolsten Trick war ganz oben. Jetzt ist der, der sich in seine Zielgruppe reindenkt besser dran. Ich finde das aber tatsächlich gut, da eine Seite durch Nutzererlebnis Erfolg haben sollte. Aber es ist natürlich schwer, sich ohne Anhaltspunkte in seine Zielgruppe reinzudenken. Man kann mit „Phrasenwolken“ auch nur schwer die Konkurrenz beurteilen…

Franzi: @Bea: Ich würde fast sagen, dass nun neben Technikern auch die, die sich in die Zielgruppe reindenken, sehr guten Erfolg haben können. Es gibt aber noch zu viele Fälle, bei denen „graue“ Methoden noch funktionieren, sodass ein kompletter Shift noch nicht erkennbar ist, aber kann ja noch werden 😉

Bea: Ja, das stimmt.

Valeska: Der richtig gute SEO kann beide Seiten verbinden: Technik, Verständnis und guten Content.

Franzi: @Valeska: Da stellt sich die Fragen ob ein „guter“ SEO entweder Generalist ODER Spezialist sein muss. Ich denke es geht beides. Es wird in Zukunft weiterhin die Spezialisten geben, die allein durch technisches SEO maximale Erfolge erzielen; die das A und O der Bilder Suche kennen oder die als Vollblut Content Marketer alle Vorzüge von PR und SEO sowie eine Brise Kreativität in sicher vereinen. Und dann wird es noch die Generalisten geben, die mit ihrem unglaublichen „Online Allgemeinwissen“ die SEO Möglichkeiten so gut kennen, um die richtige Leute/Leistungen für die eigene Optimierung heranzuschaffen und das bestmöglichste aus SEO Sicht für ein Unternehmen herausholen.

Bea: Ich geh da mit Franzi, wenn einer alles kann: Top. Aber in großen Teams kann man sich sicher spezialisieren, um das Optimum rauszuholen.

Luisa: Das denke ich auch. Ich persönlich finde die Überschneidungen von PR, Marketing und SEO bislang zu wenig beachtet. Zuvor recht technisch orientiere SEOs fangen jetzt an Content zu erstellen und zu seeden. Hier ist die Frage, ob man den Part der Content Findung/ Erstellung nicht lieber an Experten aus dem Bereich PR auslagern sollte.

Stefan: Na ganz allein mit Technik wird man keine maximalen Erfolge mehr erzielen, aber da es genug Spezialisten gibt, kann man im Zweifelsfall auslagern und dann halbwegs vernünftigen Inhalt durch Technik noch vor richtig guten Inhalt mit weniger guter Technik bringen. 😉

Daniel: Das stimmt. Damit etabliert sich SEO auch immer mehr als übergreifender Bereich: Sie liefern Input zur Nachfrage aus Suchmaschinen an Bereiche wie PR & Grafik, unterstützen die Aufbereitung, koordinieren Online Marketing Aktivitäten und Kooperationen, stehen in Verbindung zur Technik & Programmierung und holen so das Optimum zur Positionierung der Seite bei relevanten Suchanfragen heraus. SEOs sind damit eigentlich Projektmanager.

Valeska: Das zeigt aber auch wieder, dass alle Bereich gut miteinander verwoben sein sollten, um von Synergien zur profitieren. Leider ist das weder in Agenturen noch inhouse oft der Fall. Hier besteht also noch viel Optimierungsbedarf.

Luisa: Ich denke hier kommt es darauf an, ob man inhouse SEO macht oder SEO als Agentur für Kunden macht. Inhouse SEOs haben hier häufig mehr Ressourcen, auf die sie zurückgreifen können, auch für die Content Erstellung. SEO Agenturen müssen schauen, ob sie das überhaupt leisten können, selbst Content Ideen zu sammeln und Inhalte zu erstellen oder lieber ausschließlich beratend am Linkaufbau teilnehmen.

Valeska: Auch hier wird wieder das Henne-und-Ei-Problem deutlich. Wie kann man effektiv sein, wenn man nicht alles verwaltet und sollte ein SEO das überhaupt alles leisten bzw. kann er dies überhaupt?

Luisa: Ich denke, dass kann er nicht leisten. Es sei denn, er ist dieser angesprochene Vollprofi in SEO, PR, Marketing, Kreativarbeit und Texterstellung.

Valeska: In puncto Projekt Management kann er sicher etwas leisten, hier müssen dann aber die entsprechenden Kompetenzen vorhanden sein.

