Blogposts mit Multimedia interessant gestalten

geschrieben am 15. August 2012 von

Die Aufmerksamkeitsspanne im Internet ist sehr gering – lange Texte auf dem Bildschirm lesen die wenigsten gern und die nächste Ablenkung ist nur einen Klick entfernt. Bei einer Vielzahl von Informationen lässt es sich aber oft nicht vermeiden, lange Texte zu schreiben. Also wie kann man die eigenen Blogartikel interessant gestalten, so dass sie nicht nur Text enthalten, sondern Informationen auch anschaulich vermitteln? Die Antwort: Bindet Bilder ein, gestaltet Grafiken oder bietet Videos als Anschauungsmaterial an. Multimedia lockert das Ganze nicht nur auf, sondern bietet einen guten Mehrwert. Wie und mit welchen Tools ihr das relativ einfach umsetzen könnt, erklären wir euch hier:

Bilder, Wordclouds und Memes

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Artikel mit relevantem Bildmaterial werden zu 90% mehr gelesen als Artikel ohne Bilder. Das zeigt uns: Bilder sollten nie fehlen. Am besten sind eigene Bilder, aber auch Bilder aus kostenfreien oder kostenpflichtigen Bilddatenbanken können verwendet werden. Hier gibt es jedoch die unterschiedlichsten Bestimmungen, so dass ihr euch vor der Verwendung genau informieren solltet, welche Richtlinien es bei den Plattformen gibt.

Manchmal lockert schon ein kleines Bild mit einem Symbol oder Zeichen einen Text auf. Auch eine Wordcloud bzw. Schlagwortwolke, also eine Ansammlung von Begriffen zum Thema, bietet eine einfache Möglichkeit, ganz kurz und ansprechend darzustellen, worum es geht. Wordclouds lassen sich auf Wordle ganz einfach erstellen: In einem Textfeld werden Begriffe eingegeben und die Wordcloud automatisch erstellt. Anschließend gibt es die Möglichkeit, aus verschiedenen Styles, Farben und Schriftarten ein Design auszuwählen und so die Wordcloud anzupassen.

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Wollt ihr eure Leser zum Schmunzeln bringen, könnt ihr ein Meme erstellen. Memes sind Ideen, meist in Form von Bildern, die sich schnell verbreiten und immer wieder neu gestaltet werden. Sie dienen eher der Unterhaltung als der Veranschaulichung von Informationen, aber bieten eine sehr nette Abwechslung. Erstellen könnt ihr sie mit dem Memegenerator oder auf quickmeme.com. Alles, was ihr braucht, ist eine kreative Idee!

Infografiken erstellen

Infografiken erklären Sachverhalte in sehr anschaulicher Weise. Besonders dann, wenn statistische Daten vorliegen oder Vergleiche hergestellt werden, ist eine Übersicht oft besser als alle Informationen in einen Text zu quetschen. Zudem können Infografiken auch einen Unterhaltungswert bieten. Um eine Infografik selbst zu erstellen, müsst ihr dabei gar kein Meister in Bildbearbeitung sein, sondern könnt hilfreiche Programme im Internet nutzen. Eines dieser Programme ist beispielsweise Piktochart: Hier findet ihr Vorlagen für Infografiken, die ihr mit Informationen und Statistiken füllen und nach euren eigenen Vorstellungen anpassen könnt. Objekte können ganz einfach per Drag and Drop bewegt werden und aus einer Auswahl können kleine Icons eingefügt werden. Mit ein bisschen Ausprobieren findet ihr euch schnell zurecht. Drei der Vorlagen können kostenlos genutzt werden, für weitere ist eine monatliche Gebühr zu entrichten.

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Weitere Möglichkeiten, Infos grafisch zu veranschaulichen, bieten Programme zur Erstellung von eigenen Landkarten oder Zeittafeln. Also wenn es sich beim Thema eurer Blogartikel anbietet, eine geografische Übersicht zu zeigen oder eine zeitliche Entwicklung darzustellen, könnt ihr auf Stepmap.de überregionale und regionale Karten sowie Stadtpläne erstellen. Im ersten Schritt wählt ihr euren Kartenausschnitt, danach legt ihr Punkte (zum Beispiel Städte) oder Strecken fest, danach könnt ihr noch Beschriftungen sowie eigene Bilder ergänzen. Speichert ihr die Karte, könnt ihr sie selbst verwenden, sie wird jedoch auch auf der Website von Stepmap anderen zur Ansicht zur Verfügung gestellt.