Franzi: Ich bin überzeugt, dass mit der Kombination aus SEO Inhouse Manager und dessen Inhouse Möglichkeiten und den Erfahrung und Beratung eine Agentur, eine sehr gute Kombination für größtmögliche SEO Erfolge entsteht. Daniels Punkt des Projektmanagement trifft das Ganze dann ganz gut – ein Agentur-SEO kann wichtige Impulse durch seinen „ungetrübten“ externen Blick geben.

Daniel: Auf jeden Fall. Gleichzeitig ist das auch die größter Herausforderung,  ein spezialisierter Generalist zu sein.

Franzi: Andererseits ist es immer wichtig, dass zur Umsetzung dieser Impulse dann auch jemand inhouse da ist, der mit seiner Leidenschaft für das Produkt, diese Impulse in produkt- und zielgruppenrelevante Ideen umsetzen kann.

„Spam mit gutem Content“ – aber nur als Teil des Markenaufbaus, der muss im Mittelpunkt stehen

Switchen wir nun noch einmal zu Stefans Punkt: „Google hat nun SEOs fast so gebogen, wie es sich sie wünscht. Nämlich, dass sie sich bewusst sind, dass nur gute Inhalte gut ranken. Letztendlich sind wir meines Erachtens auf einer Zwischenstufe. Ich habe keine Ahnung, ob wir die wirklich irgendwann verlassen werden können, aber man könnte es nun in gewissem Maße als „Spam mit gutem Content“ bezeichnen. Da plötzlich jeder gute Inhalte liefert. Letztendlich gibt es viele SEOs, viele Shops, die SEO betreiben und der eine ist mehr vom Manipulationsgedanken weggekommen, der andere weniger…“

Bea: Ja, diese Zwischenstufe sehe ich auch, weil man versucht gute Inhalte allgemein zu definieren. Das geht aber nicht, die Qualität definiert sich anhand der Zielgruppe. Wenn der Punkt erreicht ist, fällt, denke ich, auch der Spam weg.

Daniel: Ich finde immer noch den Begriff „Spam mit gutem Content“ so treffend: Jeder haut gerade guten Content raus, alles wird probiert: Daten, Grafiken, Statistiken, Insights, Videos, Aktionen…alles wird veröffentlicht, alles ist (mehr oder weniger) hochwertig. Das kann ja nicht das Ziel sein. Und dann bekommt jeder relevante Webseitenbetreiber noch eine Seeding-Mail dazu.

Valeska: Hier stellt sich natürlich auch die Frage, was in den Massen an Content wirklich wertvoll ist, wenn doch ALLE nur noch wertvollen Content erstellen. Und die wichtigere Frage: Was sagt Google dazu?

Franzi: Ich befürchte hier ist das Problem, dass Google eben doch noch nicht so gut ist im Erkennen von gutem Conten. Sodass eben nicht der eine gute Inhalt eine Seite nach vorn bringt, sondern erst mit Masse gegen Konkurrenten mit großen Marketingbudgets oder des seit Jahren aufgebauten Backlinkprofils angekommen werden kann. Das ist schade, hier würde ich mir für die Zukunft doch etwas Fine-Tuning von Google wünschen, sodass ein Marke nicht nur als Marke definiert wird, weil sie überall mit verschiedenen Inhalten unterwegs ist, sondern, weil sie gezielt hier und da gute Inhalte, wenn es passt, erstellt.

Valeska: Genau, Links sind eben immer noch die Top-Währung in Sachen Ranking, auch wenn eine andere Entwicklung bzw. andere Signale wünschenswert wären.

Daniel: Wobei Google damit nur die natürliche Offline-Wahrnehmung widerspiegelt: Wenn etwas überall genannt wird, dann muss es ja auch relevant sein.

Franzi: Guter Punkt – Schach matt 😉 Da liegt es also eher am Nutzer, sich nicht von der Marke mit dem höchsten Werbebudget blenden zu lassen.

Bea: Markenbildung muss also im Mittelpunkt stehen?

Luisa: Ja, ich finde die Marke extrem wichtig.

Daniel: Meiner Meinung nach ja: Denn das ist Marketing – sich zielgruppenrelevant zu positionieren, Content und Aktionen zu gestalten und das mit dem Ziel Markenaufbau. SEO ist davon nur ein Teilaspekt und das sogenannte „Content Marketing“ nur die natürliche Konsequenz.