Eine Zeittafel könnt ihr beispielweise mit Timerime erstellen. Dort könnt ihr euch kostenlos registrieren und gleich loslegen: Zunächst gebt ihr eurer Zeittafel einen Titel und eventuell eine Beschreibung, danach könnt ihr beliebig viele Daten eintragen: entweder Zeitpunkte oder auch Zeitperioden mit Start- und Enddatum – zu jedem dieser erstellten „Items“ kann ein Bild hochgeladen werden, damit das Ganze anschaulich wird. Am Ende könnt ihr die erstellte Zeittafel auf der Plattform von Timerime zur Ansicht bereit stellen (müsst ihr aber nicht) und sie per HTML-Code in den eigenen Blog einbinden.

Videos mit eigenen Bildern erstellen

Animoto4Videos einzubinden ist ebenfalls sehr empfehlenswert, aber Videoproduktion ist teuer. Deshalb gibt es die Variante, ein Video aus Bildern zu erstellen. Das ist eigentlich ganz einfach: 1. Bilder hochladen, 2. Musik auswählen, 3. dem Video einen Titel geben und optional Text zu einzelnen Bildern hinzufügen, 4. Fertigstellen klicken und dann das Video verbreiten, indem ihr den Link zum Video bei Facebook oder Twitter postet oder das Video mit dem Einbetten-Code auf dem eigenen Blog oder der eigenen Website einbindet. Anbieter, bei denen kostenlos Videos mit eigenen Bildern erstellt werden können, sind Clipgenerator und Animoto. Bei Animoto gibt es neben der kostenlosen Version auch noch eine Plus-Version für 24€ im Jahr, bei der man dann die erstellten Videos herunterladen und somit auch bei Youtube hochladen kann.

Einbindung einer Präsentation

Ihr habt bei einer Veranstaltung einen Vortrag gehalten und euch viel Mühe mit einer Präsentation gegeben? Dann nutzt das Ganze doch auch für euren Blog, fasst euren Vortrag kurz zusammen und bindet die Präsentation ein. Eure Leser können sich dann über das Thema informieren, indem sie sich eure Präsentation anschauen. Die Präsentation könnt ihr beispielsweise einbinden, indem ihr sie bei Slideshare oder Scribd hochladet und dort dann den HMTL-Code zum Einbetten in euren Blogpost kopiert. Das ist mit ein paar Klicks erledigt und eure Präsentation verschwindet nicht in der Schublade bzw. in einem der tausend Ordnern auf eurem PC.

Fazit

Informationen anschaulich darzustellen ist gar nicht so schwierig. Der Vorteil am Einbinden von multimedialen Inhalten ist, dass eure Artikel häufiger gelesen und geteilt werden, außerdem könnt ihr eure Inhalte auf verschiedenen Plattformen verwenden. So eignen sich Bilder nicht nur für Blogs, sondern auch für Facebook und Flickr, Infografiken ebenfalls für Pinterest und Videos für Youtube.

Habt ihr noch weitere Vorschläge, einen Blogartikel interessant zu gestalten? Was funktioniert bei euch am besten? Bilder, Videos, Infografiken, Präsentationen oder doch etwas ganz anderes?


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Stefanie war 2012 bei uns Praktikantin.

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  1. Sicherlich kann und sollte man sich dieser Elemente bedienen. Aber bitte nicht alle auf einmal verwenden. Ein Blog ist nicht das MySpace-Profil einer 16-Jährigen, wo es überall glitzern, laden und piepsen muss. Keep it simple!

  2. Da muss ich meinem Vorredner Recht geben. Man sollte die Zielgruppe seines Blogs im Auge behalten und dementsprechend den Content und auch die multimedialen Elemente qualitativ anpassen.

    Bei einem Blog, der sich vorrangig an jüngere Leser richtet und nicht zum Beispiel B2B ausgerichtet ist, empfehlen sich sicherlich mehr multimediale Elemente, als in einem Blog für gehobeneres Alter.