Valeska: Gut argumentiert und die Entwicklung treffend auf den Punkt gebracht, Daniel!

SEO Stammtisch

Stefan: Noch kurz zum Thema „Google erkennt noch keine guten Inhalte“: Google wird hier lernen und vor allem den Nutzer an der Bewertung von Inhalten teilnehmen lassen. Nichts ist für Google aussagekräftiger, als 1.000 Nutzer, die ewig lange auf einer Seite verweilen. Das kombiniert mit dem Wissen, mit welcher Intention der Nutzer auf die Seite kam, ist ein ziemlich aussagekräftiges Rankingkriterium. Um dieses Wissen zu erlangen, muss aber Google rumprobieren, nach verschiedenen Algorithmen und Bewertungskriterien Inhalte testen. Wenn sich dann rauskristallisiert, auf welcher Seite die Nutzer verweilen, dann ist eigentlich schon relativ klar, welcher der beste Inhalt/die beste Lösung für das Problem ist.

Daniel: Und um das rauszufinden gibt es ja viele Möglichkeiten, neben Analytics usw. Siehe auch der Website Boosting von Dominik Wojcik „Sag mir, wo Du klickst!“.

Bea: @Valeska: Definitiv, die Frage ist, ob Google erkennt, wenn sich eine Marke in einer Nische platziert. Ich würde mir wünschen, dass Google dafür nicht nur Links als Qualitätskriterium sieht, sondern noch stärker auch Traffic, Klickraten, Verweildauer, Interaktion etc. geht. Das tut es ja auch schon. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das noch stärker kommt.

Franzi: Daran möchte ich anknüpfen: Eine aktuelle Studie von Aufgesang sagt, SEO bleibt der wichtigste Traffickanal für Online-Shops. Ist das wirklich so, wenn man wie besprochen doch vor allem durch Markenbildung langfristig, kontinuierlichen Traffic erzeugen kann?

Luisa: Ja. Auch mit starker Marke ist Google ein wichtiger Teil der Trafficquellen. Der Vorteil ist, dass es dann nicht, wie bei vielen anderen Shop, die einzige Quelle ist.

Bea: Die Aussage ist ja sehr relativ, wenn ich meinen Markennamen mit bestimmten Begriffen belege, erhöht sich klar mein SEO Traffic. Jeder verbindet Zalando mit Schuhen. Suche ich Schuhe, klicke ich auf gar nichts anderes, auch wenn Zalando nicht auf Platz eins wäre. Ich denke es ist eine Kombi. Natürlich muss ich meine Seite so optimieren, um gute Rankings zu erzielen. Aber gleichzeitig muss ich auch meine Zielgruppe darauf konditionieren.

„Durch den Algorithmus kommt man in die Empfehlungsliste und muss sich dann durch das Nutzerverhalten profilieren. Abgefahren….“

Stefan: Nochmal zu meinem letzten Beitrag (sorry): Letztendlich ist dann damit DER Google Algorithmus nur die Vorstufe eines Rankings. Durch den Algorithmus kommt man in die Empfehlungsliste und muss sich dann durch das Nutzerverhalten profilieren. Abgefahren….:D

Daniel: Interessante Idee, Stefan. Aber auch Nutzerverhalten ist manipulierbar, deswegen kann es eigentlich nur ein Teil von vielen Faktoren sein. Das würde wieder gegen deine These sprechen.

Bea: Wie meinst du das?

Daniel: Wenn der Algorithmus nur ein Vor-Filter ist und dann das Nutzerverhalten so im Vordergrund stehen würde, wie Stefan das prognostiziert, dann hat man damit einen sehr starken Faktor geschaffen. Dieser ist aber auch manipulierbar.

Valeska: Wenn alles manipulierbar ist, hätten wir es einfacher. Deswegen glaube ich nicht so wirklich an diese These. Ein wenig Manipulierbarkeit braucht es aber wahrscheinlich, weil wir sonst als SEOs keine Jobs mehr hätten. 🙂

Daniel: Damit würde aus Google-Sicht wahrscheinlich nicht mehr das beste Ergebnis im Vordergrund stehen.

Stefan: Ja, gerade für ganz spezielle Themenbereiche wäre es leicht manipulierbar. Da muss dann ein weiterer Algorithmus das Nutzerverhalten auf Natürlichkeit bewerten… 😉

Daniel: 😀

Franzi: SEO soll aber idealerweise nicht manipulieren, sondern eine Website in der Suchmaschine sichtbar machen.

Daniel: Stimmt.

Franzi: Da gibt es viele Möglichkeiten, die Google auch gern sieht und sich von SEOs wünscht.

Valeska:  Wir manipulieren nicht, wir optimieren!

Bea: Ich halt trotzdem an Stefans Theorie fest. Wenn das beste Nutzererlebnis im Vordergrund stehen soll, dann muss das Nutzerverhalten mit einbezogen werden.

Inbound-Marketing – „Wenn man Prozesse schaffen will, macht es auch jetzt schon Sinn zu schauen, wer für welche Aufgaben zukünftig zuständig sein soll. Und dabei helfen Definitionen.“

Franzi: Nachdem wir bereits über die aktuellen Entwicklungen im Content Marketing besprochen haben, möchte ich auch noch einmal die Diskussion um die „Bezeichnung“ der aktuellen Entwicklungen ansprechen: Inbound und Content Markteing wurden meist synonym genutzt, im Verlaufe des Jahres hat sich der Begriff Content Marketing immer häufiger vom Begriff des Inbound Marketing abgegrenzt (siehe Beitrag von ranking-check.de, sem-deutschland.de und moz.com). Dabei möchte ich nun weniger diskutieren, was zu welchem Bereich gehört, sondern eher einmal die Frage beleuchten, ob es jetzt schon Sinn macht, solche Definitionen zu besprechen? Ich selbst bin der Meinung, dass es dafür derzeit noch zu früh ist und man erst einmal sehen muss, in welche Richtungen sich das Leistungsprofil der SEOs entwickelt

Luisa: Ich finde schon, dass es Sinn macht. Wenn man Prozesse schaffen will, macht es auch jetzt schon Sinn zu schauen, wer für welche Aufgaben zukünftig zuständig sein soll. Und dabei helfen Definitionen. Aber nur dann, wenn man sie auch in die Praxis transferiert.

Franzi: Ziel sollte es sein, die verschiedenen alten und neuen Leistungskomponenten zu prüfen, daraus Prozesse abzuleiten und erst dann zu beginnen, sich über Definitionen der neuen Bereiche Gedanken zu machen.

Bea: Meiner Meinung nach macht es nur Sinn, dass mit der Definition auch eine Definition der Aufgaben kommt. Und das kam ja eigentlich noch nicht.

Daniel: Genau – Letztendlich hängt das auch immer individuell vom Kundenportfolio der Agentur oder der Aufgabendefinition des Inhouse-SEOs ab, welcher Begriffe Sinn macht.

Bea: Die Diskussion an sich ist aber wahrscheinlich nötig, um den Prozess der Neuorientierung anzustoßen.

Franzi: Quasi erst die Praxis, dann die Theorie – da man sich ansonsten theoretisch ggf. schon so weit einschränkt, dass man bestimmte Aufgaben/Ideen erst gar nicht testet.

Daniel: Sozusagen. Man muss ja erst probieren, was funktioniert und kann das dann erst in ein Leistungs- und Begriffsschema „pressen“.

Luisa: das finde ich nicht unbedingt. Ich finde nur, dass es die Aufgaben besser in Beziehung zueinander stellt und die Bedeutung von reinem SEO besser definiert. Der Prozess des Inbound Marketings ist ja nicht neu. Hier wurde nur eingeordnet, welche Kanäle an welcher Stelle mitwirken.

Franzi: Genau, das wäre mein Ansatzpunkt, aber natürlich hat Luisa auch recht, dass ein gewisses Maß an Definition helfen kann, überhaupt die vielfältigen Möglichkeiten schon vorab etwas einzugrenzen, damit die „Tests“ sozusagen nicht ausarten.

Daniel: Punkt!

Frauenquote und Meinungsführer – „Also zum Frauenanteil in der Szene kann ich nicht viel sagen, da stehen wir aber bei Projecter ja sehr gut da ;)“

Franzi: Wir hatten ja bereits darüber gesprochen, was für uns die überraschendste Entwicklung in diesem Jahr war, aber wie sieht es eigentlich mit der SPANNENDSTEN Entwicklung aus? Gab es Punkte bei denen ihr sagt, das war nicht überraschend, aber auf jeden unheimlich spannend?

Bea: Ich fand am spannendsten, wie wir uns selber in der Agentur in unseren Prozessen verändert haben – als Reaktion auf die großen Veränderungen.

Franzi: Da hast du recht, bezüglich der Arbeitsprozesses eines SEOs hat sich in den letzten Monaten viel verändert, das kann man durchaus als sehr spannende Entwicklung anerkennen.

Stefan: Hier würde ich die Umstellung der Prozesse nennen. Letztendlich hat sich fast die ganze Szene in ihrer Arbeitsweise umorientiert und das hat gerade am Anfang viele, viele Fragzeichen hinterlassen. Am Anfang war da ziemlich viel Unsicherheit, mittlerweile ist der Grundgedanke klar, so dass verschiedene Herangehensweisen und Lösungsansätze getestet werden.

Franzi: @Stefan: Genau, das geht in die Richtung von Bea und meinen Gedanken. Das stimme ich dir vollkommen zu.

Stefan: Letztendlich war es ja auch das, was uns im Team am meisten beschäftigt hat, wovor man sich auch nicht verstecken konnte. 😉

Valeska: Ich persönlich finde die Diskussion um den Frauenanteil in der SEO Szene überraschend. Oder allgemein die Diskussion um bestimmt Personen in der Szene – seien es nun bekannte Speaker oder Neulinge in der Szene. Eines steht fest, leicht hat es niemand, wenn man sich noch keinen Ruf aufgebaut hat.

Daniel: Also zum Frauenanteil in der Szene kann ich nicht viel sagen, da stehen wir aber bei Projecter ja sehr gut da 😉

Franzi: @Valeska: Ehrlich gesagt, finde ich die Diskussion um die „Experten“ und den Frauenanteil in der Branche nicht so zielführend. Alle jetzigen Speaker, die man häufig auf Konferenzen sieht, haben sich ihre Stellung über mehrere Jahre erarbeitet. Klar haben es Neulinge erst einmal schwerer, aber auch sie müssen eben erst mehrere Jahre daran arbeiten, um auch – durch harte Arbeit- so einen Status zu erreichen. Wieso sollten es SEO/OM Newcomer jetzt einfacher haben?

Bea: Aber das ist ja kein SEO Problem, das ist in jeder Branche so. Ich finde diese Diskussion ehrlich gesagt ziemlich bedenklich. Das zeigt, dass sich die Branche manchmal viel zu sehr auf die eigene Profilierung konzentriert.

Franzi: Das ist ein interessanter Blickwinkel

Luisa: Ich finde, Bea hat da vollkommen recht.

Stefan: Stehe voll hinter Bea!

Daniel: Ich auch.

Algorithmusänderungen – „Manchmal überschätzt man dennoch die Maschine noch und stellt immer wieder fest, dass es nur eine Maschine ist.“

Luisa: Auch wenn es das für SEOs nicht einfacher macht: Aber ich finde die grundsätzlichen Fortschritte von Google im Algorithmus sehr spannend. Ich bin neugierig, was da in 2014 kommen wird. Aus Nutzersicht würde ich mir wünschen, dass mehr aktuelle Suchergebnisse gelistet werden. Wenn auf Suchanfragen Forenbeiträge aus 2005 gelistet werden, kann das nicht wirklich sinnvoll sein. Wenn das optimiert wird, könnte das auch eine Chance für den neu aufgebauten sehr guten Content sein.

Franzi: Hier scheint Google wieder „Alter vor Inhalt“ ergehen zu lassen…

Stefan: Man kann nicht pauschal sagen, dass „alte“ Suchergebnisse schlecht sind. Aber es gibt Themenbereiche, die einen gewissen Anspruch an Aktualität haben. Da kann Google noch dran schrauben…

Bea: Das find ich auch spannend, aber auch gar nicht so einfach. Was, wenn der Beitrag von 2005 aber einfach immer noch die beste Problemlösung bietet?

Franzi: Mir ist es bei Recherchearbeiten auch häufig aufgefallen, dass zunächst alte Beiträge gezeigt werden, die aber bei aktuellen Sachen dann „veraltet“ sind und man erst länger nach aktuelleren Beiträgen suchen muss.

Daniel: Dafür kann man ja die Zeit in den Suchoptionen einstellen. 😉 Aber: Google schraubt ständig an sich selbst herum. Manchmal überschätzt man dennoch die Maschine noch und stellt immer wieder fest, dass es nur eine Maschine ist. Aber die Entwicklung ist klar: Das Netz besser verstehen, besser Zusammenhänge im Netz und zwischen Netz und Nutzer herstellen und damit die besten Ergebnisse und Nutzungserlebnisse zu liefern.

Stefan: Letztendlich muss auch hier Google wieder lernen, welche Themen dynamisch sind und welche gleich bleiben. Alles ein riesengroßer Lernprozess. Wenn ich Google programmieren müsste, ich wüsste gar nicht wo ich anfangen soll 😉

Franzi: An dieser Stelle würde ich gern einmal das Kurz-Interview von Jens Fauldrath zum SEO Day einwerfen. Hier sind vor allem die letzten 2 Minuten des Videos interessant. Seine These ist, dass Hummingbird ein PR Gag von Google ist und das man anhand der Ergebnisse von Google Translate sowie bestehenden Patenten sieht, dass Google noch meilenweit davon entfernt ist, semantische Zusammenhänge zu erkennen. Schaut euch das einmal kurz an. Was meint ihr dazu?

Daniel: Das geht so in die Richtung, die ich gemeint hat: Manchmal überschätzt man die Maschine noch und stellt immer wieder fest, dass es nur eine Maschine ist. Google hilft kräftig dabei mit, dass man es überschätzt.

Bea: Naja. Ich denke nicht, dass das nur ein PR Gag war, dass es logisch ist, weg von Keywords hin zum Sinnzusammenhang zu kommen, haben wir ja schon besprochen. Ob sie es schon umsetzen können, ist eine ganz andere Frage.

Luisa: Ich denke auch, dass Hummingbird zeigt, was irgendwann das Ziel von Google ist. Das es noch nicht allumfassend gut läuft, ist denke ich kein Wunder. Aber sie haben es zumindest geschafft, damit die SEO Szene aufzuwirbeln.

Daniel: Und beim Aufwirbeln ist man wieder beim PR-Gag. 🙂

Bea: Ich weiß auch nicht mehr, wie es angekündigt wurde, also für welchen Zeitraum. Die anderen Updates waren plötzlich da, inkl. der Auswirkungen. Vielleicht hat man deswegen auch erwartet, dass es gleich losgeht mit den Auswirkungen von Hummingbird. Was sie auf jeden Fall geschafft haben, ist das Bewusstsein der SEOs für sinnvolle Inhaltszusammenhänge zu schaffen.

Luisa: Aber das Prinzip ist ja jetzt nicht mehr: es gibt ein Update und dann ändert sich alles. Mittlerweile gibt es ständig kleinere Änderungen am Algorithmus als fortlaufender Prozess.

Franzi: Das Argument, dass ein solcher Algo derzeit noch überhaupt nicht skalierbar machbar ist, scheint doch sehr einleuchtend. Hinzukommt, dass die Translate Ergebnisse wirklich sehr schlecht sind.

Luisa: Ich finde das sehr einleuchtend. Aber das Update zeigt trotzdem, wie es in Zukunft in den Augen von Google mal aussehen soll.

Bea: Er sagt, es ist in der Masse noch nicht machbar. Das find ich auch einleuchtend. Aber es heißt ja nicht, dass es nie machbar sein wird oder nicht angekündigt werden kann.

Ausblick 2014 – „Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Das Links kein Rankingkriterium mehr sind“

Franzi: Nachdem wir jetzt zurückgeblickt haben, wollen wir die letzten Minuten nochmal vorausblicken: Was ewartet ihr 2014 im SEO und was würdet ihr euch wünschen?

Luisa: Wenn ich einen Wunsch frei hätte: Das Links kein Rankingkriterium mehr sind 😉

Bea: 😀 Ich erwarte, dass diese ganze Semantik-Sache Aufwind bekommt.

Valeska: Da stimme ich dir 100% zu. Außerdem: Dass die Kunden etwas sensibler dafür werden, dass SEO Zeit benötigt und Rankings nicht das Nonplusultra sind.

Daniel: Ich denke, dass die Personalisierung noch weiter vorangetrieben wird. Unabhängig von Google+ oder sonstigen Profilen werden die SERPs bei einzelnen Personen immer unterschiedlicher bei gleichen Suchanfragen. Damit werden dann auch Ranking Monitoring Tools zu kämpfen haben

Stefan: Sicherlich werden sich funktionierende Prozesse herauskristallisieren, neue Wege auftun und somit wird es wieder das ganze Jahr über Diskussionsbedarf geben. Außerdem erwarte ich viele Infografiken und guten Content 😉

Valeska: @ Daniel: In diesem Zusammenhang spielt auch lokales SEO eine immer stärkere Rolle. Das sollte man also nicht aus den Augen verlieren.

Daniel: Definitiv.

Franzi: Ich erwarte definitiv auch noch eine weitere Professionalisierung der Content Marketing Prozesse.

Stefan: Genau, das wird auch interessant: Wie werden die Toolanbieter auf die personalisierten Suchen reagieren. Ich frage mich jetzt schon manchmal, wie verlässlich die Rankingdaten der Tools noch sind…

Valeska: @ Stefan: Eben, wenn wir auf Daten optimieren, die uns die Tools für Deutschland auswerfen und unsere Zielgruppe am Ende gar nichts sieht, wäre das fatal.

Franzi: Dieses Jahr wurde viele probiert, grundlegende Phasen (Analyse –> Recherche —> Content Erstellung –> Seeding –> Auswertung) wurden bereits vermehrt auf Konferenzen und in Blogs besprochen, nächstes Jahr wird das ganze sicherlich noch durch weiteres Detailwissen rund um Routinen und Prozesse erweitert.

Daniel: …bis zur nächsten großen Veränderung bei Google… 😉

Valeska: Ich glaube, dass 2014 nicht so stark durch Umwälzungen geprägt sein wird wie 2013. Schließlich müssen sich nun alle erst einmal anpassen. Da wird Google sicher nicht mit dem nächsten Hammer um die Ecke kommen.

Franzi: @Daniel: Ziel des Content Marketing sind gute Inhalte und die wird Google mit jeder Algo Änderung weiter lieben 😉

Daniel: @Franzi: Das stimmt auf jeden Fall!

Valeska: Ich denke, das Bewusstsein für SEO wird noch einmal in den Unternehmen zunehmen, auch in puncto Langfristigkeit. Das heißt für uns, hoffentlich noch mehr

mehr Professionalisierung. 🙂

Daniel: Ich hoffe, das man 2014 durch die Professionalisierung noch mehr Synergien zwischen den verschiedenen Bereichen, die eigentlich im Content Marketing eingebunden sind, schaffen und nutzen kann, um sich damit besser beim Nutzer positionieren zu können.

Stefan: Franzi hat geschrieben: „Ziel des Content Marketing sind gute Inhalte und die wird Google mit jeder Algo Änderung weiterlieben 😉 à That’s it! Irgendwann ist das Netz voll mit guten Inhalten! Da wird man sich die Frage stellen, welcher Inhalt ist jetzt „mehr gut“?

Franzi: Mit diesem offenen Blick in die Zukunft müssen wir unseren virtuellen Stammtisch auch schon wieder beenden. Vielen Dank für eure rege Teilnahme!

Franziska war von April 2011 bis November 2014 Teil des Projecter-Team und leitete den Bereich Suchmaschinenoptimierung.

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  1. ICh glaube, dass 2014 Online Marketing Agenturen stärker um die Löschung von Links bitten werden. Jetzt betteln mich schon Agenturen an, selbstgesetzte Kommentarlinks zu setzen.

  2. Na dann bin ich mal gespannt was alles 2014 noch auf uns zu kommen wird. Ich wünsche euch allen frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch!

  3. Schöner Beitrag, hat mich etwas Zeit gekostet ihn zu lesen. Aber das war es wert. Mich persönlich würde mal interessieren wie das Web ohne Suchmaschinenoptimierung aussieht, ingesamt ja schon abgedreht, dass jeder Betreiber ständig versucht bei google weiter vorne zu landen. Ewig kann sich diese Spirale ja nicht mehr drehen. Ich denke da wird sich google in Zukunft mehr auf Bewertungen, Kommentare etc. von realen Usern verlassen. Denn die Navigation, Übersichtlichkeit etc. einer Seite lässt sich ja zumindest bisher nicht ganz einfach messen.

  4. Sehr viele schöne Ansätze und auch Erkenntnisse, auf die man nur kommt, wenn man um einen Tisch herum sitzt, drauf los plappert (nicht negativ gemeint).

    Ich sehe das Thema Content Marketing aus meinen Projekten heraus nicht als so neu an. Schon immer hat man irgendwie Content Marketing betrieben, so man relevant für seine Kunden sein wollte. Es hat sich lediglich etwas in der Art und Weise geändert. Man ist nun fokussierter auf diesen Bereich, denn auch viele Unternehmer denken: „Inhalte haben wir selber und können diese bestimmt inhouse schnell bereitstellen“, „SEO“ ist uns immer etwas zu undurchsichtig und nicht wirklich fassbar gewesen“. Also halten wir uns an das, was wir besser einschätzen können – lässt sich bestimmt auch noch Geld bei sparen, welches für die lästigen SEO-Arbeiten immer drauf ging.

    Ich sehe einen ganz gravierenden Punkt aber zusätzlich! Schon heute können nur prozentual gesehen ganz wenige ein Budget für SEO bereitstellen. Deshalb geht der erste Griff nach dem Kauf einer Website meist zu AdWords. Hier haben die Unternehmer das Gefühl, wenigstens etwas zu machen (Alibi) und haben aber noch die Kosten genau vor Augen.

    Wenn ich mit meinen Kunden spreche, dann herrscht dort allerdings auch ein völliges Verständnis dafür, was man alles in den letzten Jahren schon hätte im Bereich SEO hätte machen können und müssen. Das zu erklären und die eigentlich notwendigen Kosten dafür plausibel zu machen gelingt kaum, denn (gefühlt) 98% der Website-Betreiber (gerade die Starter und kleinen, mittelgrossen Unternehmer) haben wirklich überhaupt kein Budget dafür, selbst, wenn sie es wollten.

    Ich bekomme immer Anfragen mit den verbundenen Ranking-Wünschen. Wenn ich dann mal nachfrage, so rechnen die Unternehmer vielmals mit monatlichen Kosten an mich in Höhe von 100-200 Euro, was sie sich schon schwer überlegen würden, zu ordern.

    Ihr Artikel ist hoch interessant – aber für Unternehmen, die Budgets haben, wirkliche Budgets, die kontinuierlich in den kommenden Monaten und Jahren dafür bereit gestellt werden.
    Was sollen wir mit den 98% derer machen, die uns 100 Euro im Monat zahlen können? Da ist doch Optimierung mit eigener Hände Arbeit gar nicht möglich. Für das Geld suchen sich die Unternehmer lieber schwindelig und enden dann bei Angeboten wie: „Backlink-Pyramiden und gekauften Likes“ etc. – alles nur Alibi-Massnahmen, aber der Kunde versteht das doch schon alles gar nicht mehr – wenn man es ihm auch erklären könnte. Diese Aufklärung lohnt sich für viele SEOler aber wieder nicht, denn der Kunde hätte ja nie das Geld, um ihn übers Jahr zu zahlen.

    Ich sehe deshalb eine auseinander driftende Masse an Webseiten. Die betreuten und die nicht betreuten. Letzten Endes heisst das: Die mit Budget ausgestatteten oder die ohne.

    Da geht dann der Vorteil der digitalen Kanäle und Werbung wieder für die weniger betuchten Unternehmer verloren.

    Die letzten Jahre hätte ein kleiner Unternehmer mit regelmäßig gepflegten Webseiten und guten Inhalten relevant ranken können. Bald nicht mehr, denn er wird sich weder den SEOler noch den Texter, noch das Keyword-Tool für zig Euro monatlich leisten können.

    Sich das Ganze anzulesen und selbst zu leisten ist auch Banane, denn dann hat er erstens gut zu lernen, dann zweitens alles selbst zu bewerkstelligen, dann drittens keine Zeit mehr übrig, mit seinem Business Geld zu verdienen.

    Michael Marheine

    Autor Michael Marheine bloggt auf diversen eigenen Plattformen zu den Themen Social Media und Online-Marketing, SEO sowie E-Mail-, Video-, Affiliate- und Mobile Marketing etc., durchlebte alle Stufen vom Angestellten. Startup, Selbständigen, erfolgreichen Unternehmer bis hin zum Unabhängigen (Unternehmer).

  5. Ich glaube, dass das Jahr 2014 online wie auch offline jede Agentur mehr fordern wird.

    Schauen wir uns doch mal das Thema SEO an. Google dreht immer mehr an der Qualitätsschraube. Somit haben wir als Unternehmen – aber auch die Agenturen als Auftragnehmer viel Arbeit reingesteckt die durch das ein oder andere Update in „Sekunden“ zunichte gemacht wurde.

    Somit wird es spannend ….was ergeben sich 2014 für neue Best-Practices.

    Macht auch in 2014 weiter so wie bisher! Wir verfolgen eure Beiträge gern.

    Grüße,
    Julia von Address-Base